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Ein einfaches Verfahren zur Gewinnung grsserer Mengen Ellagsure.

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H. Trunkel: Gewinnung dar\h?!aefiiiure.
202
AUS dem
pharmakologischen h t i t u t der UnhWsittLt hip%-
Ein einfaches Verfahren zur Gewinnn;lng
grtrsserer Xengen Ellagsiiure.
Vofi H a n s T r u n k a l , h i s t e n t am Institut.
(@iPg?g&igettden 21. I. 1910.)
Fur die 1815 von C h e v i e m l l ) und 1828 v o t &%mnnoi?)
entdeckte, von letzterem zuerst als a c i d e e 11 a g i q u e be&chnete Ellagsiiure sind spater zahlreiche Darstellungsmethoden
und Fundorte angegeben worden, die jedoch siimtlich mehr oder
weniger umstiindlich rap. wenig ausgiebig tind.
B ii c h n e P) beobachtete scho.- i 3 Jahre 1845, daS mit
uberschiissigem Natrium- oder Kaliumkarbonat versetzte Gerbsiiurelosungen beim Stehen an der Luft allmahlich einen schmutzig
griinlich-gelben, wenig krystallinischen Niederschlag abscheiden.
Untersuchungen iiber die Zusammensctzung dieses Niederschlags
hat er nicht ausgefuhrt und spater scheint seine Notiz keine
Beachtung gefunden zu haben.
Es zeqte sich, d a B dieser Niederschlag, den man ubrigens
auch mit Ammoniumkarbonat erhillt, die bekannte G r i e Sm a y e r’sche Reaktion gibt und aus dem entsprechenden Alkalisalz der Ellagsaure besteht.
Bei Einhaltung gewisser Versuchsbedingungen kann er in so
betrlichtlicher Menge erhalten werden, daS sich diese Darstellungsmethode der Ellagsiiure lohnt.
Offenbar handelt ea sich bei diesem Vorgang um eine
A u t o x y d a t i o n des Tannins durch den Sauerstoff der Luft,
denn die Reaktion verliiuft sehr langsam und unvollkommen,
menn man luftfreie Esungen im Vakuum sich selbst iiberliiBt.
Zur Erzielung einer guten Ausbeute versetLt man zweckmiiBig Tannin in 1%iger Losung mit soviel 5% iger Sodalosung
(Na.carb. sicc.), daS auf 2 Teile Tannin 1 Teil Soda kommt und
uberlaBt dies Gemisch ungefiihr 8 Tage in flachen GeflSen der
Einwirkung der Luft, wobei man von Zeit zu Zeit umriihrt.
I)
Annel. de chim. et phys. 9; 329 (1818).
*) ibid. 189.
*) Liebig’s Annelen 53, 381
und 383 (1846).
H. Trunkel: Gewinnung der Ellagsiiure.
203
Versuche mit bei 100O getrocknetem Tannin ergaben, daB
bei dieser Versuchsanordnung die Ausbeute an ellagsaurem Natrium
ungefiihr 4’7% des angewendeten Tannins betragt.
Bei Verwendung von weniger Soda verliiuft der Oxydationsprozel3 unvollkommen, so betrug z. B. die Ausbeute nur 41%
und 39%, als auf 2 Teile Tannin nur 0,33 resp. 0,50 Teile Soda
venvendet wurden.
Eine Steigerung des Sodazusetzea iiber das oben angegebene
Verhiiltnis hat ebenso wie eine Verliingenrng der Versuchsdauer
keine Erhohung der Ausbeute zur Folge.
Daa Abfiltrieren des ellagsauren Natriums ist sehr langwierig,
die Filtration laBt sich jedoch wesentlich beschleunigen, wenn
man den Niederschlag (nach dem Abhebern der Hauptmenge der
iiberstehenden Fliissigkeit) mit Alkohol versetzt und dann erst
abfiltriert. Auch das Auswaschen erfolgt am besten mit Alkohol.
Zur Isolierung der freien Saure wird das ellagsaure Natrium
in der Kiilte dreimal mit 20 Teilen Wasser und 0,6 Teilen Salzsiiure behandelt, abfiltriert, mit Alkohol gewaschen und getrocknet.
Ausbeute an freier Siiure 80%.
