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Heliotropismus der Pflanzenorgane.

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IIeliotropismus der Pflnnzenorgane.
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sprachen, eine Reihe Versuche iiber die Einwirkung der Magnesia
borocitrica auf harnsaure Concremente) die ein ganz negatives
Resultat ergaben.
Um festzustellen, ob eine Losung von Magnesia borocitrica
bemerkenswerthe Wirkungen auf Harnsteine aussert , welche der
Hauptsache nach aus Harnsiiure bestehen, wurden Sticke und Pulver von solchen Steinen mit einer concentrirten Losung der Magn.
borocitr. langere Zeit in Beriihrung gelassen und umgeschiittelt.
Es wurde taglich einerseits die Festigkeit der aus der Losung
herausgenommenen grosseren Steinfragmente gepriift , anderseits
wurde taglich eine Probe der filtrirten Losung auf Harnsiiure untersucht. Fiinf Versuche dauerten 3 Wochen, ein Versuch wurde
auf 4 Wochen ausgedehnt; in keinem Falle konnte ein Brocklichwerden der Steinfragmente beobachtet oder in dcr filtrirten Losung
Harnsaure nachgewiesen werden, woraus hervorgeht, dass Magnes.
borocitr. eine auflosende Wirkung auf die Harnsaure nicht ausubt. (Wiener med. Blattev 1880. No. 4.)
G. R.
Heliotropismus der Pflanzenorgane. - In einem in der
chemisch - physikalischen Gesellschaft in Wien gehaltenen Vortrage
uber den Heliotropismus der Pflanzenorgane begriindete Prof'.
J u 1. W i e s n e r folgende auR seinen Untersuchungen hervorgehenden Siitze:
1) Pflanzentheile, welche wahrend ihres Wachsthums durch Licht
und Schwerkraft beziiglich ihrer Richtung beeinflusst werden (heliotropisch oder geotropisch sind), stellen sich Aelbstverstiindlich steta
in die Resultirende beider richtender Kriifte; es ist hierbei nicht
gleichgultig, ob der betreffende Pflanzentheil anfanglich die normale
oder die umgekehrte Stellung einnahm; steht das Organ (z. B. der
Stengel) aufrecht, so wirken Licht und Schwerkraft sich entgegen,
steht er umgekehrt, AO summiren sich bis zu einer bestimmten
Grenze, bis niimlich das Organ die Richtung der einfallenden Strahlen erreichte, die Wirkung beider.
2) Stengel und Wurzel streben in die Richtung des einfallenden Lichtes zu gelangen und erreichen dieselbe, wenn sie stark
heliotropisch und die Beleuchtungsverhiiltnisse gunstige sind ; die
Bliitter hingegen haben die Tendenz, sich senkrecht auf die Richtung der einfallenden Strahlen zu stellen. Die Lichtlage der Stengel und Wurzel erkliirt sich einfach durch das ungleiche Liingenwachsthum der ungleich beleuchteten Seiten. Die Lichtlage der
Bliitter kommt hingegen durch Zusammenwirken von negativem
Heliotropismus und negativem Geotropismus zu Stande. Die h e
Lichtlage wird erreicht, wenn dae Blatt am stiirksten beleuchtet
ist, wobei die negativ geotropischen Elemente die grljsstmoglichste
Hemmung ihres Wachsthums erfahren, mithin zu einer der negativ
heliotropischen Bewegung des Blattes entgegengeseteten Kriimmung
(Aut'wiirtsbewegung) am wenigsten geeignet sind.
Arch. d. Pharm. XVI, Bds. 4. IIfL
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Daratellung und Eigenachaften des rehen h e t i n s .
3) Die heliotropische Xraft der Lichtstrahlen ist im Gelb gleich
Null und steigt nach beiden Enden des Spectrums hin, stark nach
Ultraviolett , schwach nach Ultraroth. Die wachsthumbemmende
Kraft der Lichtstrahlen ist im Gelb am Geringaten, steigt stark
nach Ultraviolett , schwach nach Ultraroth. Es wirken also nicht,
wie bis jetzt angenommen wurde, nur die starker brechenden Strphlen, sondern auch die schwacher brechenden hemmend auf das
Langenwachsthum. Dass die gelben Strahlen das Wachsthum
hemmen konnen, ohne heliotropisch wirksam zu sein, erklart sich
in einfachster Weise dadurch, dass die Intensitat, bei welcher diese
Strahlen das Wachsthum hemmen, so gross ist, dass die durch
solches Licht an Vorder - und Hinterseite eines einseitig beleuchten Organs erzielte DXerenz in der Beleuchtungsstarke von der
l'flanze nicht mehr empfunden wird.
4) Der positive Heliotropismus wird in den Zellen vorbereitet
(lurch die von der Licht- nach der Schattenseite zunehmende Dehnliarkeit der Zellhaute , vollzogen aber durch verstiirkten Turpor.
IJies gilt sowohl fur einzellige als fur vielzellige Gebilde; der Unterschied, den man in neueater Zeit zwischen ein- und vielzelligen , positiv heliotropischen Organen machen wollte , besteht mithin nicht.
5 ) Der in der Regel stark ausgesprochene, negative Heliotropismus der Lichtwurzeln und der gewohnlich erst bei Ausschluss
des Geotropismus zu constatirende schwache, negative Heliotropismus von im Lichte gezogenen Bodenwurzeln lehrt, dass der Heliotropismus eine Anpassungserscheinung ist. (Zeitsclir. d. iistew.
Apoth. - Vereins, 2880. No. 5.)
G. H.
Darstellnng nnd Eigenschaften des reinen Emetins.
-
Dr. P o d r o y s s o t z k i fand, dass das zur Zeit im Handel vorkommende Emetinum purum das chemisch reine Alkaloid nicht reprasentirt und war, von der Beobachtung ausgehend, dass ein Gehalt
von Gerbsaure die Hauptverunreinigung des kauflichen Emetins
bildet, mit Erfolg bemiiht, die Methode der Gewinnung des
Emetins dahin zu verbessern, dass keine Spur von Gerbsliure im
Emetin verbleibt und dass sich demselben auch keine Farbstoffe
der Ipecacuanha oder Producte ihrer Zersetzung beimengen konnen.
- Die Menge der in der Radix ipecacuanhae vorkommenden Gerbsiiuren iat nicht unbetrachtlich und bei den bisher iiblichen Methoden
der DarRtellung des Emetins gingen dieselben in die verschiedenen
Loeungsmittel leicht mit uber. Dem Verf. gelang es, diese Gerhsauren durch Behandlung mit Eisenchlorid in Verbindungen iiberzufuhren , welche in Aether und Petroleumather vollkommen unloslich sind.
Die vom Verf. befolgte Methode der Gewinnung des Emetins
ist in der Hauptsache folgende: Man extrahirt daa Ipecacuanha-
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