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Kleinere Mittheilungen aus der pharmaceutischen Praxis.

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iVeurer, lcleirtere Miltheiliingen aus der pharntac. Praxis. 264
Hieinere MittheSlungen aus der pharmaceutischen Praxis ;
von
Dr. IVI e ti I- e r.
__
Bar nstof.
Da in neuerer Zeit der Harnstoff, sowohl der reine,
als auch der salpetersaure, Anwendung in der Heilkunde
gefunden hat, so hat auch die von W o h l e r und L i e b i g
cntdeckte Umsetzung des cyansauren Ammoniaks in Harnstoff eine praktische Bedeutung erhalten ; denn es wird
wohl Jeder einraumen, dass die Darstellung sowohl auf
diesem Wege fur den Arbeiter eine angenehmere, als auch
fur den Kranken, welcher gezwungen ist, des Mittels sich
zu bedienen, dasselbe ein appetitlichcres ist, als wenn man
den Harnstoff aus dem Urin abscheidet. Die Darstellung des
cyansauren Kalis durch Verbrennen des Cyaneisenkaliums
mit Manganhyperoxyd, die Bildung von cyansaurem Ammoniak und schwefelsaurem Kali durch schwefelsaures Ammoniak, so wie die Trennung des clurch Kochen aus dem
cyansauren Ammoniak erzeugten Harnstoffs von schwefe'elsaurem Kali, mit Hulfe dcs Weingeists, ist hinlanglich bekannt; ich mache hier nur darauf aufmerksam, dass man
eine sehr verschiedene Ausbeute erhalten kann, und dass
man sich die Arheit sehr erschwert, wenn man den Oxydationsprocess nicht ordentlich leitet. W i t t s t e i n giebt
in seinem IIandbuche an"), dass man aus 28 Theilcn wasserleerem Cyaneisenkalium und 14 Theilen feingeriebenem
Manganhyperoxyd 6-7 Theile Harnstoff erhalte; wir haben
aber, wenn die Verbrennung gut geleitet ward, stets 42;
Theile erhalten; nur im Anfange, wo wir nicht vollkommen oxydirten, war die Ausbeute geringer.
So lange das Verglimmen, welches bei vorsichtigern
Erliitzen auf einem flachen Bleche vor sich geht, nicht
+) CTebcr diu Darstellung und Priifung chemisclier und pharmaceu
tisclier P r i p a r a k von D. E. C;. W i t t s t e i n .
S. 612-613.
Meurer,
262
been&$ ist, darf das Feuer nicht sehr verstarkt werden;
ist aber das Verglimmen beendigt, so muss man das Feuer
bis zum Dunkelbraungluhen der ganzen Masse verstarken.
Hat man dies Verfahren befolgt, was leicht ist, wenn der
Braunstein ganz fein gepulvert verwendet wird, so orhalt
man gewiss jene oben genannte Ausbeute, und hat noch
obendrein ein leichteres Arbeiten, weil die Flussigkeit
nicht von unvollkommen zersetztem Cyaneisenkalium durch
Ausscheidung van Eisencyaniircyanid uon neuem getriibt
Ob man durch Zusatz von Kalicar6oniczsm, ahnwird.
lich wie bei der Bereitung dcs Cyankaliums, eine noch
grossere Ausbeute erzielen kann, habe ich noch nicht versucht. O h m e will keinen Nutzen durch den Zusatz von
Kali gefunden haben, so wahrscheinlich er auch der Tlieorie
nach ist.
Schwefelantimon.
Obgleich ich nicht weiss, oh der praktischen Medicin
ein Nutzen geleistet worden ist, dass man von Seite der
Chemie bemiiht gewesen, ein von frernden Beimischungen,
namentlich von Arsen freies Antimonium sulphur. nigrum
darzustellen, so ist es jetzt doch Pflicht des Pharmaceuten, da alle Pharmakopijen es verlangen, Sorge zu tragen,
dass ein von allen fremden Beimischungen reinqs Antoin.
suZph.nigr. dispensirt werde. Ich habe mich in dcr letzten Zcit damit beschiiftigt, ein ganz reines Schwefelantimon
darzustellen, und gefunden, dass ich diesen Zweck durch
Umschmelzen des Antimonmetalls oder des naturlichen
Schwefelantimons mit Schwefel und Natron nie zu erreichen
im Stande war; wonn man auch auf diese Weisc das
Arsen fast ganz entfernen ltann, so bleibt doch noch Eisen,
Blei etc. darin, welclic sich fast immer in dem kiuflichen
Antimonmetall und Schwefelantimon vorfindcn. Nur durch
Auflosen des khuflichen Schwefelantimons in SalzsSiure,
aus welcher Losung das Chlorblei beim Erkalten hcrauskrystallisirt, und durch Reduction mit Iiohle dcs aus dcr
Auflosung durch Verdunncn und Auswaschen mit natronhaltigem Wassor erlialtcnen Antimonoxyds erhalt man,
untcr Znsatz cincs Flussmittcls, rcincs Antimonmetall, und
-
Meinere M i l l h e a h g e ~ baus der phavmaceulischen Ypneis. 263
durch nochmaliges Schmelzen mit Schwefel das Antimon.
sulpli. nigr. chemisch rein.
0xUlsaus.e.
Im Juliheft des Archivs von diesem Jahre*) wird mitgetlieilt, dass Herr Apotheltcr K r a u s c jun. in Schildau
aus dem Rucksland der bei der Bercitung des Aloe-Extractes erhaltcn wird, durcli Llehandlung mit Salpetersaure,
OxalsPure erzeugt habc, untl zugleicli wird die Vermuthung ausgesprochen, dass das Verfahren i n iikonomischer
Hinsicht eiri vorilieilliafies zu werden versgrcche. Da es
immer seine Schwieriglteiten hal, aus Zuckcr sich Klcesaure darzustellen; da ferner die aus saurem kleesaurem
Kali erzeugte immcr noch etwas Kali enthalt, so stellte
ich sofort den Vcrsuch genau nach der Angabe zwei Ma1
an, fand aber meine Erwartung nicht befriedigt. Icli erhielt zwar Osalsaure, doch nur io geringer Mengu, so dass
die Kosten der verwcndeten Salpetersaure durchaus nicht
gedeckt wurden. IIierzu gesellte sich aber noch ein grosserer Uebelstand, niimlich die Schwierigkeit, die entstandene Oxalsaurc von der Aloesaure und dcr Substana,
wodurch dieselbe geIb gefarbt war, wahrscheinlich Pikrin salpetersiiure, zu trennen.
Ueber Arsenik- und Kupfergehalt in den Quellabsatzen des Wildlinger Sauerbrmens;
von
F i s ch e r in Ovelgiinne.
-
Einer der interessantesten Vortrage, die von deutschen
Naturforschern und Aerzten in Bremen im Jahre 1844
gehalten worden, ist der des Hewn Professor W a I ch n e r
in Carlsruhc, wo cr bei dem Eisenerze, das dort alljahriich zum Verhiilten vcrwendct werden soll, nicht nur
*) Arcliiv det Pharinacie.
Neuc Polge. Bd. LI. S.38.
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