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Extractivstoffe des Harns.

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Extractivstoffe des Harns.
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txtractivstoffe des H a r m
Dieser die ei enthumliche Farbe des Harns hauptsachlich bedingen e Korper ist vom Professor S ch e r e r
einer neuen Untersuchung unterworfen worden. S ch e r e r
macht aufmerksam darauf, dass der Parbestoff sich bsim
Verdunsten des Harns leicht verandere und daher solches
rnoglichst vermieden werden musse.
Die Methode zur Darstellung ist folgende :
I ) Frisch gelassener Harn wird zuerst mit salpetersaurer Bar tlosung so lange versetzt, als ein Niederschlag
entateht. h e s e r enthalt schwefelsauren, phosphorsauren,
harnsauren und oft kohlensauren Baryt, sodann aber auch
den Blasenschleim und Gallenfarbestoff, wenn letzterer
uberall vorhanden ist.
2) Zu der abfiltrirten Flussigkeit setzt man nun neukale essigsaure Bleilosung, bis auch hierdurch nichts mehr
gefallt wird. Dieser am starksten gefarbte Niederschlag
enthalt an Bleioxyd Bebunden, nebst Chlorblei, die grosste
Men e des farbenden Extractivstoffes.
!I) Die abfiltrirte Losung, welche noch etwas gefarbt
ist, wird mit Bleiessig vollstandig gefallt. Der ut ausgewaschene Niederschlag ist weniger gefarbt als f e r vorige,
und obwohl im Anfange amorph, nimmt derselbe nach
kurzer Zeit, durch das in demselben enthaltene basische
Chlorblei, eine kr stallinische Beschaffenheit an.
4) Die vom etzten Niederschlage ahfiltrirte Fliissigkeit ist nun vdllig farhlos und giebt nach Entfernung der
Baryt- und Bleiverbindungen, mittelst Schwefelsaure beim
Concentriren, unter Entweichen von Essigsaure, eine gelbliche syrupartige Masse, aus der ein Theil des Harnstoffes als salpetersaures Salz herauskrystallisirt, der meiste
aber in Ammoniaksalz umgewandelt worden ist. Milchsaure ist in derselben auf keine Weise zu entdecken.
Der sub 2) und 3) erhaltene Niederschlag wird nun
'eder fur sich am zweckmassigsten mit Salzsaure und Alhohol erwlrmt die kalt filtrirte Losung im Wasserbade
in flachen Scha\en schnell eingedampft und aus der zuriick'deibenden, dunkelbraunen bis schwarzen schmierigen Masse
'9 letzten Reste von Salzsaure durch Auswaschen mit
tem Wasser entfernt. Das zuerst zu egossene Wasser
zwar etwas weniger auf; jedoch flleibt die Hauptals schwarzbraune, nach dem Trocknen lekbt pulwe Substanz zuriick.
Pulver hinterlasst eine kaum wagbare S ur eines
4en Verbrennungsruckstandes, ist im ka ten W-as
5*
9
T
P
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Extmctivsloffe des Hams.
ser kaum Ioslich, etwas mehr in warmen,qieicht loslich in
reinen und kohlensauren Alkalien und in Alkohol. Es
verbrennt mit eigenthumlichem, dem brennenden Humin
hhnlichem Geruche. .
Auf obige Weise wurde sowohl der Harn gesunder,
als auch die verschiedenen Krankheiten leidender Individuen hehandelt, und die gewonnenen Stoffe der Elementar-Analyse unterworfen, woraus sich im Allgemeinen ergab, dass der an Kohlenstoff und Wasserstoff reichere
Theil dieses Farbestoffes durch neutrales, der an diesen
Elementen armere Theil durch hasisch essigsaures Bleioxyd niedergeschlagen wird. Auch zeigte sich bei krankern Zustande des Korpers ein grosserer Kohlenstoff- und
Waeserstoffgehalt dieses Stoffes. Hinsichtlich der einzelnen Data der Elementar -Analysen erlaubt sich Referent
auf die interessante Abhandlung selhst zu verweisen. Die
vom Verfasser aus den Untersuchungen fur Physiologie
und Pathologie gezogenen Schlassfolgerungen sind :
I ) Der grosste Theil desjenigen, was man bisher mil
dem Namen Extractivstoff bezeichnete, ist ein eigenthumlicher stickstoffhalliger, den thierischen Farbstoffen analoger Stoff, den man am einfachsten mit dem Namen
Harnfarbstoff bezeichnec
2) Derselbe ist in dem Harne je nach den verschiedenen Lebensverhaltnissen des Individuums in verschiedenen Verhaltnisscn der elementaren Zusammensetzung
enthalten.
