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Pendelversuch im Pantheon.

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Pendelversuch im Pantheon.
eine Silbermiinze, oben hineingeworfen, diesen Punkt nicht zu passiren vermag. Werden nun einige Cubikcentimeter Natriumhyposulfitlosung und hierzu einige Tropfen Chlorwasserstoffsaure auf den
Boden der Rohre gebracht, die Silberrnunxe bis zur verengten
Stelle geworfen und die Rohre noch weiter oben ganz ausgezogen
und zugeschmolzen, so findet man schon am zweiten Tage daa
Geldstuck gebraunt und sieht die Nuance von Tag zu Tag dunkler werden. Wird derselbe Versuch mit in Wasser suspendirtem,
feingepulvertem natiirlichem Sohwefel wiederholt, 60 kommt auch
hier eine Braunung des Silbers zu Stande, allein erst nach Monaten.
Noch eine andere recht interessante Beobachtung kniipft sich
an diese Untermchungen. Der aus concentrirter NatriumhyposuEtlosung durch Salzsaure abgeschiedene Schwefel von citronengelber
Farbe zeigt sich unter dem Mikroskop in Gestalt durchsichtiger
Rorner, welche keine Wirkung auf polarisirtes Licht aussern, also
keine krystallinische Structur besitzen. Wird nun aus Benzin in
der Kalte krystallisirter und krdftig auf polarisirtes Licht wirkender Schwefel langere Zeit mit kochendem Wasser behandelt und
dann mit dem Mikroskop untersucht, so findet man ihn bestehend
zum Theil aus transparenten, den eben beschriebenen ganz gleichen
und optisch vollig inactiven Kiigelchen, zu einem anderen Theil
aus zwar noch ihre Krystallform besitzenden aber auf polarisirtes
Licht ebenso wirkungslosen Stuckchen und endlich aus Krystallen,
welche noch schwach lichtdrehend sind. Es scheint also, dass der
Schwefel , bevor er in Verbindungen eintritt , zunachst seinen krystallinischen Zustand verliert , um in einen anderen noch nicht
naher erforschten iiberzugehen. (BJI. de la SOC.Chim. de Paris.
T. XXXIV. No. 2. pay. 66.)
Dr. G. lT
Pendelversuch im Pantheon. - Von den wissenschaftlichen
Zeitschriften unserer linksrheinischen Nachbarn wird gegenwartig
eine unter den hinterlassenen Papieren von F o u c a u 1t gefundene
Notiz uber den beruhmten Pendelversuch im Pantheon reproducirt,
welche bei dem grossen Interesse dieses Fundamentalexperiments
auch hier eine Stelle finden mag.
Die Bewegung der Erde um sich selbst, schreibt Foucault,
wird hier mittelst eines Riesenpendels bewiesen, dessen Faden am
hochsten Punkt der gewaltigen inneren Kuppel aufgehangt an
seinem unteren Ende eine mit Kupfer iiberzogene Bleikugel tragt.
Dieser Faden misst bei einer Dicke von einem Millimeter 67 Meter
in der Lange und erfahrt durch Anhiingen der 28 Kilogr. schweren
Kugel eine bleibende Dehnung von 5 bis 6 Centimetern. An dem
tiefsten Theile der hangenden Kugel ist eine Spitze genau in der
Richtung der Verlangerung des Fadens, also nach unten weisend,
angebracht, welche die genaue Beobachtung des Ganges des Appa30"
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Pendelversuch in Pantheou.
rates gestattet. Im Zustande der Ruhe markirt diese Spitze den
gemeinschaftlichen Mittelpunkt eines kleinen runden Titiches und
einer denbelben umgebenden Holzscheibe, welche einen Durchmesser
von 6 Metern besitzt und an ihrem ausseren Rande in 360 Grade
getheilt ist, deren jeder eine Untertheilung in vier Abschnitte zeigt.
Auf dem die Mitte einnehmenden runden Tische wiederholen sich
die gleichen Theilungen in kleinerem Maassstabe.
Auf der holzernen Scheibe werden zwei glattgestrichene Damme
aus nassem Sand von solcher Hohe formirt, dass die unten an der
Kugel befindliche Spitze dieselben durchschneidet , wenn man nunmehr das Pendel in beliebiger Kichtung in kraftige Schwingung
versetzt. Die hierbei in dem nassen Sanddamme entstehende Bremhe
wird mit jeder Schwingung ein wenig breiter und zwar findet diese
Verbreiterung constant nach der linken Seite eines Beobachters
statt, welcher von der Peripherie der Scheibe aus nach ihrem Mittelpunkte sieht. Es geainnt so den Anschein, als ob die Schwingungsebene des Pendels sich von rechts nach links drehe; da man jedoch
bestimmt weiss, dess eine Drehung clieser Ebene um die Vertikale
iiberhaupt nicht stattfinden kann, so mum es nothwendig die Erde
sein, welche sich dreht und %war von links nach rechts, eine Richtung, welche durch am Boden eingezeichnete Pfeile angedeutet wird.
Beobachtet man mit der Uhr in der Hand, so findet man,
dass in Paris die Drehung in j e 5 Minuten immer einen Winkelgrad betragt, somit zu einer vollen Kreisdrehung 30 Stunden erforderlich tiind. An den Erdpolen wiirde das Pendel genau
24 Stunden gebrauchen, bis sich die darunter befindliche Scheibe
einmal unter ihm hinweg gedreht hatte, wahrend unter dem Aequator
uberhaupt keine Drehung der Scheibe constatirt werden konnte und
auf der sudlichen Hemisphare selbstveretandlich die Drehung in
umgekehrter Richtung erfolgen musete, wie auf der nordlichen.
Die Schwingungsdauer dieses grossten bis jetzt construirten Pendels
betragt 8 Secunden, es bedarf also 16 Secunden zu einer Doppelschwingung. Obgleich die Schwingungsweite ziemlich rasch abnimmt, so ist dieselbe doch nach 5 bis 6 Stunden noch erheblich
genug, urn das Fortschreiten der Drehung, welche bis dahin 60 bis
70 Grad betragt, zu beobachten.
Wenn auch der Aufhangungspunkt des Fadens an der Drehung
der Erde theilnimmt, so erfolgt deshalb doch keine Torsion des
Fadens, weil eben die Kugel eine Drehung in gleichem Sinne mitmacht, ohne jedoch deshalb ihre Schwingungsebene zu verlassen.
L)ie scheinbare seitliche Bewegung des Pendels, d. h. die wirkliche
in entgegengesetzter Richtung erfolgende Bewegung der Holzscheibe an ihrer 18 Meter messenden Peripherie betriigt fir jede
Doppelschwingungsdauer 0,0023 Meter. (Annul. cle Chem. et de
Phys. 1880. pay. 563.)
Dr. C;. V.
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