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HUlfstafeln zur Erkennung zoochemischer Substanzen von Dr. Freiherrn von Bibra. Erlangen 1846. Verlag von Ferdinand Enke

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Lateralur.
nrich Gold zur Priifung auf Quecksilber, so wie Goldchloriir zur Bestinimung von Zinn und in der organischen Analyse zur Bestimmuug
cler I-larnsaure und harnsauren Salze, so wie die Schwefelblausiiure und
cleren Salzverbindungen zur Ausmittelong des Eisenoxyds, des Quecksilberchlorids zur Bestimiiiung des Jodgehalts, des Bleioxyds und Wisniuthoxyds zur vorliiufigen Priifung auf Schwefelwasserstoff, des Uranoxyds zur Priifung auf Arsenilc, so wie des schwefelsauren Kupferammoniaks fiir Bestimniung arseniger S b r e in der vorliiutigen Priifung.
Die Anwendung des Chlorpalladiums 1st jcdoch S. 31 bei den Priifungen auf Jod erwahnt.
Bei der Priifung auf Blausiiure ist das Ueberdecken eines Uhrgliischens, welches mit salpetersiurem Silber oder mit EisenoxydlCsung
bestrichen ist, als ein Reagens bei kleinen Mengen von Blausiiure
zu beachten.
Znr Bestimmung des Phosphors hat W e i m a n n die Auwendung
von Srhwefelalkohol empfohlen, was bei dieser Ausmittelung in Vergiftungsffillen Beachtung verdient.
Bei der Bestinimung des Natrons hitte die Antimonsfiure als das
beste Reageqs erwlhnt werden sollen. Zur Erkennung der Thonerde
vor dem LGthrohre hitte der Gebrauch des salpetersauren Kobaltoxydes
nicht vergessen werden miissen.
Unter den organischen Stoffen ist Riicksicht genommen auf: Morphium, Narcotin, Strychnin, Brucin, Chinin und Cinchonin. Bei allen
diesen hiitte die Einwirlrnng des Gerbstoffs ale Priicipitationsmittel
gedacht werden solleu. Beini Gummi konnte die Priifung mittelst
Kallrwasser, Quecksilbersublimat erinnert werdon.
In dem Abschnitte der chemischen loxicologie wiire der Phosphor,
der wenigstens in Deutschland so vielfiiltig zur T6dtung der Ratten
in Breiform mit Stiirkmehl gebraucht wird, anzufiihren gewesen, da
srhon zahlreiche Falle belrannt sind, in welchen derselbe zu absichtlichen Vergiftungsfiillen bei Menschen gebraucht worden ist.
Die Brauchbarkeit des Buches wiire noch erh6ht worden, wenn
der Verfasser i n dem Abschnitte der Toxicologie auch der gebriiuchlichsten Cegenmittel und deren Anwendung gedacht hgtte.
Die iibrigen Vorschriften und Angrtben sind stets mit Riicksicht
r e f die neuern Fortschritte und Entdeckungen in der analytischen Chemie aufgestellt worden und so wird sich dieser Theil des C d b e l schen
Werkes ,,Grundlehres der Pharmacie" als nutzlich bewiihren. Wir
sehen der Volleadung des Buches durch Herausgabe dee vierten Bandes entgegen und wiidschen dein wiirdigen Verfasser cur Bearbeitung
desselben Gesundheit und die nSthige Musse. Die iiussere Ausstattung
gereicht der Verlagshandlung eur Ehre.
DT. L. F. B l e y .
Hiilfstafeln zur Erkennung zoochemischer Substanzen, von
Dr. Freiherrn v o n B i b ra. Erlangen 1846. Verlag yon
4
Ferdinand E n k e.
In dem kurzen Vorworte sagt der Verfasser, dass er seine Hiilfstafeln zuniichst zu dem Zwecke verfasst habe, studirenden Medicinern
bei kleioern zoochemischen Untersuchungen dadurch Hiilfe zn leisten
und maiichem Arzte ins Gedlchtniss zuruckturafen, waB ihm entfallen
*.'bein mochte. Die Eintheilung ist diem:
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l s t e l'afel. I. Stickstoffhaltige Kdrper.
