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Mitteilung aus dem pharmaceutischen Institut der Universitt Breslau. ber die Haltbarkeit titrierter Lsungen des Kaliumpermanganats

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B. Griitzner, tfber d. Haltbarkeit tit.rierter Lasungen etc.
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Mitteilung aus dem pharmaceutischen Institut der
Universitiit Breslau.
h e r die Haltbarkeit titrierter Lidsungen des
Kaliumpermanganats
von Dr. B r u n o G r i i t z n e r .
(Eingegangen den 10. V. 1892.)
K. Seubert'), welcher die Vorschrift des deutschen Arzneibuchs
iliir die mdsanalytische Gehaltsbestimmung von Ferrum pulveratuwt,
& ~ u m reductum und Ferrum carbonicum saccharalum eingehend
experimentell studied hat und zu dem Ergebnis gelangte, dafs die
Vorschrift des Arzneibuches zur jodometrischen Gehaltsbestimmung
unbrauchbar ist, wirft am Schlufs seiner Betrachtungen die Frage
auf, ob es nicht einfacher w b e , fir Ferrum pulverahrm und Ferrum
reductum wieder zur Chamiileon-Methode zuriickzukehren, da hier
doch zunachst Oxydulsalz-Losungen erhalten wiirden, die in jedem
F d e mit Permanganat austitriert werden miifsten.
In der That lag gar keine Veranlassung vor, die Methode der
2. A d a g e der Pharmacopoe aufzugeben und statt der rasch ausfiihrbaren und scharfe Resultate gebenden Permanganat-Bestimmung
die Ausfllhrung der Operation auf dem umstiindlichen und zeitraubenden
Wege der Jodometrie vorzuschreiben. Der Grund der Ausmerzung
der Kaliumpermanganat-Ltisung als Massfltissigkeit diirfte vielleicht
darin zu suchen sein, dafs dieselbe fiir wenig titerbestiindig gehalten wird.
Nachdem schon Thummela) in seinen Bemerkungen zu dem
Arzneibuch ftir das Deutsche Reich auf diesen Irrtum aufmerksam
gemacht hatte, wurden gleichzeitig von mir direkta Versuche eingeleitet, u m den Grad der Haltbarkeit einer KaliumpermanganatLijsung verschiedener Konzentration zu ermitteln.
Mittels ausgekochten Wassers wurden Permanganat-Losungen
in einer Stiirke dargestellt, wie sie in der Mafsanalyse am vorteilhaftesten Verwendung finden und zwar im Verhliltnis von 3 g und
1) Arch. d. Pharm. Band 230. 2. 1892.
8) Pharm. Ztg. 1890, Nr. 66 und 67.
Arch. d. P h . =I%.
Bda
6.
Heft
21
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B. G r i i t z n e r , nber d. Haltbarkeit titrierter Losungen ecc.
1 g zum Liter. Die Aufbewahrung geschah in Glasstopselflaschen,
zum Schutz gegen atmospharischen Stauh mit Pergamentpapier tiberbunden und 2. in Flaschen mit doppelt durchbohrtem Kautschuk-
pfropfen, welche nach Art der Spritzflaschm eingerichtet. das Ausfiefsen der Fliissigkeit ohne &hung des StBpsels gestatten. Die
Losungen wurden wahrend der Dauer ihrer Aufbewahrung einesteils
dem zerstreuten Tageslicht ausgesetzt, anderenteils vor Lichtzutritt
geschtitzt und alle Monate auf h e n Gehalt mit jedesmal frisch bereiteter ~/lo-Normal-Oxalsaurelosung
geprtift.
Die dem zerstreuten Tageslicht ausgesetzt gewesene Losung
1 : 1000 hatte sich ein Jahr lang unvergndert gehalten, nach 11/2 Jahreii
zeigte der Kaliumpermanganat- Gehalt eine Abnahme von 2,6 1 Proz.
Im geschwarzten Glase war nach 11/2 Jahren eine Gehaltsabnahme
yon nur 0,91Proz. zu konstatieren. Noch gtinstiger war das Resultat
bei der stiirkeren Losung 3 : 1000. Hier war sowohl in dem geschwtirzten
Gems, als auch in der dem zerstreuten Tageslicht ausgesetzt gewesenen Glasstopselflasche der Gehalt wahrend 1% Jahren der gleiche
geblieben. Die in Spritzflaschen aufbewahrten Losungen verhielten
sich genau so. wie die der Glasstopselflaschen.
Es besitzt mithin eine vor Staub und Lichtzutritt auf bewahrts
0,Bprozentige Permanganat-Losung eine groIse Haltbarkeit. Die
!Citerstellu!ig mittels Ferroammonsulfat ist eine sehr einfache und
schnell ausfiihrbare, zudem die Anwendung eines Indikators unnotig.
Es ist deher zu bedauern. dafs Kaliumpermanganat als Mafsfltissigkeit keine Zuf~ahme in das Deutsche Arzneibuch gefunden hat.
Diese Abneigung ist wohl auch Veranlassung gewesen, die recht
notwendige Priifung des Feri-um sulfuricum auf seinen Eisengehalt
zu streichen. Man unterliel'u sie, wed es in diesem Falle doch abenteuerlich erschienen ware, wenn man auch hier die von der Pharmacopse ausschliefslioh beliebte Methode der Eisenbestimmung hatte
anwenden wollen.
Bei Feststellung des Gehaltes an metallischem Eisen im Fervum
reductuirc kann man nach der Behandlung mit Mercurichlorid und
absetzen lassen, einen Teil abpipettieren und nach Zusatz von verdiinnter Schwefelsaure sofort mit Permanganat-Losung mafsanalytisch
vorgehen. Nicht zu vergessen ist jedoch, dafs die vom Arzneibuch
vorgeschriebene Menge Quecksilberchlorid zur Aufllisung des Eisens
vie1 zu niedrig bemessen ist, da sie nur ausreicht, htichstens 51,6 Proz.
