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Notiz Uber die Bestandteile der Sumatra-Benzo┬л.

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E r n s t S c h m i d t , Beetandbile des Sumatra-Benzoi?.
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Die Rinde von noch nicht angeschnittenen Biiumen von Siyrux
Benzoin Dryand. enthiilt neben Spuren von Wachs, wenig Phloroglucin
und Zucker in grosser Menge eine Gerbssure, die sehr leicht
durch Oxydation in ihr Phlobaphen, das Bennophlobaphen iibergeht,
welches auf die Formel C,, H
, Om stimmt.
D a i n d e r unverletzten Rinde sich keine Sekretbehtilter and keine S e k r e t e vorfinden, d a g e g e n Q e r b s t o f f
i n g r o s s e r Menge b e s o n d e r s i n d e n R i n d e n s t r a h l e n vorkommt, d a f e r n e r in d e r Benzoe in grosser M e n g e ein
Alkohol, d a s R e s i n o t a n n o l , welches sich wie ein Gerbstoff
v e r h k l t , e n t h a l t e n ist, d a endlich d i e H a r z b i l d u n g ihren
Anfang i n den R i n d e n s t r a h l e n nimmt, so ist es h 6 c h s t wahrscheinlich, d a s s d i e Benzoe a u s dem G e r b s t o f f e d e r R i n d e
e n t s t e h t , s i c h unter r t i c k s c h r e i t e n d e r Metamorphose d e r
Z e l l m e m b r a n e n v e r m e h r t , und s i c h d a n n i n l y s i g e n e n
RHumen b e f i n d e t ; wachsen d i e s e Rtiume s t a r k a n , so
b i l d e n s i e Harzgallen.
46. Notiziiber dieBeetandteile der Sumatra-Bern&.
Von Ernst Sohmidt,
I n der vorstehenden lehrreichen Arbeit von F. Lady: Studien
tiber die Sumatra-Benzotj und deren Entstehung, ist auch eine Untersnchnng dieses H m e s erwikhnt, welche vor einigen Jahren von
Rerrn C. D e n n e r im Laboratorium des hiesigen pharmaceutiechchemiechen Instituta ausgeftht wnrde. g b e r einen Teil der hierbei
erzielten Resultate hat Herr D en n e r auf der Naturforscher -Versammlung zu Wiesbaden (1887) Mitteilungen gemacht, und sind hiertiben kurze Notizen in die Pharmacent. Centralhde und in e i n i i
sndere Zeitechriften gelangt. Detaillierte Angaben fiber d i e m umfangreiche Untersuohnng, welche Herrn Denner sechs Jahre l a g
beechiifti&, eind leider nicht in die E)ffentlichkeit gedrungen, da
Herr D e n n e r im Jahre 1888 die Assistentenstelle, welche er fast
14 Jake lang am hiesigen pharmac-chem. Institute bekleidete, mit
eher Stellung in der chemiechen Technik vertauschte. Dieser Wecheel
in der !lMtigkeit vemt&xb d s t die &ilistisehe Abmn&utg des
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Ernst S c h m i d t , Bestandteile des Sumatra-BenzoB.
fast dmckfertigen, von lnir wiederholt eingesehenen Manuskripts,
welches Herr D enner tiber seine zahlreichen Beobachtungen tiber
die Sumatra-BenzoB ausgearbeitet hatte. Ja, als im Jahre 1889 ein
tragisches Qeschick dem rastlosen Leben dieses tiberaus bescheidenen,
kenntnisreicben und talentvollen Fachgenossen ein Ziel setzte, konnte
an eine Publikation ciieser wertvollen Aufzeichnungen uberhaupt nicbb
inehr gedacht werden, da dieselben bei dem nochmaligen Domizilwechsel, welcher kurz vor dem Tode D e n n er’s stattfand, verloren
gegangen waren.
