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Pharmaceutische Angelegenheiten in Russland.

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Vereinszeitung.
409
examinirten Pharmaceuten erhielt einer den ersten, zwei den zweiten
mit Auszeichnung und nur einer den zweiten Charakter.
5jUnter
andern hatten die Gehiilfen auch lteinen Gehalt beltommen. - Ohne
diesen und den folgenden Umstand witrde es auch bestimmt diesem
Besitzer leicht geworden sein, sich durch den Verltauf nus der Hlemnie
zu ziehen. - ')Auch die letzte ist zu Anfang diescs Jahres in eine
selbstindige umgeformt. Dieser merltwiirdige Handel zeigt uns, dass
der Schwindel noch lange nicht seinen Culniinrtionspunct erreicht hat.
Der Besilzer dieser Filialapotheke iiberliess eineni Andern diese Vergiinstigung gegen eine Vergiitigung von 6000 Thlr., uud gegcn weitere
2000 Thlr. erhielt dieser Letztere Y O U der Regierung das Privilegium
in diesem Dorfe eine Apotheke eroll'nen zu diirfen. 8000 Thlr. far
Nichts, das ist doch wohl ein wenig zu stark. Ausserdem hatte
der Verein auch noch den Zweclt ,das wissenschaftliche und praktische
Leben der Mitglieder, das j a so reich an wichtigen Resultaten ist, an
den Versamnilungstagen zu besprechen, uni dadurch niitzlich auf einrnder einzuwirken.
-
-
Z u s a tz.
Wenn die Schilderung, welche der Herr Verfasser
yon dein Zustande des Medicinalwesens in dortiger Gegend eutwirft,
der Wahrheit gctreu ist, so ltdnnen wir nur zum Besten dieses so
hochwichtigen Gegenstandes witnschen, dass er bald eine griindliche
Reform erfahren nioge. Was die Ansicht des Herrn Verfassere betrifft, strtt der Privilegien nur lebensliingliche Concessionen f i r Apothelten auszugeben, so iniissen wir derselben widersprechen, da wir
eine solche Maassregel gerade zu Ungunsten der Hebung des Apothekenwesens ansehen miissen: denn wenn der Apotheker gewisserinaassen nur lebensliinglicher Verwaller der Apothelte sein soll, so wird
er fiir sein Ceschiift nicht das innige Interesse haben, als wenn die
Apothelte ein erbliches oder verkiiufliches Eigenthuin ist, wie wir
uns darfiber schon Iriiher weiter ausgesprochen haben, und was sich
auch BUS der eben so griindlichen, als umsichtigen Abhnndlung von
H. W a clt e n r o d e r i m Miirzhefte des Archivs ergiebt. Dein Wucher
der Apotheken, wenn er j a stalt finden sollle, zu steuern, g!ebt es
schon andere Mittel; so hat sich z. B. Herr S t u t z b a c h in Hohenmolsen im Archive fiir Phqmacie iiber eine zweckiniissige Art
Apotheken zu schiitzen ausgcsprochen. Dass die Apotheken aber die
llniversitiit vorziiglich niit erhalten sollen, erscheint eben so auffallend
als unbillig. Der Hr. Verfasser hat Recht, wenn er sagt: dass man
sehe wie die Pharniacie ohne geeignete Vertretung sei und wir setzen
hinzu : sie bedarf derselben durch wissenschaftlich tiichtig gebildete
und anerkannt rechtliche Phariiiaceuten, und wird nur, wenn sie eine
solche erhiilt, sich zum Niitzen des Ganzen auf eine Stufeohohe der
Vollltonimenheit erheben konnen.
Die Redaction.
7) Pharmaceutiscbe Angelegenheiten in Russland.
Ueber den Urnsatz in den Apotheken des russischen Reichs.
Nach den1 Jahresbericht des Miuisteriums des Innern an Se. Kaiserliche Majestst fiir das Jahr 1842, betrug die Zahl der nach Recepten abgelassenen Arzneimiitel in den Apotheken Russlands, im
110
Vereiwzeiturg.
Durchschnitt : In den beiden Hauptstiidten 14,534, in den Guuvernementsstiidten 7121, und in den Kreisstiidten 2038.
In S t . P e t e r s h u r g betrug, i n der Zeit vom 1. Januar his zum
1. December 1813, die Zahl der Nnnimern in sammtlichen 47 ApotheIten, welche Arzneimittel an das I'ublicum verahrolgen, 5$3,365; im
Durchschnitt lrnmen also auf jede Apothclcc 11,561. Die Nummerzahl
der am wenigstens besehiiftigten Yrivatapotlieke hieselbst war 1450.
