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Herstellung von reinem Thevetin aus dem Samen von Thevetia neriifolia Tuss.

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Wurzeln von Paris polyphylla. I. Teil
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dunkel war, wurde sie in alkoholischer Losung mit Tierkohle entfiirbt und
nach dem Filtrieren zur Trockene eingedampft. Der Ruckstand, in wenig
absolutem Alkol~ol gelijst. wurde ungefiihr 14 Tage an kaltem Ort zum
Kristallisieren beiseite gestellt. Da nichts auskristallisierte, wurde nach Behandlung mit Xther ein blaf3braunes amorphes Pulver erhalten. Dieses wurde
wieder in wenig absolutem Alkohol gelost und mit Xther gefiillt. Die amorphe
Substanz schmoilz bei 162 bis 1640. Ihre wasserige Losung schmeckte sehr
bitter und schiiumte stark beim Schutteln. Sie war leicht loslich in Wasser
und Alkohol, aber unliislich in Xther. Sie gab eine positive Kohlehydratreaktion, reduzierte aber F e h 1i n g sche Losung erst nach der Hydrolyse mit
Mineralsaure. Sie zeigte eine starke physiologische Aktivitat und enchien in
ihren Eigenschaften dem aus Paris quadrifolia isoliertem Paristyphnin ahnlich.
Die eingehende chemische Analyse und das Studium ihrer pharmakologischen
Wirkung werden Gegenstand einer weiteren Mitteilung sein.
Z u s a m m e n f a s s u n g.
Die Wurzeln von Paris polyphylla aus Nepal wurden chemisch
untersucht. Es wur'den ungefahr 7.9% Rohrzucker, ein kristallinisches
und ein amorphes Glukosid erhalten. Das Vorhandensein von Rohrzucker in den Wurzeln der Paris quadrifolia ist bisher nicht erwahnt.
Die beiden isolierten Glukoside der Paris polyphylla scheinen gemat3
einiger ihrer Eigenschaften Paridin und Paristyphnin zu sein. Das
amorphe Glukosid zeigt starke physiologische Wirkung. Eingehende
chemische und pharmakologische Untersuchungen dieser Glukoside
sind im Gange.
818. J. K. Lahiri, S. Ghosh und R. N. Chopra:
Herstellung von reinem Thevetin aus dem Samen von
Thevetia neriifolia, Tuss.
(Aus den Abteilungen fur Chemie und Pharmakologie der School of Tropical
Medicine, Calcutta.)
Eingegangen am 24. Februar 1938.
Uber die in den Samen von T h e v e t i a n e r i i f o l i a gefundenen Glukoside sind umfangreiche chemische Arbeiten durchgefuhrt worden, und in neuerer Zeit ist auch dem Studium der pharmakologischen Wirksamkeit des einen der Glukosi,de, des Thevitins, in
mehr oder weniger reinem Zustande isoliert, ziemliche Beachtung geschenkt worden. Es ist von neueren Forschern festgestellt worden,
da8 Thevetin sich in Fallen von Herzstorungen als wirksames Mittcl
bewahrt, so dai3 es daraufhin klinisch untersucht wird. Bei den Bemuhungen, Thevetin fur eingehende pharmazeutische Untersuchungen herzustellen, hatten wir Gelegenheit, mehrere fur seine Isolieruiig
und Reinigung vorgeschlagene Herstellungsarten zu prufen. Wir fanden, da8 entweder die naheren Angaben mangelhaft waren, oder die
Vorschrift zu einem amnehmend geringen Ertrag von Thevetin
fiihrte. Mit Rucksicht auf die Wichtigkeit des Glukosids veroffent-
346
.
I
.
K. L a h i r i ,
S. G h o s h und R .N. C h o p r a
lichen wir daher die eingehende Beschreibung der Herstellungsweise,
welche eigentlich nur eine Umwandlung der bestehenden Vorschriften ist, aber zu einer reichlicheren Ausbeute des Korpers in reinstor
Form fuhrt. Einiges uber die Eigenschaften und Farbreaktionen einschlienlich der K, e 1 1 e r - K i 1 1 i a n i und L e g a 1 - Reaktion fiir Digitalisglukoside ist nach unseren Beobachtvngen in dieser Arbeit erwahnt, und es ist das mehr oder weniger vollstandige Schrifttum zugunsten aller zukunftigen Forscher beigefugt.
Experimenteller Teil.
Isolierung und Reinigung von Thevetin.
