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Mittheilungen Uber den Zustand der Pharmacie und die Verhltnisse der Apotheker in Croatien.

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Vereinszeitung.
iiffnen lronnen , da diese dem rollegialischen Sinne natiirlich nicht
forderlich, sondern schddlich siiid.
D. R e d .
4) Mittheilungen uber den Zustand der Pharmacie
und die Verhaltnisse der Apotheker in Croatien.
(Aus einem Briefe des Apoth. B 8 r n o t 11 i n Warasdin an Dr. Me u r e r
i n Dresdei1.j
Croatien, Dalmatien and Slavonien bilden zusaiiimen ein Kiinigreich, welches nnter den1 Bannus von Croatien, der i n Agram seinen
Sitz hat, steht.
Dies Kiinigreich ist tler ungarischen Krone untergeordnet und steht mit dieser unter deni Kaiser VOII Oesterreich, der
zugleich Kiinig von Ungztrn ist. Eine Universitit ist in Croatien nicht,
wohl aber einige Lyceen ond Gyinnasien; die Studien, so wie die
Staatspriifung miisscn daher die Apotliclier i n Pcsth oder Wicn tna&en.
Gremien der Apothelter existiren noch nicht, doch hat ntaii
sich in Ungarn betniiht dteselben einzufahren.
Die Mediciualverordnungen erhalten die Croatier von der urrgarischen Statthalterei oder
yon der Universitiit zu Pesth, doch ist irri Allgenieinen die Medicinalpolizei g u t : auch die ' h e wird v o n dort ausgegeben, doch ist die
leizte voin October 1813. Als Dispensatoriuin gilt das osterreichische,
wovon die letzte Ausgabe VOII 1836, doch sol1 bald ein ganr n e w s
erscheinen. - Die Apottielten werdeii alle drei Jahre von den Stadtund Comitats-Physicis, von zwei Herren von der politischen Behiirde
unter Zuziehung eines Apothelters revidirt. Nach dem Gesetze sollen
nur an Orten, wo weriigstens 6000 Einwohner sind, Apothelten angelegt werden.
Jeder, der nls Apothelter lernen will, muss dem Physicus vorgestellt werden, der iiber seine geistigen und ltiirperlichen Fshigkeiten
zn entscheiden hat, ferner muss er diesem ein Sittenzeugniss und dass
e r wenigstens die vierte lateinische Classe absolvirt, vorlegen. Der
Lehrherr muss uber den sittlichen Wandel des Lehrlings wachen, deuselben g u t behandeln, ihn in den pharmaceutischen lhnipulationen wterrichten und ihin Gelegenhett und Rlwe verschaffen, die Naturgeschichtc, Botanili und Cheiiiie zu erleruen, damit er die in der Pharinaltopoe enthaltenen Arzneibereitungeti liunstgerecht darstellen lerne ;
uber alles diess niuss der Lehrherr dcn Lehrling fleissig priifen.
Nach einer vierjiihrigen Lehrzeit wird der Lehrling vom Physicits
nnd einem Apothelter sowohl pralttisch ills theoretisch gepriift, und
iiach gutem Bestehen demselben ein Lehrbrief yon dem Exaniinator
und dein Letirherrn ausgefertigt.
W e r der Staatspriil'ung sich unterwerfen will, muss 1) ein Zeugniss beibringen, dass er die oben beschriebene Lehrzeit gut iiberstaiiden, 2) belegen, dass e r wenigstens zwei Jahre in einer ordentlichen
Apotheke niit Lob und Zufriedenheit conditionirt, 3) muss er einen
'I'aufschein vorzeigcn, weil lrein Jude Apothelier sein darf, 4) niuss
er beweisen, dass er zwei Jahre auf ciner Universitat, im ersten specielle Naturgeschichte, Botanik, Waarenltunde, i i n zweiten Physilr und
Chemie studirt habe. Hat e r dieseni allem geniigl, so ltann er sich
bcim Decan der medicinischen Facultit melden, der ihn an den Professor der Chemie weist, unter desseu Aufsicht er zwei chemische
Praparate zu fertigen hat; bringt der Candidat hieriiber ein giinstiges
VeTeinszeitung.
