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Die Passivitt des Eisens.

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Passivitat des Eisens.
wieder in eine kanariengelbe zuriickverwandelt werden, weil bei
dem Schuttcln der Alkohol dem Oele eine neue Menge Saure wieder entzogen hat. Man wiederholt dies Verfahren, bis die rothe
Farbe nicht mehr verschwindet , welcher Zeitpunkt sich leicht bis
auf den Tropfen genau bestinimen lasst. (Ein Ueberschreitcn des
Zusatzes liesse sich leicht durch eine Losung von 2,82 g. Uelsaure
in 100 C. C. Alkohol corrigircn.) Die Zahl der verbrauchten C. C.
Natronlosung rnit 0,282 multiplicirt, giebt die Menge der im untersuchten Oele enthaltenen Fettsaure.
DieRe leicht ausfiihrbare Bestimmungsmethode gestattet den
Grad der Ranzigkeit von Speiseol festzustellen und ohne der Werthschatzung durch den Geschmack zii bediirfen, rnit Zahlenangabe
iiber deren verschiedene Qualitat zu entscheiden. Durch dieses
Verfahren lassen sich leicht die Mangel der Brennole erkennen,
da sie mit der Gegenwart von Fettsauren zusammenhangen, welchc
auf sehr ungiinstige Weise ihre Leuchtkraft beeinflussen. Auch
vermag man auf diesem Wege leichl zu erkennen, ob der Fettsiiuregehalt der Maschinenole nicht gewisse Grenzen iiberschreitet,
da man wohl erkannt hat, dsss durch Fettsauren das Schmiervermogen bedeutend abnimmt und iiberdies die sich reibenden Metalltheile von ihnen angegriffen werden. (Journal de Pharmacie et dc
Chimie. Sdrie 5. Tome I1 pag. 501.)
C. Kr.
Die Passivitlt des Eisens bildete neuerdings wiederholt
den Gegenstand der Versuche von V B r e n n e 8 , desscn friiherc
Beobachtungen wir im Arcliiv der Pbarmacie, Mai 1880, pag. 395,
mitgetheilt haben und aus welchen wir ergahen, dass diese Passivitat dnrch eine urn das Eisen sich bildende Gashiille entsteht.
Diese Passivitat hangt bis zu einem gewissen Grade von der physischen Beschaffenheit des zum Versuche benutzten Eisenstuckee
ab. - Dem Eintritt der Yassivitat geht inimer eine verschieden
lang dauernde chemische Einwirkung voraus. Taucht man z. B.
einen Stab von gewohnlichem Eisen in Sdpetersaure von 42O B.,
so erfolgt sofort eine stiirmiwhe Entwicklung von Stickoxydgas,
die Oberflache des Metalls verdunkelt sich dnrch Gasblasen, nach
Verfluss eines Zeitraumes von 3 -20 Secunden jedoch wird die
Metalloberflache plotzlich glanzend und die Entwicklung hort aui'.
Diese Erscheinung ist am bethen mit dem Silberblick zu vergleichen. Bringt man rnit gehoriger Vorsicht das Metall, welches
diese Einwirkung erlitten hat, in verdiinntere Saure, so erfolgt
keine Einwirkung.
Derselbe VerRuch kann niit Salpetersiiure von weniger als
42O B. wiederholt werden, doch fand der Verf., dass man rnit der
Verdiinnung nicht unter 35O B. gehen darf. Denn ist diese Grenze
iiberschritten, s o entsteht ein.e Zeit lang Gasentwicklnng , welcher
jedoch bald ein Aufhoren aller chemischen Einwirkung folgt, wobei
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Passivitiit dcs Eisenri.
die metallische Oberflache sich wieder aufhellt, dieser ZuRtand ist
jedoch nicht von Bestand, denn bald beginnt die Einwirkung aufs
neue an eineni Punkte des Metalls, verbreitet sich iiber dessen
ganze Oberflache, um auf dieselbe Weise wieder wie zuvor aufzuhoren und sofort sich zu wiederholen und auf diese Weise eine
Art intermittirender Passivitat zu bilden. Wird ein Stab nur Zuni
Theil in concentrirte Salpetersaure gebracht, so kann auch bei ihm
die Passivitat erregt werden. Ein 0,22 Mtr. langer Eisenstab wurdc
z. B. nur bis zu 0 , O l Mtr. in concentrirte Siiure getaucht und dann
vollstandig in verdiinnte Saure versenkt , ohne von ihr angegriffen
zu werden, was hingegen mit der grossten Energie geschehen
wiirde, ware nicht vorher das Ende des Stabes in concentrirte Saure
getaucht worden. Die Passivitat ist wenig bestandig; es geniigt
i n der Regel eine kleine Bewegung des Stabes, um die Einwirkung
kraftig beginnen zu lassen; die Passivitat zeigt sich um so geringer 'e verdiinnter die beim zweiten Eintauchen angewendete Saure
ist,' ie unebener sich die Oberflache des Metalls zeigt, oder je
grosser der Durchmesser des Eisenstabes ist.
