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Mittheilungen aus dem pharmaceutischen Laboratorium.

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Mittheilungcn aus dem phnrmnceutischen Laboratorium.
Das Ei und Sameniorn enthalten als wichtigste organische Verbindiingen Albuminate, Fette, Kohlehydrate und
Amidc , dcrcn Vorhandensein irn Samenkorn B o u s R i n g a u 1 t
dargethan hat.
Hierzu kommen noch Cholesterin und
Farbstoffc. Auch die Wurzeln und unterirdischen Stengel
der Ciilturgewfichsc, d. h. die Organe, welche die Reservcstoffe fur die Vegctation des folgenden Jahres herangebildet
haben , zeichnen sich durch diese physiologisch hochst wichtigen Verbindungen aus.
Ueber den Farbstoff der rothen Mohrriibensortcn, der
den Reactionen nach mit den rothgelben Farbstoffen vicler
Friichte, mit dem Xanthogen der Bliithen, dcm Scoparin und
wahrscheinlich auch mit dem Xanthophyll iihereinstimmt,
behalte ich mir eine weitere Xttheilung vor.
- _ _ ._
__
Nachschrift. Dieser Aufsatz , dessen Veroffentlichung ich
gleich nach dem ,,Beitrag" vor hatte und die sich ohne meine
Absicht verzogertc , vcrvollstandigt die friiheren $ngaben des
Beitrags, nimmt jedoch keine Rucksicht auf die Bemerkungen
H u s e m a n n ' s (Arch. d. Yharm. 129, 30 und Zeitschr. f. Chem.
1867, S. 190), die mir erst am 6. December zu Gesicht
gekommen sind.
L u c k a u , den 10. December 1867.
Mittheilungen aus dem pharmaceutischen
Labordorium
von l)r. J. P o t y k a , Apotheker in Gleiwitz.
1) B e r e i t u n g d e r E s s i g s i i u r e a u s c s s i g s a u r e m
Kalk.
Von einem Essigfabrikanten aufgefordert, den von ihm
dargestcllten essigsauren Kalk einer Priifung zu unterwerfen
und die Qualitat iind Quantitat der darin enthaltenen Essigsiiure festzustellen, kam ich um so bereitwilliger dieser Auf-
nercitung v. Essigsaure
BUS
essigs. Kdk.
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forderung noch, als mir bis dahin noch keine Gelegenheit
geboten worden war, Essigsaure aus diesem Salze darzustellen. Das zur Verwendung genommene Praparat bildcte
einc brockliche, weissliche, lufttrockeno Massc, durch Sattigen
von Schnellessig mit Kalk erhalten, wobei 5 Quart. Essig von
einem Gehalte an 6,5 Proc. waeserfreier Essigsaure ein Pfund
essigsanren Kalk gaben. Die Zersctzung geschah durch rohc Salxsaure und zwar ctwas abweichend von den atomistischen Verhaltnissen. Nach diesen hatten namlich auf 100 Th. essigs.
Kalk 138 Th. roher Salzsaure kommen mussen, da dic Atomgewichte von CaO,C4H303 = 79 und HCl
8,lHO (spec.
Gew. = 1,165) = 109,5 sich zu einander verhalten, wie obige
Zahlen. In Riicksicht darauf, dass der essigsaure Kalk sich
nicht vollkommen in Wasser lost und um einen moglichen
Ueberschuss von Salzeaure zii vernieidcn, kamen auf 100 Th.
essigs Kalk nur 120 Th. Salzsaure zur Anwendung. Die mit
41/2 Pfund Xalksalz und 5l/, Pfund Saure BUS ciner Retorte
mit vorgelegtem Rohrenkiihler vorgenommene Destillation
ging sehr leicht von Statten, da nach vorhergegangener,
zwolfstindiger Einwirkung iind darauf erfolgter ErwLrmung
das Ganze eine Flussigkeit bildete, aus der ohne jeglichen
unangenehmen Zwischenfall die Essigsaure leicht und schnell
abgezogen werden konnte.
Gegen Ende der Operation
schaumte die Masse und drohte den Retortenhals zu verunreinigen. Das fractionsweise in Glasern von 1/2 Pfund Inhalt
aufgenommene Destillat gab cine Essigsaure von nachstehenden spec. Gewichten.
