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Gewinnung des Salmiaks aus dem Ammoniakwasser der Gasanstalten.

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27-1 Fdulnisswidrige Eigenselinffen des Ammoniaks.
und Salpetersaure zu bewirkcn; claher also die Bildung
von salpetersaurcni Ammoniak, das in das Kali-, Natron-,
Kdksalz ubergeht und SO dio verscliiedenen Nitrate liefern kann, welche SO miichtig auf die Vegetation einwirken. (Compt. rend. - Cliem. Centr61. 1864. 16.)
B.
__ _Fiinlnisswidrige Eigenschaften des Ammoniaks.
N x h R i c h a r d s o n ist das Animoniakgas ein vortrefFliches Mittel zur Aufbewahrung thierischcr Fliissigkeiten und Gewebe nnd eignet sich narnentli& zur Aufbewahrung medicinischer Priipnrate, welche sich nach
R i c h a r d s o n ’ s Versuchen Monate, selbst Jalire lang darin
unverandert gehalten haben.
Es ist aber zu dicsem
Zwecke erforderlicli, das Ammoniak nllein anzuwenden j
zuvor in Weingeist gelegene Rlaterialien und dann den1
Ammoniak ausgesetzt, vcrdarben stcts. Zur Conservation
von Milch und Blut braucht man nur den Arnmoniakliquor hinzuzusetzen, und es geniigcn dann schon etwa
20Tropfen eines starken Liquors nuf 2 Unzen. Fur Gewebe thut inan am besten, dieselben in eine Flasche oder
unter eine Glasgloclte zu bringen, eine Lage von Filz
oder Leinwand beiznfiigen, wclchc mit 10 Tropf‘en bis
1 Drachme starken Ammoniakliqnors getriinlrt ist, und
dann das Gefass vor dcm Zutritte der Luft zu verschliessen.
Die Ursache der antiseptischen Eigenschaften dea
Ammoniaks ist darin zu suchen, dass cs die Vereinigung
des Sauerstoffs mit dcn oxyclableii Korpern verhindert.
(Me$. Times and Gazette. - Wittst. Vierteljrthrsschr.) R.
____
Cewinnnng des Salmirks nus dem Ammosiakwasser der Gasnustalten.
Die grosste Menge des Salniinks wird jetzt sowohl
i n England, wie aucli auf dern Continente aus dem Ammoniakwasser der Gasanstaltcn dargestellt. In 1 ondon
werden allein allj~hrlich840,000 Tonnen Stoinkohlen zur
Gasfabrikation verbraucht, und die Gaswerkc Londons ereeugen allein gegen 3 7 Millionen Pfund Gaswasser.
Dieses Gaswasser kann nun auf verschiedene Weise
auf Salmiak verarbeitet werderi. Uas schonste und sogleich
fast chemisoh reine Product erliiilt man, wenn man das
Wasser zunachst der Destillstion unterwirft und das dnbei
sich entmickelnde Ammoniakgas in Salzsaure leitet. &Ian
erhitzt zu diesem Zwicke die Fliissigkeit unter Zusatz
Saliniak aus dern Ammo,iiukzcusser der Gusanstulten. 275
von gebranntem Iialk in einem gerfiuniigen Dniripflcessel
eum Sieden, leitet die Darnpfe durch ein in ltnltem Was~ e liegendes
r
Schlangenrohr, um den grossten Theil des
Wassers zu condensiren, und liisat das Destillat in einen
mit Salzsaure gefullten Behiilter fliessen. Dieser Behhlter ist
ein mit starkem Blei *) ausgeschlageiier holzerner Kasten,
welcher diirch einen Deckel verschlossen wird ; aus diesem leitet ein Abzugsrohr die nicht verdichteten Gase,
Schwefelwasserstoff u. s. w. unter die Feuerung des Kessels, urn p i e hier zu verbrennen und dann in den Schornstein zu fuhren. Das Ende des Schlangenrotirs taucht
in die Saure, so dass alles Ammonink, welches in den1
Kiihlrohr nur zum Theil verdichtet wird, von dieser gebunden werden muss. Nachdem etwa der zehnte Theil
der Russigkeit im Kessel verdampft ist, ist alles Ammoniak derselben ausgetrieben, was man daran erkennt,
dass ein durch Saure schwiich gerothetes Lackmuspapier,
welches in den aus einem Probelialin stromenden Dsrnpf
gehalten wird, nicht mehr oder doch nur schwach blau
gefiirbt wird. Man lasst dann diesen Probehahn geoffnet
und entleert den Kessel, wobei die Luft durch den Probehahn eindringt und so ein Zuriicksteigen der Salmiaklosung verhindert.
