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Geologe des Mont-Cenis.

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B.
Monatsbericht.
I. Chernie, Mineralogie und Geologie.
-
Geologic des i710ntr Cenis.
Die Durchbohrung des Mont-Cenis ziihlt zu den grossartigsten Werken, die unsere Zeit durch das gliickliche Ineinandergreifen von Wissenschaft und Technik geschaffen hat.
Ilurch die Ueberwindung der der Ausfihrung dieser Unternehmung entgegenstehenden, colossalen Schwicrigkeiten sind aber
auch die Wege f i r alle spateren der Art geebnet worden
nnd ward hier auch der Wissenschaft zum erstenmale ein
Einblick in den ticferen Schichtenbau der Erdmasse eroffnet,
ihr also ein Gebiet erschlossen, das sie nur im Geiste, aber
kein Naturforscher mit leiblichem Auge gesehen hatte.
Die grosse Befleutung , welche der Mont - Cenis - Tunnel
auch fur die Geologie hat, beruht in der That vor Allem
darin, dass dadurch die Gelegenheit geboten wurde , die nach
den geognostischen Regeln sich ergebenden Folgerungen an
der Wirklichkeit zu erproben. Der Tunnel ist eine horizontale Sondirung, welche, bei einer Lange von 12220M. ein
Schichtensystem von 7000 M. Machtigkeit erschlossen hat,
wiihrend die tiefsten vertikalen Bohriingen in Europa kaum
1000 31. betragen. Dadurch gelang es, die Beobachtungen im
Inncren mit den an den ausseren Theilen des Berges gemachten zu verbinden, indem man einen geologischen Durchschnitt durch die Axe des Tunnels legen kaun. Und hier
hat sich die Geologie in der That glanaend bewahrt. Mit
gerechter Genugthuung durften die Geologen den Arbeitern,
welche daruber erstaunt waren, dass die Natnr der zu durchbohrenden Gesteine ihnen Zuni voraus angegeben wurden,
sagen: F u r d a s A u g e d e r W i s s e n s c h a f t s i n d d i e
B e r g e d u r c h s i c h t i g. Die geologische Arbeit, welche jetzt
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Geologie des Mont Cenis.
die schonste Bestatigung gefunden hat, wurde von S i m 0 n d a
im Jahre 1866 publicirt.
Gestutzt auf eine sorgfaltig ausgewahlte Sammlung von
Gesteinsstdcken der einzelnen durchbohrten Schichten, aus
der ganzen Lange des Tunnels, hat jetzt E l i e d e B e a u m o n t neuerdings ein Bild der geognostisohen Beschaffenheit
des &font- Cenis entworfen.
Der geognostische Bau des Mont - Cenis bietet keinc
grosse Mannigfaltigkeit dar, doch kann man trotz der grossen
Einformigkeit der Zusammensetzung der die verschiedenen
Schichten bildenden Gesteine s e c h s o n e n in dem dchichtencomplex deutlich unterscheiden, nemlich :
1) D i e A n t h r a z i t f i i h r e n d e Z o n e , weldie in dcr
Richtung des Tunnels 1963,3 11. machtig ist.
2) D i e Z o n e d e r Q u a r z i t e , die im Tunnel 381,411.
machtig ist.
3 ) D i e K a l k - G y p s - Z o n e , im Tunnel 858 11. miiehtig.
Das Gestein ist ein krystallinisch - massiger Kalkstein , bald
rein, bald schieferig gemengt.
4) O b e r e Z o n e d e r S c h i e f e r - X a l k s t e i n e , im Tunnel 2275,2 11. mbhtig. Es ist die griisste, aber auch dio
einfdrmigste Zone.
5) M i t t l e r e Z o n e d e r S c h i e f e r - K a l k s t c i n e , in1
Tunnel 2610 11. mbhtig. Hier ist bald der Schietbr, bald
der Kalkstein vorherrschend ; das Charakteristische dieser
Zone ist d i e Q u a r z b e i m e n g u n g , welche beim Losen
des Xalksteins in Salzsaure als Sand zuriickbleibt.
