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Mitteilungen aus dem Laboratorium des chemischpharmaceutischen Institutes des Professors Dr. H. Ludwig in Jena

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Ludcc-ig,
280
zu diirfcn, dass die Verstorbene ,mindestens 13 Tropfen"
zu sich genomnien haben niusse, was wir zu den Acten
gegeben haben, da hier die Dosis bekannt war, und das
Product mit Clem friilieren leicht vergleichen liess.
Dessau, im Juni 1861.
Voley.
R e i s s n er.
Mittheilangen aus dem Laboratorinm des chemisch.
harmacentischen Institutes des Professors
r. R Ludwig in Jena
1
DiingeprRyaratc 8\15 Knochen.
A , Kno cltenme7d.
Eine Probe Knochenmehl von B. S c h m i d t in Berka
an der Werrn, von meineni Assistenten Herrn K r o m e y e r
analysirt, enthielt 33,72 Proc. feines Pulver und
GG,28 ,, grobes Pulver
__
100,oo.
100 Th. des gemischten Knochenmelils entlialten :
56,911 Proc. fcuerbestandige Bestandtheile, worin 50,O
phosphorsaurer Kalk 3 CaO, P05, etwas
kohlensaurcr Kalk und 6,911 Th. Sand,
36,093
organische Substanz und
6,996
,
Wasser
___100,000.
Der Stickstoffgehalt des geinischten Knochenmehles
betrilgt :
4,578 Proc. im lufttrocknen Melile und
4,923
in dem bei 100OC.getrockneten Knochenmehl.
Der Phosphorsiiuregehalt des lufttrocknen Knocheninehls betragt 10,283 Proc., entsprechend 42,09 Proc.
drittel-phoBphorsaurem Kallr.
Zur Phosphorsiiurebestimmung wurden 3,516 Grm.
Knochenmehl langere Zeit mit verdunnter Salzsilure macerirt. Gerbsiiure brachte in dem salzsauren Auszuge
~
Mittlleilu~igenatis dem Labomtos.itrni.
281
eine dicke Fallung hervor; es war dcinnach vie1 Leini
mit in Losung iibergegangen.
Die Losung, n i t Aninioniak gefallt, gab 1,480 Grm.
gegliihten phosphorsauren Kalk 3 CaO, PO5 = 0,678 Grm.
PO5 = 19,283 Proc. Phosphorsaure.
Znr Sticlrstoffbestiminung wurden 1,040 Grin. bei
1000 C. getrockneter Substanz mit Natronkalk verbrannt
und das entweicliende Anirnoniak in eine vorgelegte wasserige Liisung von 1,60 Grin. Weinsiiure nufgefangen. Zur
Neutralisation der Weinskiire nnch der Absorption des
entwickelten Ammoniaks wurden 92,6 C. C. tritirte Amtnoniakfliissigkeit von einem Gehalt von ($003 Aminoniak
i n 1 C. C. Flussigkeit verbraucht.
92,6 . 0,003 = 0,2778 Grin. Ainnioniak verbraucht.
1,5 Grin. Weinslure sattigen 0,340 Grm. Ainmoniak. Also
O,:S40-0,2778
= 0,0622 Grm. Ammoniak aus 1,040 Grin.
I<nochenmehl.
Ails H 3 N : N = 0,O(i22 : x folgt x = 0,0512 Grm.
Stickstoff = 4,923 Proc. Stickstoff in den) bei 1000 C. getrockneten uiid 4,678 Proc. Sticketoff im Infttrocknen
Knochetimehl.
B. Beinschtoarz, fein gepulvertes,
RUS der Handlung von S c h i l l e r in Vieselbach bezogen,
\-on niir analysirt. An kochendes Wasser giebt eS keinen Leiin ab, keine Ammoniaksalze. Auch das im Wasser Unlijsliche, iiiit Aetzkali ubergossen, cntwvickelt kein
Amtnoniak. Mit Salzsgure ubergossen, brauste es stark
in Folge einer Entwickelung von Kohlensanre, der etwas
Schwefelwasserstoffgas bcigeriiengt ist.