Das Ammoniakgas I#sst man bis zur Neutralisation
in die Saure einstromen, worauf man die Salzlosung abziebt und die Vorlage mit frischer Siiure beschickt. Die
erhaltene Salrniakliisung wird zu der z u r Krystallisation
erforderlichen 8tarlte gebracht, darauf erkalten gelassen,
in welcliem Falle nian sofort eine sclione Krystallisaticn
von fast ganz weisser F a r b e und vollig 'f'rei von theerartigen Stoffen erhalt.
Zweckmtissiger kann man die Dcstillation noch einrichten, wenn man zwei Kessel so durch Rohren und
Wechselhiihne mit einander verbindet , dass nian die
Dainpfe aus einem Iiessel in den andern leiten kann. Es
wird dann zunachst d k r erste Kessel diirch directes Feller
geheizt, die latente Wiirnic des Dampf'es bringt die Flussigkeit im zweiten Kessel zum Sieden und vcrfltichtigt
den grossten Theil des Ammoniaks, so dase mit dem aiie
dem zweiten Kessel entweichenden Danipfe das Ammoniak beider Flussigkeiten in dio Saure getrieben wird.
Sobald der erste Kessel erschiipft ist, k s s t man seinen
Inhalt ausfliessen, fullt ihn von neuem und bringt dann
*) Es kommt jetzt bleihal t i ger Salmiak im Handel VOP. H.Lu d w i g.
18*
276
Zerfallen des S a l m i a h in Ammoniak und SalzsZiure.
Feuer unter den zweiten Kessel, urn den Dampf von
diesem in den ersten Kcssel und das Arnmoniak von
liier in dieSaure treten zu lassen, und so lange bis auch
der zweite Kessel erschopft ist, worauf dieser wieder
frisch gefullt wird. Auf diese Weise erreicht man eine
grosse Ersparniss an Brennniaterial. (Musputt’s Cheniie
u. s. w.v. Dr. Stohmann. 2. ,4ujl. Bd. 1.)
12.
Zerfallen des Salmiaks in Aiumoniali und Salzsiiure,
R. F i t t i g hat die Beobnchtung geinscht,’ dass der
Salrniak beim Kochen seiner wiisserigen Lijsung theilweise in seine Restancltlieilc eerfallt, indcrn Arnrnoniak
sicli verfluchtigt und der Ruckstand stark aaure Reaction
aiiniinmt. Wird der Versuch in einem Kolben mft Vorlage geniacht, SO lasst sich nachweisen, dass die Verfluchti ung von freieni Arnmoniak mit der Anhaufung
freier 8ulzsgure in der siedenden Pliissigkeit continuirlich
abnimmt. Man kann nicht wohl nnnehmen, dass die gebildete Salzsaure hindernd aiif das Zerfallen des Snlniieks
einwirkt. vielmehr scheinen sioli aus der siedenden Flussigkeit gleichzeitig Sal/.siiure und Anirnoniak, aber nach
der Fliichtigkeit beider Kiirper in ungleiclier Menge zu
entwickeln; im oberen Ttleilo des Kolbens wird dann die
Sdzsaure einen Theil des Ammoniaks binden nnd niir
der iibcrschiissige Thcil desselben destillil-t mit den Wasserdanipfen iiber. Da tier sind aiicli die Destillate olilor!rci.
(Annul. der Chem. u. I ’ h w i n . L‘XXVIlI. 189-1.93.)
C.
-~ . ..
Ein lriichst empfintlliclies liengens auf das Wasserstoflliyperoxyd untl die salpetrigsauren Salze.
S c h o n b e i n hat vor einiger Zeit gezeigt, dass unter
der Mitwirkung eincs Eisenoxydulsalzes der angeslueite
Jodkaliumkleister ein so empfiidliches Keagens auf Wasserstoff hyperoxyd wird, d;tss dadurch noch verschwindend
kleine Mengen desselben mit Yicherheit sich erkennen
lassen. Ein anderes Reagens, welches dein erwahnten
an Ernpfindlichkeit wo nicht vollig gleich, doch sehr nahe
komint und in manchen Fiillen aiigewendet werden kann,
wo gewisser Umvtiinde halber der Jodkaliurnkleister niclit
einmal zu gebmuchen wsre, ist die durch Wasserstoffschwefel entfiirbte Indigotinctur. IHat man zur Rereitung
dieses Reegcnzcs nicht rnclir geliiste Schwefelleber angcwendet, als genau zur Entblauung der Indigotinctur erfor-
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