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EigenthUmliche Reactionen des Jods.

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Eigenthiiinliche Reactionen des Jods.
57
Zinnhaltige Schwefelsaure.
Zu den in der kauflichen Schwefelsaure bisher gefundenen Metallen, Blei, Eisen und Arsen, esellt sich nun
such das Zinn, wie D u p a s q u i e r kiirzlic nachgewiesen
hat. Der mit Schwefelwasserstoff erzeugte Niederschlag
hinterliess namlich beim Behandeln mit Salpetersaure einen
weissen Kickstand von Zinnoxyd. Die Quelle dieses Metalk ist in den mit Zinn verlotheten Bleikammern zu suchen,
auf welches die Schwefelsaure auflosend einwirkt.
In zinnhaltiger Schwefelsaure fand D u p a s q u i e r keine
Spur von Blei, was auch ganz natiirlich ist, da das Blei
aus seinen Auflosungen vom Zinn metallisch niedergeschlagen wird.
In einer folgenden Note, iiber den Bleigehalt der kauflichen Schwefelsaure, theilt der Verf. einige Versuche mit,
aus denen folgt, dass das Blei aus der Schwefelsaure durch
Schwefelwasserstoff nur dann gefallt werde, wenn die
Saure ziivor durch ein Alkali abgestumpft sei "). (Buchn.
Repert. fiir die Phann. 2. R.Bd. 33. H. 2.) B.
a
Eigenthumliche Reactionen des Jods.
Kocht man nach T a l m i Calomel rnit kr stall. Jod im
Ueberschusse und vielem Wasser, bis keine Jofdam
erscheinen, so hat man dann eine durch Chlorjod gel
farbte Losung, welche heim Erkalten bei 15-200"
Oherflache und den Wanden kleine gelbe, stalactiten- und
dendritenartig gruppirte, durchscheinende Krystalle absetzt. Diese Krystalle besinnen nach einigen Tagen
roth zu werden und sind nach 10 Tagen vollkommen roth
und undurchsichtig. Trennt man die Fliissigkeit von den
Kr stallen und kocht dieselhe, so entfarbt sie sicb schnell,
far t sich aber spater wieder durch Freiwerden von Chlorid, bei weiterer Concentration triibt sie sich, entwickelt
Joddampfe und hinterlasst Quecksilberchlorur, welches zuweilen jodfrei ist. Vor der Concentration enthalt die Flussigkeit aber unzweifelhaft Jod. Bei naherer Untersuchung
findet man, dass die Fliissigkeit Quecksilberchlorid - Quecksilberjodur, Calomel, chlorsaures und jodsaures Quecksilberoxyd und Salzsauro enthalt,.
Mengt man arsenige Saure und Jodkrystalle mit vielem Wasser und crhitzt, so verschwindet das Jod. Die
Fliissigkeit entwickelt beim Concentriren Jod und setzt auf
1
*) Eine
nlt beliannte Sache (Y. ti. A. pharm. Ccntralbl. 1833. p. 680),
nur sollte D u p a s q u i c r nicht von einer Aufliisung des BleiH. Wr.
oxyds in verdiinnter Schwefelsiure reden.
58 Eigenthiimliche Reactionen cles Jods ntit Calomel ctc.
Salzsaurezusatz Jodkrystalle ah, obgleich sic keine Jodsaure enthilt. Sie enthalt Arsensaure und Jodwasserstoffsaure. hlengt man sehr concentrirte Losungen von Arsensaure und Jodwasserstoffsaure, so wird sogleich Jod gefall t und arsenige Saure gehildet*) ; setzt man gleichzeitig
viel Wasser zu, so lost sich das Jod auf und man erhalt
eine gelhliche, nach einigen Minuten vollig farblos werdende Flussiskeit, welche heim Concentriren ebenfalls Joddampfe entwickelt und mit Salzshure Krystalle giebt. SO
zersetzen sich also Arsensaure und Jodwasserstoffsiiure
gegenseilig bei wenig Wasser, bilden sich aber wieder bei
viel Wasser**). Der Jodabsatz bei Zusatz yon Salzslure
erklart sich demnach durch Entziehung von Wasser.
Auch durch Chlorcalciumzusatz wird in der Flussigkeit Jod
frei. Die Jodentwickelung beim Concentriren der Flussigkcit erklart sich hiernach von selbst.
In einer Auflosung von 6 Th. Brechweinstein in 47G
Th. Wasser kann man 2,75 Th. Jod auflosen, ohne (lass
sich die Flussigkeit f;irbt odcr triibt. Sie enthalt dann
Jodwasserstoff, unzersetzten Brechweinstein und weinsteinsaures Antirnonsaurekali. Nimmt man statt 176 Th. Wasser
378 Th., so konnen 6,12 Th. Jod ohne Farbung. gelost werden; es wird dann aber alles Antimonoxyd in Antimon
saure uhergefuhrt. Diese Losung entwickelt bei Conccntration ebenfalls Joddampfe und giebt mit Salzsaure Jodkrystalle.
