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Entgegnung zur umstehenden Bemerkung von A. Kuhn und G. Schfer

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Max Roberg
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Max Roberg:
Entgegnung zur umstehenden Bemerkung von
A. Kuhn und G. Schafer:
(Pharmakognostischw InBtitut fder Universitat Innsbruck.)
K u h n und S c h a f e r ') *) versuchten in homoopathischen Urtinkturen durch Harnolyse auf zweierlei Weise Saponine nachzuweisen, und zwar:
Beim sdirekten Nachweis in der Tinktur wurden die Hamolyseversuche nach dem Schutteln der Tinktur mit azetoniger Cholesterinlosung wiederholt. Diese Mafinahme war unbedingt notwendig, um vor falscher Deutung einer erhaltenen Hamolyse sicher
zu sein; denn Hamolyse an sich zeigt nur die Gegenwart hgmolytisch
wirkender Substanzen an, nicht aber ohne weiteres die von Saponinen. Diese Versuche der Verfasser wurden jedoch von mir8)
gar nicht erwahnt, stehen daher auch nicht zur Erorterung. Aber
n u r a u f d i e s bezieht sich der oben zitierte Satz: ,,Alle Hamolyseversuche wurden nach Schiitteln der Saponinlosung mit 3 %iger
azetoniger Cholesterinlosung wiederholt."
Beim weiter vergenommenen Nachweis von Saponinen im Kapillarbild verzichteten die Verfasser bewufit auf die zur einwandfreien Bestimmung von Saponinen notwendige Cholesterinbehandlung der Tinktur. Sie schlossen hier vielmehr bei Erhalt einer Hamolyse ohne weitere Priifungen auf Vorhandensein von Saponinen,
wie aus ihren eigenen Worten hervorgeht:
,,Der Nachweis von Saponin durch Hamalyse im K a p i 1 1 a r b i 1 d
erwies sich als noch empfindlicher als der direkte Nachweis in der Tinktur.
Wie aus der Tabelle 1 zu entnehman ist, kann an vielen Kapillarstreifen
noch Hamolyse festgestellt werden, wenn die Prufung lder Tinktur negativ
verlauft. Die IsoIierung des Saponins durch eine Cholesterinschranke haben
wir nicht durchgefiihrt, da es uns (darauf ankam, die das Saponin enthaltende Zone festzustellen."
Der hier beim Kapillarbild gezogene SchluB, Hamolyse gleich
Saponin, durfte um so weniger gezogen werden, als bei vielen Urtinkturen die hamolytische Frufung in der Tinktur negativ, im
Kapillarbild aber positiv verlief. Daraufhin zielte auch mein diesbeziiglicher Einwand, den die Verfasser zur Veranlassung ihrer
obigen Bemerkung nahmen. Da sie diesen Satz von mir nur auszugsweise bringen, diese Kurzung aber zu Miherstandnissen AnlaB
geben kann, so mochte ich ihn wortlich wiedergeben: ,,Diese
Autoren (K u h n und S c h a f e r) beobachteten Hamolyse auch im
Kapillarbild anderer homoopathischer Urtinkturen, und sie schlossen
stets auf Vorhandensein von Saponinen, ohne nahere Untersuchungen auszufiihren." Es wird also nicht mehr von mir behauptet, als
was die Verfasser geschrieben haben. Mein Einwand geht nun
weiter: ,,Die von ihnen erhaltene Blutauflosung zeigt wohl die Gegen1)
2)
3)
Ph,armaz. Ztg. 80, 257 (1935).
Jahrbuch Dr. M a , d a u s , S. 58 (1935).
Arch. Pharmaz. Ber. Dtsch. Pharmaz. Ges. 275, 87 (1937).
Entgegnung zur Bemerkung von A. Kuhn und G. Schafer
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wart hamolytisch wirkender Substanzen, nicht aber ohne weiteres
die von Saponinen an."
Die Ergebnisse von K u h n und S c h a f e r stimmen aui3er bei
Adonis vernalis und Veronica officinalis nach einer weiteren Mitteilung von mir4) auch noch bei einigen anderen Pflanzen nicht uberein (u. a. Eupatorium cannabinum, Dictamnus fraxinella, Viscum
album). Bei Adonis vernalis wurde von mir wohl leichtes Blutauflosungsvermogen vereinzelter Blutenblatter festgestellt, aber a u s d r u c k 1 i c h betont, dai3 es sich hier keinesfaIls urn eine Saponinwirkung handeln konne, da diesas Glykosid nach dem Ausfall des
Cholesterinversuches abwesend sei.
Meine von den Herren Dr. K u h n und S c h a f e r als nicht gerechtfertigt bezeichnete Bemerkung bestand voll zu Recht.
4)
Ebenda, 275, 145 (1937).
Biicherschau.
Arzneimittelkunde fur Krankenschwestern, Pfleger und Pflegerinnen,
sowie das Sanitatspersonal der Wehrmacht. Von F. K u r s c h n e r , Stadtamtsoberapotheker und Leiter der Apotheke des Rudolf-He8-Krankenhauses
in Dresden-Johannstadt. 2. Auflage, 93 Seiten, geh. RM. 1,25, geb. RM. 1.75.
Verlag Emil PahI, Dresden 1937. - Berichterstatter: Horst B o h m e , BerlinDahlem.
Das vorliegende Buchlein sol1 ein kleines Lehr- und Nachschlagebuch fur
das Krankenpflegepersonal sein. Alphabetisch sind die gebrauchlichsten Chemikalien, pharmazeutischen Praparate und pflanzlichen und tierischen Drogen
aufgefuhrt. Henstellung, Aussehen, Gehalt, Wirkung und Dmierung jedes
einzelnen Stoffes werden so weit erlautert, wie es fur das Pflegepersonal geeignet und von Interesse erscheint. Hierbei d n d die Begriffsbestimmungen des
Deutschen Arzneibuches weitgehend verwendet, wodurch Uebereinstimmung
mit den amtlichen Vorschriften erzielt werden soll. Der Eindruck der kleinen
Schrift ist ausgezeichnet und sie diirfte wohl geeignet sein, den beabsichtigten
Zweck zu erfiillen.
Vorschriften zur Darstellung chemischer, pharmazeutischer und phytochemischer Praparate. I. Band: Anorganisch-chemische Praparate. Von Prof.
Dr. C. A. R o j a h n , Direktor des Institutes fur Pharmazie und Nahrungsmittelchemie der Universitat Halle. Herausgeber: D i e D e u t s c h e A p o t h e k e r s c h a f t , Akademie fur pharmazeutische Fortbildung. 180 Seiten,
Preis RM. 7,80. Deutscher Apotheker-Verlag, Berlin 1936. - Berichterstatter:
Horst B 6 h m e , Berlin-Dahlem.
In dieser Vorschriftemammlung fa8t Professor R o j a h n seine seit 1935
in der Apothekerzeitung erschienenen praparativen Vorschriften zusammen.
Der vorliegende erste Band behandelt die anorganischen Praparate. 217 einzelne
Stoffe sind ausgewahlt worden, es sind alle die Stoffe, die heute in der
Apotheke gebrauchlich sind, die also im Arzneibuch, im Erganzungsbuch oder
in der Arzneitaxe aufgefdhrt sind. Da das Buch sowohl fur den Apothekenpraktikanten wie auch den Pharmaziestudenten bestimmt ist, sind die Darstellungsvorschriften sahr ausfuhrlich gehalten. Vorbildlich ist die textliche
Anordnung der einzelnen Vorschriften, die sich in folgende Teile gliedern:
1. Name des Praparates unter den versehiedenen Synonymen. 2. Chemische
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