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Medicinal - Gesetze.

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Zmeite Ab the#&ng.
Vereias - Zeitung,
redigirt vam Directorio des Vereins.
4) Medicirial - Gesetze.
Das Ministerium iibersendet der Kiinigl. Regierung hierhei Ahschrift
cines, aus Veranlassung eines Berichtes der Kdnigl. Hegierung zu Minden yon der Coinmission zur Bearbeitung der Arzneitaxe erstatteten
Gutachtens,
die Atzneitaze und namentlich den Taxpreis frischer Kriutersiifte betreffend,
mit detn Erbffnen, dass das Ministerium die darin gemachten Vorschlige
angenonimen hat.
Die Kiinigl. Regierung hat daher den Inlialt dieses Gutachtens in
angemessener Weise zur Kenntniss der Apotheker des dortigen Departenients zu bringen, und zugleich die Schrift : *Die Preise der Arzneimittel, welche in der sechsten Ausgabe der Preussischen Landes-Pharinakopoe nicht enthalten sind, nach den Principien der Taxe herechnet,u z u empfehlen.
B e r l i n , den 7. April 1818.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und MedicinalAngel egen hei Len.
An
die Kdnigliche Regierung
1,519. cnr.
zu
Cutachten.
Was den Vorsclilag der Kdnigl. Regierung anbelrifft, so sind wir
der Meinung, dass es itn Allgenieinen nicht richtig ist, den l’axpreis
frischer Krauter so festzustellen, dass man dcn vierten Theil des Taxpreises des entsprechenden troclcnen liraules nnselzt. Die troclinen
Krluter kiinoen zu sehr hilligen Preisen von Droguisten und KrAiilerhandlern geliefert werden, weil ihre Einsatnndung itniner an den Orten
geschielit, wo jene Kriuter in grossen Mengen wild wachsen und angebaut werden.
Dazu kommt, dass die frischen Kriuter bei ilirer Anwendung zu
Krtiutersiiften nur in lileinen Quantitiiten gebraucht werden und ihr
Einliaufspreis, wenii sie nicht Kiiclienlcriuter sind, nur i n dem Lolin
fur das Saniineln und Bringen bestelit, und daher j e nach der bestellten und zu verbrauchendeu Nenge sehr veriinderlich ist. Wenn fcrner die Kdtiigl. Regierung vorscltllgt, fur das Pressen frischer Hriiuter
den Arbeitspreis einer Emulsion anzusetzen, so ist biergegen zu bemerken, dnss zur Rereitung yon Kriiutersiften dss frischc Kraut geschnitten, gequetscht, gepresst und der Safb dann colirt werden muss, eine
Arch. d. Pharm. CIV. Ed,. 2. Hft.
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Vereinszeiluag.
Zahl von Arbeiten, die bei Bereitung einer Emulsion nicht simmtlirh
ncithig sind.
Der Vorschlag, die Arbeit des Pressens frischer Krauter pro Unze
dem des Auspressens ciner Citrone, niimlich 8 l'f., gleich zu stellen,
warden wir gutheissen kdnnen, wenn die bei ersterem nothige Arbeit
nicht so sehr yon der bei letzterem anzuwendenden verschieden ware ;
jedenfalls wiirde noch fur das Schneiden und Contundiren des Krautes
der pag. 48 der Arzneitaxe normirte Preis fur Contundiren zuzurechnen sei. Auch kann nicht der Einltaufspreis einer Citrune in Anwendung Itommen, sondern der Taxpreis derselben, das ist: der nach den
Principien der Taxe erhohte Einltaufspreis.
Der Preis von 2 Sgr. fur die Unze Krautersaft, die die pharmaceutischen Mitglieder der Commission, allerdings urspriinglich nur fur
Berlin, berechnet haben, stutzt sich auf die hiesigen Einkaufspreise
der frischen Kriuter und die Preise fur die ndthigen Arbeiten, wie sie
in den Principien der Arzneitaxe normirt sind.
Die frischen KrButer sind in Berlin schwer zu beschaffen, weil
durch die zunchmende Bebauung der Utngegend die wildwachsenden
Yflanzen inliner mehr ausgerottet werden ; dazu kommt, dass haufig
Ktjchengewlchse, z. B. Kresse, Kerbel, Dillkraut u. m. a. auszupressen verordnet werden, deren Anschaffuiig besonders kostspielig ist.
Hiernach hatte sich ein Durchschnittspreis von 1; Sgr. pro Pfd. des
frischen Krautes herausgestellt. Wird dieser nach den Prineipien der
Taxe erhdht, die Preise fur Schneiden, Quetschen, Pressen und Coliren
hinzugerechnet und die Sumrne durch die Ausbeute (5 Unzen von
1 Pfd.) dividirt, so kommt pro Unze 2 Sgr. heraus. In Beriicksichtigung, dass bei grdssern Quantititen des verordneten Hriutersaftes
eine Preisermiissigung wiinschenswerth und letztere durch den Einkauf grdseerer Rlengen des frischen Krautes auch motivirt sei, wurde
beschlossen, fiber 4 Unzen nur 1; Sgr. pro Unze anzusetzen.
Die unterzeichnete Commission giebt zu, dass der Preis der frischen Kriiuter in ltleinen Stadten und auf dem flachen Lande weit
geringer ist, als in Berlin, und in Bezug hierauf erlaubt sie sich, da
aus den oben gehorsamst angefuhrten Griinden die von der Konigl.
