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Jodometrische Bestimmung von Wasserstoffperoxyd Alkali-Perkarbonaten und Persulfaten.

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156 E. R u p p : Jodometrische Bestimmung von Wasserstoffperoxyd etc.
Nach allem diesen ist es wohl als sicher anzunehmen, dass ein
Bestandteil deR westindischen Sandelholztiles Cadinen ist. Die Ausbeute an diesem betrlgt nach den bisherigen Untersuchungen 16-17%
des angewendeten Oeles.
Mitteilungen aus dem pharmazeutisch- chemischen Institut
der Universit&t Marburg.
127. Jodometrische Bestirnmung von Wasserstoffperoxyd, Alkali-Perkarbonaten und Persulfaten.
Yon E. R u p p .
(Eingegangen den 15. 11. 1900)
Zur Wertbestimmung von Wasserstoffperoxydlosungen stehen
ausser den gasometrischen Methoden mittelst Kaliumpermanganat oder
Silberoxyd die einfachen Titrationen durch Chamaleonlosung bez. nach
B. G rut z n e r *) durch arsenige Saure zur Verfiigung. W e n n letzteren
hier trotzdem eine weitere Bestimmungsweise angefugt werden soll,
so war hierftir der Umstand ausschlaggebend, dass dieselbe an Massfliissigkeiten nur die Natriumthiosulfat-Losung des Arzneibuches erfordert, also speziell dem pharmazeutischen Laboratorium Rechnung tr8gt.
Wasserstoffperoxyd setzt sich mit angesauerter Jodkaliumlosung
fast momentan in folgender Weise urn :
2 KJ
HzS04 = 2 J
KzS04 f 2 HzO.
Ha02
Behufs Ausfuhrung der Titration bringt man in einer Glasstopselflasche 1 ccm der zu untersuchenden Wasserstoffperoxydliisung
mit ca. 20 ccm Wasser und 5 ccm verdunnter SchwefelsSure zusammen
und lost etwa 1g Jodkalium in dieser Fliissigkeit auf. Nach '/4-'/2stiindigem Stehen wird alsdann die ausgeschiedene Jodmenge rnit nllO
Natriumthiosulfatlosung gemessen.
Es erforderten, auf diese Weise titriert, mehrere Proben it 1 ccm derselben Wasserstoffperoxydloieung je 14,8 ccm Thiosulfatlosung, entsprechend
einem Gehalte von 2,516 % Hz08, denn:
34 g Ha02 = 254 g 3
1,7 ,, ,, = 12,7
= 1030 ccm n/lO-Thiosulfatlosung
0,0017 n 9,
- I n
n
folgl. 14,8ccm n/10-Thiosulfatlosung = 0,02516 g HsOs
Gegenproben mittelst der Kaliumpermanganatmethode ergaben einen
Verbrauch von 0,0168 g KaMn208 pro 1ccm HaOg = 2,517 %,da 1 g K & I ~ O ~
+
=
0,538 g
1)
€1802.
Arch. d. Pharm. 237, 705.
+
E. R upp: Jodometrische Bestimmung von Wasserstoffperoxyd etc. 157
Die i i b e r k o h l e n s a u r e n A l k a l i e n , welche mit Sauren unter
HZOZ
- Bildung reagieren,
I
I
+
+
H a SO4 = Ma SO4
2 COa
Hz 0 2
Ma Ca Oa
lassen sich in ganz analoger Weise bestimmen.
F u r Kaliumperkarbonat ergeben sich aus der Gleichung
KzCzOa
2K J
2 HzS04 = 2 &SO4 f 2 GO2
2 Ha0
2J
die stochiometrischen Verhaltuisse
198 g KaCzOB = 254 g J.
71
= 12,7 ,,
= 1000 ccm n/10 Thiosulfatlosung
0,0099
,,
= 1 ccm
1,
0,3009 g Kaliumperkarbonat (in feuchter und Kaliumkarbonathaltiger
Form) wurden mit einer LBsung von 1 g Jodkalium in 20 ccm W a w e r
und 5 ccm verdiinnter Schwefelsaure versetzt und nach 30 Minuten
mit n/10 ThiosulfatlGsung bis zur Entfarbung titriert. Verbrauch :
15,65 ccm = 0,1549 g KzC2Os = 51,49%.
0;2912 g angewandter Substanz erforderten 15,15 ccm Thiosulfatlosung
= 0,1499 g Ka CaOl = 51,476 %.
Bei einer Vergleichstitration durch Permanganat entfkrbten 0,3201 g
Substanz 0,05256 g K2 Mn2 Ow Da 1 g Ka Mna 0 8 = 0,538 g Ha 0 4 = 3,133 g
K z C g 0 6 , so entsprechen 0,05256 g KaMnaOs = 0,1647 g KaCaOO = 51,46 %.
