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Jodeisen-Leberthran.

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S. Draisma van Valkenburg , Jodeisen -Leborthran.
200
Der Braiier muss sich im eigensten Vortheile fir Unterlassung der Handhabung von Druck und Zufuhr von Luft bei seinem
Erzeugniss erkliiren, beide Einwirkungen konnen bei einigermaassen liingerer Dauer nur schiidlich wirken. Dem Biertrinkenden bietet diese Einrichtung eben so wenig eine grossere Gewissheit, gutes Bier zu erlangen, ihm wird im Gegentheil das Verlangen als ein vollig berechtigtes erscheinen, dem Schankwirthe die
letzte Behandlung des Bieres selbst zuzuschieben, um ihn vertrauter mit der Auf'bewahrung und dem Verschanke zu machen.
Nur bei sebr gangbaren Wirthschaften wird dem Durstigen das
Bier in der frischen Form der Kellerwarme geboten, immerhin
durch den Druck so veriindert, dass es rascher schaal wird. Bei
so gangbarem Schanke bietet aber die oft eintretende Erneuerung
des Fasses aus dem Keller dieselbe und grossere Biirgschaft dea
guten Erzeugnisses selbst ohne kiinstliche Kiihlung. Bei schwacher
gehenden Wirthschaften tragt die Einfuhrung der Bierdruckeinrichtungen immer grossere Nachtheile im Gefolge, d i e d u r c h R e i n h a l t u n g und Zufuhr von r e i n e r L u f t w o h l g e m i n d e r t , a b e r
keine s w e g s geh oben w e r d en.
Somit bleibt es allein ubrig, diese Bierdruckeinrichtungen als
sehr passende Erleichterung fur den Wirth hinzustelleu J der wie
schon erwahnt, vielleicht Leute ersparen kann; er vermeidet die
sonst angezeigte Umfullung des Bieres auf kleinere Fasser , das
Heraufholen des Bieres &us dem Keller u. 8. w. Dies sind aber
wobl nur Annehmlichkeiten fiir den Wirth, eine weit grossere
Sicherheit fur gut zu erhaltendes Bier erhalten Brauer und Trinker
durch den Wegfall derartiger Vorrichtungen!
)
-
Jodeisen Leberthran.
Von 6. D r a i s m a van V a l k e n b u r g in Leeuwarden.
Eine hofliche Einladung von Seiten der Rotterdamer Abtheilung der niederlandischen Gesellschaft zur Beforderung der
Pharmacie die von mir befolgte Vorschrift zur Bereitung des Jodeisen - Leberthrans ins Formular aufnehmen zu lassen, veranlasst
mich, einem Vorhaben Folge zu leisten, das schon ofter gefasst,
doch bis jetzt nicht ausgefuhrt wurde, die Bekanntmachung namlich jener Zubereitungsweise.
)
S. Draisma van Valkenburg , Jodeisen -Leberthran.
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Die von mir befolgte Vorschrift ist diese:
Rp. Jodii
part. 1,25.
Ferri pulverati
- 2,50.
01. jecor. Aselli - 98,50.
Das Jod werde in den Leberthran hineingethan und mit diesem
wiihrend einiger Tage unter wiederholtem Riihren oder Schutteln
in Beriihrung gelassen bis ganzliche Auflosung eingetreten ist und
die Fliissigkeit, nachdem sie einige Zeit ruhig geetanden, eine
specifische Schwere anzeigt von 0,932 - 0,937 bei 13,5 210
C.'
Die Jod - Auflosung werde alsdann mit dem Eisen in einem
fast ganz gefullten und hermetisch geschlossenen Gefasse, wiihrend
etwa 4 Stunden, geschiittelt oder geruhrt, bis die Elussigkeit eine
purpurviolette Farbe angenommen hat und mit Jodkaliumkleister
keine Reaction auf freies Jod mehr zeigt.
Man liisst alsdann die Auflosung im geschlossenen und fast
ganz gefiillten Gefasse wahrend 24 Stunden ruhig stehen nnd riihre
oder schuttle sie nachher von neuem wenigstens eine Stunde lang,
bis sich bei wiederholtem Schutteln (auch nach 24 Stunden) mit Jodkaliumstkrkelosung ergeben hat, dass im Praparat jede Spur des
freien Jods fehlt und dass es sich leicht zu einer hellgelben Mischung
emulgiren lasst, also constant geblieben ist.
Alsdann lasse man die Mischung klar niederschlagen nnd iiberzeuge sich durch die specifische Schwere und die Analyse, dass
die gewiinschte Combination zu Stande gekommen ist.
Der Thran werde aufbewahrt in gut geschlossenen und ganz
gefullten gelben Flaschen , welche der Luft moglichst wenig Oberflache darbieten, und deren Inhalt genugt Mr nicht mehr als 5 Tage,
weil absichtlich angestellte Versuche bewiesen haben , dass wahrend dieser Zeit durch die Einwirkung der hinzugetretenen Luft
keine Zersetzung stattfindet , oder eine so unbedeutende , dass
man dieselbe ohne Gefahr unbeachtet lassen darf.
Das Praparat hat eine purpurviolette Farbe nnd ein specifisches
Gewicht von 0,937 - 0,940 bei 8O - 13O C.
1) Der gebrauohte Thrsn hatte eine speci6sche Schwere von 0,920
bei 13,5O
21° C.
-
- 0,928
S. Draisma van Valkenburg , Jodeieen-Leberthran.
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Es entbalt 1,23
Jod und etwa 0,27 Ol0 Eisen, beides in
gebundener Form.