B. G r i i t s n e r , Uber d. Haltbarkeit titrierter Losungen etc.
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metallisches Eisen zu finden. W a r n e cke,I) welcher wohl znerst
hierauf anfmerkam machte, giebt folgende Anweisung: 1 g Ferrunl
reducturn mit 5 g Quecksilberchlorid und 50 ccm Wasser unter Luftabschlufs im Wasserbad erwarmt etc.
In dem ron V u l p i u s und H o l d e r m a n n herausgegebenen
Kommentar zum Arzneibuch fiir das Dentsche Reich findet sich die
Angabe, dak man die Behandlung des Ferrum reductuunz mit Quecksilberchlorid unterlassen und dafiir 0,25 g des Praparates unmittelbar
in 10 ccm verdunnter Schwefelsaure aufnehmen, mit Peimanganat
oxydieren, dann die Jodansscheidang bewirken und mit
NormalNatriumthiosulfat ihrer Grofse nach bestimmen kann.
Ich nnterzog drei Sorten Ferrurn reductunz verschiedener Gute
vergleichenden Analysen, indem ich den Gehalt an metallischem Eisen
nach dem Behandelii mit Quecksilberchlorid direkt durch Titrieren
mit genau eingesteuter Permanganat-Losnng und nach dem von
V u l p i u s nnd H o 1d e r m a n n angegebenen Verfahren feststellte. Der
Gesamt-Eisengehalt wurde nach dem Auflosen in Salzsaure und Oxydieren durch Fallen mit Ammoniak gewichtsanalytisch bestimmt.
P r o b e I. mittels Hg Ck:
90,52 O/o Fe, nach V. & H. 9533
Fe, gew.-anal. 97,51 o/o Fe.
P r o b e 11. mittels HgC1,:
73,83 O/o Fe, nach V. & H. 93,41 O/o Fe, gew.-anal. ?1,57 O/o Fe.
P r o b e 111. mittels Hg Cl,:
5,13 o/o Fe, nach V. & H. 4S,i9 O/o Fe, gew.-anal. 74.62 Ol0 Fe.
Verdiinnte Schwefelssure wirkt auf Ferrurn reducturn in *der Kalte
nur sehr trage ein; die Wasser;itoffgas-Entvickelung ist bei Beobachtung der von V n l p i u s und H o l d e r m a n n anqegebenen Dlengenverhtiltiiisse so schwach, dafs die Auflosung ohne Gefahr in einem
genugend grofsen Xdbchen bei geschlossenem Bunsenschen Ventil
vorgenommen werden konnte. Mit dem Aufhoren der Wasserstoff Entwickelung war auch bis auf einxelne Kohlepartikelchen vollst&ndige Losung eingetreten. Hierxn waren bei Probe I11 fast 24 Std.
erforderlich. Fur das Resultat war es gleichgiltig, ob die Behandlung des Ferrzm reducturn in der Xdte, oder zur Beschlennigang
des Prozesses in der Warme vorgenommen wurde.
Aus obiger Zusaminenstellung erhellt, dafs der Prozentgehalt an
thatsachlich vorhandenem reduzierten Eisen nach der BIethode von
1)
Pharm. Ztg. 23, 91.
21"
B. G r a t z n e r , a e r d. Haltbarkeit titrierter Losungen etc.
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Vulpius und H o l d e r m a n n urn so hsher ausfiiJlt, j e weniger das
Praparat metallisches Eisen enthdt, da die verdunnte Schwefelsaure
nicht nur dieses, sondern auch Eisenoxyduloxyd auflost. Das vereinfachte Verfahren fuhrt demnach zu falschen Resultaten. E s erscheint
uberhaupt unerfindlioh, warum man die vortreff liche, von Apotheker
0. Willner') in Stockholm herruhrende und leicht ausfuhrbare, bewiihrte Methode der Bestimmung des Eisens im Fewurn reducturn
aufgeben konnte.
Die zum Einstellen der Permanganat-Losung gern benutzte
'/,,-Normal-Oxalsaur~-Losunghielt sich bei Abschlufs von Licht und
Staub fiinf Monate unveriindert. & Jahr alt, zeigte der OxalsaureGehalt eine Abnahme von 2,85 Proz.
Die Untersuchungen uber die Haltbarkeit von l/lo-Norm.alNatriumthiosulfat-Losungen erstrecken sich nur auf den Zeitraum
von 6 Monaten. Wiihrend dieser Zeit war keine Gehaltsabnahme
wahrzunehmen. Es scheint jedoch, als ob sich die Losung in geschwitrztem Gefiils besser h d t , als die der Einwirkung des Tageslichts ausgesetzte, da letztere Losung nach vier Monaten beginnende
Schimmelbildung zeigte. Der Gehalt an Nntriumthiosulfat war der
gleiche geblieben.
Mitteilung aus dem chemischen Institute der
Universitat Halle.
gber Bestiminung von Glycerin im Wein.
Von G. B a u m e r t .
(Eingegangen den 16. Q. 1892.)
Fiir die im vorigen Herbste hier abgehaltene 64. Versammlung
deutscher Naturforscher und h z t e hatte ich einen Vortrag angekiindie, der aus Mange1 an Zeit von der Tagesordnung abgesetzt
werden mufste. Ich bezweckte damit, den sich mit Untersuchung
von Nahrungs- und Genufsmitteln befassenden Fachgenossen einen
die Frage der Glycerinbestimmung betreffenden Vorschlag zu machen,
den ich hiermit folgen lasse.
1)
Pharm. Ztg. 1880, Seite 705.
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