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Neue Bestimmung des Arsengehalts in dem Eisenoxydabsatze der Quellen zu Alexisbad.

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ARCHIV DER PHARIACIE,
CXXXIJ. Handes ztlreites Heft.
Erste Abtheilung.
I. Physih, Chemie und prahtische
Pharmacie.
Neue Bestimmung des Arsengehalts in dem Eisenoxydabsatze der Quellen zu Alexisbad;
von
Dr. L. F. Hey.
Die chemische Priifung des Ocherabsatzes aus dem
Brodelbrunnen zu Pyrmont lenkte meine Aufmerksamkeit
wieder anf unsere vaterllindischen Quellen zu Alexisbad.
Durch die gefallige Hereitwilligkeit des Badearztes Herrn
Medicinalraths Dr. Z i e g 1e r aus Ballenstedt ward mir
aus beiden dortigen Quellen: a) der Badequelle (Alexisbader), 6 ) der Trinkquelle (Alexisquelle) eine Portion frisch
gesamnielten Quellabsatzes ubersendet. Nachdem dieser
Ocherabsatz lufttrocken geworden, liess ich 500 Grm. mit
concentrirter Salzsaure vollkommen ausziehen, in die filtrirte Plussigkeit schwefligsaures Gas leiten, die uberschussige schweflige Saure durch Erhitzen beseitigen,
filtriren und Hydrothiongas durchstromen, bis kein Niederschlag weiter entstand. Die ausgewaschenen und getrockneten Niederschlage wurden mit Salzsaure und chlorsaurein Kali behandelt, dann von neuem mittelst Schwefdwasserstoff niedergesclilagen und durch Ammoniali das
Schw?felarsen ausgezogen. Durch Einleiten von Schwcfelwasserstoff und nachheriges Ansliuern mit Salzsaure
wurde es aus der ammoniakalischen Losung wieder gefhllt,
und aus der Alexisbader oder Badequelle 10,25 Grm.
Schwefelarsen = 6,2409 Arsen = 8,2381 arsenige Saure
Arch. d. Phnrrn. CXXXII.Bds. 3. Eft.
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B k , Amengehalt der Qilellsn
zu A h i s b u d .
erhalten. In dem Absatze der Alexis - Trinkquelle fand
man auf 500 Theile 0,7000 Schwefelarsen = 0,4262 Arsen
= 0,5626 arseniger Saure.
Demnach enthalten 100Th. des Ochers an arseniger
Saure :
A) Aus der Badequelle.. . . 1,6476 Th.
B) Aus der Trinkquelle.. . 0,11852
Da nun im Jahre 1847 von mir und Diesel in 1OOTh.
des Eisenabsatzes der Badequelle nur .
0,9215
der Trinkquelle dagegen nur . .
. . . . . 0,11247
an arseniger Saure gefunden worden waren, so ergiebt sich,
dass die Menge derselben in beiden Quellen zugenommen
hat, also keineswegs eine constante ist, wie wir dieses
schon in der Mittheilung uber die friihercn Versuche,
Archiv der Pharmacie Bd. 102. S. 274, ausgesprochen
haben. Ob dieser Umstand vielleicht daraus erklirbar,
dass der Zufluss von Tagewassern in dem sehr trocknen
Jahre 1846 geringer gewesen, als in dem Jahre 1854, wo
im Sommer sehr vie1 Regen unsere Gegend heimsuchte,
namentlich aber im Juni und Juli, gerade zu der Zeit,
in welcher der Absatz a m den Alexisbader Quellen gesammelt worden war, muss ich so langc unentschieden
lassen, bis weitere Reobachtungen zu sicheren Schliissen
berechtigen werden.
Ein geringer Gehalt von Antimon wurde auch dieses
Ma1 in dem Absatze der Badequelle, aber nicht in der
Trinkquelle wahrgenommen, dessen Menge indess nicht
bestimmt werden konnte, weil sie zu gering war und man
sehr grosse Rlengen des Ochers in Arbeit nehmen musste,
um den Gehalt an Antimon quantitativ ermitteln zu konnen.
In der Trinkquelle hatte sich friiher ein geringer
Gehalt an kohlensaurem Zinkoxyd darthun lassen, der
aber damals dem Gewichte nach nicht bestimmt worden
war. Derselbe war diescs Ma1 zu ermitteln versucht und
in 100 Th. des Absatzes auf 0,05106 Th. lrohlensau~es
Zink bestimmt.
Wenn nun nach friiher angestellten Versuchen auf
,,
...
....
,,
,,
Vohl, Arsengehalt gennger Papiersorten.
131
758775 Th. Wasser 100 Th. Eisenocherabsatz gerechnet
werden mussten, so wiirden auf 7680 Theile Wasser
0,000397 kohlensaures Zinkoxyd kommen.
-
Ueber einen bedeatenden Arsengehalt geringer
Papiersorten,
besonders des grauen Filtrirpapiers (Liischpapier);
von
Dr. H. Vohl in Bonn.
-
Fast allgemein kommt jetzt im Handel eine Sorte
sehr geringen, grauen Filtrirpapiers vor, welches in enok
men Quantitiiten verbraucht wird, dabei aber einen bedeutenden Arsengehalt zeigt. Diese Papiere werden von
Papierschnitzeln und alten Tapeten verfertigt, welche letztere fast nie frei von arsenikalischen Kupferfarben (Schweinfurter und Neuwieder Griin) sind, ebenso sind dieselben
haufig von Bleioxydfarben begleitet.
Wird 1 Quadratzoll ilieser Papiere mit verdunnter
Schwefelsaure und metallischem Zink im Marsh'schen
Apparate behandelt, so erhalt man sehr starke Arsenspiegel. Ein Bogen diescs arsenikalischen Papiers (aus
der Papierfabrik des Herrn Nonnen auf der Brahl) wurde
mit verdiinnter Salzsaure unter Zusatz von chlorsaurem
Kali in gelinder Warme behandelt, die breiige Masse auf
ein Filter geworfen und mit heissem destillirtem Wasser
ausgesiisst. SLmmtliche erhaltene Flfissigkeiten wurden,
nachdem uberschiissige schwefligc Saure zugesetzt und
dieser Ueberschuss durch Erwarmen verjagt worden war,
mit Schwefelwasserstoffgas bchandelt.
Es entstand ein bedeutender Niederschlag von schmutzig-brauner Farbe, der abfiltrirt und mit Schwefelwasseratoffwasser ausgesusst wurde. (Anwendung von Schwefelwassserstoffwasser zur Aussiissung, urn die Oxydation dcs
Schwefelkupfers zu vermeiden.)
Der Niederschlag, welcher ausser Arsenik noch Kupfer
und Blei enthielt, wurde mit Ammoniak ubergossen und
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