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Ein Paar Worte Uber GehUlfen.

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Vereinszeitung
begniige auf die grossen Vortheile hingewiesen zu haben, welche uns
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aus einem Apothelcer Feuerversicherungs Verein erwachsen miissen,
will ich in Beziehung auf jene Ueberschusssumnie nur noch benierlren:
1) Wie nian sie zur Stihung einer f6rmlichen Pcnsionsanstalt ausgedienter wiirdiger Gehulfen; oder auch
2) zur Untersthtzung concessionrrter Apoiheker, oder deren Angehorigen anwenden k6nnte, die durch den Tod des Besitzers,
oder irgend andern Uinstiinde gen6thigt sind, ihre Apothelcen
zu verltaufen ; in welche Verlciiofe die Regierungen anfangen
siclr so unberufen einzumengen. Bei der zweiten Verwenduqgsweise der Gelder wiirde das Institut ein endliches sein, d . h.
da jede Apotheke eine Entschiidigung nur e i n m a l bekoninien kann, durch seine Wirlcsanilceit sich dberfldssig gemacht
haben. Die uns bier vom Herrn Collegen 6 r a e g e r inilgetheilte Hinweisung auf die Niitzlichkeit einer eigenen Feuer Assecuranz unter den
Apotbelrern m a g ich den Miigliedern des Vereins nieht vorenihalten,
da es nach seiner Aufstellung so wahrscheinlich wird, dass, wenn
eine solche wirklirh zu Stande kiinie, dein Vereine daraus in Beziehung
auf seine nrilden Anstalten die griissten Vortheile erwachsen miissten,
wesshalb ich den Vorschlag zur Priifung empfehle
Dr. B l e y .
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4) Ein Paw Worte uber Gehiilfen;
vom Apotheker L ii d e r s e n in Nenndorf.
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Iin vorjahrigen Sepkmberhefte des Archivs hat ein jfingerer College, Herr A 1b recli t, einen Beitrag zur Verbesserung der Suborditiations-Verhiiltnisse des Apothelten-Personals geliefert, und damit die
IJrsarhen des gegenwiirtig fghlbaren hIangels an guten Gehiilfen
wegriiumen wollen. Man niuss diese Absicht durchaus lobenswerth
nennen uud wenn auch die Ausfiihrung niir mangelhaft erscheint, so
hat aie doch den Nutzen der Anregung, fithrt durch Discussion zur
Berichtigung und dnmit dem gemeinschaftfichen Ziele niiher.
Der Verfasser sieht die m a t c ~ i apeccnns lediglich in dem K6rper
der Pharmacie selbst, zahlt die verderblichen Einfliisse auf, welche
den Eleven zuni schlechten Gehiilfen und diesen zum egoistischen
Principal ausbildeten ; er hat aber ganz iiberseheu, dass jener KSrper
auch durch aussere Einfliisse, Blangel an Priiften leiden k6nne und
lteinen Unterschied gemacht ither den Mangel an Gehiilfen iiberhenpt
und iiber den Mangel an brauclibaren Gehiilfen insbesondere. Er fiigt
jedoch ahnungsvoll be;, dass jene s e i n e Ansichten dber den beregten
(kgenstand seien und will rucli den Meinungen Anderer gern Gerechtiglceit zollen.
Demnach erlaube ich mir den Gegenstand folgendermassen zu
ergiinzen : Die heutige Welt speculirt mehr als sonst, sie berechnet
mehr die Lasten und PAichten gegen den rnateriellen Nutzen und
huldigt weit mehr den1 sichern Gange einer guten Lebenspraxis, als
deni Fluge der luftigen Einbildungsbraft, d. h. man reducirt die Hoffnung, dass der Sohn eine Apotheke durch Heirath oder durrhs grosse
Loos erlange, in den meisten Fallen sicher auf Null und will die
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Vereinsaeitung.
