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Eisenoxyd als Mittel zur Verbrennung oder Einscherung organischer Substanzen.

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GrEiger, Eisenoxyd zur Verbrennung organ. Substamen. 27 7
Nach solchen Analysen guter Guanosorten kann leicht
die Beurtheilung anderer sich richten. Interessant ist
bei diesen Analysen der einfache Zusammenhnng zwischen
Ammoniak und Harnsaure, da der harnsaurereichere Guano
weniger Ammoniaksalze enthielt und umgekehrt. Der
Stickstoffgehalt wiirde bei A. 13,06 Procent, bei B. 12,77
Procent betragen.
-
Eisenoxyd als Mittel zur Verbrennung oder Ein=
ascherung organischer Substanzan;
von
Dr. G r a g e r .
-
Bekanntlich setzen manche Substanzen organischen
Ursprungs der vollstandigen Verbrennung und Einascherung nicht geringe Schwierigkeiten entgegen. Die Mittel, sie zu iiberwinden, bedingen nicht selten eine gewisse
Ungenauigkeit in den Resultaten, und haben eben so oft
einen Verlust an dem einen oder andern Bestandtheile
der erzeugten Asche zur Folge, SO dass deren spatere
chemische Untersuchung ein nichts weniger als getreues
Bild von den relativen Verhaltnissen der in der lebenden
Pflanze oder deren Theilen vor der Verkohlung oder
Einascherung enthaltenen anorganischen Bestandtheilen
darbietet. In Anwendung der bisher befolgten Methode
habe ich bei der Aschenbereitung nur dann ziemlich gut
ubereinstimmende Resultate erhalten, so lange ich dieselbe oder doch annahernd dieselbe Menge der organischen Substanz einzuaschern versuchte. Wenn hierin
Andere auch gliicklicher gewesen sein mogen, so lasst
sich doch nicht in Abrede stellen, dass die schwer einzuaschernden Substanzen stets einen grossen Aufwand
von Zeit bedingen.
Tch war mit der Untersuchung eines Roggenmehles
beauftragt worden, von welchem behauptet wurde, es sei
in der Absicht, nicht sowohl einen Betrug zu veriiben,
278
Grager,
sondern in der meiner Ansicht nach noch weit unsittlicheren, dasselbe fiir den Besitzer unbrauchbar zu machen,
mit einer gewissen aber nur kleinen Menge Sand oder
Lehm vermengt worden, und in der That knirschte das
daraus gebackene Brod so stark zwischen den Zahnen,
dass dieses keine Kaufer gefunden haben wurde. Es
handelte sich um den bestimmten Nachweis, dass das
fragliche Roggenmehl mehr anorganische Stoffe enthalte,
als anderes unverfalschtes Mehl. Mittelst der Einkscherung war es, eben wegen der kleinen Menge des zugesetzten Lehmes, nicht inoglich, den Beweis zu liefern;
verschiedene Meugen Mehl angewendet, gaben, wie bereits oben bemerkt, so abweichende Resultate, dass von
irgend einer Sicherheit nicht die Rede sein konnte; gleichwohl stand fest, dass das Falsutn begangen worden war.
Unter diesen Verhaltnissen schien es mir gerechtfertigt, nach einer andern und bessern Einascherungsmethode
zu suchen. Da die Einascherung der Korner oder des
Mehls aus Cerealien nur darum so schwierig von statten
geht, weil die schmelzenden phosphorsauren Salze die
noch vorhandene Kohle gegen eine weitere Einwirkung
des Sauerstoffs schutzen, so suchte ich diesem Umstande
dadurch zu begegnen, dass ich das sehr vorsichtig verbrannte, eigentlich nur gerostete Mehl auf das Innigste
mit solchen Substanzen mengte, welche im weiteren Verlauf des Qluhens keine Aenderung erlitten. Unter den
hierzu verwendeten Substanzen befand sich auch Eisenoxyd, und ich war im hochsten Grade iiberrascht, mit
diesem sich die Einascherung so leicht einleiten und vollenden zu sehen.
