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Gerbsaures Cannabin.

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Eindr. d. Ritze i. d. Reisch b. s. Zubereitung.
- Gerbsaures Cannabin. 51
giftung nach Jodoformanwendung vielleicht ein relativ griisserer Theil
des im Harn ausgeschiedenen Jodes in organischen Verbindungen
und ein kleinerer Theil in Form von Jodkali auftritt. fBwZin. khn.
Wochenschift 1882, 20. Ned. chtkwrg. Rundachu Jahrgang X Z . 1 .
pay. 693J
C. Sch.
Eindringen der Hitze in das Fleisch bei seiner Zuberei-
tut~g.- Das fiir die Zubereitung des Fleisches von Liebig ermittelte
Minimum der Temperatur genugt der Ernarungslehre , nicht aber
der Hygiene, welche auch das Naximum der in das Fleisch im
besten Falle eindringenden Hitze kennen muss. Allerdings hat schon
Perroncito fur grosse Fleischstucke gefunden , dass die Temperatur
selbst bei dreistundigem Kochen im Centrum nicht uber 84O C.
steigt. W o l f f h u g e l und H u e p p e haben jedoch mit den kleinen,
verschluckbaren, birnfiirmigen Maximumthermometer ebenfalls Versuche
an zum sofortigen Genusse bestimmtem Fleische und an. Buchsenfleisch gemacht und nachgewiesen, dass: die Hike sehr langsam in
die Objecte eindringt , sich nicht gleichmiissig in denselben vertheilt,
in grossen Stucken Fleisch trotz mehrstundiger Einwirkung beim
gewiihnlichen Braten oder Sieden im Innern niemals looo C., in
oberflachlichen Schichten nur selten diese Hiihe erreicht , in den
Conservenbuchsen aber nur dann, wenn sie klein sind und bei ihrer
Zubereitung eine Erhitzung von 110 - 132 angewandt wird, die
Fleischtemperatur nach drei Stunden in der Mitte auf 102-109° C.
steigt. (Mitthilungen d. Kais. Gesundheiteamtes No. 14, BerZin. Xed.
ahirg. Rundschau , Jahrgang XXZIIl pay. 776.
C. Soh.
Gerbsaures Cannabin. - Fronmfiller ist voll Enthusiasmus tiber die Wirkung des Cannabin tannic. Das fruher haufig und
mit Erfolg angewandte Extr. Cannab. indic. hat wohl die Kehrseite,
dass es nicht endermatisch, auch bis jetzt nicht in Pulverform
genommen werden konnte , sondern nur in Pillenform , da die Tinctur
wegen ihres Alkoholgehaltes zu aufregend fiir die hypnotischen Zwecke
ist. Diese Uebelstande beseitigt das gerbsaure Cannabin , welches
sich gut mit Zucker mischen lasst, ohne dabei die Wirkung zu verlieren. Es verursacht einen milden, nicht aufregenden Schlaf, es
bleiben die Intoxicationssymptome am andern Morgen aus und ohne
dass eine Hemmung des Stuhlganges erfolgt. Gtleich dem Morphium
und Opium hat es hingegen die unliebsame Eigenschaft, dass es bei
lingerem Gebrauch in steigender Dosis gegeben werden muss. Das Cannabin. tannic. bildet ein gelblich-braunes , in Wasser nnd
Aether gar nicht, in Weingeist kaum liisliches Pulver von nicht
unangenehmem Geruch , von bitterlichem tanninartigen GFeschmack.
Unter dem Mikroskop stellt es bei 300 facher Vergrdsserung braunliche, amorphe, mit spitzen Ecken versehene Plattchen dar. - Die
Darstellung des Cannabin ist eine umstindliche durch die leichte
,
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52 Wirk. d. ConVallaria majalis etc. - Convallamarin d. wirks Princip etc.
Zersetelichkeit erschwerte. Die gerbsaure Verbindung enthalt es in
reinem unzersetzten Zustande und diese Verbindung ist vollkommen
haltbar. Eine geringe Menge Alkali macht das Praparat in Wasser
lijslich. - Bei der Destillation des Hanfes mit Wasser erhalt man
ein aus Cannaben und Cannabenwasserstoff bestehendes Oel. Cannabenwasserstoff ist eine ziemlich diinne , goldgelbe , hijchst widerlich
riechende und schmeckende Flussigkeit , die im hohen Grade scharf
giftig ist. Dieser giftige Stoff geht bei der Darstellung des gerbsauren Praparats nicht in dasselbe iiber , weshalb die hypnotische
Wirkung des Praparats milder und dabei doch ebenso kraftig ist,
als die des indischen Hanfextractes.
Das Cannabin. tannic. ist ein hervorragendes Hypnoticum, welches Kraft und Milde paarend, gefahrlos in der Anwendung ist, die
Secretion nicht stijrt und bei richtig individualisirender Dosirung
keine Intoxicationserscheinungen veranlasst und bestimmt ist, dem
Morphium eine vielfache Concurrenz zu machen. (Hemwabilien. X e d .
chirurg. Rzcndschau. Jahyg. X X I X pag. 737.)
C. Sch.
Die Wirkiing dcr Coiivallaria majalis auf das H w z und
die Niereii studirte Dr. D e s p l a t s und fand ebenso wie Professor
G. See, dass dieses Mittel in gewissen bestimmten Fiillen sehr deutlich auf das Here und die Nieren wirkt. Bei an Heraklappeninsufficienz oder Verengerung der Herzklappen , an inneren Stockungen und an Wassersucht Leidenden, werden durch Gaben von 1 bis
1,5 g. Extract die Contractionen des Herzens verlangsamt, regelmassiger gemacht, ihre Energie vermehrt und in Zeit von 1 oder
2 Tagen eine reichliche Harnabsonderung bewirkt , welche die Congestionen und Wassersucht zertheilt. Die diuretische Einwirkung
zeigte sich vie1 geringer bei den Brightschen Nierenkranken und
gar nicht bei den anderen Kranken. Die Behandlung mit Convallaria
kann nicht lange fortgesetzt werden; nach Verlauf von 8 oder
10 Tagen vermindert sich die Energie des Herzens statt zuzunehmen
und erzeugt sich eine toxische Wirkung.
Zu seinen Versuchen benutzte Dr. Desplats ein ails den Bliithen
der Convallaria bereitetes , von der Pharmacie centrale geliefertes
Extract. fJozcrnal des A'ciences mddakales de fiZZe. Tome I E p . 731.)
C. Kr.
Coiivallamarin das wirksaiiie Princip der ~Iaiblume.C. T a n r e t fand, dass das Verfahren von Wale zur Herstellung von
Convallamarin zwar ein schijnes Product liefert, aber langwierig und
besonders sehr beschwerlich ist, er hat es daher in folgender Weise
abgeandert. Man bereitet mit Alkohol eine Tinctur der Convallaria
majalis aus der ganzen Pflanze, fiillt mit basisch essigsaurem Bleioxyd und filtrirt ; dann wird der Bleiuberschuss durch verdiinnte
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