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Zeugniss, so wird er zur iniindlichen Priifung zugelassen. Diese fiudet
unter Vorsitz des Decans und vor dem Professor der Naturwissenschaften statt, wobei anch vorgelegte Pflanzen und Droguen bestimnit
werden miissen. Die Prifung sol1 ziemlich st.reng sein, und der Candidat erh2lt nach seinen Leistungen, entweder sufficienter, sat bene,
hene, oder vnlde h e m , als Censnrgrad, und wird zuin Magister der
Pharrnacie creirt. Fiir diese Staatspriifung sind 86 Gulden zu erlegen.
Um nnn eine Apotheke verwalten zu ltiirineu, i n u s der Gepriifte noch
einen Eid ablepen, der dern bei uns iiblichen gleicht. - Hieraus ist
zu ersehen uud auch durch das Gesetz hestimnit, dass der Apotheker
zu den Honoratioren gehiirt. (?) Die Apothelter sind in Croatien ganzlich tnilitairfrei, sind auch frei von Einquartierung, sie stehen unter
dem Staats und Conritats Physicus uud unter dern Protomedicus der
I'rovinz.
Will nian irgendwo eine Apothelte erricbten, so niuss man zuerst
bei der Localbelriirde die Erlauhniss nachsuchen und erhalten, und sich
dann von der Itaiserl. Statthalterei die allerhiichste Erlaubniss nachsnchen, w o ihni dann ein Decret ausgefertigt wird. J r d e eininal bestehcnde Apothelte ltann ohne weitere Erlaubniss an ciuen examinirten Apothelter verltauft werden. - In Croatien sind 27 Apotheken.
Hauptstadt : Agram. 1) Anothelre der barmherzieen Briider.
2 j Siadtapotheke, J o s e p h " Z e l l i n g e r , zurn
Schwarzen Adler.
3) Stadtapothelre, G e o r g A u g n s t i n , zum
Salvator.
4) Hospitalapotheke, L u d w i g B i n d e r , zur
Ungarisclren Krone.
5) Bischofliche Apothelte, A d 0 1 p h L a d e n
h a u ff e n , zurn Ungarischen Konig.
6) Kaiserl. Itiinigl. Militairapothelre.
7) Stadtapotheke, A l o i s M e d e r , zum Adler.
Carlsstndt.
8) Stadtapothelte, J o h a n n V a l e h r i c h .
9) Stadtapothclte, T h i It e 1 o n z , zum Adler.
Stadt liourainilz.
10) Stadtapothclte, H e i n r i c b B h r u o t h , Stell,, Kreutz.
vertreter L u d w i g B r o t z It y.
11) Stadtapothelte, J o h a n n H a I t e r , Zuni
., Waraidin.
Mnhren.
12) Kaiserl. ltiinigl. 3lilitair - und Stadtapothelte,
H e i n r i c h B k r n o t h , zum Engel.
13) Coniitatsapotheke, T h e o d o r T o d o r , zum
Salvator.
14) Kaiserl. konigl. Bergwerlts und Comitats,, Kospina.
apothelte, J o h a n n Z a y .
15) Cornitatsapothelte, F e r d i n a n d K l e r r.
,, Klainetz.
16) Comitatsapothelte, C a r l 0 d i g .
,, Jaska.
17) Coinitatsapothelte, C a r l v o n R a p h a c l i s .
,, Sovidsa.
18) Stadtapothelce, P a n a d z Tor.
,, I'etrina.
19) Stadtapothclte, R a g g .
,, Samahor.
20) Comitatsapothelce, J o s e p h O s t o d z k y .
,, St. Ivan.
21) Stadtapotheke, S chicltel a n g .
,, Glina.
2 2 ) Franzisltanerapothelte, J o s e p h D o l r o r i c h .
Kloster Ivanic.
23) Kaiserl. ltiinigl. lilitairapothelte.
Stadt Bellnvar.
