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Geruchsprincip des Guano und der menschlichen Excremente.

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Re bling,
mit Barytwaser, hebt die auf demselben schwimmende
Oelschicht mittelst einer Pipette ab und schiittelt sic
hierauf mit ciner concentrirten Losung von Natronbisulfit.
Enthiilt der Balsam Ricinusol, so erstarrt die Flussigkeit
sogleich zu einer Krystallmasse, aus der man, nach wiederholtein Umkryshllisiren ails siedendem Alkohol, bis
tlcr Acrolei'ngeruch vollstiindig verschwunden ist, vermittelst Kali oder verdiinnter SchwefelsKure das Oenanthylaldeliyd als farblose, in Wasser unliisliche Fliissigkeit
nbscheiden kann.
Die krystallisirte h'atronverbindung hat die Zusammensetzung: Cl4H13Na SzO6
4 aq. Es ist indess
vie1 wshrscheinlicher, dass sie ein Qemenge ist der Oenanthplaldehydverbindung mit der entsprechenden Caprylnldehydverbindung :
c14 1313 1
Cl6 1 1 1 5 \ Na s2O6
aq'
da, wie es scheiut, bei der troolrnen Destillation des
Ricinusoles nicht nur Ocnanthylaldehyd, sondern auch
Caprylaldehyd sich bildet.
+
Gernchsprincip des Guano nnd der menschlichen
Excremente ;
von
Rebl i ng.
Soviel mir beksnnt, ist noch nicht genau ausgesprochen, wonach, wie man zu sageii pflegt, die Excreniente
riechen. Es kann eben so gut von einem eigenthiimlichen
Cieruche herriihren, welcher den Excrementen specie11
zukommt, eben so gut kann der Qeruch ein gemischter
sein, van verschiedenen fliichtigen Stoffen abhangig.
In allen Beschreibungen des Guano, wo vom Geruch
die Rede ist, heisst es: ,er hat einen penetrmten, uriniiscn GeruchU. l)er Guano ist in wisscnschaftlicher und
okonornischer Hinsicht ein zu interessanter Stoff, so dass
Geiwchsprincip des Guano etc.
z9
sich gewiss schon jeder Chemiker damit beschaftigt hat.
Seit dem Jahre 1842, wo ich die erste Sendung aus Bremen
als Novitat erhielt, habe ich ihn ofters unter den Handen
gehabt, in diesem und dem vorigen Jahre um so mehr,
als er jetzt mehrfaltig als Dungmittel zur Verwendung
komnit und von betriigerischen Kau%euten mehr oder
weniger niit erdigen Theilen v.ersetzt wurde. Die achten
Sorten, von denen ich. dieses Jahr von funf verschiedenen
Stadten meiner Umgegend welche bezog, um sie einer vergleichenden Untersuchung zu unterwerfen und die, nebenbei
gesagt, von theilweise sehr verschiedener Qualitat waren,
sind dem Geruch nach ubereinstimmend. Ich ware wohl
schwerlich darauf gekommen, den Guano specie11 auf
seinen Geruch zu untersuchen, ware mir nicht ,ein Magdeburger Kunstproduct unter die Hande gekommen, das,
mit den anderen Sorten verglichen, einen ganz anderen
Geruch zeigte. Es roch namlich unzweifelhaft nach Oleum
Comu Cervi, doch so schwach, dass ich nur nach und
nach den Unterschied herausfand. Mit diesem verglichen
fand ich den Guanogeruch niinder unangenehm, sauerlich,
aromxtisch, einigen besseren Schnupftabackssorten ganz
ahnlich. Mit einem urinosen Geruch konnte ich ihn nicht
vergleichen, zumal nachdem ich einmal wusste, was die
Ursache des Geruchs sei.
Um nicht weitlaufig zu werden, will ich kurz angeben, dass der Guanogeruch .nur einzig und allein von
Buttersaure herriihrt, welche im Guano mit Ammoniak
verbunden und deshalb auch etwas verlarvt ist, so dass
er bis jetzt der Entdeckung entging.
Riihrt man den Guano kalt mit kohlensaurer Kalioder Natronlauge an, SO verschwindet alsobald der eigenthiimliche Geruch und es tritt dafiir ein amnioniakalischer
auf, den man eher einen urinosen nennen konnte.
Riihrt man nur 5-10 Gran Guano in der hohlen
Hand mit einigen Tropfen concentriker Schwefelsaure
zusammen, so wird ein Jeder, der nur einmal die Butterssure unter Handen gehabt hat, den kraftigen Geruch
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Bley,
diescr Siiure so stark wnlirnchmen, dass er iiber die
Saclie niclit ~ i i c l i rin Zwcit'cl scin w i d .
IJnterwirft innn nun 4 1Jnzen iicliten Guano rnit
10 Uiizen Wnsser und l / z TJnze conccntrirtcr Scliwcfelsiiiire der Dcstillation, SO dass circa G Unzen ubcrgehcn,
werden lctztcrc mit kohlensaurem Natron neutrslisirt, m r
T r o c h e verdaiiipft und nun mit der entsprechenden
Schwefelslurc abcrmals dcstillirt, so erkennt man schon
wiilirend dcr J>estillation ciic Siiure, indeni sic in iiligcn
Tropfen iibergcht. Nininit man von dein trocknen Katronsnlzc nur 1 (Iran zwischen clic init concentrirter Schwefclsiiiire Lefciiclitetcn Finger, so entwickelt sich cin grnz
roiricr 13uttcr8~~uregerucli.Ich fand bei stark ricchcnden
Sorten
Proo. Huttcrsiiurc.
I n den rnensclilichen Eiicces ist cbenfalls 13uttcrsiiurc
entlialtcn, und z w m sclion in den noch unzersetztcn, frisclicn. 1)urcli Dcstillation iiiit Ychwcfclsiiure, Neutrdisiren init kohlensaureni Xatron 11. 8. w. erliiilt riian die
Siirirc ohnc allcn Nebcngerncli. Sic betrug in den Seuchten Eheccs circa li4Proc. Mit Xatronlaugc iibcrgosscn
verliercn die IIheces ihren eigenthiimlichcn Gerncli, und
will man ohne 1)estillation die Ihttcrsiiure eur Erschcinung Lringcn, so giessc inan nur 3-4 TJnzcn init etwns
Wasscr vcrdiinnter ScliweSclsiiurc ins gcheinie Gcrnacli
und niclirere Stundcn lang wird der ganzc Hof parfuniirt
scin. In dcn ~nensclilichenKxcremcnten ist dic I h t t c r siiure durcli den Qerucli nicht gut walirzunelunen, da vorzuglicli Scliwefelaininoaiuni steter hgleiter derselben ist.
Priifung eines verfillsehten Opinms ;
YO11
L. F. B 1 e y jun.,
d . % .in Magdeburg.
Voln Herrn Apotheker W u r r i n g e n in Trier wurdc
iiicincni Vater cin 8tiii:lr Opium gescndet, was dcinselbcn
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