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Ostindisches Kino.

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Ostindisches Kino.
Insel Ischaboe gegenuber. Das Harz hat eine urnbrabraune
Parbe und einen dem Olibanurn ahnlichen Geruch. Nach
der Untersuchung lost es sich zurn Theil in Weingeist und
wird durch Wasser wieder daraus gefallt. Die alkoholische Losung hat eine elwas saure Heaction und wird durch
salpelersaures Silberoxytl nicht gefallt. Das spec. Gewichl
ist 1,197. Die Analyse gab:
C
H
80,113
0
10,091
9,i93
10
14
I
80,OO
9,33
10,67
Das durch Behandeln in1 Wasserhade, Pulvern und starkeres Erhitzen vorn Geriiche befreiete Harz der Anal se gab jetzt 66,46 Proc. C und 8,55 Proc. H, welches
&r Forrnel C 4 OH6OO1I entspricht (Phil. Magnz. and Journ.
of Science 111. Ser. 28. Vol. - Pharm. Cetitrbl. No. 35.1846.)
B.
Ostiiidisches Kiiio.
F o r b e s R o y l e hat uber dicsen Gegenstand interessante Nachrichten mitgetheilt. Das 'irn Handel vorkornrnende Kin0 stammt von rnehrern Pflanzen. So wird z. B.
der eingetrocknete Saft von Butea frondosa bisweilen
unter dern Narneii Kin0 importirt. Das Kino von Botany
Ray starnrnt von Eucnlyplus yesinifera, auch ein Kin0 aus
Jamaica und Colurnbien wird erwiihnt. Man hat die Meinung gehegt, das beste Kino ltomrne von der Westkuste
von Afrika; nach dern Verfasser sol1 jedoch das beste von
Bombay komrnen. Dieses Mittel ist erst im Jahre 4757
in den Brzneischatz eingefuhrt durch F o t h e r g i 11, der
anaab, dass es vorn Garnbiaflusse kornme und es Gummi
ru8rurn adstringens Ganabiense nannle. Noch vor ihrn
erwahnte Moon in seinen Reisen in Afrika ein rothes
Gurnmi, welches er fiir Drachenblut hielt. Der Baurn von
dem es stamrnt, wird nachhlungo P a r k Pa0 de Sangue
(Blutbaum) genannt und ist von h. B r o w n als Pterocarus erinaceus bestimmt worden. Er wird 40-50 Fuss
foch. Die gefiederten Blatter haben 11 - 15 wechselstandige, eirund Iangliche, stumpfe und ausgerandele, oben
glatte, unlen filzi e Blattchen. Die Bliithen sind gelb,
rnit 8- 10 rnonade phischen oder unregelmassig diadelphischen Bluthen. Die Hulsenfrucht ist scheibenforrnig, hautig. nrn Rande gewolbt, an einer Seite mit einer scharfen
Spitze, der Basis des Staubwegs, und irn Centrum mit
steifen Borsten versehen 1 -2facherig , rnit einsarnigen
Fachern. Das Holz des Baurnes ist rothlich, und wenn die
7
Ostiiidisclies Kin0 .
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Rinde verwundct ist, schwitzt ein riithlichcr Safl aus, der
an der Luft erhartet und schwarz wird. 1)iesc gliinzende
adstringirende Substanz sclrcint jedoch nicht gesammelt
zu werden ; auch liennt man in England kcin Kino, welches
von der afrikanischen Kuste eingefiihrt wiil.de. - Ueber
den Ursprung des Namcns Iiino ist man noch in Ungewissheit. Man halt das ostindische Kin0 gewohnlich fur
cine echte Sorte; es wird von dcr Kuste Malabar, besonders von Tellicherry nach Bornhay, von wo es nach England kommt, eingefuhrt, auch stimmen die von K e n n e d y
erhaltenen Exemplare der Pflanzc, von welcher das Kino
stammen soll, ganz mit der Beschreibung von Plerocarpus Marsupium uberein. Nach I i c n n e d y wird in der
Nahe von Tellicherry das K i n 0 also erhalten, dass man in
die Rinde des bliihenden Baumes Liingeneinschnitte macht,
von denen der Saft in ein untergestdltes Gefiass fliesst,
worauf man ihn an der Sonne trocknet. Auch G i b s o n
hat das Kin0 fur das Product von Ptet-ocarpzis Marsupium
erklart, von Allen zuerst hat aber R o x b u r g h angegeben,
dass dieser Baum einen rothen Saft ausschwitze, welcher
an der Luft zu einern adstringircnden, sproden rothen
Gummiharze erhiirte, welches rnit dem von Bulea frondosa
die grosste Aehnlichkeit habe, und das der Kinobaum im
Banbischen Herbarium die griisste Aehnlichkeit mit dieser
Pflanzc besitze. Auch mehrere andere Species von Pterocarpus scbwitzen einen rothen Saft aus, z. B. A. erinaceu,s
auf der Kiiste von Afrika, Pt. satitdinus und auch Pt.
