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Einige pharmakognostische Notizen.

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ReBliug,
Cyclumoi graecum, ICvxA&pivoS, aucli liuwr2apiS bei
Hippokrates, findet sich in vielen. Theilen Griechenlands
sehr haulig. Die Wurzel besitzt, wie bekannt, im frischen
Zuslande einen sehr scharlen und bittern Geschmack.
In Griechenland sah ich nie, dass die Leute dicse Wurzel
anwandlcn, wohl jedoch in Kleinasien und auf den MisinBazars und denen von Konslanlinopel, wo ich sie auf
Fadcn gereiht antraf Die turkischen Hekims schreiben dieser frischen Wurzel specifische Wirkungen gegen Melancholic und chronischc Leberleiden zu. Sie wird mit Honig
zu ciner Latwerge bercitct und dem Patienten taglich zu
2-3 Liiffel voll gegeben. Die Wirkung sol1 sehr drastisch
sein, ohne jcdoch im Geringslen Leibschmerzen zu verursachen. Ehenfalls gebrauclien die Tiirken die Bliithen
von Cyclamen graecurn, mit Ilonig gekocht, gegen Keuchhusten der Kinder.
Gegen chronische Rheumatismen gebrauchen die Leutc
in der Tiirkei als unfehlbares Mittel cine Pasta escharetica,
dercn kaustische Wirkring jcdoch, wie es scheint, durch
den zugesetzten IIonig sehr gemilderl wird, so zwar, dass
sie nur als Rubifaciens wirkt und in Folge des dadurch
hewirkten Antagonismus das vom Rheumatismus befallene
Organ daton befreit Man bercitet diese Pasta aus Aetzlialk und IIonig, wclclic, zur Salbe gemischt, auf die
schmerzenden Stellen applicirl wird und auf ihnen liegcn
bleibt, bis der schmerzcnde Theil stark gerotbet wird.
Einige pharmakognostische NotiZen ;
von
Ed. Rebliiig,
Apotheker in Langenselza.
__-
I ) Radix Zerumbet. - Diese, auch Cassamunar-lngwer genannte Wurzel ist eine seltene, jetet nicht mehr im
Handel vorkommende Drogue, welche sich unter Radix
Zedoariae, oft bis zu 1/32 und mehr vorfindet, und aus
eincqe plrtr?nnkognostische Nolizen.
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welcher man sic sich fiir dic Sarnmlung auslcscn liann.
Die Wurzcl untcrschcidct sich rccht gut von der Zedoarta,
wcnn man diese nuf einem 'I'ische gut ausgebreitel unlersucht. Es sind dcr Zedonria iihnlichc, doch vicl lileinerc
Qmcrdurchschnitte und die meist unregelmassigen, schei1)enformigen Stiirke haben cine vie1 hellcrc, fast wcisse
Farhe rnit eincm gelldichen Schein. Aus dcr Schnittflache
hangen lange blash%iiinlichc Fnsern heraus. dic Substanz
der Wurzel ist sehr schwamrnig und bcsteht aus Zcllen,
w e l c k dichl, scheibenformig mil Stiirkmehl angefiillt
sind; dazwischen Iicgcn llin und w i d e r , unregelmassig
vcrlheilt , orangrpclbe Illiischcn , welchc den gelben,
harzigen Farbstoff, im frischen Zustantle wohl atherischcs
Ocl. enthalten. von welchem der aromalische. eigentbumliche. kampberabnlichc Geschmack herruhrt. Die anhangcndcn Zascrn sind die langgestrecktcn Zellen mil zwischenliegenden Spiralgefassen. Bestreicht man die frischc
Schnittflache mil Alkohol, so werden die Wurzeln, welche
viele tlarzbliischcn haben, citrongel6 gefarht.
Ncbenbei machc ich noch tlarauf aufmcrksam, beim
Durchsuchen, der Rod. Zedonrtae auf Nuces romicae zn
achten. welchc icb unlangst auch darunter fnnd.
2) 0 p i u rn. - Auch ich habe die Erfahrung gemacht,
und mochte wohl aussprechen, dass das Opium in Substanz nicht mehr angcwcndet wcrden ntochtcx, sondern an
dessen Stelle ein Extract, n i t schwachem Spiritus bereilet, nachdern vorher ein gewisser Gehall von Morphium
darin nachgewiescn sein musste. Vor rnehrcren Jabren
Pfund schweren Rroerhiclt ich Bgyplisches Opium in
den von ganz weicher Bcschaffenheit. sonst kraftigem Gere& und. Geschmack. und tiess sich nichts Verdiichtiges
damn wahmehmeo. Bei naherer Priifung durch das Mikrwkop rand ich einen bedwenden Stiirkemehlgehalt,
und cs schien mir das Amylum in Griisse uod Gestalt mi&
dem dcs Weizcnmehls ubereinzustimmeo. Fur mehe Sammlung behiell ich ein Brod zuriick, das im ungetxocknelcn
Zustande vie1 leicbter, als ein nicbt nnvsrd&hliges erkannt
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Reblziig,
werdcn kann. Das trockne Opium enthieh ziemlich 40
Procen t A rny lum.
