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Nachweis des Chinolins im Braunkohlentheer.

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0. D o e b n e r : Ueber Chinolin im Braunkohlentheer.
691
Die Citronellal - 8-Naphtocinchoninstiure liefert beini Erhitzen
iiber ihren Schmelzpunkt unter Abspaltung von Koblensaure das
Citronellal - ,?-na~htochinolin
eine in seideglanzenden Nadeln vom Scbmelzpunkt 530 Irrystallisirende Base.
Das P 1 a t i n s a 1 z des Base l d d e t gelbe Bhttchen.
0,1457 g gaben 0,0455 Pt.
Gefunden :
Berechnet fur: (CZ2HpjS. HC1 Ft' C1,
Pt 19,33 Proz
19,19 Proz.
Die Eigenschaften der heiden &us Citronenol initteldt Brenztraubensiare und r)-Naphtylamin erlialtenen S&nren stimmten Init
denjenigen der aus reinein C i t r a 1 dargestellten C i t r y l - , g - N a p h t o c i n c h o n i n s a u r e einerseits, der aus reinem C i t r o n e 1 1 a 1 .
somie anch aus Citroneilaol (von Schimmel &r. Co. hezogen) voiii
gewonnerien C i t r o n e 11 a l - , I - N a p h t o Siedepunkt 180-2400
c i n c h o n i n s i u r e an3ercrseits vollliommen tiborein. Es ist inithin hierdurch auch das Citronellal neben Citral im Citroneniil mit
mit Sicherheit nachgewiesen.
Die hier zum Nachweis des Citrals nnd Citronellals angeivandte
Reaktion ist zur Feststellung des ersteren Aldehyds in einer ganzen
Reihe atherischer Oele bereits von S c h i m m e 1 Sr. C 0. l) mit Erfolg verwandt worden und durfte uberhaupt znr Erkennnng der in1
Pflanzenknrper so weit verbreiteten Gi-uppe der Aldehyde in ktherischen
Oelen ein sehr brauchbares Hilfsmittel sein. Betreffs der speziellen
Ausfuhrung der Reaktion und der Eigenschaften der ails einer
grorsen Zahl von Aldehyden von mir dargestellten a - Alkyl -,I- Naphtocinchoninsauren sei anf die bereits citierten Mitteilungen in den ,,Berichten der deutschen chemischen Gesellschaft" verwiesen.
11. 0. Duebiier : Naeliweis des Cliiiiolins iiii Braniikolileiitheer.
(Eing*gxngcn den 29. XI. 1891.)
Iin Brannkohlentheer . der sich durch seinen iiberwiegenden
Gehalt an Paraffinen vom Steinkohlentheer unterscheidet, 2) id. bereits
anch eine ganze Reihe von aromatischen Verbindimgen. identiscli
-~
I)
?)
Schimmel & Go., Bericht vom Oktober 1894.
Tlergl. Krafft, Ber. chem. Ges. XXI, 2'756.
0.D o e b ne r : Ueber Chinolin i n Braunkohlentheer.
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mit den im Steiukohlentheer aufgefundenen, nachgewiesen worden.
So wurden darin heobachtet : die Kohlenwasserstoffe') Benzol. Toluol,
Splole. BIesitylen, Naphtalia, Picnn,s) Chrysen; ferner Phenol, Kresole. KreosoP\ und von brrsischeii Bestandteilen: Pyridin, r t - nnd ,?P i kohl. Lutidin, Csllidin . 4 )
J,et.ztere Pyridinbasen sind im T,nhoratoriurn der R i e b e c kschen Blontan\verke zu Webau hei Woikenfels auH dem BraunIrohlentheer in grbfserem Dfabstabe dargestellt4) worden.