In den drei Kronenapothelten St. Petersburgs, die Arzneimittel an das
Publicum fiir Bezehlung verabfolgen, und ~velche i n dcr Gesammtzahl
47 der hiesigen Apothelcen rnit inbegriffen sind, wurden in den ersten
11 hlonaien des Jahres 1843, zusammengenommen noch 9321 Nuinmern Arrneiurittel an Privatpersonen abgelassen. Die einzige homdopathische Apothclte St. Petersborps hatte in detn Zeitraume vont
I.Janual his mini 1. December 18113 12,650 Numniern.
Erwigt man, dass nur der Itleinere Theil der Einwohnerzahl
St. Petersburgs zu den Arzneigebrauchenden gehcrt, dass ferner alle
Hospitiiler, fast slrnmtliche ubrige Iieilanstalten und viele andere Institute als : dlkntliche Schulanstalten und dcrgl. ihre eiganen ApotheIten hahen, endlich, dass die 1718 errichtete Haupt- Kronsapotheke
fiir alle nlilitair -Beamte, fur die beini Wriegsniinisteriunt, beim Seeministerium nnd beirn Ministerium des Innern Dienendc, unentgcltlich
Arzneiniittel verabfolgt, so ergiebt sich hieraus, das St. Petersburg
verhiiltnicsmiissig vie1 inehr Apothclten besitzt, als die Hauptstadte
I)eutuchlands, und dass die Zahl derselben (44 Privatnpotheken und
35 Kronsapothelwn) den Bedarf bei Weiteni ubersteigt.
In den 17 Privalapotheken, welche sich in den Kreis und anderen Stidten (mit Ausnahme der Hauptstadt) des St. Petersbnrgischen
Gouvernements befinden, helrug in den ersten 11 Blonaten des Jahres
3813 die Zahl der Nummern 11,451, in1 Uurchschnilt kani aber auf
jede diescr Apothelten die Anzahl von 2438 y,, Nummern.
In (1 d c s sa lrommen durchschnittlich 50E8 Numniern auf jede
Apothelte, was wohl den sichersten Beweis dafiir liefert, dass viele
Bewohner dieaer volhreicheti Stadt sich $1 Krankheitsf5llen der Naturh a f t giinzlich uberlasseu , theils aus Vorurtheil gegen Medicin uud
Aerzte, tlieils aus Oecononiie. Fur lelztere spricht die nicht bluhende
Existenz der 53 Aerzte Odessa's, dercn Bemiihungen meistens sehr
lrarg belohnt werden sollen. (Gaugers fiepert. 1844.)
Bekatabiachuug des medicine'schen Departemenls des
Ministenurns des Innern.
In den ,,Znsllzen zu der l3Osten Numnier der St. Pctersburgischen
Yolizei - Zeitung vom Jahrc 1833 b b war, unter andern, von W e is
h c r g e r eine Anlciindigung iiber Ziindhdlzchen, die derselbe verkauft,
und welche angeblich v o m St. I'etersburgischen Bkdicinalrathe f i r
gub befunden sein sollten, eingeruckt worclen; anclt war in den Zusitsen zu der 127slen und den folgenden Kutnirrern derselben Zeitung
cine Ankdndigung yon 11 a n i u ieclci d e l i o l l a e t Comp. uber den
Verkauf 1'011 vcrschiedencn hcilkr8I'tigen, Icosmctiachen rind zuin techriischcn Gehrauch dicnendai Dlitteln erscliienen, welche ebeufalls voni
Illedicinalrathe d s niitzlich crltaniit sein sollterr.
-
Vereinszeitung.
111
Um das Publicum in Zukunh vor Betrug durch dergleichen Belranntmachungen fiber den Rutzen angekiindigler Mittel zu schiitzen,
zeigt das medicinische Departenicnt, auf Befehl des Herrn Ministers
des Innern an, dass der ledicinalrath die Schwefelhdzchen von W e i s
b e r g e r durchaus nicht untersucht hat, und dass die Zusammensetzungen einem H a mu1 e clci d e Ko I 1 a vom 3lediciniilra~hezwar untersiicht und zu verkaufen erlaubt worden sind, jedoch mil der Bedingung, dass H a tnul e cki, in seiner Ankiindiguug dariiber ihnen durchaus keinc Heilkrafte gegen Krankheiten zuschreiben, sondern dieselhe
nur als ausserliche, kosmetische, bei der Toilette zu gebrauchende
lllittel verkaufen solle. (Gauger’s Repert. 1844.)
nl6chte man doch auch in Deutschland auf die Ankiindigungen
medicinischer Gegenstande durch Unbefugte strenger achten nnd solche
zur Abstellung von Pfuschereien verhuten.
