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Die Methoden der Phosphorausmittelung.

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Die Methoden der Phosphorauamitteluag.
werth ist, dass das Blut eine Flussigkeit absondert, die ebenfalls giftig ist.
Die besten Gegengifte sind wahrscheinlich Stimulantia.
In den Vereinigten Staaten lasst man gegen Schlangenbiss
vie1 Branntwein trinken oder Tabak kauen und verschlucken.
Wirksam sol1 auch sein die ausserliche Anwendung und eubcutane Injection von Jodtinctur und zugleich innerlich stark
verdiinnte Losungen von Chlor - oder Jodkalium. Aussaugen
der Wunde hindert oft die weitere Verbreitung des Giftes.
Die Neger der Sudstaaten haben ein seltsames Mittel. Sie
todten ein Huhn, spalten es im Riicken uiid legen das warme
Fleisch uber die Wunde in der Neinung, dass dem Schlangengift Huhnerfleisch lieber sei als Menschenfleisch. Die Mexikaner und Indianer brauchen sine Pflanze, die sie Golondrinera nennen , nach To r r e y Euphorbium prostrata. Alle
Theiie derselben enthalten eine Menge Milchsaft, der daa
Heilmittel bildet, zugleich emetisch und kathartisch wirkt und
ohne Gefahr fur den Patienten nie seine Hilfe versagt.
(Scientif. Americ. - American Journal of Pharmacy. 1873.
Yol. XLT? 4 th. Ser. Vol. IIL p. 468 seq.).
R.
Die Methoden der Phosphoransmittelung.
Die Entdeckung des Phosphors kann naoh Dragendorffs
,,Manual of Toxicology (' auf zwei Wegen bewirkt werden :
wir suchen ihn entweder in Substanz darzustellen oder sein
Leuch ten hervorzubringen, oder wir suchen seine Oxydationsproducte, mit Ausnahme der Phosphorsaure, die sich an und
fur sich im thierischen Korper findet. M i t s c h e r 1i c h ' s
Methode griindet sich auf IRolirnng des Phosphors durch Destillation und Auftreten seines Leuchtens. Die verdachtigen
Flussigkeiten werden , wenn nothig , mit Wasser verdiinnt,
die gleichmassige Flussigkeit wird in eine entsprechende Flasche gebracht, Schwefelsaure zugesetzt und mit einem langen
Xihlrohr von Glas im Finstern destillirt, wobei die ieuchtenden Dampfe auftreten. F r e s e n i u s und N e u b a n e r haben
eine halbe Stunde lang dies Leuchten beobachtet bei einer
Losung, die 1 Millig. Phosphor 200,000 fa& veedunnt enthielt.
H u s em a n n und M arm Q brachten 1 C. C. Phosphorol in den
Magen eines Raninchens und erhielten deutliches Leuchten
des Mageninhalts bei dem nach 5 Stunden getodteten Thiere.
Das Destillat kann Phosphorkiigelchen enthalten. Diese Me-
Die Methoden der Phosphorausmittelung.
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thode ist jedoch nicht uberall anzuwenden. Manche F a d nissproducte , Kreosot , Schwefelwasserstoff, Alkohol, Aether,
Terpentinol verhindern das Leuchten. I n diesem Falle muss
das Destillat weiter untersucht werden. S c h e e r e r empfiehlt,
urn die Oxydation des Phosphors zu verhindern, in einem
Strome von Kohlensaure zu destilliren. Hierbei tritt aber
kein Leuchten auf. Es kann vorkommen, dass der ganze
oder ein Theil des Phosphors in phosphorige oder unterphosphorige Saure verwandelt ist, dann tritt wenig oder kein
Leuchten auf. Die Dlimpfe der phosphorigen und unterphosphorigen Saure reduciren Silbersalze , schwiirzen demnach mit
Silberlosnng befeuchtetes Filtrirpapier. Diese Reaction ist so
empfindlich, dass man bei ihrem Ausbleiben dreist auf Abwesenheit von Phosphor schlieseen kann. Das Eintreten der
Reaction giebt aber leider keinen Beweis, denn auch andere
Stoffe, wie Ameisensaure, Schwefelwasserstoff, geben dieselbe
Reaction.
