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Neue Ziele der Botanik. Von Dr. K. Suessenguth a. o. Professor an der Universitt MUnchen Konservator am Staatsherbarium. Mit 7 Abb. 160 Seiten. Geh. 6. В Э RM. Lwd. 7.20 RM. В Э BesprecherW. Zimmermann

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B ii c h e r s c h a ti
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bigs nicht allein Eigentum des wissenschaftlichen Welt ist, soadern heldisohe
Gestalt des deutschen Volkes und dessen Geschenk an die Kultur der Welt.
AIs Schilderer der Leben von Thomas Paine und Ignatius von Loyola sah
Blunck auch im Leben des groOen, begrundenden Chemikers die Linien und
die auf ihnen und um sie wirkenden Krafte im Lebensablauf eines Naturforschers, der von Kindheit an schicksalhaft zur praktischen Tatigkeit und
Beobachtung und zur Verbindung von Wissenschaft und wirtsohaftlicher Auswertung geleitet wurde. Die Apothekerzeit Liebigs hat wohl kaum einen
EinfluB auf seine Entwicklung gewonnen. Blunck schreibt auf Grund seines
unbefangenen Urteils, daB der Materialist Johann Georg Liebig, der in Darmstadt vomiegend mit Drogen, Farben und Firnissen handelte und in seiner
Farbkuehe ein chemisches Laboratorium hatte, alle vier Sohne Apotheker
werden lieR, weil der Apotheker fur ihn die nlchsthohere soziale Stufe war,
in der er seine Sohne sehen wollte, ob sie wollten o,der nicht. Wir erfahren
uber die Beeinflussung Liebigs durch die Lehre des Apothekers Pirsch in
Heppenheim auch bei Blunck nichts Neues, aber wir erleben in diesem Buche
den Aufstieg der Chemie durch Liebig und seine Zeit, uber die Blunck das
geschichtlich bemerkenswerte Zeugnis abgibt, daO sie zur Zeit des Studenten
Liebig noch keine selbstandige Wissenschaft im vollen Sinne war, daB vielmehr die ,,traditionellen Bedingungen an Medizin und Pharmazie" noch zu
stark waren. Urn dieser Feststellung willen verdient Bluncks Lebensgeschichte
von Justus von Liebig die besondere Aufmerksamkeit der Pharmazeuten. Hier
offnet sich eine der Pforten aus der E'harmazie in die groOe wissenschaftliche
und nationalwirtschaftliohe Welt.
Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Herausgegeben vom Ostereichischen Apothekerverein und der Gesellschaft fur Geschichte der Pharmazie. Bearbeitet von Priv.-Doz. Dr. Otto Z e k e r t. 1938.
Berlin, Deutscher Apothekerverlag Dr. Hans Hosel. (Das IBuah geht den Mitgliedern der Gesellschaft fur Geschichte der Pharmazie als Gabe ZL) - Besprecher: W. 2 i rn m e r m a n n.
Die Gesellschaft fur Geschichte der Pharmazie hat 1934 im Treudruckverfilhren das Dispensatorium des Valerius Cordus (durch Ludwig Winkler herausgegeben nach dem 1546 in Nurnberg erschienenen ersten Druck. Wenn sie jetzt
das aiteste Wiener Arzneibuch yon 1560, das nlur in einem handschriftliohen
Stiick erhalten ist, im Archiv der Universitat Wien herausbringt, so leistet sie
damit der Gesohichte lder Arzneimittel und Rezeptierkunde einen sehr wertvollen Dienst. Zekert fugte dem Textabdruck Anmerkungen und als Anhang
Erlauterungen von etwa 800 Ausdriicken bei (an deren Deutung sich der Besprechende beteiligte). Gerade diese Erlauterungen vermitteln den geschichtlichen Wert dieses Dispensatoriums, denn sie stellen die Brucke zu den
heutigen Begriffen dar.
Neue Ziele der Botanik. Von Dr. K. S u e s s e n g u t h , a. 0. Professor
an der Universitat Miinchen, Konservator am Staatsherbarium. Mit 7 Abb.,
160 Seikn. Gah. 6.- RM., Lwd. 7.20 RM. - Besprecher: W. Z i m m e r m a n n.
Gedanken eines gut beobachtenden und soharfdenkemien Botanikers sind
in diesem Buche zur A u s s p r a c h e gestellt. Der systematisch-pflanzengeographkche Teil mag nur einen engeren Kreis beschaftigen, aber der physiologische Teil schneidet Fragen an, die so sehr an die Grundfragen uber
Lebensvorgange riihren, dai3 man es freudig begru5en mu5, wenn einmaI
solche Gadanken zum Nachpriifen vorgelegt werden. Suessenguth schneidet
die Frage der Assimilation, dle Entstehung von fetten Olen, von Ringverbindungen im Pflanzenkorper an, behandelt die enzymatische Hydrolyse, elektrophysiologische Erscheinungen und fiihrt auf sie Vorglnge wie Plasma-
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Bucherschau
rotation, Chromosomenteilung, Plasmavermehrung (Wachstum), Stoffleitung.
