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Notiz Uber Arachis hypogaea.

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Morren, uber Arachis hypogaea.
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Taschenbuch hingegen ist sie als P. pilosa Wild. aufgefuhrt. Nach Koch unterscheidet sie sich von P. recta namentlich durch die Wurzelblatter, weicbe weitere verkehrt einformige Blattchen haben und durch einen sehr
schmalen Kiel den Karpellen, ferner durch constant funfzahlige, nicht siebenzahlige Wurzelblatter. - Letzteres ist
nicht immer der Fall, erst ‘vor Kurzem habe ich bei mehreren Exemplaren gefunden, daas Wurzel- und Stangelbliitter sechs- auch ziebenzahlig waren. Iin Jahre 1841 schickte ich an Hrn. Prof. K och mehrere Exemplare, bei welchen zufallig alle Wurzelblatter
funfzablig gewesen sein mogen, und nach einer brieflichen
Mittheilung vom Prof. K o ch haben sich die Wurzelblatter
der aus Saamen gezogenen und cultirten Pflanzen immer
constant funfzahlig erhalten.
Mit P. inclinata Vdl. kann P. pilosa Wild.weniger
leicht verwechselt werden ; denn diese unterscheidet sich
durch hetrachtlichere Grosse, weitere im Umkreise, mehr
verltehrt eiformige , weniger tiefgesagte Blattchen , die
unterwarts nicht filzig sind.
--
Notiz uber Arachis hypogaea;
von
Ch. M o r r e n ,
Professor in Lutticli.
-
In einem Briefe datirt Rom den 21. October 1841
gab Herr Prof. M. Nachricht von seinen Beobachtungen
an der Arachis hypogaea, welche interessante Pflanzc er
in dem im Jahre 1837 von dem jetzt lebenden Pabste
G r e g o r XVI. gestifteten und unter der Direction des Ribters K a r l D on a t e 11 i stehenden botanischen Garten zu
rnachen Gelegenheit hatte.
Die Arachis hypogaea bildet, wie schon ihr Name bedeutet, die Frucht unter der Erde aus, ist aber noch besonders durch die Art merkwurdig, wie hei dieser Art die
Befruohtung vor sich geht. Der GrilTel ist lang, gekrummt
178
Morren, iiber Arachis hypogaea.
und endigt sich mit Papillen, weiter unten und seitwarts
aber befinden sich die stigmatischen Haare; die am Ende
stehenden Papillen sind namlich nicht die wahre Narbe,
und M. selbst beobachtete, wie die Pollenschlauche sich
in die seitlichcn Haare, niemals an der Spitze des Pistills eindrangen, eine Beohachtung, deren Richtigkeit Hr.
R. B r o w n bei ciner Unterrediing in Florenz bestatigte
So lange die Bluthezeit fortdauert und der Griffel zugegen
ist, wird das Ovulum nicht befruchtet, indem die Pollenschlauche damit nicht in Beruhriing kommen. Nach der
Bluthezeit verdickt sich der Bluthcstiel und scheint dann
mit dem Fruchtknoten nur ein einziges Organ auszumachen,
das sich in die Erde senkt. Nur bei Durchschneidung
des Blumenstiels mit dem Fruchtknoten unterscheidet man
lctztercn an zwei grunen mikroskopischen Puncten, die
ganz am Ende dieses Pflaiizentheils liegen. Diese zwei
Puncte sind die beiden Eichen (ovules). Der Griffel ist
nun abgefallen und hinterliess eine Narbe (cicatrice), welche,
wie M . glaubt, ein Reprasentant der Spongiola ist, welche
hier aus dem weiblichen Apparat ein Wurzelsystem hildet,
das bei der Mehrzahl der Gewachse ein aufsteigendes
ist. Dieser Spongiolarpunct ist roth, und an den jungen
Friichten der Arachis sehr deutlich ausgebildet.
Wenn der Blumenstiel sich betrachtlich vergrosserte
und vermoge der Spongiola des Fruchtknotens in die
Erde gedrungen ist, so sind, wenn man nun diese Theile
mikroskopischanntersucht, folgende Veranderungen bemerkbar. Die Haut, welche die nach dem Abfallen des Griffels
ubrig gebliebene Narhe iiberzog, hat sich abgelost, und
jetzt erst erfolgt die Befruchtung der Eichen; die Micropile tritt deutlich hervor und kommt in Beruhrung mit
dem Pollenschlauche, die Bildung der Hullen des Eichens
so wie der Raphe lassen sich deutlich erkennen. Diese
Befruchtung erfolgt ungefiihr 10 -45 Tage nach der Bliithezeit. Nun erst vergrossern sich die Ovula und bilden
sich unter verschiedenen Metamorphosen zu jenen Friichten
aus, die man unter dem Namen der Erdeicheln kennt.
Bei diesen Gewiichsen ist die Blume in der Luft, die
MiilEer, pharmakognostische Notisen.
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Frucht in der Erde; sic befruchten sich wie diestengel,
gebaren wie die Maulwiirfe, was eine seltsame Verbindung
von Eigenheiten ist. (Bulletins de tacaddmie royale des
Sciences et de belles lethes h Bruxelles. Vol. 8. P.II. p . 332.)
Dierlach.
-
Pharmakognostische Notizen ;
yon
Dr. J o b . M u l l e r .
-
1) Ueber Verfulschung des Safrans.
I n Bezug auf die in diesemhchiv 11.38. H. 2. p.186
gemachte Mittheilung iiber die Verfalschung des Safrans
erlaube ich rnir folgende Bemerkung.
Will man die Aechtheit des Safrans durch chemische
Reagentien constatiren, so ist und bleibt das schon friiher
empfohlene Verfahren mit Schwefelsaure wohl das zuverIassigste: Uebergiesst man namlich den Safran mit reiner
concentrirter Schwefelsaure, so werden die Narben sogleich
schon indigoblau gefarbt und die Schwefelsaure nimmt
ebenfalls dieselbe Farbe an, wahrend andere Beimischungen
diese eigenthumliche Erscheinung nicht darbieten. Jedoch
nur wenige Augenblicke dauert diese Erscheinung, indem
die indigoblaue Farbe der Schwefelsaure ins Purpurrothe,
alsdann ins Schwarzbraune ubergeht. Bis jetzt ist es aber
nicht moglich gewesen, diesen blauen Farbestoff zu isoh e n , obgleich von mir mehrfache Versuche gemacht
wurden. Uebrigens wird bemerkt, dass der Safran am
meisten mit den Blattern des Crocus uulmus verfalscht wird,
welche mit Schwefelsaure eine dunkelgrune Farbung erleiden.
2) Ueber den Gebrauch des Bleiweisses statt des Lycopocliums.
In einigen Gegenden ist es Sitte, die wunden Stellen
bei kleinen Kindern rnit Bleiweiss zu bestreuen, wodurch
schon oft die heftigsten Anfalle von Bleikolik entstanden.
Urn dergleichen Anfglle zu verhiiten, wird es daher zweckmassig sein, das Publicum vor dem Gebrauche dieses Wittels
zu warnen und das unschgdliche Lycopodium zu empfehlen.
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