Die lufttrockenen und zerquetschten aus den Niissen erhaltenen Kerne
(1400 g) wurden viermal am RiickfluRkiihler mit Benzol erwarmt, um die
Fettbestandteile zu entfernen. Dann wurden die Kerne nach Entfernung des
Benzols funfmal mit 95%igem Alkohol am RiickfluDkiihler erwarmt. Nach
Abdestillieren der Hauptmenge des Alkohols wurde der Auszug unter vermindertem Druck zu einem braunen Sirup eingeengt, der zur Entfernung des
Restes von 01 mit Petrolather behandelt wurde. Die nach dem Trocknen des
Ruckstandes im Vakuumexsikkator erhaltene hygroskopische braune Masse
(147 8) wurde wiederholt mit warmem Methylalkohol ausgezogen, filtriert
und unter vermindertem Druck eingeengt. Der Ruckstand (100 g) wurde im
Vakuum getrocknet, in 350 ccm heiBem, absolutem Allkohol gelost und uber
Nacht stehen gelassen. Die iiber dem geringen Ruckstand befindliche klare
Flussigkeit wurde abgegossen und der fraktionierten Fallung mit Xther unterworfen. Es wurde so lange Xther hinzugefugt, bis ein wolkiger Niederschlag
entstand. Die Mischung blieb iiber Nacht in der Kalte stehen. Die klare
iiberstehende Fliissi keit wurde von dem halbfesten Bodensatz abgegossen
und mit weiteren Xthermengen so lange ubergossen, als sich ein wolkiger
Niederschlag bildete. Diese MaBnahme wurde sechsmal wiederholt. Die
letzten drei Niederschlage ergaben reinere Proben und groDere Mengen
Thevetin als die ersten drei. Die halbfliissigen Niederschlagsmengen wurden
in moglichst wenig heil3em 85% igem Isopropylalkohol gelost und iiber Nacht
bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Der so erhdtene feinkornige Niederschlag von Rohthevetin konnte leicht auf dem Saugfilter gesammelt werden.
Das Gesamtgewicht dieser Niederschlage betrug 7.93 g, entsprechend einem
Gehalt von 0.56% der lufttrockenen Kerne. Versuche, weitere Mengen
Thevetin aus den isopropylalkoholischen Mutterlaugen zu gewinnen, verliefen
erfolglos. Das Rohthevetin wurde gereinigt durch mehrmaliges Kristallisieren aus 75% Isopropylakohol, bis ein Korper mit konstantem Schmelzpunkt
erhalten wurde.
Eigenschaften und Rektionen.
Das isolierte Thevetin wurde durch langsame Kristallisation aus Isopropylalkohol in haufenformigen farblosen Platten erhalten. Es erweicht bei 1920
und zersetzt sich allmahlich bei hoherer Temperatur. Die spezifische
Drehung einer 2%igen methylakoholischen Liisung ist
-62.5. Es ist
leicht loslich in Methylalkohol und Xthylalkohol, liislich in Isopropylalkohol,
sehr schwach loslich in Wasser und unloslich in Ather, Chloroform und
Benzol. Mit konz. HISOl farbt es sich gelb, iibergehend in rot, mit konz.
HCl gelb, iibergehend in purpur, und mit konz. HNO, nur gelb. Es gibt
eine positive K e 1 1 e r - K i 1 1 i a n i - Reaktion in folgender Ausfuhrulig:
Wenige mg Thevetin wnuden in ungefahr 2 ccm eisenhaltigem Eisessig gelost
(100 ccm Eisessig und 1 ccm 5%ige Eisensulfatlosung). Ungefahr 2 ccm eisen-
[a]g=
Herstellung von Thevetin
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haltige Schwefelsaure (100 ccm konz. H,SO, und 1 ccm 5%ige Eisensulfatlosung) wurden vorsichtig a n der Wand des Reagenzglases zuflieBen gelassen
unter Vermeidung der Mischung beider Fliissigkeiten. Es entsteht eine grun
gefarbte Zone, welche beim Stehen in Griinlichblau iibergeht. Das Thevetin
gab ebenso einc positive J a c o b s - und H o f f m a n n - Reaktion (L e g a 1 s
Reaktion), welche folgendermaBen ausgefiihrt wurde: Wenige mg Thevetin
wurden in 1 ccm Pyridin gelost und mit 1 ccm Wasser verdiinnt, welches
2 Tropfen 10% N a O H enthielt, und mit 1 ccm einer 0.3%igen Sodalosung
versetzt. Es entsteht Rotfanbung.
Sch r i f t tum.
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