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Officinelle und andere Gewchse des botanischen Gartens in Breslau.

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11. Naaurgeschichte und Pharmahognosie.
Officinelle and andere 6ew”ahse des botanischen
Gartens in Breslan.
Seit dem Erscheinen meiner Schrift iiber den hiesigen botanischen Garten (Die ofJicinellelL und teclinisch
toichtigen Pjanzen unserer Garten u. s.w. und die Besclweibung desselben. 1857.) habe ich wieder mancherlei Acquisitionen gemacht, von denen ich hier als Supplement zu
jenen Arbeiten, einige zu erwahnen mir gestatte, weil
ich wiinsche, dass man auch anderwarts mehr als bisher diese Richtung verfolgen moge, indem ich meine,
dass sich diese Zwecke ganz gut mit den Bestrebungen,
die Wissenschaft an und fur sich ohne Rucksicht auf
praktische Zweige zu fordern, vereinigen lassen. Auch
fangen dile Handelsgartner an, P0anzen dieser Art mehr
Berucksichtigung zu widmen, cultiviren eine grossere
Zahl derselben und fuhren sie in eignen Rubriken vereinigt auf. In Deutschland sind in dieser Hinsicht den
Beispielen von L i n d e n in Brussel, Mackoy in Luttich,
narnentlich G e i t n e r in Plsnitz bei Zwickau, B l a s s in
Elberfeld und jiingst L a u r e n t i u s in Leipzig gefolgt.
Farrn wurden insbesondere vermehrt- durch die seltenen Marattiaceen: ili‘arattia salicinu, &I. Laucheana,
Angiopteris pteroe‘des de Vriese, so wie durch Platyceri.zini
Stenzmaria und Pt. grande (Pt. alcicorne war schon friiher vorhanden), durch das immer noch sehr kostbare
Acrostichum ciinitum u. m. a., die im Freien nun schon
durch zwei Winter cultivirte baumartige Graminee Bam3usa nureLc aus Japan; ferner Smilax Cl&a aus Japan,
Gewlichse des botanischer' Gartens in Breslau.
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Lilium giganteum, welches i m vorigen Sommer bliihte ;
Haemanthus toxicarius dessen Zwiebel den Buschmannern
nach L i v i n g s t o n our Bereitung des Pfeilgiftes dient
zugleich mit dem Safte der gleichfalls hier vorhandenen
cactusiihnlichen lhphorbia arborescens, Vanilla planifoliu
Andr. und V. gujanercis Splitg., die ausser V. aromatica
ebenfalls Handelssorten der Vanille liefern ; Copernicia
cerifera Ht. Amstel., von welcher das unter dem Namen
Chrnauba bekannte Mehl des Handels stammt ; Borassus
flabelliformis die Hauptnutzpalme Ostindiens; Plectocomia
ebongrcta Mart. aus Java, die amerikanischen Sagopalmen
Caryota mitt's Karst. und C. excelsu Hort. Azig.; Calamus
verus Lour. jetzt eben bliihend, eine der Mutterpflanzen
des Drachenblutes ; die in England im Freien ausdauernde
Chunaaerops excelsa Thunb. aus Japan ; die Kohlpalmen
Brasiliens Cocos oleracea Marti und Euterpe oleracea Mart. ;
die selten acht vorkommende Subal Palmetto Lodd.; der
noch wenig verbreitete Pandanus r e f e m (Doornia reflexu
de Vriese) (Pandanus furcatus ist nun zu einem Exemplare mit 15 Fuss langen Rlattern herangewachsen).
Avaucaria Bidwillii in einem 4 Fuss hohen Exemplare;
Dammara alba, orientalis und australis Mutterpflanzen
der verschiedenen Sorten des Dammaraharzes ; Liquidambar imberbe Ait. aus Kleinasien, die eigentliche Mutterpflanze des Styrrcx liquida, hat jetzt schon zwei Winter
im Freien iiberdauert ; Artemisia Moxa DC., eine japanische Arzneipflanze; Cinchona Condaminea Lam.; ausserdem noch vorhanden C. ovata, pubescens und Calisaja
TVedd.; die schone Araliacee Oldjeldia africana Berthel.
et Hook. Das afrikanische Teakholz ; die brasilianischen
Fieberrindenbaume C'rataeva Tapia L. und' C. tapwides
BC.; der Baumwollenbaum der amerikanischen Tropenlander Rombax Ceiba ; Hebradendron cambogioides Graham ;
die Mutterpflanze des Ceylonischen Uummiguttis, die des
brasilianischen Takamahakas, Calophylluni Madlunno, der
weisse Zimmtrindenbaum Canella aEba Murr., der Guminiguttibaum von Mysore Xanthochymus pictorius Roxb. nebst
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Gewdchse des botanischen Gartens in Breslau.
den friiher schon vorhandenen, in Europa weniger verbreiteten indischen Fruchtbaumen der Clusiaceen, wie
Garcinia Mangostawa der wohlschmeckendsten Frucht
Asiens, Rlteedia laterijlora L. und der Mammei - Frucht
Mammea americana aus Westindien; die Mutterpflanze
des wurrnwidrigen Carapa- Oels Cayapa gujanensis Aubb.
aus Gujana; der Caracas - Fieberbaum Cedreln inontana
Karst., der Cascarillenstrauch Croton Eluteria Sw. ; der
Carannaharzbaum Bursera gummifera Jucq ; Guujaczinz
arboreurn DC. Akajouholzbaum ; Myrobalanen: Terminaliu
belleiica Roxh. aus Ostindien ; Eucalyptus Globulus blue
gum tree von Vandiemensland, Veilchenbaum, der dort
die enorme Hohe von 250 - 350 Fuss erreicht (Rival
dsr Sequoia Wellingtonia B. Seem.), der Cajeputolbaum
Melaleuca Leucadendron, Blatter vom feinsten Oelgeruch
dieses Namens; Lecythis Ollaria, Topffruchtbaum aus
Brasilien ; Bertholletia excelsa, der Paranussbaum ; die
mexikanischen und brasilianischen Copalbaume Hymenaea
Courbaril und H. stilbocarpa Hayne ; der Copaivabalsam
Copaifera of$cinulis ; die officinellen Rohren und brasilianischen Cassien Cassia fistula und brasiliensis; 31yrtus
Pimetita, welches alljahrlich bei uns bluht, entwickelte
irn vorigen Jahre auch reife Fruchte; die inerkwurdigen
Kannentragerpflanzen aus verschiedenen Familien, wie
Nepenthes- und Samacenia-Arten, die Noronta gujanensis,
deren Bracken schlauchformig sind und die seltene,
schwer zu cultivirende neuholliindische Cephalotics follicularis, die Schlauch und auch gewohnliche Blatter
tragt. Der so uberaus interessante Cycadee mit Farrnblattern Stangeria paradona darf ich entgegensehen. Unser
grosses Exemplar von Cycas rewoluta von 5 Fuss Stammhohe mit 60- 80 Wedeln, welches im Jahre 1854 bluhte,
entwickelt seit jener Zeit zwei Blattkronen und schickt
sich an dichotom zu werden u. m. a.
Breslau, den 3. April 1859.
Goppert.
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