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GUnter Henze und Rolf NeebElektrochemische Analytik 1986. X 383 Seiten 150 Abb. Geb. 298-DM Springer-Verlag Berlin-Heidelberg-New York-Tokyo. ISN 3-540-15048-X

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Arch. Pharm.
Buchbesprechungen
Gunter Henze und Rolf Neeb: Elektrochemische Analytik, 1986. X, 383 Seiten, 150 Abb., Geb. 298,DM, Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York-Tokyo. ISN 3-540-15048-X
Der Buchtitel steckt ein weites Gebiet der instrumentellen Analytik ab, das von der einfachen pH-Messung bis zu apparativ aufwendigen und z. Zt. (noch) nicht kommerziell verfugbaren Techniken, wie den
voltammetrischen second-order-Verfahren, reicht. Die Autoren haben versucht, auf knapp 400 Seiten
den heutigen Stand der Entwicklung und Anwendung der gesamten elektrochemischen Analytik zu beschreiben. Dieses auf den ersten Blick unmoglich erscheinende Unterfangen ist weitgehend gelungen. Allerdings sind, bevor auf Einzelheiten eingegangen werden soll, einige einschrankendeAnmerkungen erforderlich. Zwangslaufig erforderte das gesteckte Ziel eine erhebliche Straffung des Textes, so daD viele,
auch wichtige Details nur erwahnt, nicht aber ausfuhrlich dargestellt werden konnten. Unabdingbare
Voraussetzung fur einen gewinnbringenden Umgang rnit der Monographie sind daher die Beachtung der
haufig nur in einem Nebensatz gemachten Angaben und vor allem das Weiterlesen in der umfangreich zitierten Literatur. Diese ist den einzelnen Kapiteln unmittelbar nachgestellt und umfal3t insgesamt 250 Zitate von Monographien und Ubersichtsartikeln, wobei Standardwerke naturlich mehrfach erwahnt werden, sowie 1528 Zitate von Originalarbeiten. Die Literatur wurde bis 1984 erfaDt.
Das Buch ist in 4 grol3e Abschnitte eingeteilt. Im ersten, Elektrochemische Grundlagen (35 S.), sind die
wichtigsten Eigenschaften von Elektrolytlosungen sowie von stromlosen und stromdurchflossenen Elektroden erlautert. Obwohl, oder gerade weil, hier nur die elementaren Gesetzmaljigkeiten dargestellt werden, ist es mehr als ein Schonheitsfehler, wenn gleich auf den ersten Seiten gleiche MeDgroDen nicht einheitlich bezeichnet werden. Das Kapitel uber den pH-Wert geht uber das Niveau eines Leitfadens fur
Technische Assistenten nicht hinaus. Die Darstellung der Glaselektrode schliefilich ist so knapp, daD jemand, der hieriiber keine Vorkenntnisse hat, nach der Lekture dieses Textes wahrscheinlich auch nicht
weil3, wie eine Glaselektrode funktioniert. Das Kapitel uber stromdurchflossene Elektroden faDt demgegenuber die wichtigsten Grundlagen didaktisch gut aufgebaut zusammen. Das Kapitel uber Adsorptionseffekte ist aul3erst kurz und sollte angesichts ihrer Bedeutung in einer nachsten Auflage erweitert werden.
- Im 2. Abschnitt (13 1 S.) werden die wichtigsten elektrochemischen Analysenmethoden dargestellt. Den
AbschluD bildet ein Kapitel iiber Instrumentierung und Fehlerquellen. Den Autoren ist es in diesem Abschnitt gelungen, einen guten Uberblick uber das Prinzip und die Anwendungsmoglichkeiten der einzelnen Methoden zu geben, wenn auch die Vervollstandigung der Information durch die angegebene Literatur notwendig ist. Das Kapitel Potentiometrie informiert kurz uber die wichtigsten ionensensitiven Elektroden - u. a. sind 17 Elektroden mit ihren Eigenschaften in einer ubersichtlichen Tabelle zusammengestellt - und ihren Einsatz zur direkten quantitativen Analyse sowie zur Aufnahme von Titrationskurven.
Die verschiedenen Methoden der Polarographie und Voltammetrie werden mit den wichtigsten Gleichungen beschrieben, womit der Leser auch an die gut entwickelten theoretischen Grundlagen dieses Gebietes herangefuhrt wird. Auch hier ist eine Beschaftigung mit der weiterfuhrenden Literatur unbedingt erforderlich. Bei der Behandlung der Puls-Verfahren werden z. B. nur die fur reversible Elektrodenreaktionen gultigen Gleichungen angegeben. Bei diesen fur die Praxis wichtigen Verfahren ware eine Erganzung
begrurjenswert, da der Spitzenstrom im Differentiellen-Puls-Polarogramm sehr stark von der Reversibilitat der Elektrodenreaktion abhangt. Zur Charakterisierung der Leistungsfahigkeit der einzelnen Verfahren werden Selektivitat und ,,Empfindlichkeit" (richtiger ware hierfur die Bezeichnung Bestimmungsgrenze) angegeben. Das Kapitel Inversvoltammetrie nimmt einen relativ groaen Raum ein und enthalt bereits
eine Reihe praktischer Hinweise. Das Kapitel Instrumentierung schlieDlich gibt zahlreiche experimentelle
Details und Hinweise wieder, die auch fur den rnit der Voltammetrie vertrauten Analytiker von Wert sind.
