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Krystallisiertes Hydroergotininsulfat. Nachtrag Uber Mutterkornalkaloide

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F. K r a f t: Hydroergotininsulfat.
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satz hierzu erwies sicli die Losung cier Krystalle, welche bei Anwendung der gleichen Operation auf ein Produkt erzielt waren, das
zuvor der isomerisierenden Einwirkung einer Spur Barythydrat,
unterworfen war, als inaktiv ( E =
2’; 1 = 2).
Alle die vorstehenden Daten zeigen einwandsfrei, daI3 das
Blausiure liefernde Glykosid, welches ich a m Ceraslw Padus isoliert
habe, mit dem Amygdonitrilglykosid identiscli ist . Damals, als die
beiden Isomeren deaselben, das Sambunigrin und das Prulaurasin,
in zwei Pflanzen entdeckt wurden, war das Amygdonitrilglykosid
noch nicht im Pflanzenreiche gefunden worden. Die Vorhersagung
von E. F i s c h e r , da13 inan demselben friiher oder spiiter hier
begegnen wiirde, fjndct sicli jetzt verwirklicht.
+
Krystallisiertes Hydroergotininsulfat.
Nachtrag uber Mutterkornalkaloide.
Von Dr. P. K r a f t.
(Eingegangen don 26. XI. 1907.)
I n ineiner Untersuchung uber das Mutterkornl) hatte icli
gezeigt, da13 dasselbe neben dem von T a n r e t entdeckten krystaliisierten Ergotinin noch ein zweites, amorphes Alkaloid enthiilt,
das sich insbesondere durcli die Loslichkeitsverhaltnisse seiner Salze
als selbstandiges Individuum erwies ; zum Ergotinin steht es wahrscheinlicli im Verhjlltnis eines Hydrates desselben und wurde clestialb Hydroergotinin genannt.
Gleichzeitig waren die Herren B a r g e r und C a r r zu clensclben Resultat,en gelangt2); anfiinglich abweichende Ansiclitcn
uber clas genetische Verhaltnis der beiden Alkaloide haben sie
inzwischen zu Gunsten der meinigen korrigiert3). Ferner machten
sie die wichtige Entdeckung4), da13 das auch von ihnen nur amorpli
erhaltene Hydroergotinin (Ergotoxin) krystallisierte Salze zu lieforn
vermag. Die Bestatigung dieser Angabe am Hydroergotininsulfat
bildet den Zweck dieses Nachtrages.
Das nach meiner Vorschrift (s. pa%. 349, Bd. 244) hergestcllte
gelatinose Sulfat wird selir scharf abgesaugt, auf Tonplatten geatrichen und im Vakuuin uber Scliwefels&ure getrocknet. DW
z,
3,
4)
Arch. d. Pharm. 244, 336.
Chemical News 1906, 89.
Brcli. d. Pliarm. 245, 235.
Journ. of Chein. Soc. 91, :$37.
F. K r af t: Hydroergotiiiinsulfnt,.
G.15
fa rblosu sandige Pulver lost sich leicht in warniem Alkoliol ; kon
xcn trierte Losungen erstarren beim Erkalten zur Gelatine, ails w r diinnten erfolgt krystallisierte Ausscheidung. Am besten liist m a n
dws Salz in 100 Teilen Alkohol von 95 Volumprozent untcr m 6 g1 i c 11 s t g e 1 i n d e m Erwarmen und filtriert bei gleicher Tempe-
rxtur. Nach einigen Stunden hat sich etwa ein Viartel der Substana
schon krystallisiert abgeschieden und uird im Vakuum getrocknet.
abgegossene Mutterlauge wird im Vakuum iiber Schwefelsilurr:
aldunsten gelassen. Sie liefert am Boden des Beclierglascs weitere
schiine Krystallisationen, wahrend sich oben an der Verdunstungs.
ntelle jeweilig eine schwarzgriine Zone von zersetzteni Alkaloid
bildct, welch entfernt werden mu13. Zirka ein Viert,el des angewaridten Salzes verfallt der Zersetzung und verbleibt schliel3lich
als grunschwarze Schmiere beifn viilligen Verdunsten. Das Hydrocrgot~ininsulfatbildet flnche rhombische Saulen, 16ufig durch schiefc
Endflachen abgedacht, ofters zu Drusen vereinigt ; bei looo getroclinet wurde es zur Schmefelsaurebestinimung verwendet.
0,2328 Subst. gaben 0,0308 BaSO, = 7,180;, H,SO,.
( C,,H,,0,Ncj2H~S0, verlangen 7,24%, H,SO,.
Wie vorauszusehen war, ist die Krystallisation aus Alkohol
niit grol3em Verlust verbundcn. Im Laufe meiner Untersuchung
Imtte ich stets beobachtet, daU Alkohole auf Hydroergotinin selir
zcrsetzend einnirken und dieselben daher bei meiner Darstellungsiiiethode ganz vermieden, aus demselben Grunde ntbcr auch eine
Krystahation aus Alkohol gar nicht fur versuchswert gehalten,
bis B a r g M r darauf aufmerksam machte. Wegen seiner Schwer.losliclikeit in Wasser eignet sich das Hydroergotininsulfat nicht
zu Tierversuchen ; auch eine Reinigung des Alkaloides uber das
krystallisiertc Sulfat ist nicht empfehlenswert,. Meine urspriingJiche Methode, schnell ausgefuhrt, gab mir inimer noch das reinsLe
freie Alkaloid.
Die Darstellung krystallisierter Hydrocrgotininsalze ist ein
neues gewichtiges Argument gegenuber T a n r e t , welcher ein
amorphes Mutterkornalkaloid zwa.r cbenfalls vorgefunden hatte,
es jedoch uicht rein und einheitlich darstellen konnte und blof3
fiir unreines oder zersetztes Ergotinin hielt.
I m Gegensatze zum Hydroergotinin sind von deni Ergotinin
bisher noch keine krystallisierten Salze bekannt ; sein Sulfat', erhalte,n
durch Losen von krystallisiertem Ergotinin in 6 Teilen Eisessig
und Fallen der mit Wasser verdiinnten Losung mit Nabriumsulfat,
wurde neuerdings der nun beim Hydroergotininsulfat, erprobten
Behandlung unterworfen, aber wiederum ohne Erfolg.
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