2 Grrn., in kalter Salzsiiure gelost, liessen 0,325 Grrn.
Kohle, Sand und Thon zuruck, welches Gemenge beini
Gliihen ohne Geruch nach versengendem Thierstoff zu entwickeln verbranntc und 0,120 Grin. graue Asche hinterliess, welche frei war von Gyps und phosphorsaurem
Kalk; sie bestand aus Sand, dessen hlenge = 6 Proc.
Die stickstoffhaltige Kohle betragt sonach 0,325 - 0,120
=0,205 Grm. = 1 9 2 5 Procent.
288
Ludioig,
Die salzsaure Losung gab iiiit Ammonialr einen starken weissen schleirnigen Niederschlag von phospliorsaurem Kalk; die davon abfiltrirte Losung war frei ron
Schwcfelsiiure.
2 Gym. des Beinschwarzes gaben getrocknet 0,140
Grm. Wasser -=7 Proc. Wasser.
100 Th. des Beinschwarzes bestanden sonach nus:
76,75 Proc. phosphorsaurein Kalk niit kleinen Mengen
von kohlensaurein I h l k und Schwefelcalcium.
10,fLS
Stickatoffkohle
G,OO
Sand
Il’asser
_ _7,OO
_ _
100,oo.
C. Sogenaiitites Knochenmperphosphat (Knochendihger)
von B. S c h i n i d t in Berkn a. d. W.;
von Hrn. K r o i n a y e r
analysirt. 100 Th. dcs lufttrocknen Praparats enthalten:
00,GSO Proc. im Wasser losliche Salze, wasserfrei angenommen; davon sind:
8,oaTh. drittel-phosphorsaurer Kalk =3 C ~ I O , P O ~
(durch Aminoniak aus der wssserigen Liisung
Callbar), entsprecliend 3,67 Thln. Phosphorsii.ure;
2,40 Th. Phosphorsiiure, theils an Alkali gcbunden, theils frei vorhanden.
In Summa G,07 Th. Phosphorsaure, in in1 Wasser liislicher Form, a19 saures Salz vorhsnden.
2O,26 TIi. Alkalien, Erdalkalien und Schmefelsiiure; (aus dein Verluste.)
20,624 Yroc. drittel-phosphorsaurer Kalk = 3 CaO,PO5
(erst durch Salzsiiure aufl6slich); darin 9,446 Th.
Phosphorsiiure.
27,716 Proc. organische Suhstanzen (aus dem Verluste).
D e r Stickstoffgehalt im lufttrocknen Knochendiinger betragt 3,G90 Proc.; im bei 100OC. getrockneten Praparate 4,025 Procent.
12,660 Prc. Sand u. sonstige in Salzsaure unlosliche Stoffe.
8,320
Wasser.
100,000.
Die Gesarnmtmenge der Phosphorsiiure in diesem
Knochendiinger betriigt 3,67+2,40+9,446 = 15,516 Proc.
entsprechend 8,02
5,24 20,624 = 33,884 Proc. drittelphosphorsaurem Kalk 3 CaO, PO5.
+- +
hifittlteilungen aus dent Lnboi-atoiiiim.
283
Dieser Ihochendtinger stellt ein crdfarbenes grobes,
etwas zusammengeballtcs Pulver dar. Wahrscheinlich wird
derselle bereitet durch 13ehandlung des Knocheninehlcs init
verdunntcr Schwefelskure und theilweise Abstuinpfutig
der Siiure init Aschc. Der wnsserige Auszug dessclben
wagirte sauer. Ainnioniak bringt darin einen rcichlichen
Niedersclilag hcrvor; beim Versetzen der voni Niederschlage abfiltrirten Fliissigkeit rnit Chlorcnlcium entstand
aufs Neue Fiillung, jedoch geringer als die erste. Oerbsiiure brachte stnrke Fiillung ron gerbsnurem Leini hervor. Chlorbaryiun zeigte vie1 Scliwefelsiiure an ; Salzs5ure war nur in hochst geringer Menge vorhanden.
D e r im Wasser unlosliche Theil brauste nielit init Siiuren.
