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Neuer gelber Farbstoff.

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Neuer gelber Farbstoff.
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verkaufen sol1 (?). L a f o n t hat rnit der Chloroform - Dampfmaschine des Herrn B e s 1 a y sehr gelungene Versuche
angestellt. Die zweicylindrige Maschine war zu 20 Pferdekraft gebaut. Es wurde nach ewiesen, dass, wahrend
die Maschine rnit Wasserdamp in dern einen C linder
mit 9,45 Pferdekraft wirkte, sie in dem andern mi6 Zhloroformdampf rnit 14,8 Pferdekraft arbeitete. (Monit. indust.
1818.- Buchn. Rep. 3. R. Bd. 3. A 1.)
0.
fg
Neuer gelber Farbstoff.
Das neue Farbmaterial, welches von Batavia unter
dem Namen Wongshy nacli Hamburg gebracht worden
ist, besteht aus den Samenkapseln einer Pflanze, welche
nach Re i ch e n b a ch zur Familie der Gentianeen gehort,.
S t e i n in Dresden theilt dariiber Folgendes mit:
Die Form der einfacherigen Kapseln ist langlich eirund,
am Stielende in eine Spitze ausgezogen, am entgesengesetzten stumpfern mit dem vertrockneten sechslappi en
Kelche gekront. Die Grosse derselben ist verschie I fen,
doch betragt durchschnittlich die Lange 1,s - 2” und der
Durchmesser an der dicksten Stelle ungefahr 0,5”. Die
Farbe ist ungleichformig riithlichgelb. an einzelnen Stellen
bald dunkler, bald lichter. Die Beschaffenheit der Oberflache ist mehr und weniger unregelmassig wellig mit
6 8 Langsrippen. Der Geruch ist safranartiq, hintennach honigahnlich. Die Schale ist ziemlich h a r t und
sprode, wird aber beim Kauen schnell schleimig, den
Speichel gelb farbend und wenig bitter schnieckend; im
Wasser quillt sic stark aof. Im Innern der Kapseln befinden sich, ohne Befestigung an den Wanden, in einer
verhartelen Pulpa liegeiid und durch dieselbe fest mit
ei n a n d er verb u n d en, k I e i n e d u n k el ro 111 gelb e Sam en mi t
chagrinartig rauher OberflBche, deren in einer derselben
408 gezahlt wurden. Diese Samm sind ziemlich hart,
beim Kauen nur langsam erweichend, ohne nuffallenden
Geschmack, jedoch nach einiger Zeit auf der Zungenspitze ein schwaches , eigenthiimlich sauerlich- susses
Brennen hervorbringend, was an die Wirkung des Paragayroux erinnert. Die Pulpa dagegen besitzt einen stark
bittern Geschmack.
Der Embryo besteht aus amylumhaltigen Zellen und
ist von Albumen umgeben, was sich sehr leicht durch
Jod erkennen Iasst, welches den Embryo durch und
durch blau farbt, die ihn unigebende hlasse aber nicht
verandert. Auspraparirt zeigt er unter dern Mikroskop
-
Feuer gelber Farbstoff.
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zwei Samenlappen ; Lesonders deullich zeipt sich die
dicotyledonische Beschaffcnbeit an einern Querschniite
des Samenn, welcher durch den Embryo geht. Zugleicb
hemerkt man hierhei. dass der Farhstoff vollliommen
amorph, in den nach lnnen gelegenen Zellen cler Samenhulle gelb mit einem schwachen Stiche ins Grunliche, in
ded nach Ausscn liegenden dagegen purpurroth erscheint.
Auch in den Schalen liisst sicli durch Jod Amylum nacli\+eisen, und unter dem hlikrosliope erliennt man nehen
orange - und rothgel'arbten Zcllen auch solchc a m aussern
Rande liesend, deren Inhalt eine schwach grunliche Farbung I)esi(zt.
D i e Won gs h 'jfr uch t e , .zers t o ssen, s eb en lei ch I, so w o h !
bei gewohnlicher Temperatur; als heim Kochen, Farbstoff
ab. Der concentrirte Auszug ist sehr schleimig und besitzt eine feuerrothe Farbe, welche bei starker T( erdiinnung
i n Goldqelb ubergeht.
A u k S iritus von 80 Proc. Tr, eben so wohl als
absoluter Al .ohol nehmen. mit den gestossenen Fruchten
digerirt, eine feuerrothe Farbe an, die beim Verdiinnen
gleichfalls Goldge!b wird.
Fettes Oel nimmt neder bei gewohnlicher Tempem
tur, noch i n der Hitze Farhstoff aus den Friichten' auf.