3) Derselbe lasst sich durch verschiedene SuhstanZen, z. B. durch Sauren, neutrales und basisch essigsaures
Blei niederschlagen.
4) Von dem Gallenfarbsloffe, der wahrscheinlich von
venosem Blute stammt, unterscheidet sich derselbe in seiner Zusammensetzung durch einen geringeren Gehalt an
Kohlenstoff und Wasserstoff.
5) Lasst es sich mit Wahrscheinlichkeit annehmen,
dass der Farbstoff der Galle und des Harns sich aus den1
Hamatin des Blutes bilden, wahrend die ubrigen mit
ihnen in den Flussigkeiten vorkommenden Stoffe sich aus
den sogenannten Proteinkorpern des Blutes und der Organe erzeugen.
Iliiniatin Gallenfarbsloff Harnhrhstoff
nach Pulder. nach Scherer. nach Schercr.
68,19 - 58,43
70,49
#Ioblensloff ,
Wassersloff.
5,76
7,47 - 5,16
11,16 - 7,07
8,83
Sticlcstoff
27,58
12,59 - 17,26
Sauerstolf ,
..
. . ..
-
..
..
100,oo
- 100,oo
- 100,'
Fliisszger Schleimstoff des thierischen Korpers.
69
6) Da der Harnfarbstoff nicht immer von Sleicher
Zusammensetzung secernirt wird, so geht daraus hervor,
dass er selbst sowohl, als auch derjenige Stoff, aus welchem er gebildet wird, in einer fortwahrenden Metamorphose begriffen ist, die sich als Dxydation oder Verwesung kund giebt.
7) Die Oxydation erfolgt sowohl a n dem Kohlensloff,
als auch an dem Wasserstoff.
8) Bei langerem Genusse einer grosseren Menge kohlenstoffreicher Nahrungsmittel, wie z. B. Fett, scheint der
Harnfarbstoff, bei ubrigens gleichen Lebensverhaltnissen,
etwas weniger oxydirt den Korper zu verlassen.
9) Je mehr or anisches Material in einer bestimrnten
Zeit verbraucht wirf, ohne dass gleichmassig die Acte der
Respiration und Leberthatigkeit sich zeigen, desto weniger intensiv erscheint der Entkohlungsprocess, obschon er
vielleicht intensiv stiirker ist.
40) Bei Bildung der verschiedenen Harnfarhstoffe scheinen ahnliche Verhaltnisse obzuwalten, wie bei der Bildung
von Harnsaure und Harnstoff. Auch hier finden wir be]
gesteigerter Metamorphose die liohlensloffreichere Harnshure dann vorwalten, wenn die Functionen der Respiration und Leberthatigkeit sich nicht gleichmassig steigern,
und enthalten meistens die harnsaurereichen Urine m e n
kohlen- und wasserstoffreichen FarbstoR (Ann. d. Chenaie
u. Pharm. Bd. 57. p . 180.j Hz.
Flussiger Schleimstoff des thierisches Korpers.
Diesen Stoff, welcher nach S ch e r e r hochst wahrscheinlich als ein Cytoblastem der Epitelien angesehen
werden kann, der ein Secret gesunder Schleimhaute, in
der Regel nur in geringer Menge zugegen und ausserdem
noch mit Epitelien , Schleimkugelchen und gelatinosem,
unloslichem Schleime verhunden ist, in krankem Zustande
aber mit Eiweiss und Eiterkorperchen vorkommt, fand
S c h e r e r in reinem Zustande nach der Section eines Soldaten in einem Sacke, welcher sich zwischen Trachea und
Oesophagus gebildet hatte und von der Grosse eines Kinderkopfes war.
Beim Kochen zeigte die Flussigkeit weder Coagulation, noch Trubung; sie wurde im Ge entheil etwas dunnflussiger und liess sich in heissem ustande leichter GItriren.
Durch Essigsaure wird dieselbe sowohl in der Kalte,
als in der Hitze stark flockig getrubt, und ist der Nieder-
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