Bekannllich Iasst sich die schweflige Siiure dadurcli
bestimmen, dass man sie mittelst Jod und Wasser in Schwefelsaure iiberfuhrt, umgekehrt aber ist bekannt, dass Jod.
wasserstoff durch Schwefelsaure unter Abscheidung von
Jod und Bildung von schwefliger Saure zersetzt wird. Aiich
hier ist allein der Wasser ehalt Schuld. Wenn man dicselbe Flussigkeit, in welc er man die schweflige Saure
durch Jod in Schwefelsaure uhergefuhrt hat,, durch Abdampfen concentrirt, so erscheint das Jod wieder und die
Schwefelsaure wird wieder zu schwefligcr Saurc; hat man
umgekehrt Jodwasserstoff durch concentrirte Schwefelsiiure
zersetzt und man verdunnt dann mit Wasser, so verschwindct das abgeschiedene Jod wieder. Ein ahnlicher Einfluss
der Wassermengc, der bei den grossen, hier in Frage
komrnenden Wasserquantitaten durchaus nicht auf eine
ei enthiiniliche chemische Wirkung des Wassers als Base
oC fer Saure zuruckgefuhrt werden kann, zeigt sich auch
bei der Wirkung von Eisenoxydsalzen und JodwasserstolY*') GeradewieSchwefel aus Arsensiiure und Schwefelwasserstoff.H.Wr.
**) Oder es entsteht vielmehr Arsensuperjodid = As2 J"J.
KWr,
f
Verfalschungvon Jod. Zusammm. unterphosphor. Saure. 59
saure, und der Wirkung des dem Kupfervitriol bei emengten schwefelsauren Eisenoxyduls 'bei Fallung des ods aus
seinen Losuagen. fl'lnstitut. XO.523. - Pharm. Centralbl.
1844. No. l0.j B.
P
Verfalschung von Jod.
Nach einer Mittheilung L e r o y ' s im Journ. de Chkie
mkdic. Aozit 1843. sol1 im Handel Jod vorkornmen, welches
eine feuchte compacte Masse bildet, 25 Proc. Wasser enthalt und einen starken Chlorgeruch besitzt. Derselbe hegt
die Meinung, dass dieses Praparat aus der Mutterlauge
durch Fallung mittelst Chlorgases erhalten werde und dass
von der Anwendung desselben der ansehnliche Gehalt an
Chloriir im kauflichen Jodkalium abhangig sei. (Journ. f i r
prakt. Pharm. B. VIL 4. 1843. p. 253.j B.
Zusammensetzung dei- unterphospborigen Saure.
Die von W u r t z in den Annalen der Chem. u. Pharm.
Bd. 43. p. 348 aufgestellte Ansicht, dass die unterphos horige Saure nicht eine Ox dationsstufe des Phos ors,
sondern 2 P H L + 3 0 sei, Bestreitet H. Rose. d u r t z
stellt fur seine Ansicht folgendc Griinde auf: I) Die Saure
wird dadurch eine einbasische, wodurch auch erklart wird,
dass sie keine sauren Salze und kein Doppelsalz mit Kali und
Natron bildet; 2) es lasscn sich daraus die Zersetzungsroducte erklaren , welche die unterphosphorigsaureii
galze durchs Erhitzan geben. Diese Producte sind aus
3 Atomen der unterhos horigen Saure P z 0 5 ,P " 0 , PH3,
3 H 0, Ha, also 6 P, 12 H, , 0 = 3 P H O 3= 3 P20 6 HI 0 ;
3) Kali entwickelt aus den unterphosphorigen Salzen Wasserstoffgas, wodurch dieselben in phosphorigsaure Salze
verwandelt werden, und bei der Reduction der Kupferox dsalze durch unterphosphorigsaure Salze entbindet
sici ebenfalls Wasserstoffgas. Den ersten Grund weiset
R o s e dadurch zuriick, dass die Saure eben so gut eine
einbasische sein und keine sauren Sake bilden kann, wenn
sie einfach fur eine Oxydationsstufe des Phosphors gehalten wird; von dern zweiten Grunde wird gesagt, dass die
Zersetzungsproducte ganz willkuhrlich angenommen seien.
Es wird nachgewiesen, dass von 3 At. unterphos horiger
Saure I ; und nicht 4 At. Phosphorsaure zuriic bleiben
mussen, da beim Erhitzen der unterphosphorigsauren
Salze unter Phosphorwasserstoffuascntwickclun em yrophosphorsaures Salz (P205 2 WO) zuriickblei t un sich
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