Die A l k a l i p e r s u l f a t e werden durch die angesauerte Jodkaliumlosung in ganz derselben Weise wie die Perkarbonate, jedoch
langsamer umgesetzt, so dass die Einwirkungsfrist auf ca. 2 Stunden
erhoht werden muss, um die Reaktion
+
+
+
+
3'
+
I
+
+
I
+
MzSzOs
2KJ
2 HzS04 = 2 J
2MHSO4
2KHSOi
zu Ende zu fuhren.
Vor Auffiihrung der gemachten Bestimmungen sol1 hier schon
erwahnt werden, dass ich nachtraglich in der Litteratur auf eine kurze,
fur die Technik bestimmte Notiz von M o n d o 1f o uber jodometrische
Persulfattitrationen') stiess, auf die ich am Schlusse zuruckkommen werde.
Z u r Untersuchung lag mir ein gut krystallisiertes Priiparat von
Natriumpersulfat vor, von dem 0,25 g in der wiederholt erwahnten
schwefelsauren Jodkaliumsolution gelost, 2 Stunden lang an lichtgeschutztem Orte stehen gelassen und hierauf titriert wurden. Z u r
Bindung des ausgeschiedenen Jods waren bei mehreren Proben zu
0,26 p ( 5 ccm einer 5%Losung) j e 20,O cum Thiosulfatlosung erforderlich.
238 g NazSzO8 = 254 g J.
1179
77
= 12,7, ,, = 1000 cum Thiosulfatlosung
0,0119
,,
= 1 ccm
7,
daher 20,O ccm = 0,2487 g NaaSzOs = 99,48%.
1)
Chem.-Ztg. 1899, 699.
158 E. Rupp : Jodometrische Bestimmung von Wasserstoffperoxyd etc.
Die mit Thiosulfat titrierte Flussigkeit erhalt sich lang andauernd
farbloq. Z u friihzeitig erfolgte Titration zeigt sich dadurch an, dass
nach eingetretener Entfarbung alsbald wieder Gelb- bez. Blaufarbung
auftritt,, indem die Umsetzung zwischen Jodkalium und Persulfat
weiterschreitet. Man Iasst solchen Falles nochmals 30 Minuten stehen,
titriert abermals bis zur EntfArbung, die erst gebrauchte Thiosulfatmenge zu der letzt erforderlichen hinzuaddierend. Dass dies ohne einen
nennenswerten E'ehler zu begehen, thunlich ist, zeigte eine in Intervallen von 20 Minuten aasgefiihrte Bestimmung, wobei nach dem fiioften
Thiosulfatzusatze (la/a Std.) die Reaktion zu Ende war und in Summa
20,85 ccm Thiosulfatlijsung verbraucht worden gegeniiber 20,9 ccrn bei
einmaliger Titration nach 2 Stunden.
Eine Kontrollanalyse nach L e B l a u c und E c k a r d t ' ) wurde
niit einer Ferrosalzlosung ausgefuhrt, die 0,4102 g F e = 0,2315
KzMnoOs i n 50 ccm enthielt. 50 ccm dieser Losung benotigten, m i t
0,25 g Natriumpersulfat erwarmt, nur noch O,l'656 g K2Mn208 zur
Oxydatiou. E s entfallen also auf die angewandte Persulfatinenge
0,0659 g KaMnzOs = 0,1168 g Fe.
Nun entsprechen 112 g F e = 238 g Na~S208,somit 0,1168 g F e
== 0,2482 g NaaSzOs = 99,27%.
Nach Mondolfos Verfahren sollen 0,2-0,3 g des Persulfates mit
0,2-0,5 g Jodkalium in Wasser geliist, 5-10
Minuten lang auf
60-80° erhitzt werden. D a analytische Resultate nicht angegeben sind,
fuhrte ich verschiedene Vergleichsbestimmungen aus, die ergaben, dass
bei solcher Erwarmung die Umsetzung zwischen Persulfat und Jodkalium allerdings schon nach dem kurzen Zeitraume von 10 Minuten
( 5 Minuten waren haufig unzureichend) eine totale ist, der Verbrauch
an Thiosulfat fur j e 0,25 g Persulfat schwaokte jedoch innerhalb
20,55-20,9 ccm = 97,81-99,48%, Zahlen, in denen sich die unterschiedliche Verseblussdichte der verwendeten Flaschen wiederspiegelt.
Eine Jodverfluchtigung ist bei diesen Temperaturgraden nahezu
unabwendbar, weist doch J. W a g n e r in seinen ,,Massanalytiwhen
StudienGC2)
nach, dass selbst bei gewohnlicher Temperatur innerhalb
2'/2 Stunden in titrimetrixh wahrnehmbarer Menge ,+us Flaschen mit
Jodlosung thatsachlich J o d entweicht, wenn die Stopfen nicht trocken
in den Hals eingesetzt werden." Jedenfalls mijchte es bei solchermassen beschleunigtem Verfahren enipfehlenswert sein, den Jodkaliumznsatz auf 2 g z u erhijhen, om den Dampfdruck des Jods herabzumindern.
Ueber die jodometrische Bestimmung des Natriumperoxyds wird
spater berichtet werden.
1) Chem.-Ztg. 1899, Rep. 62.
a) Habilitationsschrift, pag. 52.
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