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Die Vacanz der Link'schen Professor in Berlin.

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,4) Die Vacanz der Eiol;'scheii Professur in Berlin.
Im Alsirzhefte dies, Arch. findet sich (aus ciner riihmlich belinanten
Feder gellossen) ein sehr heherzigenswerther Anfsatz iiber 11Wiinsche
iin Interesse der l'harniacie ctc.., welcher a m Schlusse eine AnPforderung zu berirhtigenden oder heistimmenden Aeusseruneen enthalt.
Die Anpelegenheit, welche sich der ltr. Verf. zuni Vorwurfe seiner
Besprechung gewihlt hat, ist, fiir die Pharmarie von so grosser V'ichtigIteit, dass die Jedem, der nnr einigermaassen mit dern Bildungsgange
nnd den Ilniversititsstudien (namentlich a n der Berliner Hochschiile)
der Pharmaceuten bekannt ist, augenblicklich einleuchten wird. Den
Nutzen, welchen das Studium der Pharmnltognosie der gesammten
Pharniacie bringen muss, hat der tlr. Verf. richtig gewlirdigt und er
liegt so lrlar zu 'rage, dass es hieriihcr keiner weiteren Besprechong
bedarf. Zu diesem Nutzen stehen die Nachtheile, welche die Vernachliissigung dicses wichtigen Zweiges dcr P harmacie bringen, in
geradem VerhGltnisse; - &ss n u n aher eine ziemlicb bedeutend stiefviiterliche Behandlung der Pharmakognosie an den meisten dentschen
Hochschulen Platz gegriffen hat, muss sich jeder Unhefangene geslehen,
rind ist es daher leicht begreiflich, dass man recht vielen jungen
Pharmaceuten begegnet, welche recht wenige pharmdiognostische
lienntnisse von der Universitat mithrinpen.
Znm Studium irpend eines Paches hcdarf es bei jungen Rlinncrn
meistens der Anrepnng und Aufmunterung yon Seiten der Lehrer; diese
aher wird dem jnngen l'harmaceuten in Bezug a u f Pharmakopnosie
iast nirgends zn 'lheil. Die grosse Rlehrzahl derselben beginnt ihre
Universitatsstudien, ohne a u r h nur eine Idee von diesem Zweige der
NaturwKse'hschaft zu hahen u n d doch fordert m a n (wie billig) beim
Exarnen vorn Pharmaceuten Kenntnisse in diesem Pache, welche sich
diese also nolhwendig a u f der Universitat aneignen mussen.
Die Studienzeit ware allerdings die passendste, sich einigermanssen
grundliche Kenntnisse in der Pharmakognosie zu erwerben, da es den
meisten Lehrlinpen und Gehulfen an Zeit und Gelegenheit fehlt, hierin
peniigend unterrichtet zu werden; wie es aher mit dern Studinm
dieses Zweiges auf den Hochwhulen gehalten wird, daranf hat der
Verf. genannten Aufsatzes zwar hingewiesen, ohne jedoch das Gebrechen in seiner ganzen Bliisse anfzudeclren.
Sei es mir daher erlaubt, einige lrurze Bemerlrnngen und Erinnerungen aus der Studienzeit, den sehr treffenden Betrachtungen des
geehrten Verf. anzureihen, wohei ich mich lediglich auf Berlin heschriinlren will. Hr. Verf. sieht die Ursache der stiefv.$terlichen Behandlung der Pharmakognosie in der Combination dieses Lehrfaches
init der Botanik und seine Grunde hierfiir durftcn schwer zu widerlegen sein, da sie selbst bei dgn grossen Verstorbenen, L i n k , zutreffen, Es ist nicht mein Zweck iiber den Werlh der Vorlesungen
Garantie fiir gute Instandhaltung darbietend, gewahrt, die Dispensir Anstalten, als zu lisshrauchen fiihrend, nicht hefiirwortet
worden sein. Es steht zu erwarten, dass die Kiinigl. bayerische
Regierung iiher Regulirung der Apothelten Angelegenheiten auch
tiichtig sachkundige Apothelter huren und ihren Vorschlagen Vertrauen n n d Beachtnng schenlren werde, weil ausserdem eine
Ih. B l e y .
Verhesserung unmiiglich ist.
