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Isolierung und Bestimmung von Valepotriaten Isolation and Determination of Valepotriates.

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315182
Isolierung und Bestimmung von Valepotriaten
733
Arch. Pharm. (Weinheim) 315, 732-734 (1982)
Isolierung und Bestimmung von Valepotriaten
Isolation and Determination of Vdepotriates
Engelbert Graf* und Bernhard Roth’)
Pharmazeutisches Institut der Universitat Tiibingen, Auf der Morgenstelle, D-7400 Tiibingen
Eingegangen am 16. April 1982
Ein Verfahren zur Anreicherung der Valepotriate durch Ausschiittelungwird von Thies und Funk2)
beschrieben, Schultz und Eckstein3)gelang die Abtrennung der Valepotriate durch Chromatographie
an Acetylcellulosepulver. Stoll ~ . a .beschreiben
~)
die Isolierung an Kieselgel, Thies’) verwendet
modifiziertes Aluminiumoxid. Die Zersetzung der Valepotriate wird durch den EinfluR von Sauren,
Alkali und Warme gefordert, infolgedessen verwendet Thies’) thermostatierbare Saulen.
Fur unsere Arbeiten werden ebenfalls thermostatierbare Saulen verwendet, im
Unterschied zur offenen Saulenchromatographie w‘rd jedoch in geschlossenen Niederdrucksystemen gearbeitet.
Wir danken Herrn Prof. Dr. Thies fur die Bereitstellung von Vergleichssubstanzen.
Experhenteller Teil
Gerate: Niederdruck-Chromatographiesystem: Saulen: Altex, Pumpe: cfg-Duramat, Stat. Phase:
Kieselgel Merck 7729, Detektor:Knauer UVIRI Dualdetektor. Hochdruck-Chromatographiesystem:
Pumpe: Knauer 5200, Detektor: Knauer 8700, Stationare Phase: Merck LiChrosorb RP 18 5 pm und
10 pm.
Materialien: Elutionsmittel Niederdrucksystem: Chloroform + n-Hexan = 70 + 30, Dinitrophenylhydrazinreaged.
Die Lagerzeit der Baldrianwurzel ist unbekannt, Valmane Dragees: 98 Wochen alt, Baldrianrohol:
84 Wochen alt, Baldriantinktur 1Woche alt.
1. Herstellung der Niederdruck-Chromatographiesaulen
220 g Kieselgel Merck (7729) werden unter standigem Verdichten in eine Saule (2,5 .lo0 cm) gefiillt.
Die Saule wird verschlossen und mittels einer Niederdruckpumpe (cfg) das Elutionsgemisch auf die
Saule gepumpt. Die FlieRrate wird so eingestellt, daB der Druck in der Saule nicht hoher als 6bar
wird. Die Saule wird bei diesem Druck ca. 10h laufen gelassen, dann wird der Saulenkopf
abgenommen und die in wenig Elutionsmittel geldste Probe auf das Kieselgel gegeben. Die Saule wird
verschlossen und die Pumpe auf die gewunschte FlieSgeschwindigkeiteingestellt. Die Saule wird auf
15’ thermostatiert Die Trennung wird mit einem Dualdetektor (UV/RI) iiberwacht.
.
2. Analytik der Valepotriate
Qualitative Untersuchungen:Baldrianwurzeln und Zubereitungen aus Baldrianwurzeln bzw. Baldrianextrakt werden auf folgende Weise extrahiert: a) Wurzel: 200mg fein gepulverte Droge werden
mit 5 g desaktivierter Tonerde verrieben und in ein Chromatographierohr (1,5.25 cm) gefiillt. Dann
0365-6233/82/0808-@732 $ 02.50/0
Q Verlag Chemie GmbH, Weinheim 1982
734
Arch. Pharm.
Graf und Roth
wird mit 50ml Methylenchlorid extrahiert. b) Zubereitungen: 5 Dragees werden im Morser fein
zerrieben. 200mg dieses Pulvers werden mit 5g desaktivierter Tonerde verrieben und in ein
Chromatographierohr gefiillt. Dann wird mit 50 ml Methylenchlorid extrahiert. Proben des Eluats
werden auf eine DC-Kieselgelplatte aufgetragen und in Toluol + Ethylacetat = 85 + 15 entwickelt.
Dann wird mit Dinitrophenylhydrazinreagens bespriiht und 10min bei 110" im Trockenschrank
aufbewahrt. Das Ergebnis zeigt Abb. 1.
0
0
s
0
0
Didrovaltrat
Homobaldrinal
Baldrinal
IVHD
0
0
0
0
Valtrat
0
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a
Abb. 1: Qualitative Untersuchung auf Valepotriate.
Quantitative Untersuchungen: Die quantitativen Untersuchungen erfolgen mittels HPLC (reversed
phase) und beziehen sich auf folgende Valepotriate: a) Dihydro-Typ: Didrovaltrat und Isovaleroxyhydroxydidrovaltrat (IVHD). b) Dien-Typ: Valtrat und Acevaltrat. c) die Abbauprodukte
Baldrinal und Homobaldrinal.