Indem man es mit einer verdiinnten Starkelosung schiittelt,,
darf man, sogar wenn Kaliumjodid hinzugefugt worden ist, keine
Spur von Jod - Reaction findeas
Der Jodeisen-Thran wird von mir bereitet in Quantitaten von
800 1000 Liter 3 in einem Gefiasse, das mit mehreren in verschiedener Hohe angebrachten Zapfen und iiberdies mit einem Ruhrapparat versehen ist.
Das Gefiass kann hermetisch verschlossen werden. Alles ist
von Eisen verfertigt. Bei der Zubereitung wurden dem Herrn
Prof. van der Burg Proben des Thrans, der Jod- Auflosung, so wie
auch der JodeiRen -Auflosung geschickt und erst nach dessen
Analyse und Gutachten fuhr man mit der weitern Bereitung fort.
Bei der Bereitung grosser Quantitaten ist das franzosische Jod
dem englischen vorzuziehen, weil letzteres , feiner zertheilt, sich mit
den Thrantheilchen leichter zu einer ziihen, zusammenhangenden
Masse verbindet, welche, einmal gebildet , sich schwerlich zersetzen
lasst. Bei der Bereitung einer kleinen Quantitiit kann die Aiiflosung des Jods sehr beschleunigt werden, ja sogar gleich stattfinden, wenn man feines Pulver des Jods in einem Morser abreibt.
Das anhaltende Schutteln mit Eisen darf auch dann nicht unterlassen ~ e r d e n . ~
Dass bei der Zubereitung das anfangs gutbefundene Priiparat
nach 24 Stunden eine Reaction des freien Jods zeigt, findet darin
-
1) Je mehr die Luft bei der Zubereitung eingewirkt hat, j e dunkler wird
die Farbe und j e grosser der Eieengehalt (der Bildung von Eiaenoxyjodiden
wegen).
2) Durch Kaliumjodid, welches eich dea freien Jode bemiichtigt wird die
Empindlichkeit der Amylum -Probe bedeutend gesteigert.
3) Die Herren Doctoren und Apothaker erhalten gegen billigen Preie meinen
Jodeiaen -Leberthran, sowie meinen lofoter Leberthrsn. - Die Adresee ist:
,,Valkenburg
Leeuwarden. Holland.
4) Obgleich augenscheinlich alles Jod sich in eine klare Fliiesigkeit aufY6st ergiebt sich doch bei gennuer Prufung , besondere bei der Znbereitung einer
goseen Manse, dass eine kleine Quantitiat einer dunkeln, am Boden den Oefasses
feetgeklebten Masee unaufgeloat zuriickbleibt , trotz ofteren Ablosen. Dieae Substans ist unaufloslich in Aether. Wenn sie erhitzt w i d , verbrennt aie fast gmz.
Bei mikroskopischer Priifung war keine Krystallbildung wahrzunehmen. Die Absoheidung dieeer Substanz bedingt wahrecheinlich den beseeren Gemah and Geschmack des Jodeisen - Thrans.
,
".
,
S. Draiema von Valkenburg , Jodeisen- Leberthran.
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seinen Grund, dass auch ein wenig Ferrijodid zu entstehen scheint,
welches bald in Ferrojodid und Jod zerlegt wird.
Die violette Farbung wird veranlasst durch Spuren Ferrioxyjodid,
deesen Bildung kaum ganz zu verhindern ist, wenn nicht beim
Schiitteln mit dem Eisen jede Spur der Luft fern gehalten wird.
Ein solches Priiparat, ganz ohne Ferrioxyjodid, wiirde aber
nicht erwiinscht sein, da es wenig dunkler als der gebrauchte
Thran, in Beriihrung mit der Luft gleich die eigenthiimlich dunkelviolette Farbung bekommt, und sogar als empfindliches und charakteristisches Reactif fiir Sauerstoff benutzt werden kann.
Dass indessen, ohne jene Vorsichtsmaassregeln, die Quantitiit
jener Oxyjodide , bei ubrigens richtiger Bereitung (obgleich hinreichend fur die Farbe), nur unbedeutend sein kann, ergiebt sich
aue den Resultaten der Analyse.
Die oxydirbaren Eigenschaften des Praparats treten deutlich
hervor, wenn man ein Tropfchen auf eine Porzellanschale ausgiesst
und der Luft aussetzt. Gleich werden dann verschiedene Farbenwechsel wahrgenommen, indem die Flussigkeit am Ende wenig
dunkler ist als der Thran, den man anfangs genommen hat.
Hat man dabei durch Blasen den Tropfen auf der Schale in
Bewegung gesetzt, so geht obengenannte Wirkung noch schneller
vor sich, wobei sowohl die hohere Temperatur ale der Wasserd.ampf des Athems mitwirken.
Bemerkungswerth ist auch die schadliche Wirkung durch Rpuren
Wassers veranlasst , weshalb einmal eine Zubereitung von 10 Tonnen
Thran ganzlich fehlschlug. Will man sich davon iibeneugen, so
schuttle man in einem geschlossenen Flaschchen etwa 10 g. mit
einem einzigen Tropfen Wasser , wodurch bald sehr bedeutender
Farbenwechsel eintreten wird.
Das Wasser scheint dabei dem Thran das Ferrojodid ziim
Theil zu entziehen und durch gegenseitige Wirkung zu zersetzen.
Noch sol1 bemerkt werden, dass die Quantitat des Eisens absichtlich so reichlich genommen worden ist , urn die Combination
zu beschleunigen.
1st d a s P r a p a r a t e i n m a l g u t b e r e i t e t , s o b le ib t e s
(wie ein a b s i c h t l i c h a n g e s t e l l t e r V e r s u c h b e w i e s e n
hat), bei guter Verwahrung constant.
L e e u w a r d e n , 20. Juli 1880.
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