B.
-
Fiirsorge fur den Unterricht in der Pharmack an der
Universilat D o r p at.
Der iin Jahre 1843 auf der Universitiit D o r p a t neu errichtete
Lehrstuhl fiir Pharmacie, sol1 sich znr inedicinischen Facultat rechnen.
Zum Ankauf yon Apparateii, Instruuiiwlen und anderen Erfordernissen fiir daa Dorpat’sche pharmaceutische Institut, sind vom Ministerium der Volksaufkltirung 4000 Rubel Silber angewieren worden.
Der Professor ord. Staatsr. Ur. G o e b e l in Dorpat hat, auf Kaiserlichen Befehl im Jahre 1813 eine Reise nach dem Auslande unternommeu, um die chemischen uud pharmaceutischen Anstalten daselbst
in Augenschein zu nehnien, und vcrschiedenc Erfordernisse fur das
pharmaceutische Iustitut in Uorpat zu bestellen. (Gnrcger’s Repert. 2844.)
Die Zahl der Aerzlc in Russland, mil Einschluss des
Konigreichs Polen, war in do& letaten sechs Jahren
folgende :
1837 1838 1839 1840 1841 1842
I)Nit unbeschriinktem Rechte
zur Ausiibung der Praxis. . 6300 6380 6836 7095 7348 7600
4) Mit beschranktcui Rechto
dam, namlich Angeniirzte,
Zahnarzte. ..,... ......
468
483
498
505
518 550
Sulilmil:
6768
6863
7351 7600 7866
8150
Anzahl der Pcrsunen, welchen iis Jahrc 18‘13 auf deli Universitaten und medico chirurgischen Acadeniieen Kusslands, mit Ausschluss
der St. Petersburgischen, niedicinische und pharinaceutische Grade
ertheilt worden sind.
-
112
-
Vereinszeitung.
r
Auf’den
Universitiiten
........ - .......... - 2
.............. - ........ 2 ............. 36 I
.. 36 27
1 -
Doctores niedicin..
- chirurg
Inspecloren der MedicinalBinter.
Medico-Chirurgen
StabsBrzte..
Aerzte (1. u. 11. Abthlg.).
Geburtsiirzle., . . . . . . . . . . .
Apothelter ...............
Yrovisorrn..
Apothekw-Gehiilfen
Veterinaic-Aerzte.. .......
.............
......
2
-
10 20
15 35
5
-
-
1
In der
medicoUeberhaupt
chirurg.
Academie.
4
1
6
- 2
- 1
-2
4
3
- 6
- 49
10
57
76
206
--
--
- 2
- 23
- 13
1
I
8
4
- 2
(‘Gauger’s Repert. 1844.)
1
3
58
72
12
B.
8) Beitrag zu den Vorschlagen
iiber
wirksame Unterstiitzung wiirdiger Fachgenossen,
Gehiilfen etc. von E. L.
Bochverehrtes Oherdirectoriuni !
Hocbgeachtete Herren !
Ich oehme mir hiermit die Freiheit, Sie rneine Herren, init einigen
Worten zu behelligen, die vielleicht den Sinn vieler Betheiligten ausdriicken diirften.
Mit den dankbarsten Empfindungen habe ich
und wie ich
glaube, iiicht allein jeder gebildete Pharinaceut, sondern auch jeder
aus ihrer Zeitschrift erselien, wie sich ein Hochverhumane llann
ehrtes Directoriuni des Apotheker -Vereins in Norddeutschland, und
namentlich ein waclterer R1ann;Herr Apolhelrer Dr. Gei s e I e r in Kijnigsberg in der Neumark, niit dem ebenso menschenfreiindlichen, als
dem Woble der Pharmacie gleich niitzlichen Plane beschfiftigen, mittellose, abei sonst wiirdige Apothelter Gehiilfen ihrem sehnlichsten Wunsche, ilirem oft unerreiclibaren Ziele ihrer Selbstandigkeit naher zu
riicken, :inf eine so edle Weise die Hand bieten zu wollen. Obgleich
diese Idee sehr schdn ist,und wenn ich klar whe, yon erspriesslichetn
Nutzen fhr das Ganze, so muss ich mir leider auch gestehen, dass
mancherlci Schwieriglteiten sich dngegeti diitiinien werden, denn nicht
iiberall welit solch’ hehrer Geist, solch’ reine, edle Theilnahme an
deni hcrben Geschiclte so vieler, lilulig in jeder Beziehung ausgezeichncler Fachgenossen, denen das Schicltsal versagte, in dem (irade
der Menschheit sich niitzlich zu zeigen, wie sic es wunschen. Nicht
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