GemaR den unterschiedlichenAbsorptionsmaximader 3 Inhaltsstoffgruppenwird in 3 verschiedenen
Systemen untersucht. I) der Dihydro-Typ: Bei 207nm im FlieRmittelsystem Methanol 70 % in
PhosphatpufferpH = 6,4. Saule: RP-18,5 pm, FlieSrate 1,3 mumin. 11) Der Dien-Typ: Bei 255 nm im
FlieRmittelsystem Methanol 80 % in Phosphatpuffer pH = 6.4. Saule: RP-18 5 pm, FlieRrate
1,3ml/min. 111) Baldrinal und Hornobaldrinal: Bei 426nm im Flieamittelsystem Acetonitril80 % in
Wasser. Saule: RP-18 10pm, FlieRrate 1,3ml/min. In allen 3 Systemen wird nach der Methode des
inn. Stand."') gearbeitet, in den Systemen I und I1 wird Nipagin, im System 111 Dihydroxyanthrachinon als inn. Stand. venvendet. Tab. 1 gibt einen fjberblick iiber die Ergebnisse.
Tab. 1: Quantitative Untersuchung auf Valepotriate
Baldrianrohol
Valmane
Baldrianwurzel
Baldriantinktur
Valtrat %
Acevaltrat %
38,46
0,46
0,14
-
-
Didrovaltrat %
13,96
2,42
0,14
-
IVHD %
19,17
0,36
-
Baldrinal und Homobaldrinal wurden nur im Baldrianrohol gefunden: Baldrinal: 0,lO %, Homobaldrinal: 0,75 %.
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Buchbesprechungen
735
Literatur
1 Aus der geplanten Dissertation B. Rorh, Tiibingen.
2 P.W.Thies und S.Funke, Tetrahedron Lett. 11, 1155 (1966).
3 O.E. Schultz und K. Eckstein, Arzneim.Forsch. 12, 12 (1962).
4 A. Stoll, E. Seebeck und D. Stauffacher, Helv. Chim. Acta 40, 1205 (1957).
5 P.W. Thies, Tetrahedron 24, 13 (1968).
6 E. Stahl und W. Schild, Pharmazeutische Biologie, Bd. 4, Drogenanalyse, Fischer Verlag,
Stuttgart 1981.
7 R. Kaiser, Chromatographie in der Gasphase, Bd. IV, B-I-Hochschultaschenbiicher92192a,
Bibliograph. Inst., Mannheim 1965.
8 R. Hansel und J. Schulz, Dtsch. Apoth. Ztg. 5 , 215 (1981).
[KPh 2371
Buchbesprechungen
Arzneimittelneben- und wechselwirkungen,Ein Handbuch zur umfassenden und raschen Information fur Arzte und Apotheker, herausgeg. von H. P. T. Ammon, 229Tab., 16Abb., 750S., Preis
DM 178,00, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1981.
Die Katalagisierung der Arzneimittelneben- und Arzneimittelwechselwirkungen sowie die
systematische Bearbeitung der dafiir verantwortlichen Mechanismen stellen - zumindest in diesem
Umfang - eine Neuheit im deutschsprachigen Raum dar. Damit ist es dem Herausgeber und den
Mitautoren (= 7) gelungen, eine ,,Liicke" in dem ansonsten mit Text- und Lehrbiichem iiber
Arzneimittelwirkungen, Pharmakotherapie, etc. gut ausstaffierten Markt zu schlieBen. - In einem
kurz gefal3ten Allgemeinen Teil, der nur 50 von insgesamt 700s. beansprucht, werden in 6 Kapiteln
iibergreifende Themen ausfiihrlich eriirtert. Hierzu gehoren die Grundlagen der Arzneimittelnebenund wechselwirkungen, ArzneimittelmiBbrauch und Sucht, EinfluB von Pharmaka auf die
Schwangerschaft, etc. - Im Speziellen Teil sind - nach einheitlichem Schema - die in der BRD
gebrauchlichen Arzneistoffe (ca. SO00 Monosubstanzen) in 8 Abschnitten (z. B. Nervensystem,
HerztKreislauf, Blut, etc.) hinsichtlich ihrer Nebenwirkungen, Kontraindikationen, sowie Wechselwirkungen mit anderen Pharmaka aufgelistet. In einem Textteil werden in den einzelnen Kapiteln die
der zugehongen Arzneimittelgruppe (z. B. Lokalanasthetika, Tranquillantien, Anthelminthika, etc.)
eigentiimlichenBesonderheiten behandelt (z. B. Hauptwirkungen, Pharmakokinetik, Anwendung,
Organspezifitat der Nebenwirkungen, Toxikologie, etc.). Die Details jeder Arzneistoffgruppe
werden in jeweils 2 Tab., die durchgehend nach einheitlichem Muster aufgebaut sind und daher eine
rasche Orientierung ermoglichen, zusammengefaBt. In der 1. Tab. werden die Nebenwirkungen fiir
die einzelnen Vertreter der jeweiligen Arzneistoffgruppe hinsichtlich Kumulationsgefahr, allergischer Reaktion, Organspezifitat (= 13 Spalten), Schwangerschaft, Sonstigem und Kontraindikationen aufgelistet. Ein Bewertungssystem schliisselt die Nebenwirkungen nach der Haufigkeit ihres
Vorkommens auf, wobei die Skala von ,,sehr haufig, im therapeutischen Bereich" iiber Zwischenabstufungen bis zu ,,nachweislich nicht vorhanden" geht. Der 2. Tab. konnen die mit anderen
Pharmaka haufig zu beobachtenden Wechselwirkungen aufgeschliisselt nach Wirkungszu- und
Wirkungsabnahme - haufig zusammengefaBt fur mehrere Vertreter einer wirkstoffgruppe entnommen werden. Jeder Arzneistoffgruppe ist femer am Anfang eine tabellarische Zusammen-
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