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Modification des Lichtes durch den Elektromagnetismus.

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111. Monatsberichf.
Ueber Kedudion des Silberoxyds als Metallspiegel
auf Glas.
Dass der Aldehyd aus einer Losung von salpetersaurem
Silberoxyd in Ammoniak das Silber als gliinzenden Metallspiegel auf Glas niederschlagt, ist seit Ian erer Zeit
bekannt. Spater entdeckte man diese Eigensc aft auch
an der Zuckersaure,P romekonsaure und salicyliger Saure
und vor Kurzem erst i(atte D r a y t o n diess auch an weineistigen Losungen von Kassia - und Nelkenol bemerkt.
8r. J. S t e n h o u s e hat nun noch mehrere Korper gefunden, welche namentlich in der Warme Silberspiegel
geben. Traubenzucker giebt beim Erwarmen schon nach
wenig Minuten einen glanzenden Spiegel, in der Kalte erst
nach 42-46 Stunden. Dagegen Rohrzucker nur beim
Erwarmen, Starke und arabisches Gummi gar erst beim
Kochen.
Auch Phlorrhidzin und Salicin. Terpentinol und Lorbeerol nur bei concentrirten Auflosungen. Aehnlich wirkt
Guajacharz.
Vom Pimentol, welches bekanntlich aus zwei Oelen
von verschiedenem specifischem Gewicht besteht, giebt
nur das schwerere einen Spiegel.
Keine Metallspiegel gcben : Zimmtsaure, Benzoesaure,
Mekonsaure, Komensaure, Gerbsaure, Pyrogallussaure, Benzoegummi, Elemi, Olibanum, Rhodiurnol und GI cerin.
S t e n h o u s e fand auch. dass die nach b r a y t o n
bereiteten Spiegel in einigen Wochen braune Flecken bekommen, was er kleinen Mengen von Harz zuschreibt,
das durch Oxydation der Oele durch das Silberoxyd entstehen mag und vom Silber mit niedergerissen wird.
Edinb. and. Dubl. Phil. Magaz. 3. Ser. Vol. 26. - harm
Centrbl. No. 47. 1845.j
B.
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JLond:
Modification des Lichtes durch deu Elektromagnetismus.
P o u i l l e t erwarb sich in der Sitzun der franzosischen Akademie An fangs Februars das erdienst, duroh
eine klare und verslandliche Darstellung seiner Bestatiuo sversuche die neueste, .wie es scheint, sehr wichtige
8ntfeckung F a r a d a y ' s in ein helleres Licht zu setzen.
F a r a d a y ' s Hau tversuch besteht in der Darlegung der
Thatsache, dass ie Polarisationsebene eines Lichtstrahls
durch den magnetischen Strom verandert wird. Wird ein
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,Vodij'ication des Lichtes diirch ~llekti'oniagnetismus. 305
von einer Argandschen L a m p ausgeliender horizontaler
Lichtstrahl, der durch Hellexion in einem Spiegel polarisirt worden, durch eiii fesles, z.wisc11en die Pole eines
kraftigen Elektromagneten gestclltes Flintglas, geleitet, so
verschwindet der Lichtstrahl. Urn tlieses beobachten zu
konnen, ist der hufeisenfijrmige Elektroniagnet horizontal
aufgestellt, so dass cine durcli die bciden Pole des Elektromagneten gelegte Vertikalebene mit dem Lichtstrahl
parallel IPuft, wiihrend man den Liclitstrahl selbst durch
ein drehbares Nichol'sches Prisma betrachtet. Hat man
das Prisma so gcdreliet, dass der Liclitstrahl bei Unthatigkeit des Magneten siclilbar ist, so verschwindet der
Strahl in dcmselhen Momente, wo der Magnet durch eine
Voltaische SPule in Thiitigkeit gesetzt wird, und erscheint
soyleich w i d e r , wenn der elektrisclie Strom unterbrochen
wird. - P oui I I e t n u n bedient sich cines anderen Instrumentcs, mittelst wclches man die Rotationsebenen sehr
genan messen kann, und das, gleich einem Fernrohr in
ein Ohjectiv und Ocular zerlegbar ist. Das Objectiv ist
ein Nichol'sches Prisma, hinter welchem zwei horizontal
auf einander gcleinitc gleich dicke Quarzplatten so aufgestellt sind, dass die Vcrbindungsfliiche der beiden Platten mit dem durch das Nichol'sche Prisma cinfallenden
Lichtstrahl parallel Iauft. Die Quarzplatten sind so ausgewahlt, dass sie ein verschiedencs Rotationsvermogen
fur das Licht besitzen, also die cinc den Strahl nach
links, die andere nacli rechts clrchet. Da nun vermoge
der Stellung der Quarzplatten die Halftc des einfallenden
Lichtes durch die linke, die andere durch die rechte Platte
eht, so entstehen zwei von einander abstehende Bilder.