Hier empfiehlt S c h e e r e r die gleichzeitige Anwendung
von mit Bleiacetat getranktem Papier, das von Schwefelwasserstoff aber nicht von den Oxyden des Phosphors geschwarzt
wird. F r e s e n i u s und N e u b a u e r haben gezeigt, dass Ozon
das Bleipapier braun farbt. Es ist deshalb besser, das Blei
durch andere Substanzen zu ersetzen, wie Nitroprussidnatrium,
arsenige Saure , Antimonchlorid. Die Farbung dieser Papiere
wird Schwefelwasserstoff anzeigen , aber keinen Fingerzeig
geben, ob Phosphor da ist oder nicht. S c h e e r e r sucht den
Phosphor in dem Silberpapier. Dieses wird rnit siedendem
Wasser gewaschen , das Silber rnit Salzsaure abgeschieden,
und in dem Filtret die Phosphorsaure durch molybdansaures
Ammoniak nachgewiesen. Es ist noch besser, das Filter in
Konigswasser zu losen. Es halt aber schwer, von Phosphaten
vollig freies Filtrirpapier zu erhalten.
D u s s a r d und B1 o n d l o t behandeln die zu priifende
Masse mit reinem Zink und Schwefelsaure. Das daraus entwickelte Gas enthielt Phosphorwasserstoff und brennt mit
charakteristischer gruner Flamme. Bevor man das Gas anbrennt, reinigt man es von jeder Spur von Schwefelwasserstoff, indem man es durch Rohren passiren lasst, die rnit
Kalilauge befeuchteten Bimsstein enthalten.
Das Gas soll aus einem Platinmundstuck ausstromend angezundet werden. Das Wasserstoffgas soll frei sein von
Arsen - und Antirnonwasserstoff; Alkohol, Aether und organische Stoffe storen die Reaction; die griine Farbe ist deutlicher
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Die Methoden der Phoaphorausinittelung.
zu erkennen bei Tage als im Finstern. B l o n d l o t hat bemerkt , dass Phosphorwasserstoffgas in Silbernitratlosungen
einen schwarzen Niederschlag giebt. Dieser Niederschlag,
mit Zink und Salzsaure in einen passenden Apparat gebracht,
giebt ein mit griiner Flamme brennendes Gas. I n dieser
Weise entfernt er die organischen Materien, die nach D u s s a r d ’ s Methode die Reaction storen. Seine Methode ist
folgende :
Die verdachtige Substanz wird in einen gleichmassigen
Brei verwandelt und rnit Zink und Schwefelsaure in einen
geraumigen Wasserstoffapparat gebracht. Das so entwickelte
Gas streicht durch Silbernitratlosung , der Niederschlag wird
abfiltrirt, in einen kleinen Apparat gebracht und wie oben
angegeben behandelt. Es geht dabei kein Phosphor verloren.
F r e s e n i u s und N e u b a u e r haben jedoch bewiesen, dass
nur zwei Drittel des Phosphors in den Niederschlag iibergehn
und wenden deshalb die combinirten Methoden Mi t s ch e r l i c h - S c h e e r e r u n d D u s s a r d - B l o n d l o t an. Sie benutzen
je nach der anscheinenden Menge des vorhandenen Phosphors
die Yethode von M i t s c h e r l i c h oder S c h e e r e r . Sobald
das Auftreten des Leuchtens oder von Phosphorkiigelchen aufhort , wird zu der condensirten Fliissigkeit Silbernitrat gesetzt,
und die Destillation fortgesetzt. Der gut gewaschene Niederschlag wird in den Wasserstoffapparat gebracht ; die Reinheit des Zinks und der Schwefelsaure sol1 vorher festgestellt
sein. F r e s e n i u s und N e u b a u e r haben faules Blut rnit
Wasser untersucht, enthaltend 1 Millig. Phosphor in 200,000.
Die ersten 400 C. C. des Wasserstoffs zeigten die charakteristischen Reactionen; rnit den nachsten 400 war die Farbung schwiicher, rnit den letzten kaum ooch wahrzunehmen.
C h r i s t off e und B e i 1s t e i n empfehlen die Untersuchung
der Flamme mit dem Spectroscop. Der Ruckstand der
Destillation kann von der Oxydation des Phosphors phosphorige Saure enthalten und kann noch rnit Zink und Schwefels h e gepruft werden. Phosphorsaure wird unter diesen
Umstiinden nie zersetzt; das Gegentheil ist der Fall rnit den
Hypophosphiten, die neuerdings in der Medicin angewandt
werden und Irrthumer veranlassen konnen, (Chem. News. American Journal of Pharmacy. 1873. Vol. XLV 4 th. Ser.
Vol. III. pay. 415 s.).
R.
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