Aus diesem nur Spuren Asche hinterlaasenden Produkte
kann man dann nach dem Verfahren N i e r e n s t e i n’sl) durch Umkrystallisieren a w Pyridin (zweckmiiBig 6,O g Ellhgsiiure
100 ccm
Pyridin) ein analysenreinea Priiparat erhalten. Ausbeute ca. 50%.
Ein in dieser Weise zweimal umkrystalliaiertes vollig m h e freies Praparat gab nach dem Trocknen bei 140-1500 bis zur
Gewichtakonstanz bei der Analyse folgende Werte :
0,2043 g gaben 0,0394 g H,O und 0,4176 g COP
+
Daraus ergibt sich fiir C,JI,O,:
Berechnet: C = 66.63%
Gefunden: C = 66,76Y0
H = 1,99yo
H = 2,16y0.
Es wurden ferner Untersuchungen dariiber angeatellt, ob bei
dieser Autoxydation noch andere Spaltungsprodukte dea Tannins
entstehen reap. nachweisbar sind, und ob ein Teil des Tannins
vielleicht iiberhaupt nicht angegriffen wird.
Zu dem Zwecke wurde ein Versuch in der Weise angesetzt,
daB auf 2 Teile Tannin nur 0,32 Teile Soda kamen, die Oxydation
nach dem oben Gesagten also unvollatlindig verlaufen muBte.
I m Filtrat der Ellagsiiure lieB sich mit Sicherheit (durch
Ausschiitteln mit Aether) nur G a 1 1u s 8 a u r e nachweisen, die
in einer Menge von 9,68% dea angewandten Tannins erhalten wurde.
I)
Ber. d. d. chem. Geaellsch. 41, 3016 (1908).
J. Gadsmer: Ueber Corydalisahloide.
204
Hingegen gelang ea nicht, unveriindertes Tannin wiederzugewinnen. Es fand sich im Acetonauszug nur ein t a n n i n ii h n 1i a h e r Kiirper, der die Tanninreaktionen nicht auber gab
und ein Drehungsvermogen von nur 40,6O aufwiea.
N i e r e n s t e i n 0. c.), welcher durch Behandeln des Tannins
mit Wasserstoffsuperoxyd zur Ellagsaure gelangta, fand beim Umkrystallisieren derselben a m Pyridin in den Mutterlaugen eine
weitere Skure, die er L u t e o s i i u r e nannte.
Im vorliggenden Falle konnte dime Saure nicht nachgewiesen
werden, sie bildet sich also entweder bei dem beschriebenen
OxydationsprozeB iiberhaupt nicht oder entsteht nur ah Zwischenprodukt, welches sich alsbald in Ellagsaure verwandelt.
Beilliufig sei bemerkt, da13 man auch a u s , H a m a m e l i t a n n i n in reichlicher Menge sowie aus C h e b u l i n s a u r e in
beschriinktem &Be auf gleiche Weise Ellagsiiure erhalten kann.
Mitteilungen BUS dem pharmazeutischen Institut
der Universittit Breslau.
19. Ueber Corydalisalkaloide.
4. Mitteilung.
Von J. G a d a m e r .
In meiner vorigen Mitteilung iiber Corydalisalkaloide') habe
ich darauf hingewiesen, dal3 die von mir getroffene Einteilung der
Corydaliaalkaloide in drei Hauptgruppen, die dea Corydalins, des
Corycavins und dea Bulbocapnins, durch die Ergebnisse der pharmakologischen Untersuchung eine treffliche Bestatigung gefunden
habe. Des weiteren beachaftigte sich diese Mittdung mit der Konstitution dea C o r y d a 1 i n 8. D o b b i e und L a u d e r*) einerseits
und andererseita der Referenta) waren auf verschiedenen Wegen zur
gleichen Konstitutionsformel des Ringsystems gelangt. Zweifelhaft
blieb damals nur die Stellung der vier Methoxylgruppen. D o b b i e
und L a u d e r schlomen aus dem Auftreten von Hemipinsaure
und Metahemipinsaure bei der Oxydation auf die Stellung nach
-1) Dieses Arcbiv 248, 147 (1905).
2)
Proceedings Chem. SOC.17, 252-55
*) Dieaea Archiv 240, 42 ff. (1902).
(1902).
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