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Pharmazeutische Biologie Pharmakognosie von G. Schneider 333 S. Preis DM 58 Bibliographisches Institut MannheimWienZUrich B.I. -Wissenschaftsverlag 1975

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Buchbesprechung
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Buchbesprechung
PharmazeutischeBiologie, Pharmakognosie, von <;. Schneider, 3 3 3 S., Reis DM 58, -, Bibliographisches Institut Mannheim/Wien/Zurich, B. I . -Wissenschaftsverlag 1975.
Mit der Approbationsordnung von 197 1 fand das Bemuhcn einer Reihe pharmazeutischer
Hochschullehrer, Pharmakognosie in ihrer engsten Definition aus der pharmazeutischen Ausbildung zu eliminicren, einen gewissen AbschluB. Der Begriff ,,Pharmazeutische Biologie" wurde
zwar vor 5 Jahren nicht neu geschaffen, das war schon lange vorher u. a. durch die Schulen von
Morirz und Mothes geschehen, er wurde jedoch gesetzlich verankert. Dieser Teil der Pharmazie,
der ganz ohne Frage mehr beinhaltet als die ,,alte" Pharmakognosie und anderes als die Botanik,
auch anderes als eine ,,Botanik fur Pharmazeuten", beschgtigt sich rnit Arzneistoffen biogenen
Ursprungs in allen ihren morphologisch-anatomischen, biochemischen, physiologischen und chemisch-analytischen Aspekten. Pharmazeutische Biologie darf also weder nur mit bestimmten Gebieten der Naturstoffchemie noch rnit der Biochemie pflanzlicher oder tierischer Sekundarstoffe
gleichgesetzt werden. Sie darf sich allerdings andererseits auch nicht im morphologisch-anatomischen und chemisch-analytischen Beschreiben ihrer Objekte erschopfen. Die Pharmazeutische
Biologie m u 6 sich als biologische Disziplin verstehen, in der das statisch-descriptive Moment zugunsten des dynamisch-biochemisch-physiologischenPrinzips zuriickgedrangt wird. An diesen
Kriterien, die miiglicherweise nicht von allen Pharmazeutischen Biologen als ent.scheidend angesehen werden, mussen sich meines Erachtens auch Lehrbucher dieses Faches messen lassen.
Vor mir liegt das Buch von Georg Schneider (Frankfurt) ,,Pharmazeutische Biologie" mit
dem Untertitel ,,Pharmakognosic". Wurde hier alter Wein in neue Schlauche gefullt? Das Vorwort scheint es zu bestatigen: ,,Esuberspannt damit im wesentlichen das bislang als Pharmakognosie bezeichnete Wissensgebiet". Folgerichtig entspricht auch der Inhalt nicht einer Pharmazeutischen Biologie im oben skizzierten Sinne. Hatte man diese Publikation ,,Crundlagen der
Drogenkunde" genannt, hatten lnhalt und Titel ausgezeichnet korrespondiert. Hier wurde namlich - vermutlich aufbauend auf einer Vorlesung - grundsolide Arbeit geleistet. Als Rahmen der
Gliederung dienen die groDen Stoffgruppen der ,,Kohlenhydrate, Fette, Phenylpropane, Flavonoide, Gerbstoffe, Acetogenine, Terpene, Roteine, Purine, Alkaloide und Antibiotica." In diesem
,,Fachwerk" sind dann die einzelnen Drogen rnit der Beschreibung ihrer wichtigsten Inhaltsstoffe,
ihrer Wirkungen und zum Teil auch ihrer Verfalschungen eingebaut.
Wie immer wird man iiber die Auswahl der Drogen und Stichwolre unterschiedlicher Meinung sein konnen. SchlieDlich geben personliche Praferenzen den Ausschlag. Mir fie1 bei Stichproben das Fehlen verschiedener, von mir fur wichtig gehaltener Begriffe auf: u. a. Hinweisc auf
die biologische Bestimmung von Vitamin D, auf die Vitamin-A-Bildung aus Provitamin-A, auf
Aflatoxine, auf Pyrethrine, auf die verschiedenen Typen der Antibiotica-Resistenz. Rifampicin
mu13 sich mit knapp zwei Zeilen begnugen. Dafiir werden Tubera Aconiti, Rcsina und Tubera
Jalapae, Operculinae und Scammoniae fast drei Seiten gewidmet. Warum der Autor dann bewufit
(weil obsolet) auf Drogen mit Senfol- und Blausaure-Glycosiden verzichtet, ist nicht einzusehen.
Das, was in den einzelnen Drogenbeschreibungen steht, ist in den gepriiften Fallen korrekt dargestellt. Beeindruckt hat mich z. B. die knappe, didaktisch gute Einfuhrung in ,,stickstoffhaltige
organische Naturstoffe". Von kleineren Fehlern abgesehen (so ist z.B. freies Hydroxylamin
sicherlich nicht Zwischenstufe der Nitratreduktion) wird h e r dem z u h n f t i g e n Apotheker das
entsprechende Rustzeug fur das wissenschaftliche Verstindnis in seinem Beruf mitgegeben. Man
spurt den erfahrenen Hochschullehrer. Ich habe vie1 Neues aus den hier mitgeteilten Fakten gelernt und in meine eigene Vorlesung eingearbeitet.
Wenig glucklich bin ich uber den letzten Teil des Buches, uber die ,,Grundzuge der Rezeptur
der Drogen". Sollte man nicht deutlicher a l s es der Autor getan hat, auf die ,,Relevam" von
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Buchbesprechung
Arch. Pharm.
Blutreinigungstees, von Gicht- und Rheumatees, und auf die ,,schweiDtreibende"Wirkung von
F!ores Sambuci und Flores Tiliae hinweisen? Wie leicht setzt hier der AuDenstehende Pharmazeutische Biologie mit (ihrem Teilgebiet) K r M e r k u n d e gleich. Ein Nachteil dieses Buches ist
der Abschluf des Manuskripts vor Erscheinen der Nachtrage zum DAB 7 und der PhEu. Dies
sollte jedoch nicht dem Autor, sondem dem Verlag angelastet werden. Einer weiten Verbreitung
dieses Buches wird au5erdem der stattliche Preis von DM 58,- entgegenstehen. Warum miissen
Lehrbucher eigentlich in Leinen gebunden sein? Wann setzen sich endlich auch hier die ,,oftermal-ein-Neues"-Paperbacks durch?
Zusammenfassend laDt sich dieses Buch Apothekern und Studenten der Pharmazie als Grundlage fur das Kennenlernen von zur Zeit mehr oder weniger haufig gebrauchten Drogen empfehlen. Einen Eindruck von dem, was der Referent unter Pharmazeutischer Biologie versteht, erhalt
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der Leser nur an wenigen Stellen dieser Publikation. F.C. Czygan, Wiirzburg
@ Verlag Chemie. GmbH. D-6940 Weinheim. 1976.-Printed in Germany
Veranwortlich fur die Redakrion: Prof. Dr.J . Knabe, D-6600Saarbruchen. Fachbereich 14 der Univcrsiciil den Saarlandes.
Fachrichtung 424 - Pharmazeutixhe Chemie; Anzeigenleitung: H. Both. veranhwortlich fur den Anzeigenteil: H. Schwdbel.
D-6940 Weinheim - Verlag Chemie. G m b H (Geschafufiihrer: Jiirgen Kreuzhagc und Hans Schermer), D-6940Weinheim, Postfach 1260/1280- Alle Rechle, insbesondere die der Ubersersung in fremde Sprachen, vorbehalten. Kein Teil
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