fn dem Ocular des Instrumentes befinden sich zwei Systeme von Bergkrystall, das cine aus einer rcchtsdrehenden Platte, das andere, der sogenannte Com ensator, aus
zwei linksdrehenden Prismen, welche sich u er einander
verschieben lassen und so stets eine Platte bilden, deren
Dicke durch Verschieben der Prismen regulirt werden
kann. Diese S steme werden durch ein Galileisches
Fernrohr betrac tet. Ohjectiv und Ocular werden nun
getrennt von einander in derselbcn Axe aufgestellt, und
zwischen beiden die zu untersuchenden Iiiirper angebracht.
P o u i l l e t hat vorziiglich mit einer Flintglasplatte, welchc
mit dem Elektromagneten in Verbindung gesetzt wurde,
seine Versuche angestellt. Er suchte zuerst durch Einschieben von verschiedenen Glasern dem von einer Lam e
ausgehenden Lichtstrahl in dem Apparat die Biot'sc e
Uebergangsfarbe zu gcben, eine violette Farbe, deren
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YI
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306 Mod:)cicalion des Lichtes durch Elektromagnetismus.
Uebergan in blau oder roth ausserst leicht bemerkbar
und mess%ar ist. Bei der Einwirkung des Elektromagneten andert nun sosleich die entsprechende Halfte des
Lichtbildes ihre Farbe, und erhalt ihre urspriin liche
Farbe wieder bei Unterbrechung des Stromes. fsurch
Drehun des Compensators kanu gemessen werden, urn
wie vie! die Rotationsebene des Lichtstrahls abgeandert
wurde. - Die vollstandige Publication der Untersuchungsart F a r a d a y ' s wird gewiss ein abgerundetes Ganzes
darbieten, wie man es an allen Arbeiten dieses aus ezeichneten Naturforschers ewohnt ist, und so wer en
denn noch manche jetzt nn lare Verhaltnisse aufgehellt
werden. - Auch Hr. Dr. B o t t g e r in Frankfurt hat die
F a r a d ay'schen Versuche wiederholt und bestiitigt. Allein
alle bisber bekannt gewordenen Thatsachen beweisen noch
nicht mit Entschiedenheil, dass das Licht unmiltelbar durch
den Elektromagnetismus eine Veranderung erleidet, da
durch den elektrischen Strom in den durchsichti en Korpern auch moleculare Veranderungen bewirkt wer en konnen, in deren Fol e das Licht nur mittelbar aficirt wiirde.
F a r a d a hat sic fir die unmittelbare Modification des
Lichtes urch die Elektricitat und den Magnetismus ausgesproohen. (Nach Augsb. Allg. Zeit. Nr. 42. Bed. 1846.j
Wr.
Technische Benutzung des Sauerstoffgaslichtes.
Die Ursache der haufi en Unglucksfalle durch Zusammenstossen der Darnpfschi e wird in der ungeniigenden
3e)euchtung der Schiffe durch Oellampen efunden. Man
beabsichtigt daher jetzt in Frankreich das rummondsche
Licht, welches bekanntlich durch die mit Sauerstoffgas
genahrte und auf ein Stuck Kalk oder Mapesia gerichtote Wasserstoff astlamme.hervorgebracht wird, allgemein
auf den Damp schiffen einzufuhren. Indessen sebzt die
Gefahrlichkeit und das Volumen der Gase der Einfuhrung
dieses Lichtes grosse Schwierigkeit in den Weg. Nun
hat ein Hr. G a u d i n eine wesentliche Veranderong vor$eschlagen, welche darin besteht, das Sauerstoffgas durch
cine Weingeistflamme stromen zu lassen und die Irlammen
auf ein Stuck Magnesia (Ma nesit?) zu leiten. DiesesLicht
sol1 man noch auf { StunI fe Entfernun leicht erkennen
konnen, und wenn auf jeder Radtromme der Schiffe ein
solches Licht angebracht wird, so sol1 nach dem Urtbeile
fmnzosischer Marinebeamten jede Begegnung sicber zu
vermeiden sein. (Nach Allg. Augsb. Zeit. NY.42 1844. BFeiY,l
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