Ich halte es fur meine Pficht, auf diese Verkettung von Umsttinden an dieser Stelle hinzuweisen, da durch die sehr kunen
Notizen in der Pharmac.Centralha.lle etc., sowie durch das erwtlhnts
Zitat in der Liidy’schen Arbeit ein Zweifel dartiber entstehen
kannte, ob Den:ner die von ihrn namhaft gemachten Bestandteile der
Sumatra-Benzoe auch wirklich eingehend experimentell untersucht
hat. Es dtirfte daher auch die Bemerkung nicht iiberfliissig erscheineri
dafs der grofste Teil der Denner‘schen Untersuchungen iiber die
Sumatra-Benzoe unter meinen Augen zur Ausfiihrung gelangte, und
daher die hierbei isolierten K6rper nicht d e i n h k d g durcn meihe
Hand gingen, sondern zum Teil auch in die Sammlnng des hiesigen
lnstituta gelangten, in welcher sie sich auch hente noch beihden.
Es bedarf hierbei wohl kaum noch einer besonderen Envghnung.
d d s hierdurch der Wert der sch6nen Untersuchungen von Ltidy in
keiner Weise beeintriichtigt w i d , umsomehr als dieser Forscher Verbindungen aus der Sumatra-Benzoe isolierte , welche von D enne P,
wenigstem soweit es aus den vorliegenden Notizen hervorgeht, hierin
ucht beobachtet d e n . Immerhin ist es vielleicht nicht o h e Interw e , einiges zur Erghzung und Bestiitigung der Lfidy’schen Angaben, auch an dieser Stelle, aus den h e n Notizeu mitzuteilen.
d c h e ich mir im Jabre 1888 vor der Abfaasung der zweiten Auflage meines Lehrbnches, an der Hand der Denner’schen Beobachtungen, Iiber die Bestandteile der Sumatra-BenzoLi, gemacht habe.
D e n n e r verarbeitste etwa 20 KO.nobrisch iichter SumatraBenzoe, und zwar zum Teil nach dem Verfahren von Bnsse.(Ber
d. Deutsch. chem. Qes. 9, 830), mu111 Teil nach besonderen, von ihm
msgearbeitetan Metboden. Mit HUlfe dieser Verfabrem wies Denner
in der von ihm verarbeiteten Benzoe nach: f r e i e BenEokiseure.
E r n 8 t S c h m i d t , Bestandteile des Sumatra-BenzoB.
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f r e i e Zimmtsiiure, S t y r o l , V a n i l l i n , B e n z a l d c h y d , S t y r a c i n ,
Z i m m t s a u r e - B e n z y l a t h e r und drei, den Storesinen des S t ~ r aa n~liche, als B e n z o r e s i n e bezeichnete Korper. Diese Verbindungen
sind sitmtlich, mit Ausnahme der Benzoresine, in die Sammlung des
hiesigen pharmsc. chem. Instituts iibergegangsn.
Liidy isolierte aus der Sumatra-Benzoe f r e i e B e n z o e s h u r e ,
f r e i e Zimmtsilure, S t y r o l (9, V a n i l l i n , Spuren von B e n z a l d e h y d und von Benzo l , S t y r a c i n , Zi mmtsi tur e- P henylpr opyli i t h e r , sowie die Zimmtsiiuretither des B e n z o r e s i n s und des B e n z o r e sinotannols.
Unter den verschiedenen Verbindungen, welche Den ner als
Bestandteile der Sumatrabenzoe erkannte, interessierte mich damals
besonders der Benzaldehyd, dessen naturliches Vorkommen im freien
Zustande bis dahin noch nicht beobachtet worden war. Withrend
Liidy diesen interessanten Korper nur in so geringer Menge isolierte,
dd's derselbe nur durch den Geruch idcntifiziert werden konnte, hatte
Denner davon etwa lgin Hitnden. Es war daher mGglich, diesenBenzaldehyd einesteils in Benzo&s&ure,anderenteils in das Phenylhydrazid
uberzufiihren und diese Verbindungendurch Bestimmung des Schmelzyunktes, sowie durch die Elementarannlyse weiter zu charakterisieren.