6) U n t e r e Z o n e cler S c h i e f e r - K a l k s t e i n e . X i t
v o r h e r r s c h e n d e m K a l k s t e i n ; im Tunnel 3500 11.
machtig.
Die meisten Zonen gehen allmahlig in einander uber, so
dass keine feste Grenze bestimmt werden kann, doch geht
aus den von E l i e d e B e a u m o n t beigebrachten Einzelnheiten hervor , dass die vom Tunnel durchschnittenen Gesteine,
abgesehen von besonderen Eigenthumlichkeiten, doch ein Ganze6 bilden nnd zu einer Formation gehoren.
Die Schichten sind im Tunnel h i s z u 5 0 a u f g e r i c h t e t. Dadurch enstanden Reibungen, deren Spuren man
noch oft entdeckt. Die Schichten sind auch ofters wellig
gestaut;, aber grosse Faltungen des Systems sind nicht vorhanden. Denn obgleich die 6 Zonen einander ahnlich sind,
ist die Eigenthunilichkeit jeder einzelnen doch hinreichend
ausgepragt, uni sie nicht mit einander zu identifioiren.
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Bomerkungen iibor Cblornlhydrat.
Um ' die Gichtigkeit der ganzen Mnsse lcennen zu Icrncn, brancht man also nur, da eine Paltung des ganzen
Systems nicht vorhaiiden ist , die ALichtigkeit der einzelnen
Schichten zusammenzuzahlen und findet man auf diem Wcise,
dass das Schichtcnsystem, der Lange von 12200 31. dcx
schrag hindurchsetzenden Tunnels entsprechend , eine directc
Nachtigkeit von mindestens 6990,S M. hat, dieselbc muss
aber, da auf beiden Ausgangsseiten des Tunnels die Formation noch vorhanden ist , ohne denselben errcicht x u haben,
auf mehr als 7000 31. geschatzt werden, so dass also die H6he
cles Mont-Cenis, mie iiberhaupt bei all den Bergen dieses
Theils der Alpen, weit zuriickbleibt gegen die Machtiglreit
des Schichtensystems , von dein einzelne Schichten zu seineni
Sufbau gedient haben. ( U o Natwjbl-sclw V, L).
H4Y.
Bemerkunqen iibei- C'lilornlhydiiat.
Alitthcilungen 1 on IZ, o b e r 1 I? a i r t h o r 11 e
Each
hoinmt
in Philadelphia dns C'hloralhj drat in drei versehiedenen Fornien vor. Lhs aus deotsclicn Fabrilren bildet grosw, glattt:
Alassen, mi t schiiiimernder Errichfliiche. Eine zweite Form hat
rhomboidale, tafeli?irmige Krystallc. Das amerilianischo Hydrat
lromnit meist in hlcinen nadelfbrmigen Krystallen vor , welche
ii-isch durchsichlig sind, spltey undnrchsichtig merden, den Geruch
indern, sich schwcrer in I10 ioscn und die Nasenschleimhaut
irritiren. - Tlrird wenig Chloralhydrat auf einem Objecttriiger geschmolzeii, so erstarrt cs krystallinisch und zeigt dann
unter dem Xikroskop rhoiiibische Tafeln, zum grossten Theile
aber nadelforniige Krystalle , die zu Bdscheln glanzender
Prismen vereiiiigt sind. Reines Chloralhydrat brennt beim
Erhitzen iiber der Spiritusflamme in einem Loffel nicht an
( R i c k h e r ) , wohl aber Slkoholat ; das Hydrat verdnnstet
ohne Ruckstand.
Die wassrige Losung wird durch Bleiessig gefallt. Es
lost sich leicht in Alkohol, Aether, Terpenthinol, Benzol,
Schwefelkohlenstoff nnd fetten Oelen j die Losungen in den
letzten Mitteln diirften zu topischen Anwendungen bei schmerzhaften Leiden dienen konnen.
Schuttelt man gleichc
Theile Campher nnd Chlodiydrat in einem Gefdsse und stellt
es dann ruhig bei Seite, so bildet sich eine klare Lbsung.
Wird Chloralhydrat mit Schwefelsaure gemischt , so bedingt
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