Das Eisenoxyd wirkt hierbei nicht allein mechanisch,
indem es das Zusammensintern der Asche verhindert, es
wirkt auch chemisch durch Abgabe eines Theils seines Sauerstoffs an die Kohle, aber gleichzeitig nimmt es fur diesen
an die Kohle abgegebenen Sauerstoff wieder Sauerstoff aus
der Luft auf. Und dieser Austausch setzt sich so langc
fort, bis der letzte Antheil Kohle verbrannt ist; nach Been
Eisenoxyd zur Vevbrennung organischer Xubstanzen. 279
digung der Verbrennung bleibt nur Eisenoxyd ohne alles
Eisenoxydul zuriick. Es ist an sich eine ausserst interessante Thatsache, dass unter diesen Urnstkinden das
Eisenoxyd so leicht Sauerstoff abgiebt und wieder aufnimmt; es steht in dieser Beziehung, so vie1 ich weiss,
allein da in seiner Art.
Das bei seiner Anwendung behufs der Einascherung
befolgte Verfahren ist im Allgemeinen folgendes. Die zu
verbrennende Substanz wird vorher sehr vorsichtig so
weit verkohlt oder gerostet, dass sie sich leicht zu einem
feinen Pulver zerreiben lgsst, mit etwa 10 bis 20 Proc.
(genau gewogen) frisch gegluhten Eisenoxyds auf das
Innigste gemengt und das Ganze in einer flachen Platinschale mittelst einer kleinen Spirituslampe erhitzt, bis es
ins Gluhen gerath. Man kann alsdann die Lampe eine
Zeit lang entfernen, ohne dass die Verbrennung aufhorte ;
erst gegen Ende derselben unterstutzt man sie wieder
durch Untersetzen der Spirituslampe. Die Einascherung
ist beendet, sobald man keine Funkchen gluhender Kohle
mehr wahrnimmt Der ganze Verlauf ist ein sehr ruhiger und von einem Verlust dabei nicht die Rede. Das
Mehrgewicht gegen das angewendete Eisenoxyd ist das
Gewicht der Asche von dem verbrannten Korper. Im
Besitz einer hinreichend empfindlichen Wage kann man
mit den kleinsten Mengen operiren; die Resultate sind,
wie ich aus ihrer Uebereinstimmung glaube schliessen
zu durfen, ausserst genau und werden in der kiirzesten
Zeit gewonnen.
In wie weit das angewendete Eisenoxyd bei solchen
zu einer Analyse bestimmten Aschen storend sein kann,
lasse ich dahin gestellt; ubrigens durfte dies nur bei den
Aschen der Fall sein, die nur wenig Eisen enthalten.
Dann wird es besser sein, dieses Eisen in einer ohne
Eisenoxyd dargestelltelv Asche fur sich zu bestimmen.
Benutzt man, wie ich es immer gethan habe, zum Einiischern das aus oxalsaurem Eisenoxy dul erhaltene Eisenoxyd, so lost es sich bei Digestion mit concentrirter Salz-
280
Wagnep,
saure immer vollstandig auf, so dass durch etwa zuriickbleibendes Eisenoxyd der sonstige Gang der Analyse in
keinerlei Weise gestort wird.
Ueber die Bestimmung des specifischen Gewichtes
fester Kirper zu technologischen Zwecken ;
Yon
Rudolph Wagner.
Bis vor wenig Jahren geschah die Bestimmung des
specifischen Gewichtes fester Korper nur nach eweierlei
Principien. Nach dem e i n e n am haufigsten angewendeten ermittelte man den Gewichtsverlust, welchen ein
Korper beim Eintauchen in eine Flussigkeit erleidet, und
berechnete daraus und aus dem bekannten absoluten Gewichte die Dichte. Die hierzu angewendeten Apparate
sind die hydrostatische Wage und der Nichokons.
Nach dem z w e i t e n Principe bestimmte man m i t
Hiilfe d e r W a g e die Fliissigkeitsmenge, welche der
Korper, dessen specifisches Gewicht ermittelt werden soll,
verdrangt. Als Apparate dienen das Piknometer und das
Tausendgran%aschchen. Es wird kaum eine Methode
geben, die sich nicht auf das Eine der beiden vorstehenden Grundsatee basirte.
Nachdem in der analytischen Chemie die volumetrischen Methoden bei der Bestimmung der Quantitatsverhaltnisse immer mehr Eingang und Anklang gefunden
haben, lag es nahe, das zweite der genannten Principien
der Bestimmung der specifischen Gewichte fester Korper
dahin zu modificiren, dass man die verdrangte Fliissigkeitsmenge nicht nach dem Qewichte, sondern d e m V o l u m e n n a c h , m i t H u l f e von B i i r e t t e n oder graduirten Pipetten, iiberhaupt von Titrir-Apparaten bestimmte.
Nachdem einer uneerer grossten Physiker, Do v e, auf
diese neue Methode der Dichtigkeitsbestimmung auf-
,
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