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Farbstoff der Wurzelrinde von Lithospermum arvense.

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278
Ludwig m d Kromayer,
stans gaben 0,2172 Chlorsilber = 29,76 Proc. Silber.
Es enthalten
Czo Ag H 9 X 2 0 4
2 Aq. s 4,74 Proc. Krystallwasser,
C20Ag H g X 2 0 4 = 29,91 Proc. Silber.
Der A e t h e r der Dinitrocuminsiiure entsteht beim
wiederholten Einleiten von Salzsihlregas in weingeistige
Dinitrocuminsaure und wird aus der Liisung durch Wasser als pulvriger Nicderschlag gefiillt. Durch Bchandeln init kolilensanrern Natron, Wnschen niit Wasser,
Auspressen und Uinkrystallisircn aus Weingeist gereinigt, bildet cr fast fnrblose, zusanimengehiiufte Nadeln,
die bei 7 7 3 0 C. schmelzen.
0,1805 S u b s t i ~ ngaben
~
0,351 Kohlenstiure und 0,095
Wasscr.
24C
144
51,07
50,44
1413
14
4,99
5,56
2N
28
933
96
34,03
12 0
~
C20Hg(CTHqX204 282
lCj0,OO.
Das A m i d der DinitrocuminsLure wird aus dem
Acther durch Arnmoniak erhalten. Es k r y s t a h k t selbst
in sehr kleinen Mengen leiclit in dickeri gelben Saulen,
die in Weingeist loslieh sind.
+
-
Farbstoff der Wnrzelrinde von Lithospermnm
arvense ;
von
Dr. H. L u d w i g und A. K r o m a y e r
in Jena.
Die im Juni gessminelten diinnen holzigen Wurzeln
von Lithospermum arvense L. (von Herrn Apotheker G i l b e r t in Magdala bei Jena uns giitigst zur Untersuchung
iiberlassen) sind mit einer sehr diinnen braunrothen Rinde
bedeckt ; der Holzkorper ist weiss. ,,Die Bauernmadchen
in nordlichen Landern gebrauchen die Rinde als Schminke".
(Geiger's Handb. der Pharmacie, 2. Bd. 2. Aufl. 6.542.)
Farbstof der Wurzelrinde von Lithospermum arvense. 279
Zur Abscheidung des Farbstoffs wurde die Rinde
abgeschabt, wobei sich deutlich ein narlcotischer, opiumahnlicher Qeruch wahrnehmen liess. 98 Grm. Wurzeln
lieferten 22 Grin. farbstoffhaltige Rindentheile (22,5 Proc.).
Diese letztercn wurden niit Weingcist von 80 Volumproc.,
der mit ERsigsSure schwach angesiiuert war, erschopft.
Der Auszug ci-schien tief roth. Uurch Destillation wurde
der meiste Weingeist abgezogen. Aus Clem wiisserigcn
R,etortenriickstande hatte sich eine schwarze , harzige
kInsse abgescliieden, die sammt der noch weingeisthaltigen Fliissigkeit in eine I’orcellanschale gegeben und im
Wasserbade bis zur Verjagung des Mreingeistes erhitzt
wurdc. Dabei hatte sich noch mehr der schwarzen Masse
ausgcsehieden. Diese wurde auf einem Filter gesammelt, noch feucht davon entfernt und mit Aether geschiittelt.
I n der von dcr schwarzen Massio abfiltrirten schwach
gelblich gefiirbtcn Flussigkeit wurde nach Zucker gcsucht, aber vergebens.
Die schwarze harzigc Massc hatte sich nach einiger
&it im Aether fast vollstnndig geliist und liess nur einen
geringen schwarzen Iiiickstand. Die atheriache Liisung
besass eino graublaue Farbe ; beim Verdunsten zeigte
sie voriibergehend einc rothe Fiirbung, besonders wenn
man sie eineni starken Luftstroine aussetzte.
Nach volliger Verdunstung des Aethers blieb abcrmals ein schwwzer harziger Ruckstand, der such nach
Iangerem Stchen im Dampfbade nicht vijllig austracknete. In diinnen Lagen zeigt diese Subspnz eine blnuc
Farbe. I m Spiritus loste sich diesclbe vollstiindig rriit
schon violettrother Farbe; auf Zusatz von Alkalien m r
weingeistigen Losung wurde die Farbe derselben schon b1:~ri.
Concentrirte Schwefelsaure 16ste das schwarze Harx
ebenfalls auf und farbte sich dadurch schtin roth; Wasserzusatz bewirkte eine Ausscheidung von Harz untci.
griiner Flrbung.
