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Notiz Uber die Auffindung des Zinks bei gerichtlich-chemischen Untersuchungen.

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100 B. Otto, 01. d. A&&
d.
@ gerichtl-chem. Untarauchangen.
Notiz uber die A m d u n g des Zinks bei gerichtlichchemischen Untersuchungen.
Von R o b e r t Otto.
(due. dem chemiech- pharmaeeutiichen Laboratorium den Polyteehnhm xu
Braunaohweig.)
Mit der Vorbereitung einer neuen Auflage von Otto's ,,Anleitung zur Ausmittelung der Gifte und Erkennung der Blntflecken
bei gerichtlich-chemiechen Untersuchungen" beschiiftigt, finde ich bei
Durchsicht der in den letzten Jahren erschienenen, den Gegenstand
beriihrenden Literatur u. A. eine die Buffindung des Zinke betreffende Angabe von Chap uis,l wonach nnter 'gewissen Bedingungen
daeselbe nicht an der normalen Stelle, im Schwefelammon-Niederschlage, sondern quantitativ innerhalb des Niederschlags gefunden
werden 8011, welchen man beim Einleiten von Schwefelwasserstoff
in die auf iibliche Weise durch ,,Zerstorung" der zu untersuchenden organischen Substanzen mittelst Salzsaure und Kaliumchlorat
entstehenden Fliissigkeit (F) erhalt, falls namlich die bei dieser Ope
ration sich ergebende stark ealzsaure Losung vorher mit Ammoniak
gesattigt und dann wieder schwach angesauert wird. Chapuie fdbrt
diem Fallung dee Metalls als Schwefelverbindung durch Schwefelwaeserstoff auf den Umstand zuriick, dass bei der ,,Zerstornng"
der organisohen SubstanZen organische Sauren entetehen , welche
sit& bei der Neutralisation der Flussigkeit (F) (wie natiirlich die
Salzeaure) mit Ammoniak verbinden, beim Aneauern mit Salzsiiure
aber unter Bildung von Chlorammonium wieder frei werden, so
dam, miiesigen Zueatz jener Saure vorausgesetzt , F or g a n i sc h en
Saur e n ihre sauw Beschaffenheit verdanken und demnach die zur
Fallung des Zinks giinstigeten Bedingungen darbieten muss. Chapuis
empfiehlt deehalb beim Nachweis von Zink in Vergiftungsfaen
daseelbe, ,,nachdem man mit Ammoniak neutralisirt und d a m wieder angeeiiaert hat", in dem Schwefelwasseratoff Niedersehlage zu
suchen.
Diesem Vorschlage gegeniiber scheint es mir nicht iibeflussig,
darauf aufmerkeam zu machen, dam, wenn man ,,F", falls sie einen
grossen Ueberschuss von Salzsaure enthalten sollte, durch V e r -
-
1) Chem. CentrdbL p. 1878, 8.620, such Hagem Pharmac. Centralbl.
p. 1878, S. 403 (aus Journ. Pharm. Chim. [I] Bd. 27, S. 403.
R. Otto, Web. d. Auf5nd. d. Zinka bei gericht1.-chem. Unbreuchungen. 101
d a m p f u n g von deraelben befreit , wie in der ,,Au~mittelung
"
empfohlen ist l, das Zink selbstverstandlich niemals im Schwefelwasserstoff Niederschlage auftritt nnd meines Erachtens keine Inskation daftir vorliegt, von diesem, so vie1 mir bekannt, in Deutschland
allgemein iiblichen Verfahren Abstand zu nehmen. Dieser Methode
der Entfernung des Uebermaasses an Saure liesse sich allenfalls,
mit Hinweis auf die bekannte Beobachtung von Y a y r h o f e r s , wonach sich bei Destillation einer Arseneaure enthaltenden Salzsaure
von hohem specifischen Gewichte Arsenchloriir (ueben freiem Chlor)
bildet, der Vorwurf machen, dase dabei eventuell ein Verluet von
Arsen als Arsenchloriir stattfinden konne
diesem lasst sich
jedoch in einfachster Weise durch eventuellen Zusatz von etwas
Wasser vor dem Eindampfen der sauren Fliissigkeit begegnen, ein
Verfahren, welches von mir schon bei der Priifung grosser Mengen
Salzsaure auf Spuren von Arsen empfohlen wurdea. Auch durfte
zu Gunsten der bislang iiblichen Methode der Umstand sprechen,
dass bei der Fiillung des Zinks mittelst Schwefelammonium, nach
vorhergehender Behandlung der salzsauren Fliissigkeit mit Schwefelwasserstoff und Entfernung etwa vorhandener Barytverbindungen
mittelst Schwefelsaure, sofort relativ reines Schwefelzink erhalten
wird , wenn man nach dem Zusatz des Fallungsmittele durch Essigsame ansauert, wahrend der aus ,,organisch - saurer" Losung durch
Schwefelwasserstoff gefallten Zinkverbindung die bekannten an
d e r e n Schwefelmetalle, auf welche man doch in den meisten Fallen
auch Ruckeicht zu nehmen hat, beigemengt sein konnen.