Nr. 5. 1,062
Nr. 1. 1,055
,, 6. 1,060
,, 2. 1,060
,, 3. 1,065
,, 7. 1,058
,, 4. 1,063
,, 8. 1,045
Sammtliche Nummern waren mehr oder weniger chlorhaltig; bis Nr. 6. incl. hatte die Essigsaure einen angenchmen, reinen Geruch, wahrend 7 und 8 durch Empyreuma verunreinigt waren. Das absolute Gewicht betrug bis incl. G
35/4Pfund, von 7 und 8 3/4 Pfund, so dass irn Ganzen 4ll2 Pt:
EssigsLare erhalten wurden. Die Entfernung des Empyreu-
+
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Ucbcr Olcum Olivsrum album.
mas gelang sehr gut durch Anwendung einer C h a m a l e o n l o s u n g , von der tropfenwcise zu der unreinen Saure hinzugefugt wurde, bis die rothe Flrbung stehen blieb. Nach
Eintritt dieser Erscheinung war auch der Geruch der Siiure
vollkommen rein. Slmmtliche Nummern jetzt vereinigt und
iiber 90 Gramme e s s i g s a u r e n N a t r o n s rectificirt gaben
eine von Chlor und Enipyrcuma, vollkommen reine, sehr
kriiftig riechende Essigsaure von nachstehenden specifischen
Gewichten :
S r . 1. 1,050
,, 2. 1,055
,, 3. 1,060
,, 4. 1,065
,,
5.
1,067.
Die Mischung gab 4 Pf. 165 Gramm Nssigsiiure von
1,065 spec. Gewicht bpi 8OC. und 46,5 Proc. wasserfreier
Esuigsiure. Nelkenol wurde nicht gelost. 100 Th. dieser
Saure mit 75 Th. Wasser T-erdunnt, geben die officinelle verdunnte Essigsaure; die Gesnmmtnienge der letztercn wurde
also 71,h Pf. betragen.
Betreffs des Kostenpunkts sei bemerkt , dass bei einem
Yreise von 7 Sgr. pro Pfund Kalksalz die vcrdunnte Essigsaure auf 6 Sgr. pro l'f. sicli calculirt; die Ersparniss von
Fracht und Gefassen bleibt demnach als Gewinn ubrig. ner
Bereitung aus essigsaurem h'atron gegeniiber siad als Vortheile zu erwlhncn: die schnelle und leichta nestillation, die
Erzielung grosserer Mengen Essigsiiure bci einer Operation
und die lrichte Reinigung der L)estillationsgefdsse.
2) 01. O l i v a r u m a l b u m .
Die Erfahrung, dass das im Handel vorkommende gebleichte
Olivenol stets von so ranzigeni Geschniack und Geruch ist,
dass dasselbe fur den innerlichen Gehrauch als sogenanntes
,,weisses Lilienol " ganz zu verwerfcn ist, veranlasste mich,
iiber die Entfarbung der Oele einige Versuche zu machen.
Die verschiedenen hlittel, welche hierbci zur Anwendung
kamen, wie K o h l e , u n t e r c h l o r i g s a u r e s N a t r o n ,
Mittheilungen am dem pharmaceutischen Laboratorium.
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C h l o r , C h r o m s a u r e erwiesen sich lange nicht so praktisch, wie das u b e r m a n g a n s a u r e K a l i , das mir bei der
Entfernung des Empyreumas aus der Essigsaure so gute
Dienste geleistet hatte. Dieser Umstand f ~ r t emich auch
auf die Idee, dasselbe bei den Oelen anzuwenden. Da der
Erfolg auch hier ein giinstiger war, erlaube ich mir das Verfahren niiher zu beschreiben.
1 1/2 bis 2 Theile ubermangansaures Kali, wie dasselbe mit
13-15 Sgr. pro Pfund in Preiscouranten verzeichnet ist,
werden in 80-100 Th. warmen Wassers gelost; zu dieser
Losung setzt man 100 Th. Provencer-Oel hinzn. Das linimentartige Gemisch bleibt einen Tag bei gelinder Warme
unter ofterem Umschiitteln stehen, alsdann fugt man 810 Th. rohe Salzsaure hinzu und schiittelt in Zeitrfumen
tuchtig um. Nach einiger Zeit der Ruhe erfolgt vollkommene
Trennung des Oeles. Nachdem dasselbe auf irgend eine
praktische Weise von der wasserigen Fliissigkeit abgesondert,
mit Wasser mehrere Male gewaschen worden, erwiirmt man
das jetzt wieder abgeschiedene Oel im Dampfbade so lange,
bis es vollkommen klar geworden und die letzten Wasserantheile ausgeschieden worden sind. Das nun schone, klare,
entfirbte Oel giebt fltrirt ein ganz befriedigendes Praparat,
dm f i r den innerlichen Gebrauch vollkommen verwendbar ist.
Versuche mit Mohnol fielen ebenfalls ganz giinstig aus, dagegen war die Wirkung des Chamaleone auf Riibol und Leberthran keineswegs zufriedenstellend. Fuseliger Weingeist
mit Chamaleon behandelt, wird auch fuselfrei, die Wirkmg
ist indess eine langsame und desshalb das Verfahren ein
nicht zu empfehlendes. 10 Quart Weingeist mit lIs Procent
Chamiileon blieben 4 Wochen unter ofterem Schutteln stehen; darauf destillirt, war immer noch eine Spur von Fuselol
bemerkbar.
Arch. d. Pharm. CLXXXVII. Bdr. 1.
U.
4. €If&
8
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mittheilung, pharmaceutisch, aus, dem, laboratorija
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