Verf. erklart sich die Erscheinung in der Weise, dass die von
der anfanglichen Einwirkung erzeugten Gasblasen sich in dem
Wasser der Satire losen; da dieses AuflosungsvermBgen jedoch nur
ein beschranktes ist, so adhariren die sich spater entwickelnden
Blasen am Metalle und bilden eine Hulle, deren von einer besonderen Capillaritiit herriihrender Zusammenhang sofort durch eine
dem Metall in der Flussigkeit mitgetheilte Bewegung aufgehoben
werden kann. 1st die Concentration der Saure niederer als die
oben angefuhrte Grenze, so entsteht die intermittirende Erschcinung
in Folge der Langsamkeit der Auflosung der Gasblasen durch die
grossere Wassermenge. Bei dem nur zum Theile eingetauchten
Stabe breitet sich der Gasmantel anfangs nur iiber die von der
concentrirten Saure betroffene Strecke aus; ist er jedoch einmal
gebildet, so haftet er vermoge der Einwirkung der Capillaritiit an
dem Metall und bewirkt eine Anziehung auf die Gasblasen, welche
Rich in der verdunnten Saure bilden, i n welche man dae Melall
bringt, und so kann sich die anfdnglich durch das Eintauchen in
concentrirter Saure , wenn auch nur auf 0,01 Mtr. erstreckende
Passivitat, auf den ganzen in verdiinnte Saure eingesenkten Stab
ausdehnen. Wird passives Eisen, ohne ee zu bewegen, in verdiinnte Siiure von verschiedener Starke gebracht, so finden wir bei
Sauren von:
34' B. ein Aufhoren der Passivitat nach 11 Tagen,
32'B. 5
30'B. - 32 Stunden,
28'B. - 26
25OB. - 24
20'B. - 12
-_
-
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Phenol, welches sich im thierischen Bau normal findet.
Wird das passive Eisen im luftleeren Raume der Einwirkung
verschieden starker Siiuren ausgesetzt, so sehen wir bei Sauren von
34O B. ein Aiifhiiren der Passivitiit bereits nach 18 Stunden.
33'B.
- 16 -
30"B. - 13
28OB. - 10
25OB. 9
7
20°B. Ausserdem von dem Verf. in besonders construirtem Apparatc
angestellte Versuche, um auf synthetischem Wege die Passivitat
des Eisens zu erzeugen, indem er dasselbe bei langerem Vcrweilen in Stickoxydgas einem Drucke von einigen Atmospharen aussetzte, bediirfen noch, nach passonder Veranderung der experimentellen Ausfihrnng, weiterer Beobachtungen. (Annales de Chimie et
de Physique. Serie: 5. Tome X X . pag. 240.
C. KY.
Phenol, welches sich im thierischen Bau normal findet, ist, wie E n g e l neuerdings entwickelt, ein Product der Verdauung durch die Bauchspeicheldriise von eiweisshaltigen Stoffen
und der Verwesung derselben in den Eingeweiden. Versuche zcigten, dass bei Fiiulniss eiweisvhaltiger Korper an der Seite von
Indol auch Phenol und analoge Verbindungen sich bilden. Hierbei
erschien das Phenol zuerst gegen den sechsten Tag unter den
Faulnissproducten und vermehrte sich in demselben Maasse, in dem
sich das Indol verminderte. Andrerseits wurde constatirt, dass
diese Faulnisserscheinungen sich ebenso in den Eingeweiden zeigen
und dass sie dort einen vie1 schnelleren Verlauf nehmen, wie an
freier Lnft.
Einnahme von Tyrosin erzeugt eine Vermehrung von Kaliumphenylsulfat im Harn. Es entsteht also unstreitig hierbei Phenol
in Folge der Zersetzung des Tyrosins im thierischen Korper. Auch
Benzin oxydirt sich, wenn es eingenommen wird, und giebt Phenol.
Ein Theil des so gebildcten Phenols wird durch die Excremente
ausgeschieden; ein andrer Theil wird in den Eingeweiden absorbirt, verbindet sich in dem Circulationsstrome mit allen gebildeten
Sulfaten der Alkalien, die sich dort finden und wird durch den
Harn als Kalium - oder Natrium - Phenylsnlfat ausgeschieden. Kommt
eine etwas starke Menge Phenol in den Organismus, so erleidct
dieselbe eine theilweise Oxydation. Wie das Benzin im thierischen
Rorper Rich in Phenol umwandelt , ebenso fixirt Phenol theilweise
Sauerstoff, indem es Hydrochimn und Pyrocatechin bildet , welche
in den Harn iibergehen. Diese Verbindungen braunen sich in
alkalischer Losung an der Luft, wclche Eigenthumlichkeit das ofters
beobachtete Auftreten von braunem Harn bei der Behandlung von
Wunden mit Phenol erkliiren diirfte. Bnumann zeigte bekanntlich,
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