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Inosit.

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Inosit.
K u p f f e r s c h l a g e r bmutzt bei seinem Verfahren die Eigenscliaft
tles Zinks Cadiniuni aus seinen Losnngen vollstiindig zu fallen und
taucht z u diesern Zweeke wohlpolirte Zinkstreifen in die Losung,
welche in Probirgliischen gefullt ist; man ldsst sie so lange darin,
bis die sot‘ort sich zeigende Einwirknng auk’hijrt. Die Fliissigkeit
wird abgegossen, das abgeschiedene Cadmium erst mit Wasser, dann
rnit AlBol1ol gewaschen, unter Luftabschluss getrocknet und ge
wogen. Dieses einfache Verfahren fiihrt immer, auch bei grosseren
Mengen, rasch zum Zicle, da man bei Bedarf zii gleicher Zeit in
mt?hreren Proberohren dio Flillung vornehmen kann. Die Gewichtsnbnahme der Zinltstrcifen bietct hierbei ein Mittel zur Controlc.
Verf. empfiehlt niit einer nentrslen gemischten Losung zn arbeiten,
welche beide Metalle als Sulfate, Acetate oder Chloriire enlliglt,
aus derselben durch Erhitzen vorher alle Luft zu verjagen und die
Probirgliiser nicht vollstlindig zn verschliessen. (Bulletin de la
Sociktd chimiyue de Paris. Tome X X X K pug. 594.) C. Kr.
I
Iiiosit wnrde von T a n r e t und V i l l i e r s einer genauen Untersuchnng nnterworfen, um festzustellen, dass dieser krystallisirbare
init Glucose isomere Zucker, welchen S c h e r e r und C l o e t t a in
dem thierischen Organismus anffandcn, rnit jencm iibereinstininit,
dcn V o h l und Marni6 i n den griinen Bohnen, sowie in einer
grossen Zahl anderer Vegetabilien gefunden haben, welchen sic
Phaseomannit nannt.en. T a n r e t und V i l l i e r s entdeckten ihn such
in den Bliittern von Juglaris regia und bereiteten ihn daraus, indcni
sie dieselben getrocknet nnd grobgepulvert rnit
ihres Gewiclites
lrlarer Kalkmilch anfeuchteten, nach einigen Stunden in Vorstosse
i’iillten und rnit kaltem Wasser so langt: auslaugten, bis sie 3 Theile
Fliissigkeit erhaltcn hatten, welche sie niit einem Ueberschusse von
lrrystalliqirtern Hleiacetat behandelten, filtrirten, so lange Amnioniak
zufugten, als sich ein h’iederschlag bildete, diefien Niederschlag mit
einem geringen Ueberschusse verdiinnter Schwefelsgure behandelten
nnd, nachdem vom Blcisulfat getrennt worden, rnit Baryt die
Schwefelsaure neutralisirten und das Filtrat bis znr Syrupsconsistenz
abdampften. Hierauf in das zwolf- his funfzehnfache seines Gewichtes Alkohol vou 95O gegossen bildet sich ein klebriger Niederschlag, welcher mit Wasser aufgenommeii zur Honigdicke eingedampft und einigc Tage sich uberlassen wurde. Es schieden sich
lrleine Krystalle ans, welche man leieht durch mehrere Waschungen
mit Alkohol von 50° Ton der klebrigen Masse trennt. Zwei oder
drei mit Thierkohle ausgefiihrte Krystallisstionen geben einen vollkommen weissen schon krystallisirten Inosit. Die grosste Ausbeute
ans 1 kg. getrockneter Hatter, die gegcn Ende des Monates August
gesammelt worden waren, betrug 3 g. Diese Inositkrystalle werden
an der Luft matt und trocknen rasch bei looo, indem sie ihr
Krystallwasser = 16,75 O / i o verlieren. Die Formel des krystallisirten
Inosit.
+
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Inosites ist : C6H1206 2 H 2 0 , welche Zusammensetzung sich
als die gleiche erwies, ob nun der Inosit vegetabilischen oder
animalischen Ursprunges war.
Die Krystalle bilden schone klinorhombische Prismen, welche
bisweilen zu Strahlengruppen vereinigt sind. Ein genauer Vergleich
derselben mit den ans Bliittern der Eschen, den Bohnen tmd dem
Muskelfleische gewonnenen Inositkrystallen, erwies deren vollige
Identitiit. Das specifische Gewicht wurde fur den krystallisirlen
Inosit = 1,524 und fur den wasserfreien Inosit = 1,752 bei einer
Temperatur von 15O gefunden. Dies stimmt nicht mit Cloetta,
welcher fur lrrystallisirten Inosit aus Muskelfleisch ein specifisches
Gewicht von 1,154 angiebt. Nach Vohl lost sich krystallisirter
Inosit in seinem sechsfachen Gewichte Wassers bei 19O und nach
Cloetta in seinem 6,5fachen bei 24O. Diese Zahlen sind nach Ansicht der Verfasser zu hoch und wahrscheinlich durch die sehr leicht
erfolgende Uebersattigung der Inositlosungen verursacht. Sie fanden
durch wiederholte sorgfaltige Versuche cine Loslichkeit von 1 Th.
krystallisirten Inosit in 10 Theilen Wasser bei 12O als die richtige.
Mit Fehling’scher Losung erhitzt, erzeugte Inosit nach Cloetta einen
griinen Niederschlag und wurde die iiberstehende Fliissigkeit durch
die Warme ebenfalls griin. Vohl halt diese Reaction nicht fur
characteristisch sondern fur durch Verunreinigungen herbeigefuhrt.
