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Neue flUchtige Sure der Vogelbeeren.

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Neue fliichtige Suuve do. Vo'oyelbeeren.
Der aus den jiinasten Knospen gewonnene Saft gerinnt beim Kochen, $as Coaguluin ist in Wasser und
verdfinnten Mineralsauren unloslich, liislich dagegen in
Essigsaure.
Es ist in diesem Safte ein Gemenge von GerbsLure
mit einem proteynartigen Korper und einer loslichen Form
der Cellulosereihe auf elost enthalten. Stiirkmehl und
xndere blaschenartige e bilde sind in demselben nicht
enthalten.
Die Zellenkrystallo'ide haben von dein Safte umgeben
das Ansehen von Eiweiss, selten lassen sich Schichtungen
im Innern wahrnehmen.
Lasst man den Saft ganzlich eintrocknen, so erscheinen die Kryetalloi'de, wie hohle Raume in der eiweissartigen Substanz. Aus den mit den Krystalloi'den angestellten Reactionen lasst sich schliessen, dass die Zellhaute derselben nicht aus Celluloae bestehen, und dass der
Inhalt wahrscheinlich ein fett- oder harzartiger, vislleicht
stickstoffhaltiger Stoff ist. (Poggsnd. Ann. Bd. IOU. S. 514
-626.)
E.
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Ueber eiae Buoreseirenle Pliissigkeit aus der Warzelrintle von Rhamnus frangula,
Fiirst Salni - H o r s t n i a r erhielt bei Untersuchung der
in der Wurzelrinde von Rhamnus franguln enthaltenen
Farbstoffe eine iitherische Losung mit griinlichblauer
F1uoresc:irung.
Man erhalt die Substanz, wenn der eingetrocknete
wcingeistige Auszug der Wurzelrinde in einem Tiegel, welcher init Schreihpapier bedeckt ist, erhitzt wird. Es setzen
sich an dem Papiere Krystalle von Rhamnoxanthin an,
davon befreit erscheint das Papicr fast chromgelb gef#rbt, dasselbe mit Aether xusgezogen, gab eine E'liissigkeit, welche sowohl im Tageslichte als im Larnpenlichte
stark griinlichgelb fluorescirte. Die Rhamnoxanthinltrystalle in Aether gelost, zeigten dagegen keine Spur
Fluorescenz. ( P o g y e a d . Ann. Bcl. 109. S. ,529 -541.) E.
Neue fliichtige Siiure der Vogelbeeren.
Der eigenthiimliche, durchdringende Geruch, welcher
sicli beim Abdampfen des Saftes der Vogelbeeren entwickelt, wenn dieser zur Darstellung der Aepfelsaure
tlieilweise mit Ra.lk gesiittigt ist, riihrt von einer fluch-
K e u e jliiclttige Saure der Vogelbearen,.
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tigen Slure her, die von M e r c k aufgefunden und von
A. W. H o f n i a n n untersucht ist. Destillirt man ngmlich den mit Kalkniilch versetzten Vogelbeersaft, nachdern die Kr stalle des apfelsauren Ralks davon getrennt
sind, so er alt man ein saures, wasserhelles Destillat,
welches niit kohlensaurem ru’atrou gesiittigt und auf dern
Wasserbade eingedanipft bei der Behandlung mit mzssig
verdiinnter Schwefelsaure eine braune Oelschicht auf
wasserklar gewordener Salzlosung abscheidet. DIeses
Oel, durch Losung in Aether und duroh Destillation gereinigt, ist die neue Saure. Es stellt frisch destillirt
eine wasserklare Fliissigbeit dar von eigenthunllich aromatischem Geruch, der in verdiinntem Zustande nicht
unangenehm ist. Concentrirt riechen die Diimpfe hochst
widerwartig, fast betiiubend. Das Vogelbeerol zeigt den
Charakter einer nur schwachen Saure. Es liist sich in
den fixen Alltalien und in Ammoniak, chenso in I<alkwasser und Uarytwasser; es lost sich ferner in den Isohlensauren Alkalien, ohne indessen die Kohlensaure aus
denselben auszutreiben : nber alle diese Losungen liefom
beim Verdarnpfen nur harzige Riiclcstiinde ohne jede
Krystallisation.
