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Larixzucker M┬йl╨Бzitose.

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Laiixzucker.
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chemische Verschiedenheit, dass sie unmoglich aus einer
und derselben Grundsubstanz (Cellulose) durch geringere
oder stiirkere Aggregation derselben, durch grossere oder
geringere Incrustation mit fremden Stoffen gebildet sein
konnen. Die Epidermis der Gewtichse, der Kork, die
Bastzellen, die Holzzellen, die Markzellen, das Zellgewebe der Friichte, das Gewebe der Schwiimme u. s. w.
zeigen variable Zusammensetzun und haben verschiedene organische Substanzen zur hrundlage. Zur Untersuchung dieser Korper darf man keine energischen Agentien, wie Sauren und Alkalien anwenden, da sie die Unterschiede aufheben und die Zellsubstanzen in einen und
denselben Umwandlungskorper uberfuhren. Starkeniehl,
Pectose, Albumin, Fibrin, Ossein u. a. sind in demselben
Grade leicht modificirbar.
,Fur mich," schliesst F r B m y , ,,stammen die Verschiedenheiten in den Eigenschaften der Zellsubstanz weder nus der Verschiedenheit der -4ggregation) noch aus
der Incrustation derselben durch fremde KSrper, sondern
aus isomeren Zustanden der Zellsubstanz im Pflanzenorganismus. Die Cellulose von Payen, erhalten durch Einwirkung von Sauren und Alkslien auf die Pflanzengewebe,
giebt den Typus fiir die Gruppe von Zellsubstanzen
( c o ~ p sZignem), wie im thierischen Organisrnus das Protei'n die Eiweisssubstanzen charakterisirt. (( Dr. H. Ludwig.
Larixzucker (MClhzitose).
In der Manna von Brianpon, einer siissen Ausschwitzung des Lerchenbaumes (mtBze, larix), findet sich ein
dem Rohrzucker tihnlicher Zucker, der von B e r t h e lo t
untersscht und MQlkzitose genannt wurde, was wir mit
Larixzucker wiedergeben.
Die Larixmanna, ehemals in der Pharmacie gebraucht,
ist heutzutage ausser Gebrauch und findet sich nicht im
Handel. B e r t h b l o t erhielt von Herrn M e i s s a s , friiher
Professor der Mathematik a m LycBe Napoleon, eine hinreichende Menge dieser Manna. Sie stellt kleine volle
Kugeln dar, ,matt, weisslich, einige Millimeter im Durchmesser. Sie besteht fast ganz aus MelezitoRe. Wenn
man sie mit einer ungeniigenden Menge Alkohol in der
WLrme behandelt, so lost sich ein Theil derselben auf
und ein Theil scheidet sjch beim Erkalten als unkrystallisirbarer S rup aus.
Zur dewinnung des Larixzuckers wurde die LarixArch.d.Pharm. CLII1.Bde. 3. Hft.
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Larixzuchr.
manna rnit siedendem Alkohol ausgezogen, der Auazug
5ur Syrupsdicke verdampft und der Syrup einige Wechen
stehen gelassen. Der Larixaucker krystallisirt unter Rucklassung h e r Mutterlauge. Man presst die Kryatalle,
wascht eie mit lauem Wasser und krystallisirt sie aus
siedendem Weingeist um.
Der Larixzucker krystallisirt in sehr kleinen harten
Prismen, denen des Rohrzuckers ahnlich. In Masse
gesehen erscheinen sie matt, die Individuen sind hingegen durcbsiohtig. Ihr Geschmack ist suss, aber weniger suss als Rohrzucker.
Der Larixzuaker lost siah
sehr leicht im Wasser. Er ist beinahe unloslich i n
kaltem Alkohol, wenig loslich in siedendem Weingeist.
Unloslich im Aether. Absoluter Alkohol zu einer concentrirten wasserigen Losung des Larixzuckers gefugt, scheidet denselben langsam in Krystallen aus. Die wiisserige
Losung wird beim langsainen Verdunsten syrupartig ;
dieser Syrup kann lange aufbewahrt werden, ohne dass
er Krystalle abscheidet. Bei 1000 C. getrocknet, hat der
Larixzucker die Formel C12H11011 (wie der gemeine
Zucker). Bei gewohnlicher Temperatur halt er 1 Aeq.
Wasser (gegen 4 Proc.) zuriick.
Unterhalb 1400 C. schmilzt er zu einer durchsichtigen Flussigkeit, ohne sich merklich zu verlndern. Die
geschmolzene Masse erstarrt beim Erkaltcn glasartig, wie
Gerstenzucker. In der Nahe von 2000 C. zersetzt sich der
Larixzucker gleich anderen Zuckerarten.