Versuche , welche in meinem Laboratorium auf meine Veranlassung Herr stud. pharm. D a m ko h 1e r angestellt hat, bestatigen
ubrigens durchaus, da88, wenn man nach dem Vorgange von Chapuis verfahrt , das Zink bereits durch Schwefelwasserstoff reap. vollstiindig oder grosstentheils gefallt wird.
I. Zweimal 150 g. Rindfleisch wurden mit je 1 g. Zinksulfat
vermengt, in iiblicher Weise zerstirt, die saure Fliissigkeit mit
Ammoniak gesattigt, mit Salzsaure wieder angesauert und mit Schwefelammon gefallt. Es resultirten resp. 0,244 ZnS und 0,26 ZnS,
entsprechend 0,722 resp. 0,769 ZnS04, 7 HsO. In beiden Fallen
-
-
-
1) 4. A d a g e bearbeitet von R. Otto 8. 99.
2) Ueber das Verhalten der Arseneaure gegen Saleeaure. Annal. der Chem.
und Pharm. Bd. 168, 8. 336.
3) Yergl. ,,Ausmittelung", Anm. zu 8. 97.
C. Sheider, Zur Pharmaoopoee germanioa.
102
enthielt das Filtrat vom Schwefelwasserstoff- Niederschlage noch
durch Schwefelammon fallbare Mengen von Zink.
II. 90 g. Fleisch, welchem 1 g. Zinkvitriol zngefiigt war, wurden in gleioher Weise behandelt. Schwefelwasserstoff fallte 0,325 ZnS
= 0,961 ZnS04,7HSO. Das Filtrat enthielt kein Zink mehr.
III. Bei der Untersuchung von wiederum mit 1 g. Zinkvitriol
versetzten Gemiises (150 g. Ruben und Kartoffeln) wurden durch
Schwefelwasserstoff 0,3305 ZnS entsprechend 0,978 ZnSO', 7 H20
gefdlt. Im Filtrate war kein Zink mehr nachweisbar.
Tv. Bei der Untersuchung von 120 g. mit 1 g. Zinkvitriol
vermengten Weissbrodes endlich resultirten 0,331 ZnS = 0,9797
ZnS04,7Hs0 und war im Filtrate vom ZnS wiederum kein Zink
mehr zu finden.
Dass der letzte Grund des Gefalltwerdens des Zinks durch
Schwefelwasseretoff unter den angegebenen Bedingungen in der
Bildung von organischen Siiuren bei der Behandlung der organischen
SubstanZen mit Salzsaure und Ralium-Chlorat zu suchen ist, halte
ich mit Chapuis im hochsten Grade fur wahrscheinlich, um nicht
zu sagen, fiir gewiss. Ich erinnere bei dieser Gelegenheit an die
in meiner Abhandlung : Ueber Darstellung von Schwefelwasserstoff
bei gerichtlich-chemischen Untersuchungen mitgetheiite Beobachtung, dass die aus der Zerstorung von Fleisch oder Gemuse sich
ergebende Fliissigkeit beim Uebersiittigen mit Ammoniak oft eine
reichliohe Menge von Chloroform fallen lasst, sowie an den von
mir daraus gezogenen Schluss, dass bei der Zerstiirung jener Substanaen Choralhpdrat entstehe. Auch bei den oben mitgetheilten
Versuchen I- 111 (mit Fleisch und Gemuse) wurde beim Neutralisiren der sauren Flissigkeit mit Ammoniak Chloroform - Geruch
beobachtet.
Zur Pbrmacopoea germdca.
Von 0 . 8 o hn e i d e r , Apotheker in Sprottau.
I. Ueber: E x t r a c t u m Chinae f r i g i d e paraturn.
Das Princip der Pharmacop. germ. bei der Vorschrift zur Darstellung dieses Extracts ist insofern ein richtiges, als schon
1) Berichte der dentachen chem. Gea.
a.
218.
XII,216. Veygl. Anmerkung 2
iu
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