A. Proteinsubstanzen. a. Albumin (fliissiges); b. Fibrin (Faserstoff) ;
c. Casein (Kiisestoff); d. Globulin, Casein des Blutes nach Si 111o n . Nach
B e r z e 1 i u s der Hauptbestaiidtheil der dlutkorperchen und niit Himatin
i n denselben verbunden. e. Yroteintritoxyd. f. Proteinbioxyd. g. P r ot e i n, also charakterisirt : Gewissermassen die Grundlage der ganzeu Reihe
der im Vorstehanden angegebenen Korper, jedoch ini Organismus nicht
fiir sicb wirklich auftretend, sondern mit Schwefel verbunden das Casein, mit Schwefel und Phosphor das Albumin und Fibrin bildeud.
Schwefel und Phosphor frei, aber mehr Sanerstoff enthaltend die beiden Oxydationsstufen : Proteinlritoxyd und Proteinbioxyd (M u Id er).
Rlit Ausnahme dieser Oxydationsstufen des Proteins, werdeu seine
iibrigen Verbindungen ziemlich dadurch bezeichnet, dass sie sich iiu
festen Zustande mit concentrirler Salzsiwre behandelt, blau fiirben und
aus essigsaurer Losung durch Kaliumeisencyanir gefallt werden. Folgen die Elementaranslysen des Albumins von Eiern, von Serum,
von Hydrocele nach S c h e r e r , des Fibrins von S c h e r e r und
Iu 1d e r.
B. F a r b s t o f f e d e s B l u t e s . a. lliimatin. b. Hiimaphain. c. Hiimacyanin.
C. E x t r a c t i v e M a t e r i e n . a. ExtractiveMaterie desFleisches.
a. Substanz in absolutem Alkohol Idslich. p . Substanz in verdunntem
Alkobol IBslich. y . Substanz in Wasser IBslich. b Extractive Materie des Elutes. Extractive Materie dcr Milch. Extractive Materie
des Harnes. c. Osniazom nach T h e n a r d aus mehrern Stoffen bestehend. d. Kreatin nach C h e v r e u l . Ausser dem ersten Entdecker
konnte Niemand diesen Stoff wiederfinden
D. K n o ch e n 1 e i m Ihorpelleim. Glutin und Chondrin
ate Tafel.
A. H o r u s u b s t a n z . a. Keratin. b. Chitin.
B. H a r n. a. Harnstoff. b. Harnsiiure. c. Hippurslure. d. Harnige
Siiure. (Harnoxyd, Xanthilokyd). e. Blasenoxyd (Cysticoxyd, Cystin).
f. Kyestein, von N a u c h e auf dem Harne Schwangerer beobachtet.
g. Allantoin (Allaptoissiiure).
C. F a r b s t o f f e d e s H a r n s . a. Uroerythrin. b. Cyanurin.
e. Melanurin (schwarzer HarnfarbstoF). d Uroxanthin. e. Uroglaucin.
f. Urrhodin.
1). G a l l e. Gallensaures Natron.
E. G a l l e n f a r b s t o f f e . a. &liverdin in der Galle der Herbivoren nach B e r z e l i us, identisch mit Blattgriin. b. Bllipbaein. Rothbraune Substanz, gepulvert gelb. c. Bilifulvin, von B e r z e l i u s in
der Ochsengalle entdeckt in kleinen rothgelben Krystallen. d. Gall e n f a r b s t o ff.
3te Tafel. a. Ptyalin, Speichelsloff. b. Pyin, Eiterstoff. e. Pepsin.
11. S t i c k s t o f f f r e i e ILorper.
A. F e t t e . a. Stearin. b. Margarin. c. Olein. d. Serolin.
e. Cholesterin. f. Ambraio. g. Butyrin. h. Castorin. i. Cetin. k. Aethal.
I. Hircin. m. Phocenin.
B. G e h i r n - F e t t e . a. Cerebrot. b. Cephalot. c. Cerebrol,
d. Stearoconot.
C. Z u c k e r. a. Harnzucker.1 b. Milchzucker.
4te Tafel. Orgmisebe Sauren; a. Essigsaure. b. Milchslure.
c. Hleeaiiure. d. Lithofellinsiiure. 4. Bezoarsaure.