Regierung zu Rlinden vorgeschlagenen Berechnungsweisen des frischen
Krautersaftes nicht wohl anwendbar sind, folgenden Vorschlag Einem
hohen Ministerium gehorsamst zur Berucltsichtigung zu empfehlen. Wird
der Einltaufspreis fur 1 I'fd. der frischen Krhter auf das Minimum,
niimlich 3 Pf. angesetzt, dieser Preis nach den Principien der Taxe
erhoht, die zur Bereitung des Krautersaftes nothigen Arbeiten nach
den gesetzlichen Positionen hinzugerechnet und die resultirende Sumrne
durch die Ausbeute dividirt, so kommt ein Unz-Preis von 1 Sgr. 2Pf.
Iteraus, der aus oben angcfiihrten Grilnden, bei Quantitaten von 4 Unzen,
wenn die Summe von 4 Sgr. 8 Pf. itberschritten wird, auf 1 Sgr. pro
Unze zu ermassigen sein dtirfte. Dieser Taxpreis von resp. 1 Sgr. 2 Pf.
und I Sgr. fiir 1 Unze frischen Kriutersaftes konnte fur die Apothelten
kleinerer Svedte und des flachen Landes gesetzliche Gultigkeit erhalten,
wihrend fur die grBssern Stiidte der Rlonarchie der von den pharmaceutischen Mitgliedern der Commission f i r Berlin berechnete Preie von
resp. 2 Sgr. und 1; Sgr. pro Unze festzuhalten sein dirfle.
Was den Vorschlag anbetrifft, die Apothelter darauf aufrnerksam
zu machen, dass sie durch Annahme der von den pharmaeeutischen
Mitgliedern der Commission bekannt gemachten Preise nicht-officineller
Arrneimittel keineswegs dcr in $, 6. der allgemeinen Tax-Bestimmun-
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Vereimzeitzmg.
gen gegebenen Vorschrift enflioben seien, so rnvchten wir zu diesem
Vorschlag Folgendes bemerken. Srimmtliche i n der angezogenen Drucltschrift enthaltenen Yreise sind genau nach den Principien der Arzneitiixe berechnet.
Gerade der Urnstand, dass der
6. in manchen Fallen gar nicht
oder nur schwierig anziiwenden ist, hat den Anlass zur VerOffentlichung
der ~Arzneiniittelpreise~gegeben.
Wenn die unterzeichnete Commission weder vorschlagen noch
befdrworten Itann, dass den mehrfach erwahnten NArzneirnittelpreisenu
gesetzliche Kraft beigelegt werde, SG m6chte sie sich doch erlauben,
bei Einem hohen Rlinisterio gehorsamst zu beantragen, dass den Kijnigl.
Regierungen anempfohlen wurde, jene 11Arzneimittelpreise. als eine
weitere Ausfiihrnng des
6. der der KBnigl. Arzneitaxe vorgedruckten allgeineinen Bestimrnungen iiberall da zu betrnchten und anwenden
zu lassen, wo nicht durch eine Verschiedenheit der Einlcaufspreise
wie z. B. bei den frischcn Krlutern - die Abanderung cines Taxpreises, der ursprunglich nur fur Berlin berechnet ist, zu erwarten
steht.
B e r l i n , den 28, Januar 1818.
s.
s.
-
Die Commission zur Bearbeitung der Arzneitaxe.
(Untcrschriften )
2) Proposition riiclisicbtlichder Stellii ng der Apotheker*).
1) Ankauf sammtlicher concessionirten und privilegirten Apotheken durch den Staat, nach zeitgenilsser Abschltzung nach dcin Geschaftsumsatze.
2) 1)er Werth der Waarenbestiinde, Utensilien und des Grundstucks wird hei der Abschiitziiug n i c h t i n Anrechnung gebracht und
vcrbleibt den Besitzern.
3) Die Realisirung dieses Ankaufs geschieht durch Bildung eines
den schlesischen Pfandbriefen glcichen , 3; Proc. Zinsen tragenden
Papiers.
4) Fur die auf die Apothelre eingetrngenen Pfandbriefe zahlt der
Apothelrenbcsitzcr 44 Proc. Zinsen. 4 Proc. empfangen die Pfandbriefgliiuhiger und 1 Proc. dient zur Tilgiing der Verwaltungsunkosten
und zur Bildung eines Aniortisationsfonds.
5) Verltiiufe der Apotbelten sind gestattet, betreffen abcr nur die
BestLnde der Wanren, Ulcnsilien und Grundstuclte, nach der jedesmaligen freiwilligen Uebereinkunft zwisclien Kiiufer und Verlcaufer.
6 ) Bei Steigerung der Beviillrerung einer Stadt, oder wenn sich
das Bediirfniss herausstellt, eine neue Apothelre anzulegen, so is1 die
Errichtung einer neuen Apothelre zulassig, der mit der Concession
Belehnte muss jedoch entschadigen :
fi) in grossen Stadten rnit nichreren Apotheken das durch Division
der mit der neuen Apothelte entstehenden Zahl von Apothelten
in die zusanimengcziihlte Sunime dcr Pfandbriefbetragssumme
der bestehenden Apothelren herauslrommende Quantum ;
b) in Stadten, w o bereits eine Apothelce ist,, die HLlfte von den
Pfidndbriefzinsen, welche die schon bestehende zahlt ;
e ) in Orten, w o noch Iteine Apothelre war, eine Practionssumme,
*) Eingesnndt von einem sclilesischcn Apothelcer.
46*
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