close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ergnzungen zur pharmaceutischen Technik.

код для вставкиСкачать
ARCHIV DER PHABMACIE.
CXXV. Baiides zweites Heft.
Erste Abthez'lung.
I. Physilr, Chemie und praktische
Pharmacie.
Erganzungen zur pharmaceutischen Technik ;
von
Dr. M o h r.
__
Da die zweite Guflage meiner pharmaceutischen Technik erst kiirzlicb erschienen ist, so will ich die Veroffentlichung neuer hinzugekommener Erweiterungen in der
pharmaceutischen Praxis nicht langer verschieben Ich
theile deshalb einige von mir seit dieser Zeit eingefuhrte
Verbesserungen hierdurch mit.
1. Schwefelwasserstoffwasser
- Apparat.
Der auf S. 224 meiner Technik abgebildete Kipp'sche
Schwefelwasserstoffgas -Apparat bietet gegen die frhheren
Mittel schon wesentliche Vortheile dar. Er hat jedocb,
wie jeder Gas-Apparat, den Nachtheil, dass immer vie1
Gas entweicht und dass der Arbeitsraum durch das ubelriechende Gas verpestet wird. Ich habe mir deshalb
Mhhe gegeben, einen Apparat zu construiren, welcher
immer ein gesattigtes Schwefelwasser erzeugt, dessen Verderben verhindert und seinen Verbrauch ersetzt.
Dieser Apparat ist sehr leicht zu construiren und sehr
bequem in der Anwendung.
Derselbe ist umstehend unter Fig. 1. abgebildet.
9
Arch. d. Pharm. CXXV. Bds. 2. JIft.
4 30
Mohr,
Fig. I .
Das Glas a enthalt,,
wie eine Gay-Lussac’sche
Wasserstofflampe, verdutinte
Schwefelsaure
und statt Zinks massives
Schwefeleisen auf einer
durchbohrten Glasplatte,
in einem unten offenen
Gasbehalter schwebend.
Eine Glasrohre b verbindet dieses Entwickelungsgefass mit dem Absorptionsgefiss c, welches mit destillirtern Wasser gefullt wird.
Die Verbindung geschieht luftdicht durch sehr gute in Felt
getrankte Korke Die Flasche c hat einen seitlichen Ausfluss am Boden, in welchem eine kleine Glasrohre steckt,
die mit einem Stiick vulkanisirten Kautschukrohres versehen ist, Dieses elastische Rohr wird, durc,h eine federnde
Klammer, welche ich Quetschbahn genannt habe, zusammengedruckt und hat eine kleine Glasrohre zum Ausfluss.
Hebt man nach richtiger Verbindung der einzelnen Theile
den Kork von der Flasche c leicht ab, ohne die Glasrohre aus dem Wassw zu ziehen, so steigt die Saure
in Q an das Schwefeleisen und erregt eine lebhafte Entwickelung von Schwefelwasserstoffgas, welches durch c hindurchgeht. Bemerkt man, dass reines Schwefelwasserstoffgasaus c entweicht, so setzt man den Kork dicht ein, die
Saure tritt in a zuruck und es findet nur eine langsame
Entwickelung statt, so lange das Wasser in c das Gas
absorhirt. Dieses Wasser sattigt sich n u n in der R u b e
vollstandig, indem es bestandig von einer Atmosphare
von Schwefelwassersto.ff umgeben ist. Driickt man die
Plattchen des Quetschers zusammen, so tritt ein Strahl
des gesattigten Wassers aus, es findet von neuem Entwickelung von Gas statt und der Luftraum in c fullt sich
mit dem Gase. In dieser Art ist das Verderben des Wassers ganz verhindert, da kein Sauerstoff hinzutreten kann.
Ich habe einen solchen Apparat jetzt schon ein halbes
Erganzungen zur pharmnceutischen Technik.
131
Jahr in Gebrauch iind sehr bequem gefunden. Man riecht
das Gas fast gar nicht, da es schon absorbirt ist und bei
jedem Gebrauch in neue Mengen von Flussigkeit kommt,
welche noch mehr Gas verschlucken kann. 1st die Flasche
c leer, so fullt man sie wieder mit frischem Wasser, dessen Sattigung in der Ruhe von selbst vor sich geht. Statt des
seitlichen Ausflusses kann man auch in den Kork eine
zweite heberformig gebogene Rohre anbringen, die aussen
ebenfalls mit dem Quetschhahn versehen ist.
Im analytischen Laboratorium is1 dieser Apparat sehr
bequem, weil alle Laboranten an einer Stelle ihr Gaswasser nehmen, und dasselbe nicht leicht verschleudert
wird, da der Hahn nur wahrend des Driiokens geoffnet
ist, sich aber von selbst wieder schliesst.
Man kann dem Gefass c den Inhalt von rnehreren
Pfunden geben, so dass man schon ganze Fallungen mit
dem gesattigten Wasser machen kann.