Seine Reactionen sind denen des gemeinen Zuckers
ahnlich. Er reducirt nicht merklich das alkalische weinsaure Kupferoxyd; er wird bei 1000 C. durch Alkalien
nicht eriindert.
Concentrirte Schwefelsaure verkohlt ihn in der Kiilte.
Verdiinnte Schwefelsaure verwandelt ihn bei 1OOQ C. in
einen der Glycose ahnlichen oder damit identischen Zucker,
der nun das alkalische weinsaure Kupferoxyd reducirt und
von Alkalien bei 1000 C. verandert wird.
Die durch Einwirkung verdiinnter Schwefelsaure aus
Larixzucker entstehende Glycose ist krystallisirbar.
Siedende Salzsaure braunt den Larixzucker rasch.
Salpetersaure oxydirt denselben zu Oxalsaure, Schleimsiiure wird nicht gebildet. Ammoniakalischer Bleiessig
fallt die Larixzuckerlosung.
Mit Bierhefe gahrt die Larixzuckerlosung nur langsam und unvollkommen, zuweilen gar nicht; sobald der
Zucker aher durch Behandlung mit verdiinnter Schwefel-
Aethylidenchlodr etc.
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s h r e umgewandelt ist, gahrt er unmittelbar und wird
fast vollethdig in Alkohol und Kohlensaure urngewandelt.
Das Rotationsvermogen = 90,03 bis 94,Ol; also
urn I/4 st2irEer a h das des Rohrzuckere; es iindert bei
Umwandlung durch Siiuren sein Vorzeichen nicht (wesentlicher Unterschied von Rohrzucker). Das Rotationsvermogen des durch SIuren modificirten Larixzuckers ist
dew der Cslycose beinahe gleich. (Die Trehalose hat ein
2080; sie ist weit bestiindiger
Rotationsverniogen von
ale Larixzucker, MBlBzitose.). (Ann. de Cnim. et de Phye.
3 Sdr. Mars 1859. Tom.L V. pag. 282- 286. Compt. r e d .
2. A&. 1858. pag. 224-227).
Dr. H. Ludwig.
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AethylidenchloriirnndUmwandlungdes AldehydsinAcetal.
Aethylidenchlorur = C4 H4 Cl2, erhalt man nach
Ad. W u r t a und F r a p o l i folgendermaassen:
Fiinffach- Chlorphosphor P Cl5 wird in einem Ballon,
der in eine Kiiltemischung gestellt ist, langsam der Einwirkung von Aldehyddampf ausgesetzt. Der Aldehyd
befindet sich in einem zweiten Ballon, den man in lauwarmem Wasser stehen hat. Auf 100 Theile P Cl5 nimmt
man 21 Theile Aldehyd. Das PCl5 wird nach und nach
fliissig durch Condensation des Aldehyddampfs. Nachdem aller Aldehyd iibergegangen ist, iiberlasst man das
Ctemenge einige Stunden der Ruhe und destillirt dann
die Flussigkeit, wobei man das unterhalb 1000 C. Uebergehende fur sich auffangt. Man schiittelt dieses Destillat
erst mit kaltem Wasser, dann mit alkalischem Wasser ;
hierdurch entfernt man die Reste von Aldehyd und das
gebildete Phosphoroxychlorid und gewinnt eine chlorhaltige Flussigkeit, dichter als Wasser. Man entwassert sie
durch Clorcalcium und rectificirt sie; der grosste Theil
destillirt bei 580 C., gegen das Ende steigt das Therme
meter um 1 bis 2 Grad. Die so erhaltene Flussigkeit
ist das Aethylidenchloriir C4H4C12, isomer, aber nicht
identisch mit der holliindischen Fliissigkeit, dem Aethylenchlorur C4 H4Cl2.
Die Bildung desselben ergiebt sich aus folgender
Gleichung = C4H402 PCl5 = C4H4C12 P O2Cl3.
Da nach G e u t h e r die Verbindung (C4H402,
2 C4H303) bei Einwirkung der wasserfreien Essigsaure auf
Aldehyd entsteht, so versuchten W u r t z und F r a p o l i
durch Einwirkung des essigsauren Silberoxyds auf Aethylidenchloriir dieselbe Verbindung zu erzeugen. Allein
selbst bei 1000 C. bleiben beide Korper ohne Wechsel-
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бzitose, larixzucker
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