-
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des hochberiihmten Botanilcers mi sprechen, norh weniger, den blanen
des grossen Porschers eine k r i t i s ch e F a II s t mi machen, sondern
ivh will einfacli von den falrtischen Zustlnden wiihrend meines Berliner Aufenthalts reden.
L i n k lcundigte allerdings furs Wintersemester nPharmakologieo
an, las dagegen Pharmakognosie, jedoch w a r dabei keine Rede von
prnktischen Uebungen ini Bestinmen der Ihognen, vom Gebrauche
des Milcroslcops oder von der geniigenden Benutznng der pharmakologischen Sammlung. Alle Zuhiirer fiihlten diese hlingel nnd Viele
wiirden diese Vorlesungen nicht hesncht hahen, wenn aie nicht hitlen
testirt haben miissen, oder aher die Art und Weise fiirs Examen hatten
lrennen Iernen wollen, wie der E x a n i i n a t o r diesen Zweig der
Wissenschaft behandelt wissen wollte; das Lernen dehnte sich wohl
kaum iiber das Niederschreiben einiger Stichwiirter aus. - Den Cu!sisten hatte Ilr. Dr. B e r g die Benutziing einer (allerdings Icleinen)
Droguensainmlung iiberlassen, welche dann auch so stark war, ~ R S
die meiaten Exemplare olfenes Zeugniss dariiber ablrgen knnnten.
Hr. Dr. B e r g webte in seine trefflichen V o r p l g e iibrr pharmaceutische
Botanik, welche allen Pharmaceuten, die in letzteren Jahrea in Berlin
studirt haben (Jeder besucht dieselben) stets in dankbarer Erinnerung
bleiben werden, lrurze Beinerknngen iiber Droguen ein, und ausserdeni
hestanden von Demselben dictirte tIefte iiber Droguenkunde, welche
Einer vom Andern abschrieb und darnach studirle. Ein solches Heft
wRr eine wahre Panacee; denn wie man sich ohae diese kurze,
charnkteristische Beschreibnng die nothigen lienntnissc der Drognen
hitbe erwerben wollen, w i r e nicht abzusehen gewesen.
Passt man nun die vorhandenen Mittel zur Ausbildung so vieler
jiiiiger Winner in einein so wichtigen Zweige ihrer Wissenschaft ziiSaiiiineii, so erhslt man als Snnirne : rinige abgegriffene Drognen unil
ein Heft von einigen beschriehenen Bogen I’apier.
Wie es mit der l’harnialrognosie stand, ihnlich verliielt es sicli
mit der Naturgescliichte. Der illangel ciner- Vorlesung iiber pharmaceutische Naturgescliichte inaclite sich sllen fharinaceut,en fiililhar;
denn die Vorlesungen L i n k ’ s iiber Naturgeschichte i n welcher rr
freilich Riicksicht naliin auf die pharmaceutische, konnten lreineswegs
als geniigend angesehen werden nnd wolil Viela besuchten diesrs
Colleg, um den alten Herrn e r z d h l e n zu h6ren, was allerdings interessant war. Der einzige reelle Nutzcn, welehen diese Vortrlge hatten,
bestand in den Dictaten, welche L i n Ir gab, und darnach - und nur
darnach wurde zur Zeit in Berlin Naturgescliichte studirt. Bei einor
S O laxen Behandlung beider L e h r t k h e r lronnle die Wissenschaft nnllldglich gewinnen und die Exaniina stellten zur Geniige heraus, wie
geringe die Leistungen der jungen Miinner nanientlicli in der Naturgeschickte waren.
Diese Bemerkung .nrache icli hgupts6clrlich deshalb, um auf die
vom Verf. gedachten Aufsatzes gemachte Proposition in Bezug auf eine
Combination heider Lehrfacher, der pliarinaceutisrhen Natnrgeschichte
und Pharmakognosie zu Iromtnen. Dnrch eine solclie Combination
wiirde nun aber, vorausgesetzt, dass m a n eiiien tuchtigen Lehrer anstellte, welches lraum eineni Zweifel unterliegen diirftr, nicht allein
die Pharmakognosie gewinnen, sondern es wurde den jungen Pharniacenten auch ermiiglicht, durch Vorlesungen iihrr p h a r m a c e u t i s c h e
Naturgeschichte, sich hierin hessere Kenntnise 211 erwerhen, als es
Irisher bei den Vortragen iiber allgeineine Nalur,oeschichte der Fall
,
S
Verebszeiluwg.
