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Filtrirte Luft in Beziehung auf Fulniss Ghrung und Krystallisation.

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Verfahren zurn Reinigeia u. Weichiuaclten dee U7assers. 57
dass mit frischer Guajaktinctur getrankte Papierstreifen,
beim Einfuhren in das Qefass, worin die langsame Verbrennung des Aethers statt hatte, sich blauen, wahrend
das Wasserstoffsuperoxyd fur sich allein diese Wirkung
nicht hervorbringt. (Poggend. Ann. 1859. No. 11. S. 471.)
E.
Verfahren zam Reinigen and Weiehmachen des Wassers,
-Die englischen Chemiker B u f f und F. V e r s m a n n
geben folgendes Verfahren zum Reinigen und Weichmachen des Wassers, welches vom belgischen Ingenieur
v. J u n g epruft und sehr zweckmiissig gefunden ist.
DasseTbe besteht in der Anwendung von kieselsnurem Natron (Natronwasserglas) in Verbindung mit kohlensaurein h’atron oder einer andern zum Fallen des
Kalks geeigneten Substanz. Die beiden Substamen werden dern zu rcinigenden Wasser zugesetzt und durch
Umriihren mit demselben vermisoht ; man liisst hernach
das Wasser eine gewisse Zeit (etwa 24 Stunden) lang in
Ruhc, worauf man es von dem gebildeten Xiederschlage
abzieht. Urn das zum Weichmachen und Reinigen irgend
eines Wassers erfordcrliche Verhiiltniss von kieselsaurem
und kohlensaurem Natron zu bestimmen, muss man vorerst dcn Hiirtegrad dieses Wassers nach C l a r k ’ s Methodc
ermitteln. Man setzt dann jedem Hectoliter Wasser fur
jeden Hsrtegrad 3 Grm. wasserfreies kohlensaures Natron
zu und eine 3 Grm. Kicselcrde enthxltende Quantitiit
kieselsauren Natrons fur jedes Gramm Bittererde, welches das Wasservolum enthiilt.
Uni dieses Vcrfahren in grossem Maassstabe auszufuhren, inuss das Wasser i n eincm Rehalter enthalten sein,
und nachdem man ihm das erforderliche Verhiiltniss der
beiden Salze, in Wasser aufgelost, zugesetzt hat, riihrt
man das Ganze um, damit die Losting der bciden Salze
in der ganzen Wassermenge vertheilt wird. Nach einigen Tagen hat sich der im Wasser gebildete Niederschlag
ganzlich abgesetzt und das Wasser kann nun zur Verwendung abgezogen und notbigenfalls noch filtrirt werden. (Gewbebl.fur das Grossh. Hessen. 1869. u. a. 0.) U .
Filtrirte Luft in Beziehung aaf FBnlniss, Giihrang
und Hrystallisation,
H. S c h r o d e r hat zwar nicht vermocht, die geheimnissvolle Wirkung, welche die nicht erhitzte oder nicht
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Filtrirte Luft in Bezieiiung auf Fltulniss etc.
filtrirte frische Luft bei jeder Faulniss und Gahrung und
fast eben SO bei allen Krystallisationen ausiibt, geniigend
aufzuklaren, doch theilt er seine desfallsigen weiteren
Versuche mit. Diese lassen sich, so weit sie organische
Stoffe betreffen, dahin zusammenfassen, dass fast alle organischen Korper, als H u t und Blutfaserstoff, Eiweiss,
Casein, Ziegar, Molken, Milchzucker, Krumelzucker und
Rohrxucker, Starkekleister, Warn u. s. w., bis zum Kochen
in einem Kolben erhitzt und heiss mit Baumwolle lose
verpfropft, Monate und Jahre lang vollig unverandert
bleiben, obgleich die Luft, nachdem sie durch die Raumwolle filtrirt ist, ungehinderten Zutritt hat. Nur Fleisch
und Fleischbruhe, Eigelb und Milch erhalten sich in der
Mehrzahl dcr Falle nicht. Schimmelbildung tritt niemals
ein. Die Gahrung, welche unter Baumwolle in Fleisch
und Fleischbruhe entsteht, ist von der Faulniss an offener
Luft verschieden.