Draco. Pterocarpus Marsupium Roxb. ist ein schlanker
Baum, mit ausserlich dunkelbrauner, innerlich rother. faseriger und adstringirend schmeckender Rinde. Die Blatter
stehen in BReiIien abwechselnd und sind aus 5-7 wcchselstandigen Bliittchen zusammensesetzt; diese sind elliptiscb,
ausgerandet , oberhalb gliinzend, d u n k e l p n und 3 -5
Zoll lang. Die Rispen sind endstandig, die Kronenblatter
weiss mit einem Sticli ins Gelbe und mit einem langen
Nagel verselien, gewellt. Die 10 Staubfaclen sind an der
Bass verwachscn, tlieilen sich jedoch bald in zwei gleiche
Bundel. Das Ovarium ist meist zweifacherig, die Hulse
lang gestielt, von einem geaderten, ewellten Hautrande
urnc eben, runzlig und im Centrum aolzig; die Saamen
sin2 einzeln, nierenformig. Die Pflanze wachst an den
Circongebirgen und den Waldern der Kuste Malabar, so
wie zwischen Velore und Brangalore, ferner bei Coimbatore und wahrscheinlich auch am Fusse des HimalayaGebirges. Nach T h om s o n stimmen die chemischen Reactionen des afrikanischen und des ostindisclien Kino's mit
Arch. d. Pharm. XCVIII. Bds. 2. IIft.
13
49QI Kenntniss der Schwamme. Prufung des Essigs.
einander zicmlich iiberein, was, da man afrikanisches Kin0
von Pterocar us erinaceus ableitet, auch fur den Ursprung
des ostindisc en Kino’s von einer Art Pterocarpw s richt.
(Pharm. Journ.and Transact. V . p. 495.
Pharrn. entrbl.
No. 35. 1846.) B.
E
cp
-
Beitrag zur Kenntniss der Schwamme.
Dr. Ri e g e 1 hat den Birkenschwamm, Birkenpilz, Lensites betulina Fries, Boletus betulinus untersucht.
Er behandelte die zerkleinerten Schwamme mit kaltem, dann heissem Wasser, behandelte die eineedam ften
Auszuge mit Alkohol, schlug den darin unloshchen Fheil
mit Bleizucker nieder, zersetzte die Flussigkeit mit Schwefelwasserstoff, ebenso den Niederschlag, zog den mit Wasser erschopften Schwammruckstand mit Alkohol , dann
rnit Aetlier aus und behandelte den Rest mit kaustischer
Lauge.
Er fand : Griinlich braunes, leicht verseifbares fettes
eel, grunlich braunes Weichharz , braunes scharfes Harz,
@,mazom, Mannit, in Alkohol losliche stickstoffhaltige
Substanz, gummiges Extract, Eiweiss, Boletsaure, Schwamm&re, Phosphorsaure, Chlor, Kali, Kalk, Magnesia und Fungin. (Jakrb. fir prakt. Pharm. 12. 3. fS9J B.
Priifung des Essigs auf scharfe Stoffe.
S ch a f f n e r neutralisirt den Essig mit kohlensaurem
Nairon, verdunstet im Wasserbade zur S rupsconsistenz,
vermischt mit Aether, qiesst den atherisc en Auszug ab,
verdampt auf einem Uhrglase. Der kratzende Geschmack
des Riickstandes gilt als Zeichen des Vorhandenseins
scharfen Stoffes. (Jahrb. f . prakt. Pharm. 12. 5. 286.) B.
1
Lolium temulentum.
Neuerdin s ist der Saame des Loliurn temulentum auf
Alkaloid, yon c fem seine giftigenWirkungen und Eipenschaften
abhangen mochten, von P f a f f untersucht, aber derselbe
konnte keine Spur davon entdecken. Durch Destillation mit
Wasser wurden zweierlei Arteu von farblosem htherischem
Oele erhalen, ein leichteres und ein schwereses als Wase r , die den auffallendsten Geruch nach Fsselbranntwein
hattgn. (Buchn. Repert. Bd. 43. H. 3.) B.
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