D enner vermutete zuni-ichst, d a b das Auftreten des Benzaldehyds
auf eine Spaltung von Amygdalin oder einer amygdalinartigen, in
der Sumatrabenzoe praeexistierend vorkommenden Verbindung zurtickznfiihren sei, jedoch konnten damals hierfiir keine direkten Anhaltspunkta gewonnen werden.
Die Golierung des Benzaldchyds aus der Sumatrabenzoij geechah
in einer W i c h e n Weise, wiedieselbe durch L a d y zur AueAihrung
gelangte. Die iitherische Usung der Benzoe wurde zu diesem
Zwecke mit einer koneentrierten Natriumbisulfitlthng wiederholt
geschtittelt, letztere L6sung alsdann mit Natronlauge mhm& alkalisch gemacht und dann iron neuem mit Aether a u s g e ~h t i t b l t .
Beim Verdunsten des Aethers resultierte der Benealdehyd als ein
wenig gef&btes, stark bittermandelartig riechendes Liquidurn.
Die von Benzaldchyd befieite Natriumsulfitlosung diente weiter
z~ &wimwg des Vanillins. Sie wurde zu diesem Zwecke mit
Schwefelsgure tibersgttigt, die hierdurch
M d. Pbarm. CCIXSI. Bd& 0. Hfb
abgespaltene schwefige
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Er n s t S c h m i d t , Bestsndteile des Sumatra-Benzoe.
Same bei miifsiger W-e
durch Einleiten von Kohlensiiureanhydrid
verjagt und schliefslich das Vanillin mit Aether ausgeschuttelt.
Auch von dem S t y r o l hat Dennnerso betrgchtliche Bfengen
isoliert, d& dasselbe durch Bestimmumg des Siedepunktes, durcli
Ueberfuhrung in das charakteristische Dibromid mif Styrolen anderer
Provenienz identificiert werden konnte. Die 5 g dieses Styrols,
welche seiner Zeit der hiesigen Sammlung einverleibt wurden, sind
inswischen durch Polymerisation in festes Metastyrol vollstkndig
iibergegangen.
Der Z i m m t s tiure-Benz y l s t h e r , welchen D e n n e r aus Sumatra
benzoij gewonnen hat, bildet eine weifse, krystallinische, aus feinen
Nadeln bestehende, aromatisch riechende Masse, welche bei 38-390 C.
schmilzt. Abgesehen von dem Zimmtsiiure-Zimmtrither (Styracin)
welcher in betriichtlicher Menge aus Sumatrabenzoe mir vorliegt, hat
D e n n e r nach meinen Notizen auch noch andere Zimmtsriureather aiis
Sumatrabenzoe isoliert, jedoch kann ich iiber deren Zusammensetznng
keinerlei Angaben machen.
Die von D e n n e r dargestellten B e n z o r e s i n e sind leider nicht
in meinen Besitz gelangt, ich kann somit, da mir hiefiber Notizen
nicht vorliegen, auch keine Angaben iiber die Beziehungen machen,
in denen dieselben zu dem von L a d y gewonnenen Benzoresin und
Resinotannol stehen. Die D enner 'schen Benzoresine deren Untersuchung die meiste Zeit in Anspruch nahm, zeichneten sich
durch eine Reihe prstchtiger Farbenreaktionen aus, die eine g e wisse Aehnlichkeit mit den Verbindungen der Cholesteringmppe
zeigten. Auf dieses charakteristische Verhalten basierte D e n n er
eirien Nachweis von Storax und von Benzoe im Perubalsam
(E. S c h m i d t , pharmac. Chemie 11. Aiifl. 1036).
Das interessante Vorkommen von Benzol, welches L u d y in der
Sumatrabenzoe konstatierte, ist von D e n n e r nicht beobachtet worden.
Sebr reich scheint dagegen die von D e n n e r untersuchte Sumatrabenzoe an Zimmtsiinre und Zimmtsliurelithern gewesen zu sein, da ich
meiir als 1 KO.dieser Sgure, welche von den damaligen l'ersuchen
herriihrte. auf Zimmtsriurederivate habe rcllmiilig verarbeiten lassen.
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