2 bis 3000 Thlr. eiwa eigenen disponibelen Vermogens, welche zum
Anksufe einer Apotheke nur mittlern Ranges doch nicht ausreichen,
lieber zum Stndium der Rechts- oder der Arzneiwissenschaft verwenden, weil sie, darin angelegt, alsbald gute Zinsen tragen und den
Eigeathiimer mit einigem itusseren Glanze in der Gesellrchafi erscheinen laesen. Aber erst in ganz neuer Zeit sind die ZugPnge zu diesen
Quellen des Wohlstandes durch umsichtige Regierungen, d. h. durch
sngeordnete Exnmina rigorosa und sonstige Verfiigungen auf Gymnasien und Academien bedentend erscliwert und dieser Umstand mag
uns im Verlaufe der Zeit anch der tiichtigen Assistenten wieder mehrere zufiihren.
Ferner scheioen die nenern Abinderungen im G a n p &es Unterrichts junper Leute, a. B. die polytechnischen und hdhern Gewerbschulen dem Apothekerfache mancbe Kriifte zu entfremden, denn
hiedurch sind die Handwerke und einige Kunste im Ansehn gehoben
und dadurch die Neigung junger Leute sich denselben zu widmen
vergrtissert, uni so mehr, als jene ein weit geringeres Ahlage-Capital
bediirfen als wir.
Diess sind nach meiner Ansicht vie1 wahrscheinlichere Ursachen
des Gehiilfen Mangels iiberhaupt, daraus aber fliesst theilweise die
Ursache des Mangels an brauchbaren Gehhlfen insbesondere. Denn
wo iiberhaupt Mangel ist und die Nothwend-igkeit des Besitres sich
heransstellt, da ist an eine Auswahl nicht zu denken, daher wohl
manche untiichtige oder ganz ungebildete und sittlich verwahrlosete
Knaben ins Fach kommen, ,deren fernere Erziehung in lcleinen Apotheken wohl mdglich ist, in grassern aher, der gehauften Geschiifte
halber, sehr prekir bleibt. Einc mangelhafte oder ganz verkehrte
Behandlungsweise der jungen Leute, wie sie der Herr Verfasser
schildert, kann, in sofern einzelne Fille gemeint sind, leider wobl
ni@t abgeleugnet werden ; auch Schreiber dieses ,,w a r i n A r k a d i e n
g e b a r e n , " auch hat er Bekanntschaft unter den Collegen, denen
ebenfalls ,,d.er k u r z e L e n z n n r T h r h n e n gab," und es lcann im
Allgemeinen daraus gefolgert werden, dass die Lehrjahre iiberhaupt
zu denen gehbren, , , d a v o n m a n w i r d s a g e n : s i e g e f a l l e n m i r
nicht.'& Allein eben diese Beispiele liefern den Beweis yon dem
Gegentheil dessen, was der Herr Verfasser bebauptet, dass nimlich
ungiinstige Verhiiltnisse in den Lehrjahren nicht inimer im Stande
sind, weder den durch gute Schnlkenntnisse angeregten Wissensdrang
zu erschlaffen, noch den einigermaassen schon consolidirten Charakter
zu untergraben, der bei den jungen hI'I6nnero durch gutes Beispiel
und Erziehung im elterlichen I7ause tiefe Wurzel schlug; denn es
karm der Wahrheit gemass behauptet werden, Schreiher dieses, wie
auch die obgedachten Collegen, ordneten bereits tangst die Subordinations-Verhaltnisse im Personal ihrer Apotheken dergestalt, dass sie
von dem Hcrrn Verfasser aicher zu den gewdnschten Progressisten
gezahlt werden wiirden; dabei hat aber ersterer einnial die Erfahrung
machen miissen, dass sothaner Fortschritt sehr leicht Ultra's erzeugen,
ja sogar zu Revolution fiihren kann und hat daraus die Lehre erhalten, dass man eine liberale Constitution nur dann geben diirfe, wenn
man mit gereiften Geistern zu thun hat.
Uebrigens ist Schreiber dieses wegen dea Salair's etc.' mit dem
llerrn Verfasser ganz einverstanden, dass man Salair undweibnachtsgeschenke als vereinigte Summe betrachte. Es ist njimlieh nicht zu
ubersehn, dass ein Weihnachtsgeschenk keine Belohnung fiir geleistete
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Arch. d. Pharm. XCIX. Bds. 1. Hh.
