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Historische Notiz Uber das Dita╨Зn.

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Th. Huscniann, Hiatoriecho Notiz iibcr
das Ditaio.
dcn angrenzcnden Gebieten die entgegengesetzten Verhaltnissc obwalten. Das haufige Vorkommen von Gesellschaftshicnen in den amerikanischen Waldungen im Allgcmeinen
c-rklart auch die Haufigkeit von Halskiifern, insofern der
Kampf urn das Dascin von letzteren ohnc die unfreiwillige
Ileihiilfe der ersteren nicht mit Erfolg gefuhrt wcrden kann.
Hist,orische Notiz iiber das Ditai'n.
\'on Prof.
Th. E u s e m a n n .
L)as Dita'in ist bekanntlich bei uns zuerst durch die W e ncr Tieltausstellung durch den Apotheker G r u p p e aus
Manila in1 Jahre 1873 31s Ficberinittcl beknnnt geworden
nnd gilt der Gcnannte riicist als Entdecker der betreffenden
IJase aus dcr Kinde von A l s t o n i a s c h o l a r i s . In Wirkliclikcit ist abcr der Apotheker A . S c h a r l Q c , auf Weltcvreden bci Batavia, der Entdeckcr dcs Allralo'ids, das er
schon im Jahre 1862 in der Rinde des in1 ostlichen Theile
r o n Java, bcsonders in der Umgegend von Malang haufigen
B:~uines auRand. Der Namc Dita'in ruhrt indesscn nicht von
ihni her, da er die bctreffendc Rinde, welche auf Java als
Poel6 bezeichnct wird, nicht mit Sicherheit zu bestininien vermoclite, doch hilt er es fur wahrscheinlich, dass sie von
ciner Alstonia abstamme und schliigt daher den Namen Alstonin fiir dieselbe vor. Diese lotzte Bczeichnung ist freilich
Iieutc nicht mehr anwcndbar und der h'ame Dita'in vorzuziclien, da inzwischen cin Bitterstoff aus der australischen
Alstonia constricta diescn Namcn bekommen hat (Pflanzensloffc, p. 871).
Der Aufsatz von S c h a r l d e Yibcr das Dita'in findet eich
i n dcr Genecskundig Tijdschr. voor Nederl. Indi6 Dee1 X
(1863) 1). 209 nnd enthiilt sowohl cine Beschreibung des
Alkaloids mit Angabc vcrschiedcner Reactionen als die von
itim bcnutztc Darstellungsmethodc. S c h ar16 c zog die grob
gepulverte Rinde mit Alkohol von 0,830 SPOC. Gew. wieder-
Th. IIusernann,
Uistorischo Notis uber das Ditnin.
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holt aus, verdampfte den Alkohol bci gclinder Tempcratur,
behandelte das Residuum mit Wasser, so langc dimes noch
bitteren Geschmack annahm, verdnnstete dic wissrige Losung
vorsichtig und behandelte die resultircnde syrupartige, bittere
Flussigkeit noch einige Male mit Alkohol und Wasser. Durch
Pracipitation rnit Bleiessig crhielt er nach Filtriren und Entfernen des uberfiussigen Bleis mit Gallussaure eine hellgelbc
Fliissigkeit , welche er iiber Schwcfelsaure verdampfte und
nach Beseitigung der uberschussigen Gallussaure mit GerbAaure Iallte. Das weisse, flockige Tannat wurde schleunigst
rnit reinem Wasser ausge~~aschen
, in Alkohol aufgelost, die
alkoholische Losung rnit frisch priicipitirtem Bleioxydhydrat
versetzt nnd naoh Entfernung des Bleioxyds und Filtriren
uber Schwefelsaure verdunstet. Diese Jlethode ist jedenfallfi
umstandlicher als die neuerdings von J o b s t iind H e s s e
(Ann. Chem. l'harm. CLXXVIII. 49. 1875) fiir die Darstellung ihres ,,Ditamins" angegebene.
Dass ubrigens S c h a r l 6 e wirklich dns Ditamin von J o b s t
und H e s s e bereits in Handen gehabt hat und zwar in krystallinischem Zustande in Form von schiefen Rhomben oder
Prismen von iiusserst bitterem Gefichmack, d a f ~ rsprechen die
hngaben ubcr die Loslichkeit des S c h a r 1Q e ' schen Alstonins in verscliiedenen Solventien, das Schmelzen des Alkaloi'ds auf Platinblech und die auffallende Farbenreaction mit
Salpetersaure , welche an dem angegebenen Orte sehr ausfiihrlich und iibereinstimmend mit den Beobachtungen von
J o b s t und H e 8 s e gesehildert wird. Die Reaction mit Platinchlorid, Quecksilberchlorid, Goldchlorid, Tannin, Rhodankalium 11. a. gewohnlichen Fallungsmitteln fur Alkaloi'de findcn
sich ebenfalls in der S c h a r 1d e ' schen Arbeit. Die grosse
Bitterkeit der Losungen des Alkalo'ids und seiner Salze wird
stark accentuirt.
Die von S c h a r 16 e erhaltene und an den Chef der militararztlichen Vcrwaltung eingesendete Quantitlt Dita'in reichte
zu ausgiebigen Versuchen am Krankenbette nicht aus und
scheinen solche zuerst auf den Philippinischen Inseln angestellt worden zu sein. Die giinstigen Effecte desselben bei
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W. C. Heraeus, C'eber Zimmt - und Pfeffcruntersuehung.
Wcchselfiebor kommen nach Angabe dcr Javanen der PoeldKinde in ansgezeichnetem Maasse zu. Bekanntlich hat in
allerncucster Zeit H a r na e k diesc Heilwirkung des Dita'ins,
welche iibrigens erst durch den klinivehen Versuch nachgcwiesen t.verden muss, als moglicherweise im Zusammenhsnge damit stehend bezeichnet, dass dasuelbe eine dem
Curare analoge Wirkung besitzt.
Ucber Zimmt- uncl Pf'cfferuntersuchung.
Mittheilung von W. C. H e r a e u s in Haoau.
Vor Kurzern wurde auf das Gutachten eines Sachverstandigen bin cine Quantitat Zimmt und Pf'effer a19 gefalscht erltlart.
Dcr betroffene Gewiirzhandler bestritt diese Anklage und
legte sowohl das erstc Gutachten als auch die betreffenden
Specereien einem anderen Sachverstandigcn vor. Dieser
erklartc die angegebenen Griinde des ersten Gutachtens fur
durchaiis unzutrcffend iind gab dann nach der von ihm ausgcfuhrten Untersuchung ein Gutachten, in welchem er sowolil
den Zimmt als auch den Pfeffer fur vollkornmen rein erklarte.
Es durfte interessant scin, die Griinde des ersten Sachverstindigen einer Vergleichung mit den Eigensehaften der
untcrsuchten Gewurze zu unterziehen:
Zimin t : G u t a c h t e n - Braunes nach Zimmt ricchendes Yulver giebt 7,38 O/, Asche und liisst unter dem JIikros k o p zahlreiche StarkemehlkGrner erkcnnen, welchc denen
des Xais an Form gleich sind, uiid durch Jodlosung tief blau
gcrarbt wcrden.
Nit Wasser gekocht, resultirt eine braunliche sclileimigc
Flussigkeit , welche nach der Filtration Jodlosung tiefblau
fPrbt und Kupferlosung reducirt.
Eigenschaften des Zimmt : In1 Handel kommen vier Sortcn Zimmt vor:
I. Zeylon Zimmt,
II. Chines. Zimmt,
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