Merkwiirdig ist das Verhalten des Vogelbeerols unter
dern Einflusse kriiftiger chernischer Agentien. k:rwiirmt
man das OeI gelinde mit festem Kalihydrat, setzt dann
zu der entstandenen Losung Chlorwasserstoffsaure, so
mheidet sich dae Oel wieder ab, erstarrt aber schon nach
einigeu Augenbliclcen zur festen Krystallmasse. Dieselbe
Umwandlung wird durch Sauren bewerlrstelligt. Die
Krystalle liaben sitmmtliche Eigenschaften einer wohl
cliarakterisirten Saure. Diese wird Sorbinsaure geuannt
und da das Vogelbeerol mit ihr procentisch gleich zusnmmengesetzt ist (beide Korper haben die Forinel
C12HB04j und eiuen vie1 wcniger bestimmt ausgesprochenen Charakter zeigt, so wird dasselbe rnit Paraaorbinsiiure bezeichnet.
Die Sorbinsaure ist unloslicli in ltaltein und mlissig
loslich in heissem Wasser, lost sich aber leicht in Alkohol und Aether. Sie ist geruchlos, sohinilzt Lei 1340,5,
erstarrt aber nur langsain und viele Grade unter dem
Schmelzpuncte und verfliichtigt sich bei hoherer Teniperatur olinc Zersetzung.
Sorbinsaures Silber, C1*H7Ag 0 4 , ist ein wcisser,
unloslicher, kaum krpstallinischer Niederschlag; sorbinaaures Barymn, C*aH7Ba 0 4 , erhiilt man als krystalli-
K
Ueber das Linin.
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nischen Ruckstand beim Abdanipfen einer Losung von
Baryumcarbonat in wasseriger Sorbinsaure- sorbinsaures
Calcium wird ebenso wie das Rarytsalz dargestellt und
ist nech der Formel ClzH7Ca04 zusammengesetzt. Der
Sorbinsaure - Aethyl Aether, ClaH7 (C4H5) 0 4 , ist eine
farblose Fliissigkeit von angenehm nromatischem, a n
Benzoesitureiither erinnernden aeruch, leichter als Wasser, bei 1950,5 siedend, und bildet sich beim Einleiten
von Chlorwasserstoffsaure in die alkoholische Losung der
Sorbinsaure. Sorbylchlorid gewinnt man durch die Einwirkung des Phosphorpentachlorids auf die Saure oder
dee Trichlorids auf die Kaliumverbindung. Das Sorbamid endlich besteht aus weissen, leicht schmelzbaren
-
Nadeln und entspricht der Formel
(Ann. der G e m . u. Pharm.
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I
2
XXXZV. 129 -141.)
S.
G.
Ueber das Liiin,
P a g e n s t e c h e r entdeckte bei Untersuchung der
Pflanze Linum catharticunt in derselben einen eigenthiimlichen Stoff, den er Linin nannte, dessen Darstellung
S c h r o d e r nicht zweckmassig gefunden hat, weshalb
derselbe versuchte zur Darstellung des Linins einen
gliicklichern Weg einzuschlagen. Das Verfahren ist
folgendes :
Eine grossere Quantitat des Krautes wurde langere
Zeit mit verdiinnter Kalkmilch digcrirt. Die abgepresste
und filtrirte Fliissigkeit zeigte sich lebhaft gelb gefarbt;
der Geschmack war bitter und laugenhaft zugleich. Mit
Chlorwasserstoffsaure entstand darin sofort eine betrachtliche Triibung, die nach langerem Stehen noch lebhafter
hervortrat. Da der Xiederschlag in der Fliissigkeit so
fein suspendirt blieb, dass diese von jenem nicht wohl
abfiltrirt werden konntc, so wurde das Ganze mit einer
hinreichenden Menge Aether versetzt und fleissig geschfittelt.
Nach der Abnahme zeigte sich der Aether lebhaft
griin gefarbt und hinterliess auf der Zunge den charakteristischen, widerlich bitteren Qeschmack des Linins.
Rei dern Abdestilliren des Aethers wurde von S c h r o d e r , als der grosste Theil desselben bereits uber e angen war und die riickstilndige Fliissigkeit zu er a ten
begann, das Anschiessen scboner seidenartig glanzender
Yi
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