3) Carrnin kommt jetzt rnit Kartoffelrnehl verrnidit vor.
4) U e b e r d e n U r s p r u n g d e s H o n i g s . - Dass
die Dienen den Ilonig nicht aus den Blurnen oder aus
den Absondcrungsorgancn vcrschiedcncr Pflanzcnthcile einsamrneln, durfte aus naclis~ehcndenBemerkungcn zu folgern sein.
h i rncinan Untersuohungcn vcrschicdencr Korpcr bezuglich ihrer Krystalliaation cntleerle ich nuch die Nektarbehalter verschiedener Blumen, uni den Inhalt krystallisircn zu lassen. Ich 1)rachte nhinlich cinige Tropfen auf
ein Glastafelclwn und liess dieses i n einem Bucherschranke
rnclirere Tngc ruhig stchea. Bci niiherer Untersuchung
fand ich, dnss die wcnigen Tropfen so krystallisirt waren,
dass kein Syrup iibrig war. Uie Krystalle lagcn wohlausgebildet neben einandcr und waren tlenen des Rohzuckers, dern klinorhornhischen Systcm angehGrend, viillig
sanlt iiber sie wcgfahrend.
glcicli. Mit der Fiii&pikze
fand ich sic viillig trocken und scharlkantig. Anders verhielt sich der Honig, desscn Krystallbildung unter glcichen
Bcdingungen ahnlich tler des lirumel- oder Harnzuckers
war. hur cin ganz vortrefllicher Honig aus hiesigcr
Gcgend niachte davon einc Auenahrne; auch in diescm
fand ich einigc scharfkantige, gut ausgcbildete rhornbisctie
Krystalle.
Die Pflanzen, wclche ich untcrsuchte, waren : Ikfolium
alpestre, Antii*rhinum mojus, Linaria vulgaris, Gloxinia,
Slachgs palustris, Asclepios cclrnosa (?), Platanthera bifoolia,
S?pphyturn offieinale, Salria pratensis etc.
Der Nektar der Linde blieb jcdoch schmierig; die
Ursache mag wohl sein, dass sich der abgcsondcrte Saft
sogleich uber die feinen Harchen vertheilt und bei diescr hijchst feincn Vertheilung der Einwirkung. der Luft
zu sehr ausgesctzt ist.
M i t s ch c r 1 i ch bernerkt irgend wo, dass die Manna
vOn Tamarix gallica ursprunglich wohl bloss krystallinischer Zucker sei, welcher erst spatcr in Mannit ijbergehe.
einige pharmakognos&ische Kotizen.
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Da der Nektar langere Zeit in der warmen Llunslatmosphare
ties Bienenstockes auch noch mit thierischen Stoffen und
den vielen unter dem Honig befindlichen Pollenkorperchen
in Beruhrung ist, \Ind er anfanglich nach ziemlich dunnflussige Consistenz hat - ich fand ihn bei Fratillaria imperaulrs 13 Procent Zucker haltend - so liegt wohl ziemlich nahe, daes der krystallinische Zucker (Rohrzuckermodification) in die verschiedenen Zuckerarten iibergefuhrt
werden muss, (lie man in neuerer Zeit mic Hulfe des Polarisations-Apparates entdeckt hat.
Ich muss hier noch einer Zuckerbildung Erwahnung
thun, die beim Aufbcwahren von Sem. Colchico' statt Fan&
Der frisch gessmmelte Samen war, obne vorher an der
Luft getrocknet zu sein, in einem Papiersack in einem holzernen Schiebkasten aufbewahrt wordcn. Nach Verlauf
mehrerer Monate fand ich den Samen ganz schmierig, wie
wenn er mit Syrup angefeuchlet worden ware. Die Peuchtiskeit hatte einen sussen Geschmack, und mit Alkohol
abgewaschen, hinterlicss dieser beim Verdunsten einen
Syrup. welcher mil Ochsongalle und Schwefelsaure die
beliannte kirschrotbe Farbe lieferte.
Arch. d. Pliann. CXVIII. Bds. 3. Aft.
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