- Der 3. Abschnitt enthalt die fur den Praktiker weitaus wichtigsten Informationen, auf 101 S. eine Fulle
von zusammengefanten und in groDen Zugen kommentierten Literaturangaben zur polarographischen
0365-6233/87/0101-0190
$02.50/0
(D VCH Verlagsgesellschaft mbH, D-6940 Weinheim, 1987
320187
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und voltammetrischen Bestimmung anorganischer und organischer Stoffe. Die zur Bestimmung von Elementen und anorganischen Ionen notwendigen Daten sind in Tabellen angeordnet, sie diirften die gesamte
relevante Literatur abdecken. Die Bestimmung organischer Verbindungen wird an ausgewahlten, nach
funktionellen Gruppen geordneten Beispielen erlautert. Die Systematik ist angesichts der sehr grofien
ZahlvonPublikationen aufdiesemGebietnaturlichungleichschwieriger.Dem Autor ist esmitder Auswahl
von 115 Literaturbeispielen gelungen, ein recht gutes Bild der bestehenden Moglichkeiten zu zeichnen. Ob
freilich die praktisch kommentarlose Wiedergabe umfangreicher Tabellen mit Halbstufenpotentialen verwandter Verbindungen, die meist auch noch relativ gut zuganglichen Zeitschriften entnommen wurden,
eine so wichtige Information ist, wie es den Anschein hat, sei dahingestellt. Statt dessen ware eine eingehendere Diskussion der Faktoren, die Stufen- bzw. Peakform und Halbstufenpotential organischer Verbindungen beeinflussen, fur die Praxis wertvoller.
Ein kurzes Kapitel iiber Tenside, die hauptsachlich tesammetrisch oder iiber die Dampfung des 0,Maximums bestimmt werden, beschlieat diesen Abschnitt. - Der 4. Abschnitt, Anwendung elektrochemischer Analysenmethoden, enthiilt auf 90 S.Beispiele aus dem Bereich Umweltanalystik, wobei die Erfassung anorganischer Stoffe im Vordergrund steht, der Pharmazie, der klinischen Chemie, d. h. vor allem
der Analytik von Arzneistoffen in Korperflussigkeiten, sowie der Lebensmittel und Biomatrizes. Die Beispiele vermitteln einen Eindruck von der Vielseitigkeit der Anwendungsmoglichkeitenelektroanalytischer
Methoden auf den unterschiedlichen Gebieten.
Das Buch ist eine wertvolle Hilfe bei der Losung praktischer Probleme. Wer noch nicht elektrochemisch gearbeitet hat, erhalt einen fundierten Uberblick und wird ermutigt, geeignete Methoden einzusetzen. Wer mit der Elektrochemie vertraut ist, findet durch die aufgearbeitete Literatur viele Anregungen.
H. Hoffmann, FrankfudMain
[B 1331
Synthese, Gewinnung und Charakterisierungvon Arzneistoffen,ein Praktikumsbuch, von Th. Eicher
und H. J. Roth, 3 19 S., Preis DM 33,-, G. Thieme Verlag, Stuttgart 1986.
Im Praktikum Pharmazeut. Chemie I (Org. Praparate) der Approbationsordnung fur Apotheker sollen
die Studierenden der Pharmazie Verstandnis fur die Organische Chemie durch ,,Begreifen" des theoretisch ver@elten Stoffes entwickeln; schliealich wirken Arzneimittel durch - meistens - organisch-chemische Reaktion mit physiologischen Komponenten, und auf3erdem stehen am Anfang der Medikamente
Synthese bzw. Isolierung der Wirkstoffe. - Das vorliegende Praktikumsbuch vermittelt entspr. Grundkenntnisse durch einfuhrende Hinweise zur Labortechnik, durch iibersichtliche Zeichnungen von Standard-Apparaturen, auf die in spateren Kapiteln verwiesen wird, und durch einfache Praparate, die funktionelle Gruppen betreffen. In den anschliefienden Kapiteln 4-8 werden Arzneistoffe synthetisiert. 1-3
Sterne kennzeichnen den Schwierigkeitsgrad. Besonders gerallt mir die Betonung stereochemischer
Aspekte und der Verweis auf Originalliteratur. Da die Synthesen meistens mehrstufig sind, ist eine Einteilung nach Reaktionstypen nicht moglich; die Gliederung nach Strukturen mul3 etwa willkurlich bleiben.
Analytische Hinweise, einschliefilich IR- und NMR-Daten, ermoglichen es, den Reaktionsverlauf zu kontrollieren.
Nur der ortliche Chemikalienhandel wird wegen nicht zu befriedigender Nachfrage nach seltenen Zwischenstufen keine Freude an diesem Buch haben. Das ist bereits eine Empfehlung, denn es zwingt zur Ehrlichkeit. Der Inhalt spiegelt das didaktische Geschick ausgewiesener Hochschullehrer und langjahrige
Praktikumserfahrung wider. Durch photomechanische Wiedergabe des Manuskriptes ist der Preis niecrig, so dafi schliealich auch von daher das Buch warm zu empfehlen ist.
W. Wiegrebe, Regensburg
[B 1371
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