365
war. Zudein diirfte es einem Lehrer der pharmaeeutischen Naturgesrhichte oder vielitrehr d e r pharmacenlischen Zoologie - da die
Botanilc unzweifelhnft einen eigenen Lehrer fnrdert - milglich sein,
die pharmaceutische Rlineralogie in den Kreis seiner Betrachtungen zu
ziehen und dabci i n l t u r z e n U m r i s s e o e i n k l a r e s B i l d v o n
d e r K r y s t a l l o g r a p h i e z u g e b e n . Ein Unterricht i n der Krystallographie wiirde fur das bessere Verstandniss d e r Chemie y o n
grossem Nntzen sein, da in den Vorlesungen iiber Chemie sclhstredend
nur anf die Krystallformen hingewiesen werden ltann, ohiie die Lehre
uber diese Formen beriicksir.htigen zu Itonnen. Nun mag es a h r r
wohl lcauin einige junge Pharinaccutcw gehen, welche einen reellen
Begriff von Kryst.allformen haben, und fast Alle sind daher geniithigt,
eine Reihe Formen empirisch dein Grdichtnisse einzupragen; weil ini
Exainen darnach grfiagt wird. Ein solches empiriwhes Leruen, welches sich wesentlich vom eigrntlichen Studiuni unterscheidet, da diesrs
in der Auffassung nnd dein richtigen V e r s 1s II d n i s s wissenschaftliclier Grundsatze hrsteht, hringt wiederntn grosse Nachtheile, da cs
nicht nur Niclits zur Erweiterung der Krnntnisse beitragt, sondern
sogar auf eine unwisaeoschallliche Versuinpfung hinarbeitet.
Es findet sich iillcrilings auf allen Univcrsitaten Grleprnheit, Ki y btallograyhie und Mineralogie zu hiiren, abcr tliese Ctrllegien sind
meistens fur Berg und Miittenmiinner btrechnet und setzen meistens
- wia die Vorlesungen des beriihmten W e i s s i n Berlin - zu umfassende mathematisclie Keniitnisse voraus, als d a s sie von Pharmaccutcn mil Erfolg besuclit werden Itonntrn. - Btai diesenr Zustande
der Dinge kann ich mich nur mit dem geehrlen Verf. zu dein WunsLhe
vcreinigen, dass es nnserer umsichtigrn Staafsregierung gefallcn miige:
sfiir Berlin eiiren eigenen Lehrer der Fharmakognosie und der
pharmeceutischen Naturgeschichte anzustel1en.i'
Mlachten sich Miinnrr, w d c h e znin Ilathgeben bcrufcn sind, fur
die hochwiclitige Angelegenlieit interessiren und ihre gewichtigen
Stinimen zuin M'olile der Pharmacie erheben, dnmit dieser aus dein
diirren Reise ein nrnw, liliihender Zweig der W'issenschd't cntsprirsse!
Bornheim, ini April 1851.
RI .
-
5 ) ICleiiie pralitische Erfahrungee.
lch las vor einiger Zcit lilagrn iiber Explodirungen beim Gebrauclie
der iihliclien sogenenuten Berzelins'srhen Lampen, und wunderte mich
dariiber, da bei der meinigen derg1eit:ht.n no& nie vcrgekomrncn
waren. Dirse wurde indessen schaclhtdt, so dass der Weingcistbchillcr
tlaran ernenert werden musste.
Nun hatte ich aber auch dnsselbe Siliicksal, wcnn die Lampe
i)ntv hinterei,nander gc.braut+t wurde, so dass das ersle nlal die Fenstergardine d a m n in Brand grrieth. Ich s a h die erneuerte Lampe
genau nach, fand aber Itcine Ver8ndernng gegen die urspriinglictie
Einrichltrng, und wusste rnir dic Urssche dcs nun cingefretrnt,n Uebelstandcs nicht zu erltlaren, bis ich bei eincr Ernruerung des I)ochtrs
daranl' verfit.1, den Blechriiig welt,hrn der I{lcnipner nach seincr
Jleinrcng als cine Vcrhessarnng zur Berrsiigung tlcs 1)ochtes iibergeschobcn hatte, wcgzulilssen, und ihn nun wieder wie frriher nlit einem
Zwirnfadrn festband. 1t.h dactitc niir di~bci, dcr Ring ltiinnc viellciclr!
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