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Inosit eine neue aus dem Muskelfleische gewonnene Zuckerart.

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Inosit, eine neue Zuckerart.
durch Auflosen in Ammoniak, Verdunsten, nochmaligp
Auflosung in Kali und Fallung mittelst Kohlensaure gereinigt von S ch e r e r mit dem Namen Hy poxanthin belegt
wurde.
Es stellt gereinigt ein weisscs krystallinisches Pulver
dar, ist in 11090 Theilen kalten und in IS0 Th. heissen
Wassers aufloslich, ohne dass die wiisserige Losung auf
Pflanzenfarben reagirt, und lost sich in Salpetcrsaure unter
Gasentwickelung auf. Kalte Salzsiiure wirkt wenig auf
dasselbe ein, in kochender ist es in geringer Menge 10slich, aus der erkaltenden salzsauren Losung scheidet es
sich aber grosstentheils feinpulverig wieder aus, ohno
dass sich, wie beim Guanin, Krystalle bilden. In concentrirter Schwefelsaure lost es sich ohne Schwiirzung oder
Gasentwickelung, und beirn Verdunnen mit Wasser trubt
sich anfanglich die Flussigkeit schwach, hellt sich aber
bei mehr Wasserzusatz wieder auf. hlit heissem Wasser.
verdunnt giebt die schwefelsaure Losuns heim Erkalten
keine Krystalle. Beim Kochen mit Bleihyperoxyd trikt
eine schwache Gasentwickelung auf, und aus der filtrirten Flussigkeit scheiden sich beim Concentriren derselben
und Erkalten kleine warzenformige gelbliche Krystallguppen aus, die sich unter dem Mikroskope als eine grosse
Menge zarter nadelfijrmiger Iirystalle zusanlmengesetzt
zeigen.
Aus der Analyse des bei 420°C. getrockneten Hypoxanthins ergab sich fur dasselbe die Formel : C 5 1 3 2 N 2 0.
und das inreressante Resultat, dass der neue 1ii)rper Sani
thicoxyd minus 1 Aeq. 0 ist und sich demnach von der
Harnsaure ( C 5 H L N L O Jdurch
)
2 Aeq. 0, die er weniger
enthalt, unlerscheidet Die nahe Verwand tschaft desselben mit dern Xanthicoxj d wtirde tladurch nocli besonders
ersichtlich, dass beide in dem Endproduct der Behandlung mit Salpetersaiire einen gleichen, gelben, mit Kali
sich rothfarbenden Korper lieferten.
S c h e r e r hat hbrigens das Hypoxanthin nicht nur in
menschlicher Mila, und zwar in allen Altersperioden, sondern auch im Herzmuskel aufgefunden. (Annul. der Chem.
und Pharm. Bd. 73. p. 328J
G.
Inosit, eine iieue ails dem Mnskelfleisctie gewonnene
Ziickerart.
S c h e r e r hat fruher schon angcgeben, dass, wenn
durch Zusatz von verdunnter Schwefelsaura zur Kreatinblutlerlauge der Baryt gefallt und abfiltrirt, das Filtrat
Inosit, eine neue Zuckerart.
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aher der Destillation zur Gewinnung der fliichtigqn Sauren unterworfen ist, aus dem Destillations~~iicksta~nde
durch
ofier wiederholtes Schiittelri mit Aether die lelztcn Antheile der fluchtigen Yauren und siimmtlicho Milciisaure LJCwonnen werden. Als er jetzt die von allen freien Siiuren
befreite Flussigkeit mit so vie1 starkem Weingeist versctzte, dass sie triibe wurde, so schicd sich schwefelsaures Kali ab, bei den1 spiileren Zusatz ncner Mengen von
Alkohol entstanden aber daneben auch noch gypsithnliche
Krystalle, die sich als einc n e u e Zuck e r a r t zu crkennen gaben.
Die meistens blumenkohlartig gruppirien, bisweilen
auch einzeln anschiessenden und dann 3 bis 4 Linien
langen Krystalle dieser Zuckerart gehorten dem klinorhonibischen System an u n d wurtlen nach kurzer Zeit
matt, undurchsichtig u n d wciss, indem sie Kry~iallwasser
verloren. Durch Versuche wurde ermittclt, dass sie bei
110OoC. im Mittel 16.84 Proc. Wesser entliessen und d n n n
bis zu 240" C. erhitzt wcrden konnten, ohnc a n Gewicht
zu verlieren oder sich uberhaupt zu vcrhnclmi.