Die Verf. fanden, dass eine Inositlosung rnit einer kleinen Menge
Pehling’scher Losung erhitzt und auch einige Momente gekocht klar
bleibt und griin wird, bei Luftzutritt abgekuhlt ward sie wieder
blau. Verliingerten sie jedoch das Kochen, so erschien der von
Cloetta angegebene griine Niederschlag und war Inosit im UeberRchussc vorhanden, so ward die iiberstehende Fliissigkeit vollkommen
farblos. Liess man nun an der Luft erkalten, so loste sich der
Niederschlag nach und nach wieder auf und die Fliissigkeit farbte
sich wieder. Wurde das Kochen der Losung mit dem griinen
Pu’iederschlage lange Zeit fortgesetzt, so verwandelte sich derselbe
nach und nach in rothes Oxydul. Die Umbildung erfolgt noch vie1
rascher, fugte man eine neue Menge Fehling’scher Lijsung hinzu, da
der grune Niederschlag sich nur dann bildet, wenn nur eine geringe
Menge von diesem Reagens vorhanden ist. Es ist also erwiesen,
dass Fehling’sche Losung von Inosit reducirt wird, wenn gleich
sehr langsam und unter besonderen Umstanden. Die Kenntniss
hiervon diirfte bei der Analyse diabetischen Harnes von Wichtigkeit
sein , wenn derselbe zu gleicher Zeit Inosit neben Glucose enthalt.
Wird Inosit in Salpetersauremonohydrat gelost und mit Schwefelsame gefallt, so erhalt man bekanntlich den krystallisirbaren NitroInosit. Erhitzt man jedoch Inosit rnit rauchender oder gewohnlicher
Salpetersaure, so erfolgt die Einwirkung unter einer reichlichen
Entwicklung von Dampfen untersalpetriger Saure. Hierbei erhielten
die Verfasser niemals Keactionen der Schleirnsaure oder Oxal-
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Ueber die Widerstandsfahigkeit des geharteten Glases.
&re.
Wurde unter Umriihren das Eindampfen bis zur Trockne
fortgesetzt, so erhielt man einen weissen Riickstand, welcher einen
starken Geruch nach saipetriger Same verbreitete und ebeu so
schwer wog wie der verwandte wasserfreie Inosit. Mit Wasser
behaudelt lost er sich rasch darin unter Gaseutwicklung. Aus dem
Producte von einen; Grarnm wasserfreiem Inosit mit 8 g. Salpetersauremonohydrat wurden 22 C. C. Gas erhalten, welches aus Stickoxyd, Stickstoff und Kohlensiiure bestand und durch Zerlegnng des
Prodactes rnit Wasser gebildet wurde. Dieser Xorper reagirt sehr
sauer und konnte nicht krystallisirt erhalten werden. Erhitzt man
seine wassrige Losung, so wird dieselbe braun, entfarbt sich jedoch
wieder beim Erkalten. Diese Ervcheinung zeigt sich jedoch nicht,
wenn man eine starke SSure zusetzt. Ammoniak farbt sie stark
gelb, welche FarbunK durch organische Sauren nur langsam, dagegen durch Mineralsauren sofort verschwindet. Mit Metallen giebt
sie intensiv gefarbte Salze, von denen die mit Zink, Quecksilber,
Kalk und Baryt schon roth erscheinen. Hierauf beruht die von
Seherer angegebene Reaction auf Inosit. Es geniigt hierzu die
Inosit enthaltende Substanz in einem Porzellanschilchen mit Salpeterskire zu erhitzen, vorsichtig zur Trockne zu verdampfen und
einen Tropfen einer verdiinnten Chlorcalciiimlosung zuzufugen, worauf
heim Weitererwarmen die rothe Fiirbung deutlich erscheint. Die
Verf. fanden, dass die Nussblatter gegen Ende August den starksten
Inositgehalt rnit 3 g. in 1 kg. trockner Bliitter besitzen. Vorhcr
wie nachher ist derselbe geringer, SO dass z. B. im Jnni dasselbe
Quantum Blatter nur 1 g. Inosit lieferte. I n den Nussen selbst
war kein Inosit aufzufinden. Die Erzeugung des Inosites ist demnach eine dem Pflanzenund Thierreiche gemeinsame Erscheinung und war bis jetzt jedesmal,
wenn die Gegenwart von Inosit constatirt wurde, derselbe von
einem reducirenden Zucker begleitet. (Anitales de Chimie et de
Physique. Sdrie 5. Tome XXIII. pug. 389.)
C. Kr.
Ueber die Widerstandsfihigkeit des gehlrteten Glases
theilt d e l a B a s t i e der Academie die Resultate einer grosseren
Zahl in dem Laboratorium von Thomasset angestellter Versuche
mit, welche beweisen, dass die Elasticitat in dem geharteten Glase
mehr als verdoppelt erscheint. Das einfache gehgrtete Glas zeigte
eine .ungefahr 2,5 ma1 grossere Widerstandskraft als das gewohnliche Doppelglas. Gehiirtetes Halb - Doppclglas ist etwa 3,lO ma1
widerstandsfahiger wie gewohnliches Doppelglas. Wahrend die
Proben von gewohnlichem Glase sich so schwach zeigteu, dass sie
sich nicht wieder aufrichten konnten , bogen sich die von gehartetem Glase unter der Belastung. Polirtes und gehartetes 6 bis
13 Millimeter dickes Glas war 3,67mal fester als gewohnliches
Glas von gleicher Dicke. Ungeschliffenes gehartetes Glas zeigte
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