Alle Schwefelsiiuro des Diingers ist als Gyps oder schwcfelsaurer Allroliol zngegen ; die Reaction ruhrt von freier
Phosphorsiiure hcr.
Die Sticltstoff bestiininung geschah durch Gluhung
mit Natronkalk, AuRangen des Ammoniaks in waaseriger
Weinsiiurelosung und Sattigen dcr noch freien Saure mit
tritirter Ainmoninkfliissigkeit.
In P o g g e n d o r f f ’ s Annalen 1860. No.3. S. 505-514
hat Dr. R e i n h a r d W e b e r aus Schonebeck seine Erfahrungen iiber I(nocliendiingcpr3ipnrate veroffentlicht; ich
gebe vor der interessanten Arbeit hier einen A U S Z U ~ .
Der sogen. saure phosphorsaure Kalk als Dungerpraparat ist kein solcher, sondern ein Gemenge unloslicher Phosphorsiiure mit drittel - phosphorsaureni Kalk.
So besteht das in Schijnebeck bcreitete Priipnrat aus :
12,40 I’roc. Phosphorsiiure 1’05
12,63
i
\
Chlorcalcium CaCl
schwefelsauremIZalk CaO,S03 ti3,98 Proc. im Wasser
loslichen Theileu.
Kalk (an 1’05 gebunden)
,, Wssscr
schwefels. Kalk = CaO, SO3
unaufgeschlossene 3 C ~ O , P O136702
~
proc. im ~ a s s e r
unliislicheTheile, nnchKohlc
dem die freie PhosSand
phorsiiure ausgezogen
ist und Animoniak in
dein spiiteren Waschwasser keine FZlluug niehr hervorbringt.
10,70
0,40
27,85
22,18
1,90
7,26
4,68
100,OO
I
284
Ludwig, Jlittheilzingen wis dent Laboratori.izini.
Die zur Bereitung dieses Prsparates benutzte Knochenkolile ist theils ungebranchte frische Kohle, theils von
den Zuckerfabriken schon zur Klarung des Zucltersaftes ausgenutzte Kohle. Von etwn 30 Sorten derselben,
die W e b e r zur Darstellung des Diingepriiparates auf
ihre Zusammensetzung untersuchte, folgt hier der Inhalt :
60 bis 8 2 Proc. drittel-phosphorsaurer I<alk 3 CaO,PO5.
5
10
kohlensaurer Kalli CaO, CO?.
1
6
Aetzkalk CaO.
2 ,,
Eisenosyd Fe203.
0
26
Kohle und Wasser.
2
28 ,
Sand.
Geringe Mengen von Gyps, Glaubersalz, Schwefelantimon, Cblorcalcium.
Sand ist wohl nur betriigerischer Weise beigemengt.
Zur Zersetzung der Knochenkohle und Rercitung des
Diingepriiparats im trockenen Zustande dienen nnch W e b e r bald Schwefelsiiure allein, bald Schwefelsiiure und
Salzsgure genieinschat’tlich. Dem Priiparate werden ausserdem noch Ammoniakverbindungen, salpctersaure Salze,
Gyps, sticlrstoffhaltige organisclie Ueberreste u. s. w. zugesetzt.
Bei der Zersetzung der Knochenkohle durch SKuren
muss als Hnuptaufgabe betraclitet werden, dass die Trennung der Phosphorsiiure voin Kalk so vollstiindig als
moglich statt finde und der grijsste ‘ h i 1 dcr in den
Knochen vorhandenen Phosphorsaure in eine iiii Wasser
leicht lijsliche Form ubergcfiihrt werde. Zur Erreichung
dieses Zweckes ermittelt man den in der Knochenkohle
cnthaltenen Kalk und wendet fur jedes Aequivalent desselben 1 Aeq. Mineralsiiure zu seiner Abscheidnng an.
Freie Salzsiiure erkennt man durch einen mit Ammoniak
benetzten Glaestab an der Bildung voa Salmiaknebeln ;
freie Schwefelshre geht in einen Weingeistauszug uber.
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