Bei der Analyse e r p b der I)ei 400° C. entw,isst!rle
ncue Zucker eine Zusanimensetziiag, die vollkotnttic~nder
dcs Milchzuckers oder der Formel : C ' 2 It1 'L 0 ' 2 cntspriclit. Berechnet man nach dcr Annlysc die Formc:l mit
Hinzuziehang der verlorenen 16,84 Proc. Wassclr auf 100
Theile kryslallisirter Substanz, so findet man C 1 2 I1 I 6 0 I 6 ,
woraus sich ergiebt, dass der fragliche liijrprr Lei 1000 C.
4 Aeq. Wasser verliert, und sich von ciem kryst'[I I I 'isirten
Traubenzucker der Zusammenselzutig nacli tlurch 2 Aeq.
Wasser, welche er mehr als jener t m i t z t , un~crscheitlct.
Dcr Geschmack des ncucn Stoffes ist cleutliclr unti
schnell suss. Er ist in Wasser leicht liislicli, schwer in
starkem Weingeist, unliislich i n Alkohol und Aether. Aus
tler kochenden weingeistigen Losun~,,krystallisirter h i i n
Erkalten fast vollstandig in kleinen glanzendcn cholestcrinahnlichen Bliitkhen von Perlmntterglanz. Mit Salzsiinre
zur Trockne ahgedampft, wird er nicht i m Geringstcn
veriindert, eben so nicht beim Kochen mit verdunnter
Schwefelsaure; concentrirte Schwefelsiiure farbt dcnselbcn beim Verdampfen im Sandhadc briiunlich; kaustisches Kali, kaustischer Baryl, iin verclunnten Zustande
damit gekocht, bringen keine Veriindcrung hcrvor; entFernt man den Baryt durch Kohlensiiurc oder das Kali
durch Schwefelsaure, so crhiilt man unvcriintlcrtc Krystalle des Kiirpers. Ganz concentrirtc Kalilaugc bringt
keinc Parbenver~indcriiiiS h i m Kochcn Iicrror. Pchwcfel-
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Bestancltheale rl e r Fischeiey.
saures Kupferox d und Kali geben in der Llisung der
Krystane einen urch Ueberschuss von Kali schnell sich
wieder losenden blaulichgrunen Niederschlag. Weder i n
der Kalte noch beim Kochen findet dahei eine Reduction
und Bildung von Kupferoxydul statt. Nach mehrtagigerii
Stehen scheidel sich aus der Flussigkeit ein lichlblauer
Niederschlag ab. Auch die Petleukofer’scbe Probe. mittelst
reiner Galle und Schwefelsaure ergab nicht die charakteristische violette Farbung, sondern nur eine schmutzigrothe.
Die .mit dern neuen Zucker zur Ermittelung seiner Gahrungsfahiglreit angestellten Versuche fulwten zu dem Resultate,
dass er der geistigen Gahrung n i ch t , dagegen bei Gegenwarb von Kise oder Fleisch der Milchsaure- oder Bullersauregahrung w o h l fahig ist. Er ist hierin dem Milchzucker
ahnlich, unterscheidet sic,h jedoch wesentlich von ihm
durch den Mehrgehalt von 4. Aeq. Wasser und durch die
Eigenschaft, das Kupferoxydhydrat nicht zu reduciren, und
die Pettenkofer’sche Reaction nichl zu geben. S ch e r e r
schlagt fur diesen Korper nach seiaem ersten Fundorte
den Namen I n o s i t vor. (Aiinal. der Chem. und Pharm.
Rd. 73. p . 392)
G.
B
Bestandtheile der Fischeier.
G o b 1 e y hat eine bedeutcnde Abhandlung uber die
Analyse dsr Fischeier (Kal.pfeneier) geliefert, wovon selbst
ein Auszug hier zu umfangreich sein wijrde, deren Resultat ich jedoch in folgenden Zeilen mittheilen zu miissen
glaube.
I ) Die Zusammensetzung der Fischeier hat die grosste
Analogie mit der des Eigelbs.
2) Die t’ischeier scheinen kein alkalisches Albumin,
wie das des Eigelbs, zii enthalten
3) Sie haben die Balfte ihres Gewichk an Wasser.
4) Das Albumin oder Paravitellin derselben hat die
Eigenschaften und Mischung dcs Vitellins.
5) Die fette Materie in denselben besteht, wie die des
Eigelbs, aus zwei verschiedenen Substanzen ; aus einem
lixen Oel und aus einem weichen, nicht schmelzbaren
viscosen Stoffe.
6) Dieses hier nur’ in geringer Quantitat vorhandene
Oel ist aus Margarin und Olein, wic beim Eigelb, gebildet und fiihrt weder Schwcfel noch Phosphor in seiner
Mischung.
7) Erwahnter viscosor Stoff, der die fette Materie dcr
Fischeier fast allcin ausmachi, ist ein Phosphor enthalten-
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