2. Ten,akel ohne Metallslifte.
Die eisernen Nagel auf den Tenakeln zerreissen leicht
das Gewebe des Seihetuchs und verunreinigen saure Flussigkeiten mit Eisen. Ich habe nach Fig. 2. die Stifle des
Fig. 2.
Fig. 3.
U
Tenakels mit knopfformig eingeschnurten Enden versehen
lassen und dann diesen Knopf mit einer mannlichen Schraube
9"
132
Mohr, Erganzungen zur pharmaceutischen Technik.
durch die aufeinander geplatteten Ecken des Tenakels
durchschrauben lassen. Ueber diese Knopfe binde ich n u n
das Colatorium mit einer einzigen Schnur. Diese ist an
den Tenakel befestigt, wird zwei bis drei Ma1 uber das
Tuch und um jeden Knopf feslgewunden, dann zu dem
andern Knopfe fortgefuhrt bis zurn letzten und hier mit
einem Gewichte von 2 Pfund hangend belastet. Dies ist
hinreichend, das Losgehen der Windungen und das Herausziehen des Tuches zu verhindern. Man hat so das
Tuch ohne.Schlinge und Knoten mit einer am Ende frei
hangenden Schnur befestigt, die jeden Augenblick gelost
werden liann. Die Tucher werden gar nicht verletzt. Den
Lauf derSchnur ersieht man ohne denTenake1 aus Fig.3.
Ich habe Fliissigkeiten bis zu 30 Pfund arif solchen Colatorien gehabt, und niemals ist ein Unfall vorgekornmen.
3. Der Signaturenreisser.
(Fzg. 4 . )
Fig. 6.
Ein hart gehammertes Stuck
Weissblech von 4h --ilFj Zoll
Lange und 3 Zoll Breite wird
in der Mitte in einem sehr
stumpfen Winkel von etwa $
Rechten umgelegt und die u n tern RBnder gerade u n d scharf
gefeilt. In der Mitte hat es ein Griffblattchen zum Anfassen. Dieses Blech wird auf die Signaturenhogen gelegt.
und die Signatur in einem Zuge an der scharfen Kante
abgerissen. Die Arbeit geht sehr rasch. Ich habe sie
auf einer englischen Eisenbahn zuerst gesehen, wo die
Billette aus einem Buche in dieser Art abgerissen wurden.
4. Die Defectringe.
Statt die Kraoterschiebladen herauszuziehen, wenn sie
leer geworden sind, oder auf den Defect zu stellen, hange
ich glanzende Messingringe daran. Der Defectarius sieht
haben kann, und
Morgens diese Ringe, deren man 4 - 6
zieht die Kasten zurn Nachfiillen heraus.
Kloboeh, Vorkommen von Jod in der Torfasche. 133
5. Das Gummischleimglas.
Zum Ankleben von Schildern dient am besten Gummischleim von sehr dicker Consistenz. In einem weitbauchigen hochhalsigen Glase wird dieser Schleim aus ganzen
Gummistucken und Wasser angesetzt. Ein Pinsel mit cylindrischem Stiele geht leicht durch einen Kork, der in
einer blechernen Hulse steckt. Kork allein klebt fest und
wird beim Herausheben des Pinsels zerrissen. Der Pinsel
wird in dem Korke so geschoben, dass seine Spitze eben
die schleimige Flussigkeit beruhrt. Man hat dadurch immer
einen feuchten, weichen und nicht ubervollen Pinsel.
Ueber das Vorkommen von Jod in der Torfascbe;
yon
Theodor Kloboch,
d . Z. in Pattensen.
Das Vorkommen des Jods in verschiedenen Susswasserpflanzen, der atrnospharischen Luft, dem Wasser
der Seine, kurz in den heterogensten Gegenstanden gab
Veranlassung, dass einige Chemiker an eine fast allgemeine
Verbreitung desselben glaubten. In der That gelang es
C h a t i n , die Gegenwart des Jods in Dingen nachzuweisen,
i n denen man es fruher kaum vermuthet hatte. Es knupfen
sich daran Reflexionen von physiologischer Bedeutung.
Es ist mir nicht bekannt, dass bis dahin die Asche
des Torfs auf Jod untersucht worden ware. Ich nahm daher
Veranlassung zu den nachfolgenden Versuchen, bei denen
es nur darauf ankam, das Jod quantitativ zu bestirnmen,
da die anderen Bestandtheile der Torfasche nichts Abweichendes darboten. Die zur Untersuchung dienende Asche
war von dem braunen Torf erhalten, der in Braunschweig
unter dem Namen ))leichter Torfa haufig als Brennmaterial
benutzt wird. Er wird in der Nahe von Gifhorn im Hannover’schen gegraben und giebt eine ziemlich leichtep
weissliche Asche. Zur Untersuchung verwandte ich 45 Pfd.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
216 Кб
Теги
technik, zur, pharmaceutisch, ergnzung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа