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Die PressrUckstnde der BuchnUsse sind giftige Nahrungsmittel.

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Die Preaariickstiinde der Bochniisse sind giftige Nahrungamittel.
Dr. Kiihn nennt die Rrankheit des Rlees die BlatMirre oder
Bla ttfleokenkrankhei t.
Anderweite -Ursachen, die eine solche Krankheit der Kihe
veranlassen konnten , waren nicht zu entdecken. Von funf
erkrankten mussten vier getodtet werden nnd nar eine minder schwer ergriffene genas nach mehren Wochen.
Als Vorbauungsmittel wurde statt Klee nur gutes Heu
gefittert, reichlich schleimige8 Getrank, dem einige Tage hindurch 3-4 Loth Salpeter und 12- 16 Loth Glaubersalz
per Tag und Stiick beigemischt worden, mit Erfolg angewendet.
Hit-schberg.
Die Pressrficksttlnde der Bnchnilsse sind giftige
Nahrngsmittel.
Von Prof. G e r 1 a c h , Direktor d. Konigl. Thierareeneischule in Hannover.
In der landwirthschafilichen Zeitung des Provincial- Vereins Hannover wird auf die Pressriickstande von Buchniissen
als ein nahrhaftes Futtermittel als Ersatz von Rapskuchen
iind Leinkuchen hingewiesen und eine Analyse mitgetheilt,
welche die Nahrfahigkcit chemisch nachweist.
Im Anschluss an diese Empfehlung der Buchniisse sehe
ich mich veranlasst, darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Futtermittel auch ein giftiges Prinzip enthiilt und dessen
Benutzune Vorsicht erheischt. Ich selbst habe die giftige
Wirkung heses Futtermittels durch eine Reihe von Versuchen
kennen gelernt; vor mir aber sind schon viele Beobachtungen
und Vemnche uber die giftigen Wirkungen der Buchecksrn
gemacht worden.
Die Hauptergebnisse aller bieherigen Beobachtnngen und
Versuche sind folgende:
1) Die Bucheckernkuchen sind fur Pferde von sehr giftiger Wirkung; in der Quantitat von 1- 1% Pfd. ab konnen
sie schon todtlich werden; 3 P f h d und mehr sind in der
Regel todtlich; bei Pferden muss man die Bncheckern also
ganzlich verwerfen.
Die Pressrkckstiindc der Buchniisse sind giftige Nnhrungsmittel.
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2) Bei allen anderen Hausthieren fehlt die giftige Wirkung nicht ganz, sie ist aber so gering, weil die Thiere
gewohnlich nicht solche Quantitaten aufnehmen, wie sie zur
Vergiftung bei ihnen erforderlich ist ; bei diesen Thieren konnen die Kuchen in kleiner Quantitiit als Nahrungsmittel ohne
Gefahr benutet werden; in grosser aber sind sie, namentlich
bei dem Rindvieh, auch schon als todtliches Gift bekannt
geworden. Die Voreicht gebietet, beim Gebranch nicht uber
4 -6 Pfund fur eine Kuh per Tag hinaus zn gehen.
3) Das giftige Prinzip ist in den Bucheckern nicht bloss
in dem braunen Hautchen, sondern auch in der Kernsubsfanz
vorhanden, in dem fetten Oele fehlt es dagegen, deshalb ist
von den Bucheckern eine groesere Quantitiit als von den
Preswuckstanden erforderlich; das ist auch der Grund , dass
manche Versuche mit d9n Kernen ein negatives Resultat ergeben haben. Das gifiige Princip entsteht also nicht erst bei
der Erhitzung und Auspressung , wie man mehrfach behauptet hat.
4) Der giftige Stoff ist noch unbekannt,*) durch kochendes Wasser ist er ausziehbar; das Dekoct wirkt giftig.
5 ) Daa Gift hat keine scharte, Entzundung erregende
Einwirkiing auf die Verdaunngswege , es wirkt specifisch auf
das Ruckenmark, besonders auf das terliingerte Mark und
tiidtet dwch Lungenlahmung und Ersticliiing.
Der Verlauf ist immer sehr akut, gewohnlich treten die
Vergiftungsfalle innerhalb einiger Stunden nach dem Gennsse
*) Die Bucheln enthalten eine eigenthiimliche narkotische Substmz,
deren von B u c h n e r und H e r b e r g e r unter dem Namen F a g i n
erwahnt worden iat. H e r b e r g e r giebt an, dam sie in isolirtem Zustande zahe und klebend sei, eine braunlich gelbe Farbe habe, die durch
Blutlaugenkohle nicht weggenommen werde, und einen widrigen Oeruch
und bitteren, kratzenden Geschmack beeitze. Sie ist fliichtig, wird aber
bei der trocknen Destillation zersetet. Mit Dampfen von Wasser und
‘Alkohol kann sie unveriindcct destillirt werden. Sie wird yon Wasser
und Alkohol, aber von Acther nur wenig gelost. Concentrirte Sauren
eerstoren sie.
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Die Rinderpest.
des Gift00 hervor, die binnen 12 Stunden wieder verschwinden oder zum Tode fiihren. Bei starken Dosen erkranken
die Pferde schon nach 10 Minnten und sterben nach einigen
Stunden.
Nach Z a n o n wird das F a g i n erhalten, wenn man die
Pressknchen mit Wasser auszieht, den emulsionsahnlichefiAuszug mit Kalkerdehydrat vermischt zur Trockne bringt und
den ,Ruckstand mit kaltem 8piritus auszieht. Der Alkohel
wird ziim grossten Theile wieder abdestillirt , die Fliiesigkeit
filtrirt und zur Trockne verdunstet. Hieraus zieht WasBer
dann das Fagin mit schoner gelher Farbe aus und Iasut eu ale
eine schone gelbe ziihe Masse zuriick, die alkalisch reagirt,
'siisslich und eigenthiimlich schmeckt , und mit Schwefelsaure
ein in Prismen krystallisirendes graugelbes Salz liefern 8011.
Zngleich aber giebt er an, dass dieselbe gelbe Basis durch
Alkalien aus einer Emulsion der Bucheln gefallt werde, was
ihrer Loslichkeit in Wasser zu widersprechen scheint. *)
Himhberg.
D i e Rinderpest.
Keine Krankheit unserer landwirthschaftlichen Hausthiere
ist geeigneter das Interesse nnd die Aufmerkeamkeit sowohl
des Einzelnen, als auah deu ganzen Staateu auf sich zu lenken, als die Rinderpest, da sie da, wo sie einmal zum Ausbruch gekommen und einen gewiesen Grad von Ausbreitung
gewonnen , schwer zu tilgen und wegen ihrer rauberischen
Eingriffe in das Privat - und Staats - Eigenthum als eine wahre
Landes Calamitiit zu betrachten ist. Man sieht daher auch,
wie sorgsam die Regierungen derjenigen Lander, die der
Gegend der herannahenden Rinderpest - Verwiistungen am
nachsten liegen, Anstalten treffen, um den bosen Feind fern
-
*) Man vergleiche uber die Restniidtheile von Fagus sylvatica L.
R o c h l e d e r ' s Chemie und Physiologie der Pflaneen 1858. Seite 77.
H. Ludwig.
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