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Vereinszeitung.
Dienate sein soll, sondern vielmehr gegeben wird, iiin den Cehulfen
a n der allgeineinen hauslichen Freude des Weihnachtsfestes zu betheiIigen, die sowohl dem Empfanger als dem Geber eu Gute kommt,
wie solches ails allen schriftlichen und bildlichen Darstellungen des
Weihnachtsfcstes, da Alt und Jung mit freudigem Ausdruck erscheint,
hervorgcht. Man gebe dalier , dergleichen nicht baar, sondern in
nutzlichen Gegenstinden und ewar, wie schon in manchen Hlusern
uhlich, nach der vorherrschenden Neigung des betreifenden Gehiilfen ;
dem Freunde der Botanik oder der Cheniie in Biichern oder Instrumenten; dem Freunde der Kleiderpracht in Sloffen zu seiner Befriedigung und freilich dem Geldsiirhtigen in gepriigtem l e t a l l ; allen aber
nur in sofern sich die Gehiilfen, wie auch die betreffenden hiiuslichen
Verhiiltnisse dazu qualificircn.
5 ) Medicinal-Angelegenheiten.
Nach der Allerhochsten Ordre vom 8. MBrz 1842 (Gesetzsaniinluiig, Seite ill) und der sich derselben anschliessenden CircularVerfugung voin 13. August desselben Jahres sol1 einem abgehenden,
nicht privilegirten Apotheker, resp. dessen Erben fernerhin nicht die
Wahl und Prasentation des Nachfolgers in der Concession, mithin
nicht mehr der Verltauf der Apothelce einschliesslich des Rechts eum
Gewerbsbetrieb a n einen qualificirten Apotheker gestattet, der neue
Concessionair vielrnehr von der betreffenden Koniglichen Regierung
nach freiem Ernlessen lcdiglich mit K~icltsicht auf den Grad seiner
Qualification und die Anciennetit seiner Approbation ausgewihlt und
nur verpflichtet werden, die fur seiu Geschaft erforderlichen, noch
brauchbaren Geriilhschaftcn, Gefasse und Waarenvorrathe des abgehenden Apothelters fiir den Taxpreis zu iibernehmen. Diere BestimmAgen heruhten auf der, durch die bestehende Gesetzgebung gerechtfertigten Voraussetzung, dass die mit eincm Realprivilegiutn nicht resp.
nicht rnehr versehenen Apotheken, d. h. die seit Einfuhrung der
Gewerbefreiheit in den damaligen Landestheilen der Monarchie neu
errichteten, so wie die fruher auf Grund persdnlicher Privilegien entstandenen, ingleichen alle Apothehen in den vormals Franzdsischen,
Bergischen und M'estpliilischen Landestheilen als mit einer b I o s s
p c r s o n I ich e n Concession versehen zu betrachtcn seien, welcho
nach dem Ahgange des Concessionairs zur weitern freien Verfiigung
der Regierung zuriiclrfalle, so dass mit dem Ausscheiden des Concessionrirs aus seiuem Gescbiift die Apotheke a 1 s s o I ch e zu bestehen
aufhore und dem abgehenden Apotheker die freie Disposition nur
uber die zur Apothelre gehdrig gewesenen Einrichtungsgegenstiinde
und Waarenvorrithe eustehe. Um ihm resp. seinen Erben die Verwcrthung dieser nieist nur fir Apotheker brruchbaren Gegenstlnde
zu erleichterit und ihn mdglichst vor dem, mit einer Verschleuderung
derselben verbundenen Verlust zu bewahren, wurde der neue Con
cessionair fur v e r p f l i c h t e t erlrliirt, dieselben fiir den Texpreis zu
ubernehmen.
Von diesem Standpuncte aus beabsichtigte also die Allerhdchste
Ordre vom 8. Marz 1842 eine B e g l n 6 t i g u n g der nicht privilegirten Apotheker resp. ihrer Erhen. Eine solche ist jedoch von den
Apothekern in derselben nicht erkannt worden und hat auch nach
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