Um die Anwendbarlieit des Wongshyfarhstoffs in der
Farbei-ei zu ermitteln, wurde 9 Th. dei gestossenen Kapseln niit 40 'Th. lauwarrnen 1Vasser.s wilirend I?: SLunden
und unter ofterm Uniriihren slehen gelasscn und hierauf
die Flussigkeit ahgeseiht. Auf diese Weise wird der
Farbstoff am schnellsten ausgezogen.
Mit diesem Auszuge wurde nun gehorig vorbereitetes
Wollenzeug theils ohne alie Reize , heils gebeizt mit
Alaun, Zinnchlorur, essigsaurer Thonerde und Bleiessig
bei einer Temperatur von circa 40° ausgefarht. Das ungebeizte Zeus erschien bei einmalipem dusfarben schon
und gleichforrnig orange gefarbt.' Ton den vorgebeizten
Proben war die .mit Alaun und essigsaurer Thonerde am
besten ausgefallen. Durcli nochmaliges Ausfarben gaben
indessen die Proben m i t Alaunbeizen ganz zufriedenstellende Resultate. Auch mit Seide verbindet sich der
Farbstoff leicht und gleichformis, indem er ihr eine sehr
feurige, goldgelbe Farbung erthetlt. Baumwolle lasst sich
nur mit H i i k ron Beizmitteln farben und zwac schien
die Zinnheize die beiten Resultate zu liefern. Die -Parbe
erschien oranqe, von einem fur das Auge sehr angenehmen Ton. Die Farbe sowohl auf Wolle, als auch auf
Seide und Baumwolle, widersteht der Seife ganz vollkommen, wird aber durch Alkalien gelb, durch Sauren
F
Neuer gelber FatDstof.
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und Zinnsalz ins Rothe nuancirt. Durch dieses Yerhalten
unterscheidet sich dieselbe von der Farbe des Orleans,
mit der sie im Uebrigen eine grosse Aehnlichkeit hesitzt.
eine Aehnlichkeit, die leider auch in der Einwirkuns.des
Lichtes auf dieselbe hervortritt. Am Lichte bleicht niimlich die Farbe auf Baumwolle sehr bald, dnd zwar am
schnellsten ; weniger schnell auf Wolle, und h e r wiederuni
zeigie sie sich haltbarer auf der ungebeizten Probe; am
Iangsten widersteht sie dem Lichle auf Seide, so zwar,
dass sie hier im Yergleich mit den uhrigen bekannten
gelben Farben wolil zu den besten wird geziihlt wecden
kiinnen.
Durch Anheizen von Wollenzeu? mit Kalkwasser und
Auskochen in, der kochenden Parbellussigkeit erhielt S t e i n
ein schijnes Gelb niit einem scliwachen Stiche ins R o h liche, was der Seife vollkornnien und der Einwirkung des
Lichtes besser, als das Oranse, widersteht. Yon Alkalien,
Sauren und Zinnsalz wird es weniger a h das Orange,
jedoch in ahnlicher Weise verandert. Verschiedene sehr
schone Niiancen von Gelb lassen sich aber erhalten, wenn
man der Farbeflussigkeit Pottasche oder Aetzkali zusetzt
und- bei gewohnlicher Temperatur das ungebeizte Zeus
ausfarlit. Die Verbindung der Farhe mit der Faser erfolgt
schnell sehy gleichformig und intensiv. Durcli Zusatz von
1 Th. Poltasche auf 30 Th. Farbefliissigkeit wurde ein
Gelb erhalten, welches durcli eine gennge Beimischung
von Rotli besonders feurig erschien; durch Zusatz der
doppelten Menge Pottasche ein lebhaftes Gelb rnit einem
schwachen Stich ins Grune. Aetzkali anstatt der Poltasclie angewendet, liefert fast dieselbe Farbe.
Fur Seide und Baumwolle ist die Wirkung der Alkalien eine ahnliche, doch tritt sie weniger auffallend hervor, weil die Seidcn- und Baumwollenfaser den Farhstoff
uherhaupt in geringerer RIenge aufnehmen, als die Wolle.
Die Wongshyfruchte enthalten 5 Proc. Asche.
300 Theile dieser Asche enthalten :
Pbosphorsiare ..... .10,2i = 5,i50
liieselerde .......... 4,OO
Schwefelsaure. ..... 0,93
Chlor .............. 0,55
K a l l r . . . . . . . . . . . . ..11,96 == 3,360
nlagnesia.
3,4i
Eisenoxyd
5,51
Natron
,11,35
Kali..
.29,19
ii,23.
..........
..........
............
............
(Po@ Centrbl. 18-19. hro. 19. p . 2153- 1 l62.l
5.
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