Keheu diesen iint,r,r 2000 siedenden Pyridin-Rasen enthiiit der
RrannkoliIentlneer noch Iidhor . his 300 0 siedende haeischs Oele,
\velche hisher noch nicht untersncht eind. Herr Direktor Dr. K r e y ,
technischer Leitm der Pa.raffintabriken der R i e h e c k 'schen MontauWerlta zii Wehau hei WeiCsenfels, hatte die Giite, mir dies0 Oele
in liberalster Weise zur Verfiigung zu stellen. Die init letzteron
angestellten Persnche hnben ergeben. dafq in diesen liochsiedenden
Oelen vorzugsweise C h i n o I i n b a s e n - voranssichtlich nehen
Ppridinbasen - vorliegctn. Chinolinhasen sind hisher inn BraunItohlentheer noch niclit nachgewieseii worden. Die Zslil der
hier in Mi$chung voriiandenon Basen ist offenbar eine sehr grohe,
50 dais, ohwohl die mir znr IJntersnclinng iibergebenen O d e von
2.70 his otwa 2700 in Flaktionon von 5 zii 5 0 hereits getrennt waren
doch der Isolierung der einzelnen Bagen sich grofse Schwierigkeiten,
in den Weg stellten. Das zu diesem Zweck von mir eingeschlagene
\-erfahren lwstand dnrin, CiaB die einzelnen Fraktionen. welche eine
gelhl~rauneFiirbiing zeigten, nochmnls init Wasserdttrnpf dest.illiert
wurden. Die Basen wiirden dem Destillat dnrch Aether entzogen,
dann in die Pikrate verwandelt nnd letztero durch Umlrrystallisieren
aus heifseiu W ~ s s e rresp. AlkohoI zu trennen versucht. Die aus den
Pikrateu dnrch Allrali wieder in Freiheit gesetzten und durch Destillation nochmals gereinigt,en Basen zeigten in der Bildung von
Richrornnteu. Platinsalzen iind der Fiihigkeit. Jodalkyle zu addieren,
j m allgemeinen den Chnrditer iler Chinolin hasen, indek eriviesen sie
~1)
21
2)
4)
Heuslei. ibid. XXV, I G G > .
Burg, ibid. X[II, 1934.
Vergl. Riebm. ibicl. SXIf-. 103c.
S n c h giitiger Mitteilurig des Wnrrn Diraktor Dr. K r e 5-
IVehrcu.
ZII
0.D o e b n e r : Ueber Brucinpolysulthydrat.
693
sich durch die Unfdhigkeit, wohldefinierte krystallisierte Derivate zu
liefern, meist noch als Gemenge.
Hingegen wurde aus der Fraktion 240--245O C 11 i n o i i n in
ganz reineni Zustande isoliert. Das aus dieser Fraction durch Fillen
der atherischen Losung mit einer Losung von Pilirinskiure iu Aether
gewonnene rohe Pikrat erwies sich ala ein Geinenge inehrerer Yikrate,
welche durch Umkryatallisieren aus Weingeist getrennt wurdan.
Der in Weingeist am schwersten losliche Teil - gelhe Nadelri
vom Schmelapunkt 2030 - erwies sicli als identisch mit dem Pilrrat
des Chinolins.
0,1I91 g gaben 17 ccm Stickstoff biu 754 rnw I)luck und L'f)'-' C.
= 0,0190492 g Stick5toff = 15.99 P oz.
Gufundrln
Hewchnet fiir : C , H, N + C , H3 N, 0,
Proxtmte :
N : 15,61
15.99.
Die aus dern Pikrat durch Alkali abgesckiedene Base zeigte
den Siedepunltt 2300 und gab ein aus Alkohol in grofsen, griingelben
Nadeln krystdlisierendes Jodmethylnt vom Schmelzpunkt deu Chinolinjodmethylnts.
Aucli rlas Jodgthylat ern ies aicli init dem des Chinolins (Sclinielzpunkt 1530) als identisch.
111. 0. Uoebiier: iicber das Polysnlfhydrat, des Briiciiis.
(Eiilgegaugen den 29. November 180.1 )
DLWC
Ninwirlrung
~
des Ammoniumpolysulfids auf eine alkoholische
Strycliuiulosung liat A. W. H o f i n a n n I) bereits 1887 ein fur die
Thoorie der Sulfide interessantes, orangerotes Strychniu-Polysulficl
erhalten, welchem nach spateren Untersuchungen 2, dieses E'orschers
die Zuaaurnensetzung (Cg1H,, N2 02),H2 S6 zukommt. Veradal'jt
durch diese letzteren Versuche, bei deren Auufuhrung ich dailials
mitmirkte, hnhe ich bereits vor Jahren nach d e n gleichen Verfahren
aus Brucin ein orangerotes Polysulfid dargestellt und gefunden, dalk
das letztere n i c k uiri Wasserstoff-Hexasulfid, sondern ein Wasserstoff0 c t o s u 1 f i d : H, S8 enthdt. Diem i'ersuche wurdeii bisher nicht
1)
2)
A. W Hofmarin, Her. diem. Cfes.
ibid. X, 1097.
I, 81.
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