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Lilernlur
A n o r g a n i scli c S u b s t a n z c n.
A. G a s e . a. Sauerstoff. b. Wasserstoff. c. Stickstoff. d. Koh-
Icnsaure. e. Kohlenwasserstoff im Maximum (dbildendes Gas). f. Kohlenwasserstoff in] Rliniinum (farbloses iibelriehendes Gas). g. Schwelclwasserstoff. h. Phosphorwrsserstoff.
B. S c h w e f a l u n d P h o s p h o r .
C. S 5 u r e n. a. Salzsaure. b. SchwcfelsHure. c. SalpetcrsHure.
d. Flunrwasserstoffsliure. e. Kohlens~ue. f. Yhosphorsiiure. g. Kieselsbure. h. Schwefelcyanwasserstoffs~re.
D. B a s e n . a. Natron. b. Kali. c. Ammoniak. d. Kallrerde.
c . Talkerde. f. Thonerde. g. Eisen. h. Mangan. i. Arsen. Ic. Kupfer.
Wir haben so iinsern Lesern eine kurze Uebersicht dieser Hiilfstafeln gegeben, fur deren Bearbeitung auch die Chemiker dctn Verfasser
tlankbar sein werden, dessen gediegene Arbeiten auf dem Felde dcr
Zooehemie mit Recht vielfaehc Anerkennung gefunden haben. Dass
Arsen ein Bestandtheil der TbierkBrper sein sollte, wie O r f i l a glaubt,
ist keineswegs ausgeniacht, vielmehr scheint es uns ganz unwahrscheinlich, dass der Feind alles organischen Lebens ein Bestandtheil thierischer Theile sein sollte, auch der Verhsser scheint sein normales Vorkommen zu bezweifeln.
Bei der Wichtigkeit der zoochemischen IJntersuchungen fiir die
Medicin ist das Studium derselben fur Aerste und Cheiniker unerlitsslich und desshalb auch zu erwarten, dass diese Tafeln bald eind weite
Vcrbreitung finden werden. Druck und Papier sind gut.
Dr. L. F. B l e y .
--++*-
Deutsches Apothekerbuch. Zum Gebrauche bei Vorlesuneen und zum Selbstunterrichte fur Apotheker, Aerzte,
broguisten und Medicin Studirende, von Dr. J. W. D o eh e r e i n e r , Geheimen Hofrathe und Professor in Jena
und Dr. Franz D o e b e r ei n e r Lehrer der Pharrnacie etc.
9te bis 42te Lieferung. Stuttgart bei B e ~ k e r1845 und
4 846.
Die 9te Lieferung bringt uns zuniiclist eine Fortsetziing der Cbarakteristik der iitherischen Oele, von welchen wir abgehandelt finden:
01. Syringae, Tanaceti, l’heae, Thujae, Tiline, V a h i a n a e , bei welchen
iiber die vou Ge r 11 a r d t aufgestellten Stoffe Borneen und Valerol
die Rede ist, sodann schwefelhaltige als 01. Allid, Armoraciae, Asae
foetidue, Cochleariae, Lupuli, Lepidii, Sinapis, blaiisiiurehalkige &herische Oele, den Stearopten,sich anschliesscnde Kainpferarten, als Alixiacamphor, Pulsatillencanip hor. Abarin. Aurilielliampfer, Euryophillin etc.
Hierauf folgt die Betrachtung des e i g e t ~ ~ l ~ u i ~ ~ lKainphers,
icher~
welclie
in der 10ten Licferung erst brentligt ist. Dcr Verfasset geht sodann
zu den Balsamen fiber, als : Copaivabalsam, Perubalsain, Balsamum Siomcis, toluianum, dann ziim Terpenthin, worauf die Hsrze folgen, welche
hier alle mehr aus dein rein wissenschrftlichen als pralrtischon Gesichtspuncte abgehandelt werden, etwa rnit Ausnahme von Res. Jalapae.
Die Behandlung ist aber eine durchaus fleissige mit Beriiclrsichtignng
der ganzen Literatur. In der 12ten Lieferung Gnden wir die Betrachtung der Galle, des Blutes, der thierischen Sauren, als: Lithofellinstiure,
BezoarsBure, mit llinweisungen auf die schon friihcr abgehandelkn,
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