24) Stadtapotheke, V a l I e n l o e r i ch.
,, Kastanidsa. 25) Stadtapothelte, F r a n e K u h a n y r .
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3'78
Stadt Sisselc.
,, Kutina.
Vereinszeitung.
26) Stadtapothelce, C a r l Z a j o v i t z .
27) Filialapothelte, Provisor K u s s i ch.
(Aus einem Briefe vom Anfang d. J.) Den 1. Sept. 1845 werden
sich die ungarischen Natnrforscher in Fiinflcirchen versamrneln unter
Vorsitz des Prof. Dr. E h r m a n n ausOlmiitz, des Dr. W a g n e r , ApOthelter in Pesth, und nnsers Mitgliedes, des Apothelcers B d r n o t h in
Warasdin, wo man sich herniihen will, einen Apothelterverein fur Ungarn, Croatien, Slavonien und Dalmatien zu griinden. Man horn hierdurch den in neuerer Zeit sehr zuriickgekornmenen Stand, in dem es
dort besonders an guten Gehiilfen fehlen soll, wieder 211 beleben und
zu heben.
5) Die Versammlung der skandinavischen Naturforscher in Christiania.
Vom 12. bis zum 118. Juli 11844.
C h r i s t i a n ia. Wenn die Naturforscherversarnmlungen In allen
Liindern, wo sie bisher gehalten wurden, den Austausch von Ideen
befihderten und zu wissenschaftlichen Leistungen anspornten, so findet
diess ganz besonders seine Anwendung auf die Versammlung der
skandinavischen Naturforseher. Norwegen, Schweden und Danemark
sind durch ihre geographische Lage nnd ihre verwandten Sprachen
auf eine innige geistige Verbindung hingewiesen ; dennoch hat eine
solche Verbindung bisher nur unvollltommen statt gefunden, und es
steht noch zu erwarten, dass sich dieselbe in dem Grade aushilden
werde, wie es in mehrfacher Beziehung wiinschenswerth erscheint.
Die Fortbildung der Wissenschaft verlangt, ausser der Protection der
Regierung, eine Aufmunterung und Anerkennung, wie sie derselhen
nur durch ein l'ublicum zu Theil werden It a m , welches wissenschaftliche Leistungen zu wiirdigen versteht. In Landern nlit einer verhaltnissmassig geringen Bevolkerung, deren Hauptinteressen, localer Umstande wegen, dem Handel, dem Aclterbau und der Schitffahrt zugewendet sind, lcann ein solches Publicum nur sparsam verbreitet sein.
Danemark, Schweden und besonders Norwegen haben einen nicht
zu Iiiugnenden Mangel darau, und nur indem die drei verwandten
Staaten sich die Hiinde reichen, ltann dieser Mangel heseitigt werden.
Manchen Schritt zu dieser Anniiherung haben die Naturforschcrsammlungen bereits bewirkt (so z. B. wird niichstens eine fiir alle drei
skandinavischen Staaten gemeinschafiliche medicinische Zeitschrift erscheinen), vieles bleibt aber in dieser Beziehnng noch von denselben
211 hoffen ubrig.
Erst. wenn eine gemeinschaftliche Journal Literatur
in allen Zweigen der Naturwissenschaften eine schnellere Circulation
und allgemeinerc Anerkennung der wissenschaftlichen Resultate bewirken wird, ltann man erwarten, dass die Schranlten fallen werden,
welche bisher die drei verbriiderten skandinavischen Stamme verhindert
haben, niit vereinigter Kraft als Ein Vollt auf dem Gebiete der Wissenschaft aufzutreten.
Mit einer Liberalitat, welche der Storthing trotz aller seiner
Sparsamlceitsprincipien bisher stets au den Tag gelegt hat, wo es galt
die Ehre der Nation und wissenschaftliche Zweclce zu fiirdern, waren
yon demselben bei seiner leizten Sitzung 1800 Species (etwa 2700 Rthlr.
preuss. Courant) zur Bestreibung der uothwendigen Qffentlichen Aus-
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