280 Farbsto8der Wurzehinde von Lithospernwm arvense.
Salpetersaure zerstorte den Farbstoff rasch, unter nildung gelbbrauner Zersetzungsproducte.
Zur weiteren Reinigung wurde das schwarze Harz
in wasserfreiern Aether gelost, die Losung filtrirt uod
das Filtrat vcrdunstet. Der hinterbleibende Farbstoff
zeigte dieselben Eigenschaften als vorher.
Die ganze Masse wurde nun mit einer concentrirtcn
Losung des kohlensauren Natrons behandelt ; es loste
sich darin nur sehr wenig davon auf. Die Losung basass blauc Farbe. Durch iiberschiissige verdiinnte Schwefelsaure wurde die Mischung schlin roth und schicd nacli
einigem Stehen einige rothe Fliickehen aus, die sich 00wohl im Aether, als im Weingeist mit schon rother Farbtr
losten. Die Menge derselben aber war so gering, dass
weitere Versuche damit unterbleiben mussten. Der im
kohlensauren Natron unlosliche Theil des Farbstoffs hatte
dieselben Eigenschaften b i e vorher, nur liess er sich jetzt
besser austrocknen.
Diese Versuche wurden in der Absicht unternommen,
zu ermitteln, ob der rothe Farbatoff des Lithospemnum
arvense, einer Pflnnze aua der Familie der Boragineen,
identisch sei mit dem Anchusin von B o l l e y und W y d 1e r (Alkannin, Alkannaroth), welchcs in Alkanna tinctorin, ebenfalls einer Boraginee, vorkommt. Es zeigte
nun das Lithospermroth in der That grosse Aehnlichkeit
mit dem Alkannaroth, allein such manche Verschiedenheit. Aehnlich verhalten sich beide gegen Wasser, Weingeist, Aether und Alkalieq. Allein unser Lithospermroth
wird vom Aether mit blauer Farhe gelost, wahrend die
atherische Losung des Alkatanaroths tief dunkelroth gefkrbt ist.
Die kleinen hlengen des Farbstoffs reichten zu weiteren Versuchen nicht aua.
Dae Lithospermroth seheint ein vermodertes Itherisches Oel zu sein. Der narkotische Geruch der Wurzelrinde und die weichharzige Beschsffenheit des Farbstoffs
aprechen dafir. Wir besitzen am Carotin einen rothen
Landerer, Notiz aber Vergiftung mittelst Glas.
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Wurzelfarbstoff, dessen Zusammensetzung (nach Z e i s e
C5 H5) die der oligen Kohlenwasserstoffe CnHn ist. Wiihrend aber dieses in der lebenslirriftigen fleischigen Wurzel der Mohre trorkommt, findet sich das Lithospermroth
in der den zcrstorenden Einfliissen der Feuchtigkeit nusgesetztcn Wurzelrindc dcr Ackersteinhirse.
Notiz iiber Vergiftung mittelst 61as ;
yon
Dr. X. L a n d e r e r i n Athen.
-
Die interessante Abhandlung des Herrn Dr. R e i ch a r d t in Jena iiber Todtung durch zcrkleinertes a l a s
giebt mir Veranlassung, einige Worte iiber dieee Art
iind Wcise, Rich zu vergiften oder urnzubringen, mitzutheilen, zudem da auch in Griechenland und besonders
in der Turkei solche Versuche sich nicht selten ereignen,
und ich erst vor einigcn Wochcn mit der Ausmittelung
und Untersuchung einer Speise und eines Brodes, die
feingestossenes Glas enthielten, vom Gcrichte beauftragt
wurde. Sich im Orient zu vergiften, hiilt nicht schwer,
und es ist in der That eine Thorlieit, ein Zeichen grasslicher Unwissenheit, sieh in Griechenland und noch mehr
in der Turkei mit Glasscherben vergiften oder umbringen zu wollen, wenn man sich nicht den Hals abzuschneiden beabsichtigt, da man mit Leichtigkeit fur einige
Lepta verschiedene Gifte, die in ihrer Wirkung sicherer
sind, sich von den Klcinhandlern verschaffen kann. Vyer
sich im Orient vergiften will, nimmt seine Zuflucht zum
weissen oder gelben Arsenik, die man Leukon und Kitrinon Pontikophawnakon nennt, und da man weiss, dass
diese Gifte zum Vertilgen der MIuse angewendet werden, ao macht der Kleinhandler nicht vie1 Umstiinde,
dieselben abzugeben, zudem wenn man sie gut bezahlt.
Aueserdem spielt eine Hauptrolle bei Vergiftungen die
sogenannte Sulima, das Sublimat. corrosivitm. Diem wis-
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