Es liegt nahe, anzunehment dass die frische Luft
eine active Substanz enthalte, welche die Erscheinungen
der Giihrung und Fsulniss einleitet, durch Hitze aber
zerstort und durch Filtration der Luft iiber Baumwolle
nus derselben zuruckgehalten wird. Ob man sich unter
dieser activen Substana in der Luft schwebende kleine
niikroskopische organisirte Keirne zu dcnken habe, oder
eine bis jetzt unerkannte chernische Substanz, welcke
durch hohere Temperatur verandert und auf der Baumwollfaser durch Contactwirkung ansgeschieden und fixirt
wird, muss dahingestellt bleiben. Schroder’s Versuche
setzen aber ausser Zweifel, dass Schimmelbildnng nur
durch aus der Luft zugefuhrte Keime oder Sporen entsteht und dass diese durch Baumwolle zuruckgehalten
werden. Indessen lassen sich die Resultate der v m
S ch r o d e r angestellten Versuche, namentlich die ‘Beobachtungen an Milch und Eigelb, an Fleisch und Fleischbruhe, nicht vollstilndig durch die Annahme solcher
iniasinatischer Keime erklaren. Auch bei sehr vielen
Krystallisationserscheinungen giebt die frische nicht erhitzte und nicht filtrirte Luft in iihnlicher Weise den
ersten Anstoss, wie zu den Gahrungs- und Fjiulnisserscheinungen, aber Sch r o d e r’s Versuche beweisen, dass
die verachiedenartigsten festen Korperchen, denen die
lrrystallerregcnde Wirkung zugeschrieben wird, mit einzi er Ausnahme der ursprunglichen Krystalle selbst, diese
d r k u n g nur haben, wenn sie mit frischer Luft in Beriihrung waren. So glaubt S c h r o d e r denn eben so
Mangansnure Alkalien zum Desiizficiren der Luft etc.
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wenig die krystallerregende, als die g#hrung- und faulnisserregende Wirkung der frischen Luft ganz allein
auf kleine in ihr schwebende Korperchen oder Miasmen
zuruckfuhren zu konnen, er glaubt vielmehr, dass beiderlei Wirkungen einer gemeinschaftlichen, wenn auch
bis jetzt noch vollig unbekannten Urdache zuzuschreiben
sind. Indem er die krystallerregende Wirkung der Luft
Induction nennt, sprechen die ihm vorliegenden Thatsachen dafiir, dass es schwacher und starker inducirende
Wirkungen giebt und dass die schwhher inducirenden
im Stande sind, die Krystallisation der loslicheren Hydrate
hervorzurufen, wilhrend nur die starker inducirende Wirkung die minder loslichen Hydrate zur Krystallisation
bringt. Die in filtrirter Luft gemachten Heobachtungen
iiber Qahrung und Faulniss gehen den Krystallisationserscheinungen offenbar ganz parallel. Der Zerstorung
durch Faulniss rninder leicht unterliegende Korper, welche
der Zersetzung einen grosseren Widerstand entgegensetzen,
erhalten sich in filtrirter Luft Jahre lang unverandert ; bei
den leichter zerstorbnren, wie bei Milch und Eigelb, wird
die Zersetzung in der Regel auch durch die schwachere
Induction in filtrirter Luft eingeleitet. Bei Fleisch- und
Fleischbruhe leitet die schwachere Induction in filtrirter
Luft in der Regel eine besondere Art von Gahrung ein,
welche an der fitKrker inducirenden unfiltrirten Luft der
gewohnlichen Fgulniss Plats macht. Die von S c h r o d e r
mgestellten Beobachtungen uber Gahrung und Fhlniss,
so wie iiber Krystallisntionserscheinungen, sprechen daher dnfiir, dass die inducirende Wirkung in filtrirter Luft
nicht vollig aufgehoben, sondern nur betrtichtlich abgeschwacht ist. ( A m . der Chem. u.Pharm. X X X I I I . 3 , 6 5 2 . )
G.
Ueber die Anwendbarkeit der mangansauren und iiberinangansanren Alkalien zum Desinficiren der Luft,
des Wassers u. s. w.
H. B. C o n d y machte neuerlich den Vorschlag, die
mangansauren und iiberrnangansauren Alkalien zurn Desinficiren zu benutxen ; er ersuchte den ausgezeichneten
Chemiker Dr. A. W. H o f f m a n n uin ein Gutachten in
diesem Betreff, welcher nach xahlreichen Versuchen einen
Bericht erstattete, den wir hier i m Ausziige mittheilen :
Da die mangansauren und uberrnangansauren Salze
ausserordentlich leicht ihren Sauerstoff an andere Korper
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