Nahrsalzaufnahme zuriick, nioht beweisend. sondern hinweisend auf Erkliirungsmtiglichkeiten. Er riittelt an manchen Anachauungen, als Beispiel sei nur
genannt, Sda8 er did Stickstoffassimilation der symbiontischen Wurzelbakterien
bei Papilionaceen anzweifelt und die Abgabe eines Hormons oder Enzymes
an die Wirtspflanze als Ziel von Untersuchungen anrat. ,,Lebensratsel
der Pflanze" - das sind die Leitgedanken dieses auBerst anregenden Buches.
Taschenbuch der in Deutschland geschiitzten Tiere. Nach der Naturschutzverocdnung vom 18. Marz 1936. Von Prof. Dr. W. S c h o e n i c h e n .
Herausgegeben von der Reichsstelle fur Naturschutz, Berlin. Mit 36 vielfarb.
Kunstdrucktafeln. 80 Textbildern und 32 einfarb. Tafelbildern. 1938. BerlinLichterfelde, Hugo Bermiihler, Verlag. 168 Seiten, Lwd. 7.50RM. -Besprecher:
W. Z i m m e r m a n n .
Dem ,,Taschenbuch der in Deutschland geschiitzten Pflanzen", ebenfalls
herausgegeben von der Reichsstelle fur Naturschutz, ist der entsprechende
Band iiber die geschiitzten Tiere gefolgt. NaturgemaD hat der botanische
Band fur den Pharmazeuten grol3ere Bedeutung, aber Naturschutz ist eine allgemeine nationale Angelegenheit. Die naturwissenschaftliche Allgemeinbildung,
die man im Volke bei dem Apotheker voraussetzt, fordert, idal3 der Apotheker
das Biichlein als Berater unter seinen Nachschlagebiichern hat. Die Kenntnis
der heimischen Natur wird durch die Abbildungen leicht bereichert.
Valutazione bioiogica dei medicamenti. Von Prof. Dr. Giulio B u c c i a r d i , Correggio. Publicato a cura 'del Laboratorio Farmacologico Dr. Recordati. 1938. Florenz, G. C. Sansoni. XVI und 564 S.; Leinen L. 120.-. - Besprecher: W. Z i m m e r m a n n.
Den Kreis der Benutzer dieser Zusammenstellung des Wissens uber den
Wirkungswert der behandelten Anneimittel umschreibt das Umschlagbktt:
,,Biologen, Chemiker, Apotheker, Studierende und Industrielle finden in diesem
Werke die Beschreibung aller besonderen biologischen Untersuchungsweisen
iiber Hormone, Vitamine, Chemoterapeutica, Digitalismittel, Sera usw." Weiter
sind behandelt die Grundlagen der biologischen Auswertung, die Erklarung
der Ergebnisse und die Fehlerquellen, die physikalischen und chemischen
Eigenschaften. Zahlreiche Tabellen und Kurven sind beigegeben. Jedem Abschnitt ist ein umfangreicher Schriftennachweis angefiigt. So stellt sich das
Buch als ein wertvolles Nachschlagewerk dar.
Kampf gegen Schmerz und Tod. Kulturgeschichte der Heilkunde. Mit
432 Bildern. Von RenB F ii 1 6 p - M i 11 e r. 1938. Berlin, Siid-Ost-Verlag.
331 Seiten. Leinen 12.- RM. - Besprecher: W. 2 i m m e r m a n n.
Die Aufgabe, die der Verfasser sich gestellt hat, war, die Kvlturgeschichte
der Heilkunde darzustellen unter dem Leitsatz: die ewige Tragik der Kreatur.
Er versucht, im Text und vor allem im Bild ,,die Gebarde nachzuformen, mit
welcher der Mensch zu allen Zeiten und in allen Kulturen seinen Urfeind, die
Krankiheit, abzuwehren, zu bannen, zu beseitigen versucht". Kiinstlerisch-seelisch sind Zauberglaube, Alchimie, empirische Medizin, Enkicklung der
Wissenschaft bis zu den Behandlungsformen der Organo- und Hormontherapie
gesehen und in einer sehr guten Auswahl vorziiglich wiedergepbener Bilder
dargesteilt.
Verantwortlich fiir den Inhalt in redaktioneller I W c h t : H. Dieterle, Frankfart a. M.; fiir
den Anteigenteil: Anton Burger, &rlin-Tempe.IhoI. - Verlag Chemie, G. m. b. H.. Berlin W 35.
Coraeliasstr. 3.
DracL: Manrer & Dimmick, G. m. b. H., &rlin So 16. - Printed in Germany.
1)h. I. Vj. 1939 3800. - Zur Ze5t ist Anrzeigenpreidiste Nr. 3 gtiltig
-
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